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Mit nur 8-10 Zentimetern Länge ist der Olivrücken-Zwergspecht eine der kleinsten Spechtarten. Er ist vorwiegend in Zentralamerika, Kolumbien und Ecuador beheimatet.
Absolute Spitze Deine Fotos, Danke fürs Zeigen und die interessanten Kommentare! Allerdings habe ich zu Beginn leer geschluckt mit Deinen 1'400 Arten, ich war bisher zufrieden mit meinen 140 Arten . . . . .
Tatsächlich auf der Liste der zehn kleinsten Vogelarten zu finden ist der Goldkopf-Zistensänger, der in Australien und etlichen asiatischen Ländern vorkommt (Schönes Bild, oder? Erinnert mich an eine japanische Ziertapete.), ...
… und der hauptsächlich in den USA und Mexiko zu findende Scherenschwanz-Königstyrann, einen im Verhältnis zur Körperlänge extrem langen Schwanz. Bei allen drei Arten dient dieser hauptsächlich der Balz, ist im Alltag dagegen eher hinderlich. Insbesondere bei der Langschwanzwitwe sieht der Flug extrem anstrengend und kräftezehrend aus.
Heute möchte ich einmal bestimmte Verhaltensweisen vorstellen, die selten und seltsam sind.
Wir waren zu Zwölft paddelnd auf einem Boot im Cuyabeno unterwegs, einem großen Feuchtgebiet, das zu den Amazonaszuflüssen gehört, ganz im Osten Ecuadors, an der Grenze zu Peru. Plötzlich deutete unser Bootsführer auf einen Baumstumpf, der aus dem Wasser ragte, und schrie „Potoo!” Zwölf Leute sahen nichts und wollten wissen, wo denn dieser Potoo (was immer das auch war) sei. „Na, da!“ sagte der Bootsführer. Wir paddelten näher und sahen nichts. Wir paddelten noch näher und sahen immer noch nichts. Erst in weniger als zwei Metern Entfernung begannen wir zu erahnen, wovon er sprach.
Der Great Potoo, auf deutsch Riesentagschläfer, ist unglaublich gut getarnt. Auf diesem bearbeiteten und dabei aufgehellten Bild ist er klar zu erkennen, in der Realität aber kann er sich komplett auf seine Tarnung verlassen, weil ihn potentielle Angreifer einfach nicht wahrnehmen. Wittert er Gefahr, drückt er sein Federkleid noch etwas enger an und verschmilzt geradezu mit dem Holz.
Es gibt eine ganze Reihe solcher durchweg nachtaktiver Vögel, die sich tagsüber durch nahezu perfekte Tarnung schützen. Einigen weiteren bin ich seitdem begegnet, zum Beispiel dem Common Potoo = Klagetagschläfer ...
... und dem Eulenschwalm, wegen seines breiten Schnabels auch Froschmaul genannt. Ähnlich wie Eulen fliegen sie fast lautlos, was sie für Kleintiere zu gefährlichen Jägern macht.
Grampians Nationalpark, Australien, Februar 2018
Bei Gefahr verfolgen sie die gleiche Strategie wie die Tagschläfer, nämlich das Gefieder ganz eng anzudrücken.
Nachtschwalben sind außer an den Polen weltweit verbreitet, darunter mit dem Ziegenmelker, den ich leider noch nicht gesehen habe, auch in Deutschland. Sie sind reine Insektenjäger, wiederum dämmerungs- und nachtaktiv, und mit den Tagschläfern und Eulenschwalmen verwandt. Zu dieser Vogelfamilie gehören über 100 Arten.
Zwei recht interessante Arten innerhalb dieser Familie sind die Falkennachtschwalbe, die falkenähnliche Sturz- und Zickzackflüge beherrscht, ...
… sowie die Schleppennachtschwalbe. Diese durch ihren langen Schwanz bis etwa 43 Zentimeter groß werdende afrikanische Nachtschwalbe verbringt ihre Tage meist auf dem Boden sitzend.
Farasutu, Gambia, Dezember 2024
Diesem Exemplar konnte ich mich auf weniger als zwei Meter nähern – sie verließ sich voll auf ihre Tarnung und zeigte keinerlei Fluchtregung. Da ich nur ein langes Tele mit Festbrennweite dabeihatte, musste ich dann etliche Schritte zurückgehen, um ein Foto zu machen. Passiert mir bei Vögeln selten.
Kommen wir nun zu ganz anderen Verhaltensweisen. Der Kapweber, zum Beispiel, hier beim Füttern seines Nachwuchses, ist wie viele Webervögel ein Meister des Nestbaus. Selten findet man im Tierreich derart aufwendig und kunstvoll geflochtene Nester, die fast unzerstörbar erscheinen.
Addo Elephant Nationalpark, Südafrika, Januar 2020
Typisch für viele Reiher, hier bei einem Nacktkehlreiher sehr schön zu sehen, ist dieses Verhalten. Was etwas exhibitionistisch wirken mag, dient lediglich dem Trocknen des Gefieders.
Wo wir gerade bei Reihern sind, kann ich den ungewöhnlichsten, den ich je erlebt habe, nicht auslassen. Der Glockenreiher zeichnet sich durch sein einzigartiges Jagdverhalten aus: Zum Fischfang bildet er mit seinem Gefieder eine „Glocke“ und erzeugt somit einen Schattenbereich im Wasser. In den Schatten ziehen sich Fische gern zurück, die hier eine leichte Beute für den Vogel werden.