Wenn ihr für euren liebsten Bereich der Fotografie eine Festbrennweitenkombi wählen könntet, welche wären das? Und warum?
28 / 50 / 100?
24 / 35 / 85?
Ich fotografiere Menschen und binde mehr oder weniger die Umgebung mit ein, also ihre Tätigkeiten, das was sie gerade beschäftigt, oder schlicht und einfach den Ort an dem sie sich gerade aufhalten. Bei mir fällt die Wahl auf 20 / 35 / 85 / 135.
20mm ist weniger Wahl als Zufall, weil ich ein 20/1.8 habe und es eine tolle Nahstellgrenze hat. Es ermöglicht schöne Vordergund-Hintergrund-Kompositionen mit Freistellung, ist mir aber für Personenfotografie fast etwas zu kurz und schwer zu komponieren. Mit 24mm wäre ich mindestens genau so glücklich und würde unter Umständen zu 24mm wechseln. Weniger als 20mm wären mir viel zu kurz, exotisch, schwierig und freaky. Ich bin schon froh, wenn ich 20mm handhaben kann, und komme damit oft ziemlich ins Schwitzen. Ich glaube, ich bin mehr der 24mm-Typ und mit 20mm nicht völlig zufrieden. Unterhalb von 24mm sind meiner Meinung nach Zooms sinnvoller.
Die 35mm liegen daran, daß ich diesen Blickwinkel magisch und
plastisch finde, obwohl ich leider noch keine gescheite 35mm-FB besitze. Mit 50mm kann ich weit weniger anfangen, obwohl mein 50/1.4 ein gutes Exemplar ist. Ich gehe lieber ein Stück näher an mein Motiv heran und zeige mehr vom Hintergrund. Mit 50mm würde ich auch klar kommen, aber es würde mir weniger Spaß machen.
Die Magie von 35mm erkläre ich mit einer mangelhaften Umsetzung der Normalbrennweite bei Kleinbild. Bei 6x6-Mittelformat ist die Welt noch in Ordnung, 80mm haben diesen Zauber. Bei 50mm-Kleinbild ist der Zauber plötzlich weg. Warum? Ganz einfach. Die Diagonale bei Kleinbild ist nicht 50mm, sondern 42mm lang. Zudem ist das Format nicht quadratisch, man kann also von einer Brennweite die der Diagonale entspricht, nicht die gleiche Bildwirkung erwarten, wie bei einem quadratischen Format. Ich würde daher so tun, als wäre das Kleinbildformat quadratisch (24x24mm²), was einer Normalbrennweite von 34mm entspräche. Nun ist der Sensor nicht quadratisch, daher könnte eine etwas längere Brennweite, irgendwas zwischen 34mm und 42mm, sinnvoll sein. Als Kompromiss könnte man das arithmetische Mittel zwischen dem größtmöglichen Quadrat und dem gesamten, rechteckigen Format wählen, also 38mm. Oder schlicht und einfach 35mm, weil die Zahl schön rund ist, und weil es bereits jede Menge Objektive dieser Brennweite gibt.
Weniger magisch ist es mit dem 85'er. 85mm mag ich, weil mir der Abstand zum Model gefällt, und weil das Minolta 85/1.4 einfach zauberhaft abbildet. Zudem ist es für mich die kürzeste "normale" Gesichts. bzw. Kopf-Schulter-Portraitbrennweite, was zu einer relativ intimen Bildwirkung führt. Ok, ein wenig Magie ist doch dabei. Mit 100mm wäre ich vermutlich genau so glücklich. Der Unterschied ist für mich nicht so groß. Die Brennweite 85mm entspricht der doppelten Sensordiagonalen oder der 2.5-fachen Diagonalen des großten Quadrates.
135mm wähle ich, weil ich das 135'er nun mal habe. Es ist für mich die längste sinnvolle Portraitbrennweite, die noch einen Unterschied in der Bildwirkung zu kürzeren Brennweiten hat. Bei 200mm ist der Unterschied zu 135mm für mich schon nicht mehr so offensichtlich und die verflachende Wirkung von noch längeren Brennweiten brauche ich nicht. Meinetwegen könnten es auch 150mm sein, nicht jedoch 100mm, weil das zu nahe an 85mm läge. Dazu kommt, daß mein 135'er nur das Format eines leicht verlängerten 50'ers hat, und perfekt geeignet scheint, Menschen unbemerkt in natürlichen Situationen zu fotografieren. Hierfür wäre das hervorragende und immer noch kompakte 200/2.8 von Minolta ebenso geeinet, weil Objektivgröße und Brennweite etwa gleich stark ansteigen.
