Naturreise(n)bericht: Seltsame Vögel

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Schwarzkehltrogon-Weibchen
Canopy Tower, Panama, März 2024
 
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Schwarzkopftrogon-Männchen
Nähe Diriamba, Nicaragua, Januar 2016
 
2 Kommentare
Kay
Kay kommentierte
Wie kommst Du da noch klar mit all den Namen? :unsure:
 
L
lokatz kommentierte
Das frage ich mich manchmal selber. ;) Nein, im Ernst, ein Experte bin ich da gar nicht, führe aber eine stets aktuell gehaltene Excel-Liste, in der die deutschen und englischen Namen sowie einige weitere Infos stehen.
 
Der illusterste aller Trogone ist der Quetzal, von dem es insgesamt fünf Unterarten gibt. Er ist sozusagen die Königstrophäe des Vogelfotografen, da er schwer zu finden (allerdings gibt es viele spezialisierte Führer) und auch selten in hübscher Pose fotografierbar ist, weil er am liebsten hoch oben in bestimmten Bäumen sitzt.

Ich war in dieser Hinsicht nicht mit viel Glück bedacht, da ich nur ein Foto des, pardon, Quetzalhinterns machen konnte. Seine prächtigen grünen Kopffedern sieht man daher leider nicht.

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Monteverde, Costa Rica, Januar 2008

Was die Quetzale einzigartig und begehrt macht, sind ihre bis zu einen Meter langen Schwanzfedern. Bei den Maya und Azteken durften nur Fürsten und Priester diese Federn in ihrem Kopfschmuck verwenden, die Vögel selbst (unter Androhung der Todesstrafe!) nicht getötet werden. Auch ein Aztekengott, Quetzalcoatl, sowie die guatemaltekische Währung sind nach diesem Tier benannt.


Hiermit ist die Liste meiner farbenfrohesten Lieblinge noch lange nicht erschöpft. Da kommt noch was, wenn es auch genug ist für heute. ;)
 
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Das Aussehen verschiedener Vogelarten zu diskutieren ist in etwa so ergiebig wie jede andere Diskussion über Geschmäcker. Dennoch möchte ich in meinem Bericht immer wieder mal Arten zeigen, die zumindest ich als recht sonderbar aussehend empfinde.


Da wären zum Beispiel die Löffler. Der in Europa, Asien und Nordafrika zu findende Vertreter dieser Gattung heißt im Deutschen ebenfalls nur Löffler, was ein wenig verwirrend sein kann. Auch in Europa findet man große Kolonien dieser Vögel:

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Kerkinisee, Griechenland, März 2023
 
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... und den Königslöffler, die beide in Australien, im Fall des Königslöfflers auch in Neuseeland und angrenzenden Gebieten leben.

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Western Treatment Plant, Australien, Januar 2018


Allen Löfflern gemein ist der spatelartige Schnabel. Anders als man vielleicht meinen könnte, dient dieser Schnabel nicht zum Ausgraben von Nahrung, sondern als zuschnappende Falle, der Insekten, Krustentiere und kleine Fische nicht entkommen können.
 
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Sehen Löffler schon etwas sonderbar aus, so gilt das umso mehr für das Rotstirn-Blatthühnchen. Dabei sind der Frontkamm und die auffälligen Kehllappen noch nicht einmal das Interessanteste.

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Pantanal, Brasilien, September 2024

Achtet einmal auf die Füße: Die Zehen dieses Vogels sind beinahe so lang wie ihre Beine, was ihnen das Laufen auf Wasserpflanzen oder in sumpfigem Gelände erlaubt.

Gleichberechtigung herrscht bei diesen Tieren übrigens nicht. Allerdings drehen sie die Sache einfach um: Es sind die Männchen, die Eier ausbrüten und Jungtiere aufziehen, darunter gelegentlich sogar fremde, während die Weibchen häufig mehr als zwei Partner haben.
 
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Ein klasse Bericht, teilweise von mir noch nie gesehene Vögel. Bin ja mehr oben oder unten auf dem Globus unterwegs...
Bei der Systematik geht es in den Kommentaren etwas durcheinander, daher:

In der Biologie sind "Art", "Unterart" und "Sorte" Begriffe, die zur Klassifizierung von Lebewesen verwendet werden. Eine Art ist die grundlegende Einheit der biologischen Systematik und bezeichnet eine Gruppe von Lebewesen, die sich untereinander fortpflanzen und fruchtbare Nachkommen zeugen können. Eine Unterart ist eine taxonomische Rangstufe unterhalb der Art, die geografisch oder morphologisch abweichende Populationen innerhalb einer Art bezeichnet.
Eine Sorte dagegen ist ein Begriff, der hauptsächlich in der Pflanzenzüchtung verwendet wird und eine Gruppe von Pflanzen einer Art bezeichnet, die durch bestimmte, züchterisch erzielte Merkmale definiert ist.

