Honorare für Hochzeitsfotografen?

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AndreasLanghammer

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Hallo,

ich bin von einer Freundin als Fotograf für eine Hochzeit weiterempfohlen worden. Ich hätte auch Lust dazu, die erforderliche AVL-Erfahrung und das notwendige Equipment.

Jetzt stellt sich die Frage nach meinen Honorarforderungen:
Weiß jemand von euch, was die Profi's dafür nehmen? Ich will kein Profihonorar, sondern nur den Preis der Profi's zur Orientierung wissen.
Man muss ja auch bedenken, dass ne Menge teures Equipment zum Einsatz kommt.
Eine Hochzeit bis zu 16 Stunden Einsatz und Arbeit für Akkus, CF's und Fotografen vor Ort bedeuten kann.
Das man am Tag vorher am besten schon mal die Locations besichtigt und Probeaufnahmen machen muss.
Das so ne Hochzeit locker 1500 Bilder produziert, die selektiert und nachbearbeitet werden wollen.
Das noch ne Menge Zeit draufgeht, in Vorbereitung und für die Bildübergabe an das Paar. - Unter Umständen, ist auch noch ein Fotobuch für das Paar zu gestalten und drucken zu lassen......

Was nehmen die Profis?
Habt Ihr eine Idee bzw. eine Linkempfehlung?
Gruss Andreas
 
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Tolle Argumente,
doch weder der "Großrechnerspezialist" noch der "Technische Zeichner" sind von Amateuren mit Dumpingpreisen oder Schwarzarbeit ausgehebelt worden.
 
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Ich kenne einige Profis, die kommen nur zum "wichtigen" Gruppenfoto vor der Kirche und machen eine schöne Serie vom Brautpaar. Das ist in meinen Augen ziemlich schlau, denn das Gruppenfoto wird in der Regel als besonders wichtig angesehen, ist aber gar nicht so schwierig zu bewerkstelligen. Die Serie vom Brautpaar ist dagegen die Kür, wo Kreativität und Feeling gefragt sind und auch honoriert werden. Profilieren kann man sich eigentlich nur darüber. Bei diesen Bildern zählt dann auch die Präsentation in Form von guten Abzügen und hochwertigen Rahmungen. Auch darüber lässt sich mit etwas kaufmännischem Talent verdienen.
Die Dokumentation des Gesamttages und die Auswertung unendlicher Bildermassen würde ich da sehr gern den Kompaktknipsen und Camcordern engagierter Gäste überlassen. Denn bei diesem Marathonjob setzt genau der Rotstift an. Und hier hat man mit allen Unwegbarkeiten von schlechtem Licht bis zu turbulenten, unkontrollierbaren Szenen zu tun.
 
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Der Grund für diese "Profis" ist trivial + durchsichtig:
Das Gruppenbild kann noch so schlecht sein, es wird zigfach verkauft.
 
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Hallo

Tolle Argumente,
doch weder der "Großrechnerspezialist" noch der "Technische Zeichner" sind von Amateuren mit Dumpingpreisen oder Schwarzarbeit ausgehebelt worden.

Der Grund ist letztlich egal, das Ergebnis zählt.
Es gibt doch Bereiche genug, wo Firmen pleite machen, weil im Ausland günstiger produziert wird.
Da kannst du deinen Job noch so gut gemacht haben.:eek:


Gruß
Walter
 
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Liebe Kiara.

Profis zeichnen sich erstmal dadurch aus, dass sie von dem leben müssen, was sie da tun. Deshalb kann ein Profi wie jedes Unternehmen nur rentable Angebote machen. Ich finde das weder trivial noch verwerflich.

Wenn man am Monatsende sein Studio und das Ausstattungsleasing bezahlen sowie seine Familie ernähren muss und zudem auch noch Steuern zahlt, kann man nicht darüber nachdenken, ob man für 400 Euro 10 Stunden fotografiert und 2000 Bilder auswertet.

Da finde ich es absolut korrekt, die professionelle Leistung nur da anzubieten, wo sie wirklich unverzichtbar ist.
 
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Tolle Argumente,
doch weder der "Großrechnerspezialist" noch der "Technische Zeichner" sind von Amateuren mit Dumpingpreisen oder Schwarzarbeit ausgehebelt worden.

richtig... die sind von neuen technologien ausgehebelt worden... wie die profifotografen auch... gäbe es keine digitalen kameras, hätten sie noch immer das monopol...
im übrigen kenne ich kaum jemanden, der das mehr oder weniger regelmässig macht, ohne das anzumelden... alleine schon wegen der abschreibungsmöglichkeiten des equipments... meist sind es ein oder zwei aufträge, dann gibt man seine einkünfte auch beim finanzamt an... alles andere wäre ziemlich dumm... :)
und was die "dumpingpreise" angeht: ist es die schuld eines nebenerwerbsfotografen, dass eine profi-kalkulation solche preise nicht zulässt?
 
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Der Grund für diese "Profis" ist trivial + durchsichtig:
Das Gruppenbild kann noch so schlecht sein, es wird zigfach verkauft.



Genau das ist meiner Mutter passiert.....Gruppenbild zur Goldenen Konfirmation.

