Heute und morgen komme ich zu einem sehr ernsten Thema: Von den mehr als 1.400 Vogelarten, die ich im Lauf der Jahre fotografiert habe, stehen 86 auf der Liste der bedrohten Arten, die von der IUCN, der International Union for Conservation of Nature, geführt wird. Insgesamt 12,2 Prozent der von ihr untersuchten 11.195 Vogelarten stehen auf dieser Liste. Dass ich nur relativ wenige davon fotografieren konnte, liegt, nun ja, genau an der Problematik, auf die die Liste hinweist.
Auf dieser Liste gibt es vier Kategorien, die in aufsteigender Reihenfolge den Bedrohungsgrad beschreiben, von „near threatened“ (fast schon bedroht) über „vulnerable“ (verletzlich), „endangered“ (gefährdet) bis „critically endangered“ (stark gefährdet). Gefährdete Arten sind leider bereits überall auf unserem Planeten zu finden.
Vergleichsweise noch „gut dran“, da erst als “vulnerable“ eingestuft, ist der Kaka. Dieser neuseeländische Papagei ist stark vom Vorhandensein von Südbuchen, einer nur auf der Südhalbkugel vorkommenden Baumart, abhängig. Da deren Samen die Hauptnahrung für den Kaka-Nachwuchs darstellen, brüten diese Vögel nur in Jahren und in Gegenden, wo diese Bäume besonders viele Samen entwickeln.
Otago Peninsula, Neuseeland, Januar 2019