Vergleichstest von: Zeiss Otus, Sigma 50 Art, Nikkor 58G, Nikkor 50/1.4G und 50/1.8G

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FlowtographyBerlin

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Hallo Forum,

ich habe einen Vergleichstest gemacht von folgenden Linsen:

  • Zeiss Otus 55mm/1.4,
  • Sigma 50mm/1.4 Art,
  • Nikkor 58mm/1.4G,
  • Nikkor 50mm/1.4G
  • Nikkor 50mm/1.8G

Das Besondere ist, daß es A/B-Slider gibt, mit denen man die Resultate eines gleichen Motivs direkt miteinander vergleichen kann, Schärfe, Bokeh etc. Außerdem gibt's "normale" Bildmotive und keine Ich-setz-mich-mal-an-meinen-unordentlichen-Schreibtisch-und-knips-in-die-Ecke" Motive. ;-)

Ist auf Englisch, aber die meisten können das ja: Klickt Ihr hier.

Viel Spaß,
Flow
 
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Ich empfinde seine doch sehr objektiv wirkende Argumentation durchaus schlüssig und erfrischend (Geschmäcker sind halt verschieden). Da in der Tat offensichtlich ist, dass er sich mit der Thematik intensiv auseinandersetzt und kritisch hinterfragt. :up:

Absolut! Ich fasse zusammen:
  • erfrischend
  • objektiv (! ;) )
  • schlüssig
  • kritisch
Ganz Deiner Meinung! Pesch, wie sieht's aus? Mit meinem Vorschlag meine ich?
 
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… ich hab mir den Test jetzt noch einmal selbst durchgelesen. In der Tat ist der Test so irreführend, und ich werde in Zukunft wohl klarer kenntlich machen müssen, welchen ISO-Normen der Test genügt und welchen nicht. Leider sind diese Normen nicht mein Fachgebiet, aber da werde ich mich dann wohl oder übel mal reinlesen müssen.

Deinen oben zitierten Beitrag #43 hatte ich irrtümlich als ernst gemeint missverstanden. Daher dachte ich fälschlicherweise, dass Dich die in meinem Beitrag #237 geschilderte Bezugnahme von DxO auf den CPIQ-Standard bei der Entwicklung und Anwendung der von DxO für Deine Kategorie "Perceived Sharpness" verwendeten Maßeinheit "Perceptual Megapixel" vielleicht interessieren würde. Zur Entschuldigung meines Missverständnisses kann ich nur anführen, dass es in der Internet-Kommunikation aufgrund des Fehlens von Tonfall und Gestik ja für den Leser nicht immer ganz einfach ist, Ironie zuverlässig zu erkennen. Daher werden zu ihrer Kennzeichnung ja auch gelegentlich "Emoticons" verwendet, wie zum Beispiel ^^. Also nichts für ungut. Missverständnisse kommen eben manchmal vor. Und meines in Bezug auf das Dir irrtümlich von mir unterstellte Interesse an einem konkreten Beispiel für die Bezugnahme eines Testinstituts auf solch einen IQA-Standard - in diesem Beispiel durch DxO - hast Du ja nun inzwischen ausgeräumt.
 
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[MENTION=72609]Pesch[/MENTION]: Macht doch überhaupt nichts, mach Dir keinen Kopp.
#Und, wie wär's? Mal selbst ein bißchen testen?
 
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Als Anfänger habe ich mich schon oft gefragt, was das bei DxO verwendete Kriterium P-MPix zur Bewertung von Objektiven denn genau bedeutet.

Nach dem Lesen der hier geposteten Beiträge weiß ich nun Bescheid, und für diese Aufklärung bin ich sehr dankbar.

In dieser Hinsicht schneidet ja das AF-S Nikkor 85mm f/1:1.4 G hervorragend ab und ich werde die Anschaffung dieses Objektivs erwägen.

Gruß
Gianni
 
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Ich denke, wie gugu schon vor einiger Zeit gesagt hat, es ist eigentlich alles zum Thema gesagt worden.

Die Leute, die das alles ganz anders machen würden, haben erzählt, wie sie das anstellen würden, und können das ja so machen. Falls da wirklich Motivation besteht: Ich wäre sehr interessiert, das dann zu lesen, gerne PM an mich.