In der Kirche aufgenommen, am Laptop nen bischen korregiert und gleich vor Ort ausgedruckt...ne Quali, das ich mir so'n Bild nicht in den Keller hängen würde!

Dort haben alle Konfirmanden den 13x18 Abzug für 10 € mangels besserer Alternativen gekauft.

War mal wieder ein Grund mehr, mich zu fragen, was eigentlich den Profi ausmacht...die Qualität seiner Arbeit oder aber sein Geschick seine (manchmal garnicht so professionellen) Arbeiten zu vermarkten.


Gruss Jürgen
 
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Der Grund für diese "Profis" ist trivial + durchsichtig:
Das Gruppenbild kann noch so schlecht sein, es wird zigfach verkauft.

... aber nicht destotrotz nachvollziehbar und wirtschaftlich. Lieber so auf 3 Hochzeiten getanzt, als eine von vorne bis hinten dokumentiert. Resourceneinsatz und Gewinn stehen da einfach in einem günstigeren Verhältnis.

So far,

Sven
 
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Grotesk ist nebenbei auch noch dies: Wenn ein Amateur gratis fotografiert ist alles ok, wenn aber ein Berufsfotograf einem Freund die Bilder umsonst macht ist es schwarzarbeit. Die passende berufliche Qualifikation wiegt da nämlich erheblich schwerer als die fehlende Bezahlung. D.h. im Klartext: Arbeitest Du in deinem erlernten bzw. ausgeübten Beruf für Nicht-Familienangehörige ist das Schwarzarbeit. Macht es ein ungelernter genauso ist es ok. Klingt schwachsinnig, ist aber so.
 
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Ich persönlich würde für so eine Gesamthochzeit auch ein entsprechend hohes Angebot machen. Wenn es angenommen wird, lohnt es sich dann auch. Wird es nicht angenommen, hat man einen undankbaren Knochenjob vom Hals.

Vielmehr würde ich als Empfehlung die Gruppenfotos und eine kreative Serie vom Brautpaar anbieten.

Erfahrungsgemäß hat bei Hochzeiten jeder zweite eine Kompaktdigi oder einen Camcorder in der Tasche. Der eine oder andere zeigt auch gern seine neue EOS 400. Sollen die sich mit den Buffetfotos amüsieren. Deren Fotos landen sowieso im Album, weil der Fotograf gerade eine Zigarette geraucht hat, als Opa Willi mit Tante Waltraud Polka tanzte.

Die erwähnte Profimethode, bei Hochzeiten richtig abzuzocken, ist natürlich bekannt. Zumal Hochzeiten gern als easy cashcow angesehen werden. Und natürlich wird da sehr oft unterirdische Qualität abgliefert. Deshalb finde ich dieses ewige Profigelaber auch völlig verfehlt - das ist überhaupt kein Maßstab. Gerade ein Profifotograf steht unter 1000 Zwängen und kann nur sehr selten tun, was er will. Gerade bei Hochzeiten muss man damit rechnen, dass Profitinteressen eisenhart im Vordergrund stehen.
 
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Grotesk ist nebenbei auch noch dies: Wenn ein Amateur gratis fotografiert ist alles ok, wenn aber ein Berufsfotograf einem Freund die Bilder umsonst macht ist es schwarzarbeit...

Hi,
dazu würde ich gerne mal ein Urteil eines Oberfinanzgerichtes sehen.
Wenn ich für einen Freund (nicht den Freund eines Freundes eines Großcousins) die Hochzeit für lau fotografiere, könnte das zwar einen schlechtgelaunten Kollegen dazu verleiten, mich beim FA anzupinkeln. Dem FA würde ich entweder die Abizeitschrift von 1981 mit unseren Namen vorlegen oder drei Namen von Leuten, die unsere Freundschaft bestätigen. Dann dürfte das ganze erledigt sein oder ein Fall für eine Klage beim Finanzgericht.

Was wäre denn, wenn ich dem Freund zur Hochzeit eine handsignierte Vergrößerung eines Fotos schenke, dass ich schon 28 mal für 189 Euro verkauft habe? Ist das dann auch Schwarzarbeit?

Steuergesetze sind eine Sache, aber man findet (Ausnahmen bestätigen die Regel) beim FA doch immer wieder gesunden Menschenverstand.

Grüße
Christian
 
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...

Die erwähnte Profimethode, bei Hochzeiten richtig abzuzocken, ist natürlich bekannt....

Ich finde diese Formulierung problematisch.
Wieviele Hochzeiten kann ein Portraitstudio (das sind ja die klassischen Hochzeits-Fotografierer) im Monat machen? 16 maximal, und das nur im Sommer. Ansonsten wurschteln die sich mit Passfotos und Bilderrahmenverkauf so durch. Also müssen die bei Hochzeiten Umsatz machen.
Es ist ihr gutes Recht, die höchstmöglichen Preise zu nehmen, die sie bekommen. Bei Hochzeitskleidern für 1.000€ sagt auch keiner: Heh, der Fummel kommt für 150€ aus Malaysia oder der Ukraine, 300€ sind ja wohl genug!
Hochzeiten sind meistens planbar, also besteht die Möglichkeit, Preise zu vergleichen. Etwas unwohl fühle ich mich bei Bestattungen - da ist kaum einer in der Stimmung, über Preise zu reden - und der Preis des Sarges lässt vermuten, dass er aus Silber gegossen sein könnte...

