Von Beijing nach Kathmandu, quer durch Tibet und den Himalaya

Dann aber war der erste und größte Innenhof erreicht, in dem früher unter anderem Lhasas höchstes religiöses Fest gefeiert wurde.

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(Im höchsten Gebäude, ganz oben in der Mitte, hatte der Dalai Lama die Möglichkeit, den Festlichkeiten beizuwohnen.)

Auch hier galt, dass im Inneren des Palasts keine Aufnahmen zulässig waren. Und auch hier war es die Mischung aus Pracht, so etwa des Throns des Dalai Lama, und der demütigen Bescheidenheit vieler Details, die in Erinnerung bleibt.
 
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Nach langem Abstieg und einem letzten Blick auf die enormen Palastmauern verabschiedeten wir uns vom Potala.

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(Die weißen Mauern werden übrigens in jedem Jahr neu gekalkt, wofür sich immer weit mehr als die etwa 350 Freiwilligen melden, die dafür gebraucht werden. Es ist anscheinend eine große Ehre, dabei zu sein.)
 
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Unser Ziel war der Jokhang, ein heiliger Ort der Tibeter, zu dem man nach Möglichkeit einmal im Leben pilgern sollte. Diese große Tempelanlage liegt mitten in der Altstadt und bildet zusammen mit dem Potala und dem Norbulingka, der kleineren Sommerresidenz des Dalai Lama, das UNESCO-Weltkulturerbe “Historisches Ensemble Potala-Palast in Lhasa“.

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Manche strenggläubigen Tibeter pilgern auch heute noch auf traditionelle Weise quer durch das Land. Dabei wirft man sich alle drei Schritte bäuchlings und mit ausgestreckten Armen auf den Boden, wie hier in der Bildmitte zu sehen, murmelt ein Gebet, erhebt sich dann, macht wieder drei Schritte, undsoweiter. Eine mühevolle Prozedur, die auch durch mit Schnüren festgebundene flache Holzbrettchen, die die Hände schützen, nicht viel angenehmer wird.

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Ziel des Pilgerns ist ebendieser Tempel.
 
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Die Gebetsmühle ist dagegen eine geradezu bequeme Erfindung: In ihrem Inneren befindet sich eine heilige Schrift, die durch einfaches Drehen des Zylinders ‚durchgeblättert‘ und damit virtuell gelesen wird. Ist aber auch gut fürs Karma. ;)

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Nicht böse sein aber da macht jemand so eine tolle Reise und postet dann
durchschnittliche Schnappschüsse eines Samsung Handys in einem Fotoforum.

Was man da hätte alles draus machen können, selbst eine kleine Kompakte
hätte garantiert noch im Gepäck Platz gefunden und garantiert bessere Fotos gemacht.

Vertane Chance.
 
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L
lokatz kommentierte
Nun ja. Dass du nicht erkannt hast, dass etliche der Bilder in Wirklichkeit von einer Sony RX100vii stammen, also einer "kleinen Kompakten", kommentiert deinen eigenen Kommentar. Das mit den 'durchschnittlichen Schnappschüssen' lasse ich einfach so stehen. Die Handy-Referenz reflektiert anscheinend deine Einstellung, dass es die Kamera ist und nicht der Fotograf, der den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Bild macht. Die teile ich in der Tat nicht. Ich habe mich jedenfalls ganz bewusst für Handy und Kompakte entschieden, und bin mit der Ausbeute sehr zufrieden.

Ansonsten hatte ich ja auch fotografisch fast nichts dabei, außer einer Z8 mit Tamron 50-400 und einer weiteren Z8 mit Z400 f/2.8 TC. Die brauchte ich nämlich, um in den zwei Wochen NACH dieser Reise, direkt im Anschluß, auf den indonesischen Inseln Sulawesi und Halmahera Vögel und andere Tiere zu fotografieren. Noch mehr als das in China herumzuschleppen, wäre auch beim besten Willen nicht gegangen.