Vielen Dank an diejenigen, die konstruktive Kritik geübt haben, das war sehr hilfreich. Ich habe einige Ergänzungen vorgenommen und werde das auch demnächst noch weiter ausbauen, wenn ich dazu komme.

Wenn noch spezifische Fragen oder Hinweise sind, beantworte ich die immer gerne, idealerweise eine PM an mich oder auch in den Kommentaren im Test.

Viele Grüße,
Flow
 
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Vergleichstest von: Zeiss Otus, Sigma 50 Art, Nikkor 58G, Nikkor 50/1.4G und ...

Dein Test war gut und hilfreich, nochmals herzlichen Dank dafür, aber warum hast Du Dich nur so provozieren lassen? Es gibt halt auch hier im Forum Leute, die sich immer wieder mit ihrer Eloquenz und (Pseudo-)Wissenschaftlichkeit selbst produzieren müssen, ohne jemals in irgend einer Form selbst konstruktiv und kreativ etwas "auf die Beine gestellt" zu haben.
Threads, in denen solch ein User eingreift, verkommen binnen kürzester Zeit in Erbsenzählerei, Beispiele gibt es zu Hauf.


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Hallo Markus,

ich habe mich eigentlich zu keiner Zeit provoziert gefühlt. Ich denke jedem normalen User ist nach dem Lesen schnell klar, wie die Sache gestrickt ist.

Ich habe mich gegen die ja durchaus berechtigten Vermutungen, daß mit dem Fokus etwas nicht stimmte, "verteidigt", weil ich das auch für angemessen hielt. Natürlich habe ich bei dem Test höchste Sorgfalt walten lassen, aber wie schon mehrmals gesagt wurde: Auch wenn man das für selbst für selbstverständlich hält, ist es das ja nicht. Deshalb finde ich's in Ordnung, das klarzustellen.

Außerdem haben mir die vielen Hinweise auch geholfen, an den entsprechenden Stellen im Test noch zusätzliche Informationen einzubauen.

Mal ganz nebenbei: Das ist wirklich eines der angenehmsten Foren, die ich kenne. Ich bin nicht so oft auf dpreview, aber das ist echt das 4chan der Fotografie, so wie dort geredet wird. Schön zu wissen, daß es soetwas wie hier noch gibt :)
 
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Es ist in Ordnung, wenn Du das so siehst, keine Frage. Als ich deinen test las und spontan auf Danke gedrückt hatte, habe ich mich schon intern gefragt, wie lange es dauert, bis "er" dazu mit all seiner Wortgewalt ins Geschehen eingreift. Dies war nicht das erste und sicherlich nicht das letzte Mal, und ist je nach Fragestellung schon fast vorhersagbar, zumindest aber für mich immer irgendwann ermüdend wegen der in meinen Augen penetranten Rechthaberei unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Aber egal, wenns Dich nicht grämt, alles in Ordnung!
Und nochmal, ich fand den Test wesentlich verständlicher und nachvollziehbarer als all das, was dem "wissenschaftlich" entgegen gehalten wurde. Eine Anerkennung der Dt. Ges. f. Photografie bekommst Du dafür wohl nicht, aber dafür den Dank vieler interessierter Leser, denen Du gutes Anschauungsmaterial gegeben hast und die nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.


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Als Anfänger habe ich mich schon oft gefragt, was das bei DxO verwendete Kriterium P-MPix zur Bewertung von Objektiven denn genau bedeutet. ... In dieser Hinsicht schneidet ja das AF-S Nikkor 85mm f/1:1.4 G hervorragend ab und ich werde die Anschaffung dieses Objektivs erwägen.

Bevor man eine Kaufentscheidung auf diesen P-Mpix Wert stützt, gilt es meines Erachtens Folgendes zu bedenken:

Vom Grundsatz her ist es sicherlich für Kaufinteressenten von Nutzen, dass DxO zumindest in der Kategorie "Schärfe" nun quantitative und daher vergleichbare Angaben zu der bei der Betrachtung von Fotos subjektiv wahrgenommenen "Schärfe" macht. In dieser Hinsicht ist also die Bezugnahme von DxO auf die "spatial metrics" des CPIQ-Standards sicher lobenswert.

