Nordpolen (dpa)
Die gestern am späten Abend in Nordpolen entführten deutschen Amateurfotografen sind nach wenigen Stunden in der Hand ihrer Kidnapper wieder befreit worden. «Nach zähen Verhandlungen mit den Entführern - Freigabe gegen 10 Flaschen Wodka - konnten die drei Frangn von der polnischen Geheimpoilcja unverletzt befreit werden ».
Der Polizeikommandant Jacek Krysinski aus Gorzów teilte der Presseagentur weiter mit, dass mehrere Täter während der Polizeiaktion fliehen konnten. Nach ihnen wird gefahndet.
Das eine Entführungsopfer geht davon aus, dass die Täter kriminelle waren und wahrscheinlich vom feindlichen Canon-Lager stammen.
«Ich bin von den Entführern sehr gut behandelt worden, es gab genügend Essen und Trinken, und man hat mich weder bedroht noch geschlagen», berichtete ein Opfer der dpa in einem Telefonat. Außer einigen Blasen an den Füßen während des langen Fußmarschs durch unwegsames Gelände habe er keinerlei Blessuren davongetragen. Die Entführer hätten ihn allerdings mit den Worten : Hopp, hopp du fränkischer Nikon-Ar..h «massiv angetrieben», obwohl er bereits völlig erschöpft gewesen sei.
Den anderen beiden Opfern ging es ähnlich.
Noch am Vorabend um ca 20.00 Uhr Ortszeit waren die Fototouristen gesellig bei einer, oder mehreren, Runden Bier beisammen.
Danach hatten sie, wie im Vorfeld der Reise bereits geplant, ihre Fotoausrüstung hinter der Unterkunft in einem nahegelegenen
Waldstück, zum Schutz vor Dieben, vergraben.
Kurz nach dieser Aktion fielen die maskierten Täter über sie her.
Durch den massiven Alkoholkonsum und die Grabungsaktion waren sie so geschwächt, dass sie zu keinerlei Gegenwehr mehr fähig waren.
"Nochmal glimpflich davongekommen" äußerten sich die Männer gegenüber der Presse.
Nun warten die Mitglieder des heimischen NF- Forums sehnsüchtig auf eine neue Meldung ihrer "Helden".