Mit 400mm sieht der Potala allerdings nicht wirklich beeindruckend aus... ;)
 
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M. Höhne
M. Höhne kommentierte
Check
 
Nun ja. Dass du nicht erkannt hast, dass etliche der Bilder in Wirklichkeit von einer Sony RX100vii stammen, also einer "kleinen Kompakten", kommentiert deinen eigenen Kommentar. Das mit den 'durchschnittlichen Schnappschüssen' lasse ich einfach so stehen.
Ich hab mir 3 Bilder raus gepickt und in den EXIFs stand halt Samsung, reiner Zufall.

Die Handy-Referenz reflektiert anscheinend deine Einstellung, dass es die Kamera ist und nicht der Fotograf, der den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Bild macht.

Eben nicht, da ich keinen Unterschied bei den Bildern sehe, wenn welche mit der RX100 gemacht sind,
sind es trotzdem Bilder in Schnappschussqualität.
Daher ist es nicht die Technik.

Ich wollte auch nicht das Handy schlecht machen, es gibt Fotografen die da tolle Sachen mit zaubern.
Aber von einer "Reportage" erwarte ich halt etwas mehr.
Sollte nicht mehr als eine konstruktive Kritik sein, sorry wenn das anders ankommt.

Hier mal ein Fotograf, der mit dem iPhone fotografiert hat (von wegen Qualität):

 
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Auf einer geführten Rundreise (die keine ausdrückliche Fotoreise ist) kommt man im Zweifel zur fotografisch falschen Zeit und bei falschem Wetter an die jeweiligen Orte und hat auch nur wenig Zeit für die Aufnahmen. Man ist eben kein Fotoreporter der vor Ort individuell optimale Ergebnisse erzielen kann weil er so lange bleibt bis das gelingt.

Aber von einer "Reportage" erwarte ich halt etwas mehr.

Und dann hat man (ich) nicht nur sehr gute sondern auch mäßige Aufnahmen, die man aber braucht um die Story zu erzählen.

Ich ziehe es da vor, die Story zu erfahren, auch wenn nicht alle Bilder perfekt sind.
 
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L
lokatz kommentierte
Wenn man dazu noch mit drei Kindern reist, wird die Sache noch ein klein wenig komplizierter... ;)
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Voll peinlich, Onkel!
 
Vielen Dank dass du mich auf diese Weise auf deiner Reise, durch ein mir völlig unbekanntes Land. mitnimmst und du deine Fotos hier zeigst und auch sehr kurzweilige und informative Texte dazu schreibst. Ich schätze das wirklich sehr.
 
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9. Tag

Am folgenden Tag war es soweit: Die Fahrt im Kleinbus quer durch Tibet und den Himalaya ging los. Unser heutiges Ziel war Shigatse, zweitgroßte Stadt Tibets.

Die Stadt selbst ist nicht weiter erwähnenswert, insofern war der Weg, immerhin fast neun Stunden Fahrt, das Ziel.

Das Tal, in dem Lhasa liegt, verabschiedete sich mit einem schönen See, …

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Unser Fahrer musste jeweils nach einigen Stunden zwangsweise eine 20-minütige Pause einlegen und hielt an den wenigen Punkten, wo Belustigungen für Touristen vorgesehen waren, natürlich immer mit der Möglichkeit, Geld auszugeben. Ein eher ärgerlicher Halt war der an einem großen Parkplatz, an dem man sowohl ein Selfie auf einem Yak machen als auch diesen Anblick ‚genießen‘ konnte:

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Der Do Khyi, auch Tibetdogge genannt, ist ein SEHR großer Hütehund, der von den Tibetern verehrt, von den Chinesen dagegen gern für Geld zur Schau gestellt wird. Diese armen Tiere saßen offenbar den ganzen Tag auf einem kleinen Podest direkt am Abgrund und mussten die feixenden Touristen über sich ergehen lassen.

Ausländer gab es hier übrigens nur wenige. Die deutliche Mehrheit der Touristen waren erwartungsgemäß Chinesen.
 