Aber ein "Camera Phone" verfügt ja nicht über eine verstellbare Blende (auch wenn Nokia wohl eine solche Verstellmöglichkeit bereits zum Patent angemeldet hat), und unterscheidet sich daher in dieser Hinsicht von einer Kombination eines der von FlowtographyBerlin getesteten Objektive mit einer D800.

Aber DxO hat sich – warum auch immer – trotzdem dagegen entschieden, die P-Mpix Werte für mehr als nur eine Blende anzugeben:

Sharpness

The resolution score is computed as follows:
For each focal length and each f-number, we first compute sharpness and then weight it throughout the field, tolerating less sharpness in the corners than in the center. This gives one number for each focal and aperture combination. Then, for each focal length, we select the maximal value of sharpness over the range of available apertures. We average this value over the whole range of focal length to obtain the DxOMark resolution score that we report (in P-MPix). ... (Hervorhebung: Pesch)

Best resolutions are usually attained for fixed focal lenses and moderate apertures (depending on the lens, between f/2.8 and f/8).

Quelle: http://www.dxomark.com/About/Lens-scores/Metric-Scores

Auch kann man sicher geteilter Meinung darüber sein, ob dieser von DxO letztendlich veröffentlichte P-Mpix Wert wirklich anschaulicher ist, als die in Bezug auf Wahrnehmungsdifferenzen in der Psychophysik eigentlich übliche Maßeinheit JND (just noticeable difference), die ja auch der CPIQ-Standard verwendet.

Denn in den diversen im Internet verfügbaren IQA-Bilddatenbanken sind ja eine Vielzahl von Bildbeispielen mit in psychophysischen Studien ermittelten und daher bekannten JND-Unterschieden verfügbar, auf denen sich daher eigentlich auch jeder Kaufinteressent anschaulich vor Augen führen könnte, wie ein von einem Testinstitut ermittelter Unterschied in zum Beispiel der wahrgenommenen Schärfe von zum Beispiel -2, -6 oder -10 JND im Vergleich zur jeweiligen Referenz aussieht. Brian W. Keelan (Aptina), der Herausgeber des Standardwerks "Handbook of Image Quality", erläutert auf den Tafeln 5 bis 9 der nachstehend verlinkten Powerpoint-Präsentation zusammen mit seiner Kollegin Elaine Jin, was es mit dieser Maßeinheit JND und der darauf basierenden SQS (standard quality scale) auf sich hat: http://virtualwebsites.org/i3a/i3a_annual_conf_2009/I3A AC2009_Elaine Jin.pdf

Auf der Seite 9 dieser vorstehend verlinkten Powerpoint-Präsentation wird auch die Methode vorgestellt, mit welcher im Rahmen des CPIQ-Standards die psychophysische Bewertung der verglichenen Bilder vorgenommen wird, nämlich der (hardcopy oder softcopy) "quality ruler" aus dem 3. Teil der ISO 20642. Und in Bezug auf den "softcopy quality ruler" stellt Aptina bei dem als Quelle für das nachstehende Zitat genannten Link auch Software, Erläuterungen, Gebrauchsanweisungen und Referenzbilder für ein "Kennenlernen" des Arbeitsprinzips dieser "softcopy" Version der "quality ruler method" – also für Bildvergleiche am Bildschirm - zur Verfügung:

Digital reference stimuli and softcopy quality ruler software (February 2012)
The Digital Reference Stimuli (DRS) are a set of images that when suitably displayed and viewed, have known absolute quality, expressed in the Standard Quality Scale (SQS) of ISO 20462-3. The DRS comprise 31 images each of 21 different scenes, which vary in modulation transfer function and thus sharpness and quality, with increments between adjacent images averaging about one just noticeable difference (JND) of quality. The images are primarily intended for use in the softcopy quality ruler defined in ISO 20462-3. The softcopy ruler enables efficient calibrated measurement over a wide range of image quality, using a graphical user interface with a slider for selecting a ruler image with quality equal to that of a test image.