28 / 50 / 100?
24 / 35 / 85?
Ich fotografiere Menschen und binde mehr oder weniger die Umgebung mit ein, also ihre Tätigkeiten, das was sie gerade beschäftigt, oder schlicht und einfach den Ort an dem sie sich gerade aufhalten. Bei mir fällt die Wahl auf 20 / 35 / 85 / 135.
20mm ist weniger Wahl als Zufall, weil ich ein 20/1.8 habe und es eine tolle Nahstellgrenze hat. Es ermöglicht schöne Vordergund-Hintergrund-Kompositionen mit Freistellung, ist mir aber für Personenfotografie fast etwas zu kurz und schwer zu komponieren. Mit 24mm wäre ich mindestens genau so glücklich und würde unter Umständen zu 24mm wechseln. Weniger als 20mm wären mir viel zu kurz, exotisch, schwierig und freaky. Ich bin schon froh, wenn ich 20mm handhaben kann, und komme damit oft ziemlich ins Schwitzen. Ich glaube, ich bin mehr der 24mm-Typ und mit 20mm nicht völlig zufrieden. Unterhalb von 24mm sind meiner Meinung nach Zooms sinnvoller.
Die 35mm liegen daran, daß ich diesen Blickwinkel magisch und
plastisch finde, obwohl ich leider noch keine gescheite 35mm-FB besitze. Mit 50mm kann ich weit weniger anfangen, obwohl mein 50/1.4 ein gutes Exemplar ist. Ich gehe lieber ein Stück näher an mein Motiv heran und zeige mehr vom Hintergrund. Mit 50mm würde ich auch klar kommen, aber es würde mir weniger Spaß machen.
Die Magie von 35mm erkläre ich mit einer mangelhaften Umsetzung der Normalbrennweite bei Kleinbild. Bei 6x6-Mittelformat ist die Welt noch in Ordnung, 80mm haben diesen Zauber. Bei 50mm-Kleinbild ist der Zauber plötzlich weg. Warum? Ganz einfach. Die Diagonale bei Kleinbild ist nicht 50mm, sondern 42mm lang. Zudem ist das Format nicht quadratisch, man kann also von einer Brennweite die der Diagonale entspricht, nicht die gleiche Bildwirkung erwarten, wie bei einem quadratischen Format. Ich würde daher so tun, als wäre das Kleinbildformat quadratisch (24x24mm²), was einer Normalbrennweite von 34mm entspräche. Nun ist der Sensor nicht quadratisch, daher könnte eine etwas längere Brennweite, irgendwas zwischen 34mm und 42mm, sinnvoll sein. Als Kompromiss könnte man das arithmetische Mittel zwischen dem größtmöglichen Quadrat und dem gesamten, rechteckigen Format wählen, also 38mm. Oder schlicht und einfach 35mm, weil die Zahl schön rund ist, und weil es bereits jede Menge Objektive dieser Brennweite gibt.
Weniger magisch ist es mit dem 85'er. 85mm mag ich, weil mir der Abstand zum Model gefällt, und weil das Minolta 85/1.4 einfach zauberhaft abbildet. Zudem ist es für mich die kürzeste "normale" Gesichts. bzw. Kopf-Schulter-Portraitbrennweite, was zu einer relativ intimen Bildwirkung führt. Ok, ein wenig Magie ist doch dabei. Mit 100mm wäre ich vermutlich genau so glücklich. Der Unterschied ist für mich nicht so groß. Die Brennweite 85mm entspricht der doppelten Sensordiagonalen oder der 2.5-fachen Diagonalen des großten Quadrates.
135mm wähle ich, weil ich das 135'er nun mal habe. Es ist für mich die längste sinnvolle Portraitbrennweite, die noch einen Unterschied in der Bildwirkung zu kürzeren Brennweiten hat. Bei 200mm ist der Unterschied zu 135mm für mich schon nicht mehr so offensichtlich und die verflachende Wirkung von noch längeren Brennweiten brauche ich nicht. Meinetwegen könnten es auch 150mm sein, nicht jedoch 100mm, weil das zu nahe an 85mm läge. Dazu kommt, daß mein 135'er nur das Format eines leicht verlängerten 50'ers hat, und perfekt geeignet scheint, Menschen unbemerkt in natürlichen Situationen zu fotografieren. Hierfür wäre das hervorragende und immer noch kompakte 200/2.8 von Minolta ebenso geeinet, weil Objektivgröße und Brennweite etwa gleich stark ansteigen.