Metz in Gefahr

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Das stimmt natürlich. Inwieweit der jeweilige Autohersteller zum Bedienkonzept beiträgt, kann man nur mutmaßen. Es entsteht ja immer in der Zusammenarbeit. Schade, daß Becker mit klassischen Autoradios offenbar nix mehr an der Mütze hat. Auch das letzte Monza war super in Punkto übersichtliche Bedienung. Aber die Jugend kauft halt Klickibunti-Radios und weiß oft garnicht mehr, ob das Ding auch UKW kann ;-)
zu 1: Damals war Becker der Erste und Einzige, der im Handel ein 1-DIN-Navi zu vernünftigem Preis angeboten hat (2999,- ggüber >5000,-- für die Lösungen von Philips und Blaupunkt) und das sich mit wenigen Handgriffen einbauen ließ.
Daraus entstand dann das Daimler-Gerät für Fahrzeugreihen, die noch mit 1-DIN-Schacht ausgestattet waren.

zu 2: Bosch hat Blaupunkt verkloppt: http://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Niedersachsen/Aurelius-zerlegt-Blaupunkt oder http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/blaupunkt-bosch-verschenkt-traditionsmarke-1.376687 , Becker hat das Handelsgeschäft eben auslaufen lassen.
Hintergrund ist in beiden Fällen - wie oben schon angesprochen - die stark eingebrochenen Umsätze in diesem Bereich - nur noch "echte Freaks" tauschen solche Komponenten in ihren Autos.
Auch dazu beitragen wird wohl die Tatsache, daß immer weniger Autos tatsächlich den Leuten selbst gehören (Leasing und so ...).
 
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Auch dazu beitragen wird wohl die Tatsache, daß immer weniger Autos tatsächlich den Leuten selbst gehören (Leasing und so ...).

Solche Umbauten nehmen ohnehin nur Dritt- bis Neuntbesitzer vor. Neukäufer bauen kein Radio um. Weder als Barzahler, noch als Leasingnehmer.
 
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Neukäufer bauen kein Radio um. Weder als Barzahler, noch als Leasingnehmer.



Deine apodiktischen Wahrheiten sind immer wieder faszinierend. Meine beiden ML W164 (LP in den 80.oooern) habe ich direkt nach der Auslieferung zum Auto-HiFi Spezi gebracht und habe dort für das gleiche Geld was das völlig überteuerte Command kosten sollte richtig schöne Anlagen mit Navi, Sub, Kameras und allem Furz und Feuerstein verbauen lassen.

Leider war der wohl der letzte mit Doppel-DIN-Schacht aktuell versuchen aj alle Autohersteler die Umbauer durch möglichst krude Monitor-Hauptgerät-Trennungen auszubremsen.
 
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Ich denke, die wesentlichen Gründe dafür liegen darin, dass heutige Werkssysteme schon gut ausgestattet sind und auch gut klingen. Wenn ich sehe höre, was wir im neuen Ford meiner Frau für ein Audio-System haben, schnall ich ab. Sowas gab es früher für Geld und gute Worte nicht ab Werk. Zwar hatte VW / Audi schon früh richtig gute Radios im Angebot, aber wer CD wollte oder gute Lautsprecher, der musste warten, bis z.b. Audi anfing, mit Bose zusammenzuarbeiten. Und wenn es nicht so gut klingt, müsste man eher bei den Lautsprechern ansetzen.

Jedenfalls sieht der größte Teil der Autofahrer heutzutage keinen Sinn mehr darin, am Autoradio irgendwas zu verbessern. Die Dinger können ja im Grunde auch alles. Außerdem ist es ja auch immer eine Frage der Optik. In meinem alten Fünfer würde ich selbst das dezenteste Nachrüstradio als hässlichen Fremdkörper verachten. Wie gesagt, ein Zenec würde ich kaufen, aber leider lohnt sich das für meine alte Karre nicht. Für Autos, die im Schnitt 500-3500 Euro wert sind, machen Radios für 900 Euro aus Sicht des Herstellers keinen Sinn... Allerdings muss ich selbst bei meinem alten System sagen, dass mir im Grunde nur MP3 und eine vernünftige Bluetooth-Unterstützung fehlen. Das Navi lassen wir mal aussen vor, ein mehr als 10 Jahre altes System zu bewerten wäre höchst unfair.
 
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...habe ich direkt nach der Auslieferung zum Auto-HiFi Spezi gebracht und habe dort für das gleiche Geld was das völlig überteuerte Command kosten sollte richtig schöne Anlagen mit Navi, Sub, Kameras und allem Furz und Feuerstein verbauen lassen.


Ich drehe meine Autos so alle 4 bis 5 Jahre - wenn sie irgendwo zwischen 150 und 200 tkm auf der Uhr haben. Dann haben sie meist schon über 50% ihres Wertes eingebüsst und zusätzliche oder nachträgliche Einbauten werden entweder gar nicht bezahlt oder sind sogar wertmindernd. Originalausstattung wird verlangt und (zumindest ein wenig) bezahlt. Und inzwischen lassen sich da die Hersteller auch nicht mehr lumpen.

Renault (ausgerechnet) verbaut zB. seit etwa 10 Jahren Cabasse Lautsprecher - meine Fetisch-Marke seit den frühen 80ern und exklusiver Ausstatter meines Hauses. Das ist zwar kein Grund, einen Renault zu kaufen (oder auch nur zur Probe zu fahren), aber das Niveau der Originalausstattungen ist bei vielen Herstellern durchaus hoch.

Wenn ich mir anschaue, welche Autos stets auf dem Parkplatz des hiesigen Car-HiFi Spezialisten parken, dann überwiegen ge- und verbrauchte Träume der letzten zehn bis 15 Jahre. Neuwagen, oder auch nur aktuelle Modelle, sind da deutlich in der Unterzahl. Das mag es mal geben (es gibt ja auch fliegende Fische), aber es ist nicht annähernd der Normalfall.
 
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