Quelle: https://www.aptina.com/ImArch/

Die mit Hilfe dieses "quality ruler" gewonnen subjektiven Messdaten (JNDs) können dann zum Beispiel dazu verwendet werden, die bei einer mathematischen Verknüpfung rein physikalischer Messdaten mit einem mathematischen Modell des visuellen Systems des Menschen resultierenden JNDs dahingehend zu überprüfen, ob sie mit den sich bei der "quality ruler method" - also bei einer Betrachtung der Bildergebnsisse durch reale Versuchspersonen - ergebenden JNDs signifikant übereinstimmen.

Der Gesamtzusammenhang wird in der nachstehend verlinkten Powerpoint-Präsentation der IEEE erläutert, und auf deren Tafel 9 ("From Specs to Stars") auch in einer übersichtlichen Grafik veranschaulicht: http://grouper.ieee.org/groups/1858/Marketing_Group_Overview.pdf

Und in diesem oben dargestellten Gesamtablauf einer Bewertung gemäß CPIQ-Standard sehe ich keinerlei zwingenden Grund dafür, warum DxO die unter Bezugnahme auf die "spatial metrics" des CPIQ-Standards ermittelten P-Mpix Werte nur für eine Blende veröffentlicht, und nicht für zumindest zwei oder drei Blenden einschließlich der jeweiligen vollen Öffnung. Und in dem ersten Zitat oben schreibt DxO ja auch, dass die P-Mpix Werte durchaus für alle Blenden ermittelt werden:

For each ... f-number we first compute sharpness ... This gives one value for each ... apperture ...

Quelle: http://www.dxomark.com/About/Lens-scores/Metric-Scores

Daher beschränkt die Entscheidung von DxO, die P-Mpix Werte dieser von FlowtographyBerlin getesteten (und natürlich auch aller anderen) Festbrennweiten dann trotzdem nur für jeweils die Blende zu veröffentlichen, bei welcher er jeweils am höchsten ist, den Informationswert dieser P-Mpix Werte also ohne jede Notwendigkeit.
 
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Wenn ich so die letzten Einträge Revue passieren lasse kommt mir unweigerlich der Spruch : Was kümmert es die deutsche Eiche , wenn sich das Borstenvieh daran reibt , in dem Sinn.



Es fühle sich bitte keiner direkt angesprochen , ich liege mit meiner Eingebung höchstwahrscheinlich Meilenweit daneben .


;)
 
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Oh bitte bitte nicht !!!
Diese theoretischen Ergüsse ufern doch ins bodenlose aus.
Mann, will wirklich jemand dieses ganze Iso-Gedöns, MPix-Waahn etc... wissen.
Sorry, dass ist nicht bös gemeint, aber wie man einen Praxistest so vertheoretisieren kann, ist mir echt schleierhaft. Da verliert man ja fast die Lust am eigenen Hobby! Am mitlesen aber auf jeden Fall !!!
 
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Antworte mir doch mal auf meine Frage.
Falls Du diese Frage aus Deinem Beitrag #234 meinen solltest:
Mal selbst ein bißchen testen?
Nein, "selbst ein bisschen testen" mag ich nicht. Denn das Aufnehmen von Testfotos interessiert mich nicht. Im Gegenteil - es langweilt mich beträchtlich.

Und die Art von Auffassung, dass man zum Beispiel die Abbildungsleistung des Nikkor 1,4/58G nur dann kritisch kommentieren dürfe, wenn man dann auch unter Beweis stelle, dass man selbst ein besseres Objektiv konstruieren und fertigen könne, teile ich nicht.

Daher verspüre ich auch keinerlei Verpflichtung dazu, nun ein eigenes Testinstitut gründen und betreiben zu müssen, nur weil ich zum Beispiel in meinem Beitrag #251 zu den "Perceptual Megapixel" (P-Mpix) Werten von DxO kritisch angemerkt habe, dass die Beschränkung auf die Veröffentlichung dieser Werte für nur eine Blende auf keinerlei sachlicher Notwendigkeit beruhe. Und auch meine Anmerkung zu Deinem Test, dass, falls er der Bildung einer unvoreingenommenen Meinung dienen soll - und so hatte ich Deine Absicht verstanden, dazu dann ein Blindtest eigentlich besser geignet wäre, lässt mich nun keinerlei Verpflichtung zur Veröffentlichung eigener Blindtests verspüren.