Dies nur nur Klärung der Begriffe...:fotofreunde:
 
3 Kommentare
L
lokatz kommentierte
'Art' und 'Unterart' benutze ich meiner Ansicht nach exakt so wie definiert. 'Sorte' benutze ich überhaupt nicht, zumindest nicht im biologischen Sinne. Dagegen benutze ich noch die Begriffe 'Gattung' (eine Gruppe von Arten), 'Familie' (eine Gruppe von Gattungen) und 'Ordnung' (eine Gruppe von Familien), und das meiner Meinung nach korrekt. Diese Begriffe werden so zumindest für das gesamte Tierreich verwendet, wie man auf Wikipedia leicht überprüfen kann. Dies nur zur Klärung der Begriffe.

Wenn ich da irgendwo Bockmist gebaut haben sollte, dann sag mir das doch bitte in einer privaten Nachricht. Das nehme ich gern an. Danke.
 
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achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Nein, hast Du nicht, aber einige Kommentatoren... ;)
 
Kay
Kay kommentierte
Zum Abschluß für heute kommen noch drei Vögel, die zugegebenermaßen wenig miteinander gemein haben außer weißer Farbe und einem außergewöhnlichen Erscheinungsbild. Ich mag sie aber alle drei. :giggle:


Der Tui, auch Tuihonigfresser, ist nur in Neuseeland zu finden. Sein weißes vorstehendes Federbüschel am Hals ist das auffallendste Merkmal dieses Vogels.

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Punakaiki Bay, Neuseeland, Januar 2019

Tuis sind in der Lage, Stimmen zu imitieren, darunter auch menschliche.
 
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Sein putziges Aussehen macht den Weißhaubenhäherling markant. Dauerhaft lebt dieser asiatische Vogel nur in Gebirgslagen bis zu etwa 2000 Metern Höhe, zieht im Winter aber oft ins flachere Land.

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Sattal, Indien, April 2025

(Sattal liegt im westlichen Himalaya, auf einer Höhe von etwa 1.400 Metern.)
 
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Einer der sonderbarsten Vögel, die ich je gesehen habe, ist der Weißschopf-Brillenvanga, der weite Teile Afrikas südlich der Sahara bewohnt. Die große Haube sieht lustig aus, der gelbe Ring läßt die Augen fast sonnenblumenartig wirken.

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Nähe Soma, Gambia, Dezember 2024
 
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Guten Morgen! Auf besonderen Wunsch von @Furby (Beschwerden also bitte nur an ihn ;) ) befasse ich mich jetzt mit einer kleinen Auswahl der zahlreichen Papageienarten, die mir auf meinen Reisen über den Weg gelaufen sind. Einige besonders gefährdete werde ich später noch vorstellen, wie auch ein paar ungewöhnliche Varianten. Hier kommt eine Reihe weniger seltener Papageien, heute ausschließlich solche aus Süd- und Mittelamerika.


Meine erste intensive Naturerfahrung mit Papageien, bis heute einer der Höhepunkte meiner Vogelbegegnungen, war vor nunmehr siebzehn Jahren ein Ausflug ins peruanische Amazonas-Zuflußgebiet. Von Puerto Maldonado aus ging es in einer längeren Bootsfahrt auf dem Rio Tampopata hinein in den gleichnamigen Nationalpark. Ein paar Tage später fuhren wir weitere drei Bootsstunden lang erneut den Fluß hinauf und kampierten dann in einfachen Zelten in der Nähe einer großen Lehmwand am Fluß, die unser eigentliches Ziel war. Frühmorgens versammeln sich hier nämlich diverse Papageienarten, darunter auch Aras, um gemeinsam Lehm zu fressen.

Vogelfotografisch war ich damals leider nur schlicht ausgestattet (Nikon D200 mit AF-S 70-300), und die Lehmwand war weit von unserem Ansitz weg. Diese beiden Fotos geben meine Begeisterung hoffentlich trotzdem angemessen wieder:

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Scharlacharas und Gelbbrustaras
Tampopata Nationalpark, Peru, September 2008
 
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Scharlacharas und Mülleramazonen
Tampopata Nationalpark, Peru, September 2008


Alle paar Minuten gab eines der Tiere einen Warnschrei von sich, warum auch immer, woraufhin insgesamt 100-150 Vögel eine kleine Platzrunde flogen und sich dann wieder hinsetzten. Ein herrlicher Anblick!
 
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