Eure liebste Festbrennweitenkombi

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Seeebi

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Wenn ihr für euren liebsten Bereich der Fotografie eine Festbrennweitenkombi wählen könntet, welche wären das? Und warum?

28 / 50 / 100?
24 / 35 / 85?

Ich fotografiere Menschen und binde mehr oder weniger die Umgebung mit ein, also ihre Tätigkeiten, das was sie gerade beschäftigt, oder schlicht und einfach den Ort an dem sie sich gerade aufhalten. Bei mir fällt die Wahl auf 20 / 35 / 85 / 135.

20mm ist weniger Wahl als Zufall, weil ich ein 20/1.8 habe und es eine tolle Nahstellgrenze hat. Es ermöglicht schöne Vordergund-Hintergrund-Kompositionen mit Freistellung, ist mir aber für Personenfotografie fast etwas zu kurz und schwer zu komponieren. Mit 24mm wäre ich mindestens genau so glücklich und würde unter Umständen zu 24mm wechseln. Weniger als 20mm wären mir viel zu kurz, exotisch, schwierig und freaky. Ich bin schon froh, wenn ich 20mm handhaben kann, und komme damit oft ziemlich ins Schwitzen. Ich glaube, ich bin mehr der 24mm-Typ und mit 20mm nicht völlig zufrieden. Unterhalb von 24mm sind meiner Meinung nach Zooms sinnvoller.

Die 35mm liegen daran, daß ich diesen Blickwinkel magisch und
plastisch finde, obwohl ich leider noch keine gescheite 35mm-FB besitze. Mit 50mm kann ich weit weniger anfangen, obwohl mein 50/1.4 ein gutes Exemplar ist. Ich gehe lieber ein Stück näher an mein Motiv heran und zeige mehr vom Hintergrund. Mit 50mm würde ich auch klar kommen, aber es würde mir weniger Spaß machen.

Die Magie von 35mm erkläre ich mit einer mangelhaften Umsetzung der Normalbrennweite bei Kleinbild. Bei 6x6-Mittelformat ist die Welt noch in Ordnung, 80mm haben diesen Zauber. Bei 50mm-Kleinbild ist der Zauber plötzlich weg. Warum? Ganz einfach. Die Diagonale bei Kleinbild ist nicht 50mm, sondern 42mm lang. Zudem ist das Format nicht quadratisch, man kann also von einer Brennweite die der Diagonale entspricht, nicht die gleiche Bildwirkung erwarten, wie bei einem quadratischen Format. Ich würde daher so tun, als wäre das Kleinbildformat quadratisch (24x24mm²), was einer Normalbrennweite von 34mm entspräche. Nun ist der Sensor nicht quadratisch, daher könnte eine etwas längere Brennweite, irgendwas zwischen 34mm und 42mm, sinnvoll sein. Als Kompromiss könnte man das arithmetische Mittel zwischen dem größtmöglichen Quadrat und dem gesamten, rechteckigen Format wählen, also 38mm. Oder schlicht und einfach 35mm, weil die Zahl schön rund ist, und weil es bereits jede Menge Objektive dieser Brennweite gibt.

Weniger magisch ist es mit dem 85'er. 85mm mag ich, weil mir der Abstand zum Model gefällt, und weil das Minolta 85/1.4 einfach zauberhaft abbildet. Zudem ist es für mich die kürzeste "normale" Gesichts. bzw. Kopf-Schulter-Portraitbrennweite, was zu einer relativ intimen Bildwirkung führt. Ok, ein wenig Magie ist doch dabei. Mit 100mm wäre ich vermutlich genau so glücklich. Der Unterschied ist für mich nicht so groß. Die Brennweite 85mm entspricht der doppelten Sensordiagonalen oder der 2.5-fachen Diagonalen des großten Quadrates.

135mm wähle ich, weil ich das 135'er nun mal habe. Es ist für mich die längste sinnvolle Portraitbrennweite, die noch einen Unterschied in der Bildwirkung zu kürzeren Brennweiten hat. Bei 200mm ist der Unterschied zu 135mm für mich schon nicht mehr so offensichtlich und die verflachende Wirkung von noch längeren Brennweiten brauche ich nicht. Meinetwegen könnten es auch 150mm sein, nicht jedoch 100mm, weil das zu nahe an 85mm läge. Dazu kommt, daß mein 135'er nur das Format eines leicht verlängerten 50'ers hat, und perfekt geeignet scheint, Menschen unbemerkt in natürlichen Situationen zu fotografieren. Hierfür wäre das hervorragende und immer noch kompakte 200/2.8 von Minolta ebenso geeinet, weil Objektivgröße und Brennweite etwa gleich stark ansteigen.
 