Grüße
Christian
 
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Der"Förderkreis Portrait" lädt wieder zu seinem Jahrestreffen ein. Gast ist ein amerikanischer Hochzeitsfotograf. Hier die Vorstellung:

David Jay ist noch ein junger Fotograf mit einer eigenen Philosophie und dem typisch amerikanischen Marketingverständnis. Das klingt für unsere Ohren manchmal etwas fremd, aber allemal hochinteressant mit welcher Überzeugung amerikanische Fotografen sich und ihre Arbeit verkaufen. David hat noch vor wenigen Jahren seine Hochzeiten für etwa 1.000,- US-Dollar angeboten, heute verlangt und bekommt er 15.000,- US-Dollar. Er gehört zu den Top-10-Weddingphotographers in den USA. David ist einer von nur wenigen Fotografen, die den "Silver Member" Award der WPJA (Wedding Photojounalist Association), einer der größten, weltweit agierenden Gruppierung von Hochzeitsfotografen erhalten haben.
 
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Echt gute Diskussion …..
Christian hat auf Seite eins einen Beitrag, der meine Erfahrungen zu 100% deckt. Es ist aber auch nicht leicht für aufkommende Fotografen. Am Anfang ist man froh über jeden Auftrag und stolz wie der Papst. Ist man begabt oder einfach durchschnittlich gut, spricht es sich schnell rum, freunde von freunden usw. kommen und fragen ob du Bilder machen willst. Erst wenn man beginnt, einen preis für seine arbeit zu verlangen, der den Einsatz und die Qualität halbwegs deckt, wird sich zeigen, ob eine Grundlage für die Zukunft da ist. Ich persönlich, fotografier Familie und „richtige“ Freunde gratis, habe aber des oefterem schon einen finanziellen „Ausgleich“ für das nichtdabeisein beim fest und die arbeit bei der Nachbearbeitung bekommen. Freunde von freunden bezahlen an Kasse 1, da geht kein weg mehr dran vorbei. Entweder einen, vor dem Shooting festgelegter betrag oder Stundenlohn. Ich mache immer darauf aufmerksam, das, wie bei prof. Fotografen auch, eine 100% Sicherheit für absolut perfekte Bilder nicht immer gegeben werden kann, habe bis jetzt aber noch kein Shooting gehabt, bei dem ich mich hätte schämen müssen, die Bilder abzugeben. Da ich eigentlich nur durch Mundpropaganda vermittelt werde, wissen die Kunden auch auf was sie sich einlassen und sie mich als Fotografen wollen.

Ps. Kiara, wie viele Jahre sollte man stilles Mitglied sein, bevor man hier was sagen darf ?, oder war es ein joke?
 
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Hat er doch auch mal in einer Folge, wenn ich mich recht erinnere (Im Geheimdienst ihrere Majestät).
Ich meiner eher das: "weltweit agierenden Gruppierung "
Vielleicht streben die Hochzeitsfotografen ja nach der Weltherrschaft.;)

Das Geld dazu haben sie ja - bei den Preisen...

:fahne:

Spaß beiseite - da ich letztes Jahr geheiratet habe möchte ich mich auch noch zu dem Thema äußern. Auch wenn eine Hochzeit incl. Hochzeitsreise sehr schnell bei 15 T€ liegt sind die Angebote vieler Studios nicht marktgerecht.

Für eine Portrait-Serie - vor der Hochzeit im Studio oder Park etc. - werden sehr schnell Preise von 300 bis 500 Euro für 10 Bilder genommen. Man bekommt keine CD und jeder Abzug kostet wieder - i.d.R. im zweistelligen Euro-Bereich. Da in der heutigen Zeit aber jeder Gast ein offizielles Hochzeitsbild erwartet ist diese Variante legal nicht mehr bezahlbar.

Dann gibt es drei Wege:

1. Bild wird gescannt und dann selbst zur Entwicklung gegeben. Hier werden dann die Rechte des Fotografen mit Füßen getreten.

2. Man verlässt sich auf die "Knipsen" der Gäste

3. Es wird ein Laie gebucht. (Studenten, Hobbyfotografen oder Nebengewerbe). Dort bekommt man für den Preis der Serie i.d.R. die Begleitung von Standesamt und Kirche und noch eine Portraitserie. Und - das ist das wichtigste - die eigenen Bilder der eigenen Hochzeit auf CD. Natürlich gibt es qualitative Abstriche - aber den großen Mehrwert alle Bilder zu haben und jederzeit Abzüge bestellen zu können.

Wir waren mit unseren "Laien" sehr zufrieden. Auch wenn man aus einigen Aufnahmen sicherlich noch mehr hätte rausholen können. Und da es eine offizielle "Rechnung" gab gehe ich auch von einer ordentlichen Versteuerung aus.

Torsten
 
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