Also werde ich auch weiterhin möglichst nur die Aufnahmen machen, die mich persönlich interessieren. Und dazu gehören Testaufnahmen nun einmal nicht. Und die sehr wenigen im engeren Sinne "Testfotos", die ich notgedrungen manchmal aufnehme, weil ich zum Beispiel nach der Einstellung der Farbumkehrfilme Kodachrome 25, 64 und 200 andere Farbumkehrmaterialien auswählen und dann deren Belichtung auf das Labor meines Vertrauens abstimmen musste, würde ich auch sowieso nicht im Internet veröffentlichen, da ich sie meiner Privatsphäre zurechne.
 
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Brillant in folgerichtiger Formulierung und Wissenschaft. Etwas ausbaufähig in Kommunikation. Statt vom Diafilm wird von "Farbumkehrfilm" geschrieben. Das zeigt den komplexen Mitteilungsansatz. Alle Achtung! Ganz alte Schule. ;-)

@ Pesch: Was mich einfach mal so als stiller Mitleser - auch anderer Threads - brennend interessiert: Welches 50er Objektiv hälst du für dich (also nur beurteilt nach deinen subjektiv ausgewerteten, objektiven Testergebnissen und Wissensständen) für das sinnvollste? Also, um ganz präzise zu sein: Welche Linse würdest du kaufen (Hersteller + Modell)? Für KB, gern unabhängig von den hier diskutierten Objektiven.
 
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Welches 50er Objektiv hältst du für dich ... für das sinnvollste?

Derzeit habe ich keinen Bedarf. Denn ich bin mit der an meiner Leica M7 derzeit benutzten Brennweitenbrücke 2/28, 2/75 und 3,4/135 für meine Belange sehr zufrieden. Oft bleibt das 3,4/135 daheim und ich nehme manchmal auch nur ein Objektiv mit, dann etwas öfter das 28er, etwas seltener das 75er.

Aber wenn mir doch einmal selbst zwei dieser drei kleinen Objektive zu lästig werden sollten, dann würde ich die oben genannten Objektive möglicherweise verkaufen, und es würde dann vielleicht in der Tat auf ein gebrauchtes 50er als das dann einzige Objektiv hinauslaufen. Je nach Kassenlage und Gebrauchtmarktpreis entweder auf das Apo-Summicron 1:2/50 mm ASPH. (Prio 1) oder auf das Summilux 1:1,4/50 mm ASPH. (Prio 2).

Der Abbildungscharakter des Apo-Summicron gefällt mir noch besser als der des Summilux. Dies ließe mich die im Vergleich mit dem Summilux um eine Blende geringere Anfangsöffnung verschmerzen.

Aber dass dieser Fall einmal eintritt, halte ich für höchst unwahrscheinlich, denn ich bin mit meiner derzeitigen Kombi 28, 75, 135 wirklich in allen Hinsichten vollauf zufrieden.

Für meine F6 interessiert mich die Brennweite 50 mm hingegen eigentlich gar nicht, da ich sie speziell für die Benutzung zusammen mit einem Zoom und AF erworben habe, und nicht zur Benutzung zusammen mit Festbrennweiten. Im Vergleich zu einer M7 mit einem Summilux 1,4/50 ASPH. oder einem Apo-Summicron 2/50 ASPH. fände ich eine F6 mit zum Beispiel dem Sigma 1,4/50 Art oder dem Zeiss Otus 1,4/55 auch viel zu monströs. Dann eher schon das Nikkor 1,4/58G. Aber 58 mm sind mir eigentlich für nur ein einziges Objektiv schon etwas zu lang.
 
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(...) entweder auf das Apo-Summicron 1:2/50 mm ASPH. (Prio 1) oder auf das Summilux 1:1,4/50 mm ASPH. (Prio 2).(...)

Okay. Hier sehe ich den klassischen Leica-Fotografen im Gewichts- und Packmaßvorteil. Welch Glück also, wenn man einen AF nicht braucht. Meine Wahl wäre dann ganz ähnlich.