L
lokatz kommentierte
Dir ist schon klar, dass die Vorlieben verschieden sind, oder? Ich zum Beispiel fotografiere fast nie Portraits, und das ganz bewußt, dafür aber sehr gern Landschaften und die Natur. Ich bin Vollmitglied der Deutschen Gesellschaft für Naturfotografie, insofern darf ich das. ;)
 
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dembi64
dembi64 kommentierte


Wobe man nicht unbedingt Vollmitglied bei der GDT sein muss um solche Vorlieben zu haben. Ich bin es auch nicht ;)
 
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Nicname kommentierte
Wir bekommen hier viele schöne Motive zu sehen und Deine fotografische Nachlese für die bemerkenswerte Reise Eurer Familie von Peking über Tibet, durch den Himalaya und weiter bis nach Kathmandu inkl. dreier Kinder kommt auch aus den Texten total begeisternd "rüber".

Allein, es sind mir zu viele Übersichtsaufnahmen mit Weitwinkelperspektive dabei. Personen oder Personengruppen, oft vom Betrachter abgewandt oder in weiter Entfernung vor sicherlich beeindruckender Gebäude- oder Landschaftskulisse.

Ich schliesse mich Schattenmanns Ausführungen hinsichtlich einer Reisereportage an: Mut zur Nähe und zum Kontakt mit Leuten. Bei Gebäudeaufnahmen mal Details im Vordergrund mit Gebäudeansichten im Hintergrund kombinieren. Als aussenstehender Betrachter hat natürlich man gut reden: Auf eigene Faust loszuziehen, um in Ruhe zu fotografieren, das wird natürlich im Rahmen von Gruppenreisen schwierig. Von daher bin ich weiterhin gespannt dabei und freue mich auf weitere Bilder.
 
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L
lokatz kommentierte
Das höre ich nicht zum ersten Mal und respektiere ich - allerdings nur als Meinung, nicht als universelle Wahrheit.

Ich reise sehr viel und habe schon 73 Länder besucht, viele davon mehrfach und sehr viel ausführlicher als in diesem Fall. Ich empfinde es als respektlos, Menschen zu fotografieren, die man nicht kennt. Wenn man es ungefragt tut, ist das schlicht ungehörig. Wenn man vorher fragt, ob ein Foto ok ist, willigen viele ein. Wer sich mit kulturellen Unterschieden auskennt, weiss aber, dass das oft daran liegt, dass es in der Kultur des Landes unhöflich wäre, eine solche Bitte abzulehnen. In Asien ist das zum Beispiel fast überall so. Wohlfühlen wird sich der Fotografierte deswegen noch lange nicht.

Nähe und Kontakt zu Leuten suche ich durchaus. Aber nicht, weil ich ein tolles Foto von ihnen machen will, sondern weil mich Land und Leben interessieren. Ich selbst möchte auch nicht fotografiert werden, wenn ich es vermeiden kann.

Ich kann akzeptieren, dass Andere das entweder nicht bedenken (was meiner Erfahrung nach meistens der Fall ist) oder schlicht anders sehen als ich. Für meine eigenen Reisen bleibe ich aber bei meiner Linie. Natur, Landschaften, Städte, Sehenswürdigkeiten etc. bieten mir ausreichend Motive, um tiefere Eindrücke eines Landes wiederzugeben. Und bei Postkartenmotiven versuche ich zumindest, auch mal ein paar Einblicke drumherum zu geben, die man sonst nicht sieht. Was ich in diesem Bericht ebenfalls getan habe und weiterhin tun werde.
 
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N
Nicname kommentierte
Das ist völlig in Ordnung. Hier geht es nur um Meinungsaustausch. Alles andere wäre anmaßend.
 
Solche fragwürdigen Veranstaltungen gibt leider überall auf der Welt. Leider bleibt den Einheimischen häufig kaum eine andere Möglichkeit das karge Einkommen etwas aufzubessern. Mir persönlich ist so etwas auch zuviel.
 
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