Anzeigen
Das kleinbild-Seitenverhältnis von 2:3 ist ja sehr flexibel, aber manchmal kneift es tatsächlich auf der kurzen Bildseite. Insofern sind Reserven nicht schlecht. Dafür ist ein Hochformat richtig Hochformat und ein ein Querformat richtig Querformat. Tatsächlich empfinde ich ein Seitenverhältnis von 1 zu Wurzel 2 als angenehmer. Nun gut - lieber etwas wegschneiden als etwas ansetzen (müssen).

Meine Kombi ist eher architekturlastig geprägt (der tatsächliche Bestand ist dank zweier Zoomobjektive noch etwas variabler): 18 mm / 24 mm (PC-E) / 35 mm (PC) / 85 mm / 200 mm / 400 mm.

Grüße, chateaufort
 
Kommentar
Ich bin sehr gerne mit meinem 35/2 und 180/2.8 an FX unterwegs. Das 35er ist ein toller Allrounder mit kurzer Naheinstellgrenze. Das 180er ist ein kompaktes, unauffälliges Tele mit hervorragender Abbildungsleistung. Es ist auch sehr gut für Portraits einsetzbar - das Bokeh ist butterweich...
 
Kommentar
Hallo,

alles auf FX und Peoplefotografie bezogen:

35mm bei Ganzkörper und/oder um die Umgebung gleichberechtigt mit einzubinden. Außerdem wichtig bei Close-Ups, bei denen ich die 2.0er Blende nutzen möchte - hat den größten Abblildungsmaßstab (Makro ausgenommen - das hat aber eine andere, härtere, Bildcharkteristika).

50mm: wie 35mm, wenn es um Kopfportraits und Umgebung geht oder genug Platz für Ganzkörper da ist. Aufgrund des furchtbaren Bokehs outdoor beim 1.8er dort leider für mich nicht einsetzbar (könnte sich aber durch das neue 1.4er ändern).

85mm: meine Lieblingsbrennweite für Kopf-Portraits. Leider reicht mir die Nahgrenze oftmals nicht aus :-((

100mm Makro: für extreme Bildschärfe (z.B. für Beauty) und extreme Close-Ups. Zur Zeit habe ich noch die 100er Brennweite, werde aber wohl auf das 70er Sigma umsteigen - ist also eher weniger eine Brennweitengeschichte.

180mm: nur Outdoor, wenn ich die verdichtende Wirkung einsetzen möchte.

lg, stefan

P.S.: ach ja: für extreme Sachen (z.B. Fetisch) habe ich mir jetzt das 14-24er geholt - ist ja aber keine Frestbrennweite...
 
Kommentar
18/35/85 an FX damit schaffe ich im Reportagebereich fast alles, evt. das 18er durch ein 16er Fisheye ersetzt.
 
Kommentar
Endlich mal ein Tread bei dem es nicht um Zoom-Linsen geht :up::up::up:.

Meine Kombi an DX:

3.5/17mm Tokina AT-X wenn ich nah dran bin. Das ist für mich einfach ein Objektiv mit "plastischer Nähe" .

2.0/35mm Nikkor AF-D als gestochen scharfes "Normalobjektiv". Kompakt, leicht, schnell.

2.8/60mm Micro-Nikkor AF-D gerne auch als leichtes Tele mit Option im Makro bis 1:1. Auch wenn's viele dafür als ungeeignet empfinden: Manchmal gerne für Portraid's.


Aber wenn ich ehrlich bin kann ich mich meistens nicht entscheiden :gruebel:und nimm dann einfach schnell meine alte Bilora-Tasche mit all ihren "Schätzen" mit. Das sind dann neun Festbrennweiten von 14 bis 180 mm und ein TC1,7x. Trotzdem mag ich keine Zooms :hehe:

Gruß

Wolfgang
 
Kommentar
Hallo,

ich mag die 35er auch sehr. Wenn es ganz leichtes Gepäck werden soll, benutze ich ein AIS 35/1.4, welches ich mir neuwertig (keinerlei Spuren) aus den Staaten ersteigerte. Dazu kommt das AIS 105/2.5 - das reicht häufig. Manchmal nehme ich für Natur das AIS 200/4 mit. Längere Brennweite habe ich nicht.

Wenn ich AF brauche, dann ziehe ich mit dem 20-35/2.8 und meinem 85/1.4 los. Insofern ich mehr Tele benötige oder Makromotive "drohen", gesellt sich das 150er Sigma dazu.