Leider bin ich aus verschiedenen Gründen zum AF gezwungen. Und zur Digitalfotografie mit gut 30-40 MP. Für mich ist das 50mm/f1.4 Art v. Sigma an der D800 also interessant. Zumal ich mit dem 35er gleicher Marke bereits verblüffend gute Erfahrungen gemacht habe.

Danke für die Antwort.
 
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Leider bin ich aus verschiedenen Gründen zum AF gezwungen. Und zur Digitalfotografie mit gut 30-40 MP. Für mich ist das 50mm/f1.4 Art v. Sigma an der D800 also interessant.

Mir persönlich wäre zum Beispiel für meine F6 ein kleineres und leichteres Nikkor, Sigma oder xyz 2/50 mit AF und einer Abbildungscharakteristik, die bei Blende 2 der Abbildungscharakteristik des Leica Apo-Summicron 2/50 ASPH. entspricht, um Längen lieber, als solch monströse Objektive wie das Sigma 1,4/50 Art oder das Zeiss Otus 1,4/55.

Begründung:

Die Bereitschaft zur Inkaufnahme des im Vergleich zu den von FlowtographyBerlin getesteten Nikkoren mehr als doppelten Volumens und Gewichts des Sigma und des Otus wurde im Verlauf der bisherigen Diskussion hier insbesondere damit begründet, dass man an den subjektiven Schärfeeindruck auch bereits bei voller Öffnung höchste Ansprüche stellen würde, und dass von den von FlowtographyBerlin getesten Objektiven mit einer Anfangsöffnung von 1,4 nur das Otus und das Sigma auch bereits bei Blende 1,4 solchen höchsten Ansprüchen genügen würden.

Laut dem nachstehend verlinkten Schärfentieferechner erstreckt sich nun bei einem 50er der Schärfentiefebereich bei der Blende 1,4, und bei solch höchsten Ansprüchen an die Schärfe ("Schärfeanforderung: sehr scharf"), sowie bei einer Entfernungseinstellung auf zum Beispiel 3 m nur von 2,95 m bis 3,05 m: http://www.fotomagazin.de/test_technik/technikwissen/detail.php?objectID=4758&class=26&thema=104

Und die in dem Artikel "Wie liest man MTF-Kurven?" von Zeiss auf Seite 26 veöffentlichte Grafik zeigt, dass bei einem 50er und der Entfernungseinstellung auf 3 m ein objektseitiger Schärfentiefebereich ("object distance [m]" – gepunktete Kurve) von 2,95 m bis 3,05 m einem bildseitigen Schärfentiefebereich ("Defocusing in image space [mm]" – Skala unten) von – 0,01 mm bis + 0,01 mm entspricht. Das sind also insgesamt nur 0,02 mm. Und laut Zeiss (im gleichen Artikel auf der Seite 27 unten rechts) liegen allein schon die bei SLRs üblichen Fertigungstoleranzen in ihrer Summe bei bis zu ca. 0,05 mm.

Die Hoffnung, die vom Sigma 1,4/50 oder Otus 1,4/55 bereits bei Blende 1,4 gelieferte maximale Schärfe per AF oder manueller Fokussierung auch genau dort platzieren zu können, wo sie aufgrund der jeweiligen gestalterischen Absichten sein soll, halte ich persönlich daher für ziemlich optimistisch.

falconeye hat ja hier an anderer Stelle auch berichtet, dass es ihm nur bei einem vergleichsweise geringen Prozentsatz seiner "Kurztest-Aufnahmen" mit dem Otus 1,4/55 vor dem Schaufenster von Dinkel in München gelang, die Schärfenebene genau dort zu platzieren, wo er sie eigentlich haben wollte.

Und gerade bei den mit solchen Hochleistungsobjektiven erzielten Bildergebnissen ist eine auch nur geringfügige Fehlplatzierung der Schärfeebene natürlich vergleichsweise auffälliger, als bei Objektiven mit einer von Haus aus etwas geringeren Maximalleistung, und daher auch einem etwas weniger steilen Abfall der bei der Betrachtung der Bildergebnisse wahrgenommenen Schärfe.

Vor dem oben erläuterten Hintergrund wäre mir persönlich daher ein 2/50 mit AF und der Abbildungscharakteristik des Leica Apo-Summicron 2/50 ASPH. in Kombination mit meiner F6 lieber, als zum Beispiel das Sigma 1,4/50, bei dessen Blende 1,4 es aufgrund der bei höchsten Schärfeanforderungen dann schon nahe oder sogar unterhalb der Fertigungstoleranzen liegen bildseitigen Schärfentiefe zum reinen Glücksspiel werden kann, auf welchen Bilddetails die von diesem Objektiv gebotene maximale Schärfe dann im Bildergebnis wirklich liegt.

Und angesichts des heute selbst bei vergleichsweise hohen ISO-Einstellungen nur vergleichsweise geringen Bildrauschens, relativiert sich ja auch zunehmend die Dringlichkeit der Blende 1,4, wenn sie nur der Erzielung einer zur Vemeidung von Verwacklungs- und Bewegungsunschärfe ausreichend kurzen Verschlusszeit dienen soll.

Da jedoch für meine F6 solch ein vergleichsweise leichtes und kleines Nikkor oder Sigma oder xyz 2/50 mit AF und der Abbildungscharakteristik des Apo-Summicron 2/50 ASPH. wohl bis auf Weiters ein Wunschtarum bleiben wird, werde ich in Bezug auf Festbrennweiten wohl bis auf Weiteres bei Leica bleiben. Und zwar obwohl ich die F6 für eine ganz vortreffliche AF-Kamera halte, der solch ein "Hochleistungs 2/50" mit AF eigentlich gut zu Gesicht stünde. Aber eine Kamera mit nur einer einzigen Normalbrennweite bei einem Gesamtgewicht von ca. 2kg halte ich als Kleinbildfotograf für eine Monströsität. Nur gut, dass Oskar Barnack das nicht mehr miterleben muss.:) Denn bei insgesamt 2kg nur für ein Gehäuse plus Normalbrennweite könnte man ja dann auch gleich zu einer Hasselblad, Rollei, oder Mamiya (7!) etc. greifen und sich einen Götschmann besorgen.

Aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Sichtweise auf das Thema "Für Nikon F oder D: Lieber ein 1.4/50 und riesig und schwer - oder lieber ein 2/50 und höchstens halb so riesig und schwer", da Du ja nach ihr gefragt hattest.

LensRentals hat sich ja übrigens kürzlich eine optische Bank für MTF-Messungen auch ohne Kamera und bei der Entfernungseinstellung "unendlich" gegönnt - für welche ja Objektive üblicherweise optimiert sind. Und LensRentals hat auch bei dem nachstehenden Link bereits erste Ergebnisse für 9 verschiedene 50er veröffentlicht - darunter auch das von FlowtographyBerlin getestete Otus 1,4/55 und Sigma 1,4/50 Art, und zwar auch MTF50 Werte für jeweils die Blende 2: http://www.lensrentals.com/blog/2014/06/comparing-rangefinder-and-slr-50mm-lenses-version-0-7
 
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Laut dem nachstehend verlinkten Schärfentieferechner erstreckt sich nun bei einem 50er der Schärfentiefebereich bei der Blende 1,4, und bei solch höchsten Ansprüchen an die Schärfe ("Schärfeanforderung: sehr scharf"), sowie bei einer Entfernungseinstellung auf zum Beispiel 3 m nur von 2,95 m bis 3,05 m: http://www.fotomagazin.de/test_technik/technikwissen/detail.php?objectID=4758&class=26&thema=104

Und die in dem Artikel "Wie liest man MTF-Kurven?" von Zeiss auf Seite 26 veöffentlichte Grafik zeigt, dass bei einem 50er und der Entfernungseinstellung auf 3 m ein objektseitiger Schärfentiefebereich ("object distance [m]" – gepunktete Kurve) von 2,95 m bis 3,05 m einem bildseitigen Schärfentiefebereich ("Defocusing in image space [mm]" – Skala unten) von – 0,01 mm bis + 0,01 mm entspricht. Das sind also insgesamt nur 0,02 mm. Und laut Zeiss (im gleichen Artikel auf der Seite 27 unten rechts) liegen allein schon die bei SLRs üblichen Fertigungstoleranzen in ihrer Summe bei bis zu ca. 0,05 mm.

Da hilft einem der Blick auf die verschiedenen Schärfetiefe-Rechner und Tabellen auch nicht wirklich weiter. In der Praxis ist die Schärfentiefe selbst bei f1.4 in vielen Situationen mehr als ausrechend und wirkt anders als man 'denken würde'. Eben weil die Schärfentiefe nicht apprupt irgendwo endet, sondern sich der Schärfeverlauf kontinuierlich durch das Bild zieht. Ich hatte selbst meine Zweifel, wie oft man f1.4 in der Praxis sinnvoll einsetzen kann (weil ich mit meinen anderen Objektiven zuvor die f1.4 so gut wie nie benutzt hatte) und war überrascht, wie oft das möglich war, ohne wie eine 'Effekthasscherei' zu wirken.


Die Hoffnung, die vom Sigma 1,4/50 oder Otus 1,4/55 bereits bei Blende 1,4 gelieferte maximale Schärfe per AF oder manueller Fokussierung auch genau dort platzieren zu können, wo sie aufgrund der jeweiligen gestalterischen Absichten sein soll, halte ich persönlich daher für ziemlich optimistisch.

falconeye hat ja hier an anderer Stelle auch berichtet, dass es ihm nur bei einem vergleichsweise geringen Prozentsatz seiner "Kurztest-Aufnahmen" mit dem Otus 1,4/55 vor dem Schaufenster von Dinkel in München gelang, die Schärfenebene genau dort zu platzieren, wo er sie eigentlich haben wollte.

Die 'Hoffnung' wie Du es nennst, hat sich bei mir in der Praxis bisher vollstens bewahrheitet ;) Ich habe kürzlich eine befreundete Sangerin mit Band bei meist offener Blende mit dem Sigma fotografiert, unter schlechten Lichtverhältnissen, mit Bewegung, usw. und die Schärfe saß genau da, wo ich sie haben wollte. Das bedeutet nicht, daß es nicht auch mal Motive gab, wo die Schärfe leicht daneben lag, genauso wie es klar sein sollte, daß ein leichter Fehlfokus logischerweise im abgeblendetem Zustand weniger auffällt. Aber den hätte ich auch mit jedem anderen Objektiv gehabt, weil ein Autofokus eben nicht immer 100% perfekt funktioniert. Kurz gesagt, wenn man ein paar Dinge beachtet, kann man wunderbar auch mit offener Blende Fotografieren. Zur Arbeit mit dem Otus kann ich nicht soviel sagen, weil ich es nur mal für wenige Minuten auf der Messe in der Hand hatte.


Vor dem oben erläuterten Hintergrund wäre mir persönlich daher ein 2/50 mit AF und der Abbildungscharakteristik des Leica Apo-Summicron 2/50 ASPH. in Kombination mit meiner F6 lieber, als zum Beispiel das Sigma 1,4/50...

Und Du wärest auch bereit dafür 6000,- € zu zahlen? Selbst wenn es Nikon schaffen würde ein vergleichbares 2/50 für die Hälfte des Preises herzustellen, wäre das 'Geschrei' bei vielen Nutzern immer noch groß. Da frage ich mich schon was mehr wiegt, die 500 zusätzlichen Gramm des Sigmas, oder die tausende Euro mehr für den Summicron-Nachbau? Irgendeinen Tod muss man sterben :)


Und angesichts des heute selbst bei vergleichsweise hohen ISO-Einstellungen nur vergleichsweise geringen Bildrauschens, relativiert sich ja auch zunehmend die Dringlichkeit der Blende 1,4, wenn sie nur der Erzielung einer zur Vemeidung von Verwacklungs- und Bewegungsunschärfe ausreichend kurzen Verschlusszeit dienen soll.

Zwei Blenden sind zwei Blenden, da gibt es wenig schönzureden. Mit meinem Nikkor 1,4/50 D konnte ich erst ab f2.8 für mich brauchbare Ergebnisse erzielen.

Aber wie schon öfter mal gepostet. Die Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so :)

VG
 
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