Ich behalte Linux aber im Auge. Warum? Auch Windows arbeitet fieberhaft an einem Mietmodel. Da können sie dann, wie bei Adobe, alle einmal kräftig meckern, aber sie werden es bezahlen. Ich allerdings nicht. Ich hoffe inständig, das Linux mit Gimp in die Puschen kommt und dann schaue ich Windows10 ff. gelassen entgegen.
Ich frage mich, ob Adobe auch umgestiegen wäre, wenn alle diejenigen, die landauf/landab in den Foren Photoshop als das allein seligmachende preisen, auch tatsächlich ihre 1000 EUR dafür abgedrückt hätten(?) ...
Aber in der Tat: für mich als Privatuser ist ein Mietmodell völlig indiskutabel, es gibt Monate, da hab ich einfach keine Zeit, mich mit Bildern ernsthaft zu beschäftigen.
Dieser Artikel wirft weitere Fragen auf:
Moderne Windows-8-Apps von Drittherstellern werden ausschliesslich über den neuen Store bezogen (klassische Fenster-Programme lassen sich frei installieren).
Und ob "klassische Fenster-Programme lassen sich frei installieren" nicht in Wirklichkeit "klassische Fenster-Programme lassen sich
noch frei installieren" heißen muß, das wird die Zunkunft zeigen.
Und was das gnadenlose Vertrauen auf "Marktführer" bringt, das konnte ich kürzlich feststellen: in der Firma mußte ich auf einen sehr alten Bericht zurückgreifen, in Winword 2 geschrieben. Ein Word 2010 konnte das nicht öffnen ... witzigerweise ging es mit Libre Office aber so leidlich, zumindest kam ich an die Informationen ran.
Was Bildbearbeitung angeht: zu PS5-Zeiten hatte ich in der Firma eine Lizenz, die mir EINE Privatkopie erlaubte. Hab's dann aber bald aufgegeben, weil bei jeder zweiten Aktion die Meldung kam: "Kann nicht 16bit, konvertiere nach 8bit" und dann zu Picture Window gewechselt, Preis war ein Zehntel, aber durchgängig 16bit und photographengerecht angelegt.
Picture Window kann auch unter Linux zum Laufen gebracht werden.
Meinen Coolscan betreibe ich mit Vuescan, nachdem die Originalsoftware
merkwürdige Farben abgeliefert hatte. Und: Vuescan ist multiplattform ...
Endgültig zu LInux gewechselt bin ich wegen darktable. Wegen der unklaren Lizenzaussichten bei Adobe kam Lightroom nicht in Frage, weil ich nicht in Kürze vor demselben Problem stehen wollte wie die ganzen Aperture-Nutzer, denen die Software seitens Apple entzogen wurde und die jetzt
frickeln dürfen.
Bildschirmkalibration: einfach die Hardware eingesteckt, es meldet sich ein Assistent, der den Rest erledigt. Brauche keine Install-CD des Herstellers, der dann auch noch eine Produktregistrierung erzwingt.
Ärgernis ist in der Tat Gimp. Dort verwende ich derzeit auf einem meiner Rechner die Entwickler-2.9-Version. Die kann zwar schon 16 und mehr bit, aber das Hauptärgernis ist die Geschwindigkeit, und da hab ich nicht das Gefühl, daß sich merklich was getan hätte.
Screencast-Tutorials
türken da schon mal ganz gerne mit kleingerechneten Bildern. Es ist einfach ein Unding, wenn ich für jede Änderung z. B. an einer Gradationskurve erst warten muß, bis sich die Bildkacheln von oben nach unten wieder aufgebaut haben. So kann man nicht arbeiten, das konnten in den 90ern Photoshop und das erwähnte Picture Window auf den seinerzeitigen vergleichsweise schwachbrüstigen Rechnern schon deutlich besser, fast in Echtzeit.
Ansonsten: Linux Mint auf den Rechner, startet in der 64bit-Version auf meinem alten Laptop in der halben Zeit wie das originale XP, und läuft gut und rund. Selbst Flash läuft "out of the box".
Ein Kollege ist Macianer, der hat sich das mal angeschaut ... und viel Vergleichbares gefunden ...