LG

Mike


Ergänzung:

Wenn Du ganz leicht unterwegs sein willst, heißt meine Empfehlung AI-P 45/2.8. Hier liegts Du nahe an der beschriebenen Grenz von 42mm Formatdiagonale. Dieses Objektiv habe ich im Einsatz, wenn ich nur mit einer Linse los ziehe (vielmehr mitnehmen darf :) ... )
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Hallo miteinander,

ich habe in meinen Anfangszeiten mit der Canon AV-1 und AE-1 ausschließlich das legendäre 50mm F1,2 verwendet und war, so komisch sich das anhört, glücklich, ich hab ja geglaubt, es gibt auf der ganzen Welt nix besseres. Dann kam die A-1 und ich hatte Geld. Aber die einzige Festbrennweite war mein geliebtes 800 mm Novoflex (F 5,6 od. 8? keine Ahnung mehr). Dank meines Vaters war ich oft in Ostakfrika und hatte nur Großwild und Vögel im Sinn. Über alle Jahre hinweg hat mich die unglaubliche Schärfe über den gesamten Bildbereich fasziniert.
Seit ich Nikonaut bin, besitze ich nur Zooms - aber das gehört wohl nicht hier her.

lG, pedaz
 
Kommentar
Im FX Format habe ich 28 / 50 / 105 bevorzugt. Heute im DX Format habe ich fast nur noch Zooms, meine einzige Festbrennweite ist das 60er Micro.
 
Kommentar
Hallo,

interessante Frage:

Bei mir kristallisiert sich im FX-Bereich immer mehr die Kombination 24/2.8 - 35/2 - 85/2 heraus...
 
Kommentar
Analog waren es: Nikon 24 / 50 / 135 - alle MF, Zoom war keines dabei
Digital DX: Nikon 35 / 60 AF-S, die Tendenz geht zu(lichtstarken) Zooms
 
Kommentar
Am FX Format am liebsten : AI-S 2.0/28 - 2.0/35 - 1.4/50 - 2.5/105

Und bei DX benutze ich sie genauso gerne , da ich ansonsten nur ein Zoom

AF-S 18-70 DX besitze.
 
Kommentar
Analog waren es bei CONTAX:

4/18mm - 2/28mm - 1,4/50mm - 2,8/135mm und Mutar I (alles Zeiss T*)

Digital an Nikon FX:

aktuell das 1,4/50 mm und demnächst hoffentlich das 2,8/105 VR. Der Rest in Zooms unterwegs.

Die fett gedruckten waren meine Lieblingsbrennweiten.

Be Nikon würde ich mir ein geniales, neues 18mm mit optischer Leistung des 14-24 ohne dessen Verzeichnung und vorgewölbter Frontlinse wünschen. Vielleicht wird es ja kommendes Jahr in dieser Hinsicht etwas geben, ansonsten wird es wohl wieder Zeiss, diesmal 3,5/18mm ZF.

Helmut
 
Kommentar
Mmh...

Mein Problem: es gibt bei Nikon keine brauchbare Festbrennweite zwischen 14 und 49,99mm.

Ich nehme gerne das 17-35 und dann das 85/1.4
20er und 24er habe ich verkauft, nachdem das 17-35 deutlich besser ist.
 
Kommentar
20/2,8, 35/2 und 85/1,8 - klein, leicht und superscharf schon bei Offenblende (wenigstens in der Bildmitte).

Gruß Erik
 
Kommentar
Gute Frage, die Du da stellst.

Nach Umstieg von D200 auf D700 habe ich mich intensiv mit der Frage beschäftigt. Meine beiden DX-Zoome (wie lautet denn eigentlich der Plural von Zoom?) habe ich verkauft und dafür gebrauchte FB´s gekauft.

Aktuell sind das
AF 18/2.8 D (gebraucht)
AF 28/1.4 D (gebraucht)
AF-S 50/1.4 (neu)
AF 60/2.8 Micro (neu, aber hatte ich schon)
AF 85/1.4 D (gebraucht)
AF 180/2.8 (gebraucht)

Weitere sind im Moment nicht geplant. Ich schleppe ungern die große Fototasche mit, sondern packe meist 2 Objektive (je nach dem was anliegt) in eine einfache Vaude Umhängetasche und hänge mir die Kamera um den Hals.

Echte Lieblingsobjektive gibt es dabei nicht. Jedes hat seine Vorteile in bestimmten Situationen.

Was ich selten brauche, ist ein längeres Tele. Hierfür habe ich noch ein recht ordentliches Sigma 80-400 OS. Selbst das paßt noch in die Vaude Umhängetasche.

Das einzige was mir noch fehlt, ist ein gutes Universalzoom, das besser abbildet als die 24-85/24-120 Scherben, aber nicht so groß, schwer und teuer ist, wie das 24-70/2.8. Aber darauf muß ich wohl noch warten und das ist ja hier auch gar nicht das Thema.

Gruß aus HAnnover
Steffen
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten