tanzania 2012 - auf den spuren der großen migration

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kenzaburo

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jambo!

vor nicht mal 12 stunden sind wir von unseren phantastischen reise aus tanzania wiedergekehrt. in einer unglaublich schönen landschaft haben wir einen wundervollen urlaub verbracht.

nach hunderten kilometern auf abenteuerlichen rüttelpisten, tonnen von rotem, schwarzem und grauem staub, teilweise furchtbaren lichtverhältnissen durch brennende grasflächen in der serengeti, zwei tagen totalausfall durch eine darmverstimmung und einer vollen festplatte mit bildern bin ich nunmehr übermüdet und überglücklich wieder zu hause und möchte euch einladen, mit mir die reise noch einmal zu erleben.

da ich parallel die bilder noch sichte und bearbeite, kann es etwas schleppend voran schreiten, aber ich hoffe es gefällt dennoch!

asante sana!

grüße,
michael
 
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nach einem direktflug von frankfurt nach kilimandscharo-airport (bei arusha) wurden wir sehr freundlich und in perfektem deutsch empfangen und lernten unseren guide für die kommenden 14 tage kennen: samson, ein maschinenbaustudent, der neben seinen landessprachen auch fliessend deutsch, englisch und spanisch sprach.

nach einer mehrstündigen fahrt in unsere erste lodge und einem mittagessen fuhren wir gleich am nachmittag zu unserem ersten gamedrive in den lake manyara nationalpark.

am eingang warteten wir auf die erledigung der formalitäten und konnten gleich vom parkplatz aus ein unbeschreibliches schauspiel geniessen: hunderte von pelikanen und störchen lebten auf den bäumen am eingang und hatten mit ihren exkrementen inzwischen die bäume weiß eingefärbt:

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übrigens, wer die reise ganz genau verfolgen möchte, kann dies mit den gps-daten tun, die in den exif enthalten sind.

die anschaffung des solmeta geotaggers war absolut gold wert, da im nachhinein ich genau schauen kann, wo die bilder entstanden sind, inklusive der höhenangabe.
 
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im park sahen wir nach wenigen metern dann auch direkt unsere ersten affen und mußten leider auch unsere ersten erfahrungen mit anderen guides / jeeps machen: anders als in botswana ging es sowohl hier, als auch später in der zentralserengeti unter den fahrern etwas ruppiger zu. ich will gar nicht wissen, wieviele photos nix geworden sind, weil ein anderer fahrer sich noch schnell an uns vorbeigequetscht hat. unser guide hat zwar sein bestes versucht so zu halten, dass zwischen uns und den tieren die wir photographierten, kein platz auf der strasse mehr blieb, aber man wundert sich, wo die jungs teilweise doch noch vorbei fuhren.

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Der panische Blick des Gnus in Bild 1 berührt sehr ! Eine tolle Aufnahme !
Die Perspektive irritiert mich allerdings ... wie nah am Ufer, resp. Ausstieg wart Ihr dran ?
 
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Der panische Blick des Gnus in Bild 1 berührt sehr ! Eine tolle Aufnahme !
Die Perspektive irritiert mich allerdings ... wie nah am Ufer, resp. Ausstieg wart Ihr dran ?

das bild ist kein crop, aufgenommen mit 400mm (an fx). wir haben insgesamt drei crossings miterleben dürfen (dazu später mehr). das angesprochene bild ist beim zweiten crossing entstanden, wo wir auf der ausgangsseite (also das ufer, dass die gnus verlassen haben) mit ca. 10 anderen wagen waren, etwas flußabwärts der einstiegsstelle auf einer hohen, sehr steilen kante über dem fluß. die beiden gnus sind nach der überquerung wieder zurückgekehrt (vielleicht ihre kälber gesucht?) und sind an diesem felsen wieder ans ufer zurückgekehrt und unterhalb von uns wieder flußaufwärts zu den anderen ins wasser drängenden gnus gelaufen. ich konnte von meiner position nicht erkennen, ob sie dann wieder erneut ins wasser sind.
 
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zum abschluß des ersten tages möchte ich noch drei weitere einzelaufnahmen zeigen. insgesamt war der lake manyara national park ein netter einstieg in unsere reise, da wir mit sehr vielen tiersichtungen einen schönen ersten ausblick auf unsere safari hatten.

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am nächsten tag sollte uns eine lange fahrstrecke in richtung zentralserengeti bevor stehen ("afrikanische massage" nannte unser guide das)

grüße,
michael
 
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Hallo Michael,

freue mich schon auf weitere Fotos und den Bericht. Denke du hast speziell für diese Reise mit dem 200-400/4 alles richtig gemacht und auch so wirst du sicher noch viel Spaß damit haben. Hatte deinen Kaufberatungsthread leider zu spät gesehen, sonst hättest du nämlich auch gerne meins vorab testen können.

Gruß
Stefan
 
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am kommenden morgen sind wir sehr früh aufgestanden für unseren längsten fahrtabschnitt. nach einigen kilometern asphaltierter strassen ging es dann in durch das ngorongoro naturschutzgebiet in richtung serengeti. nach einem kurzen stop an einer vereinzelten zapfsäule und einer gedenkminute am denkmal von vater und sohn grzimek unweit der absturzstellen von michael ging es vorbei an unzähligen massaidörfern und einer sich stetig wandelnden landschaft:

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am wegesrand sahen wir eine große giraffenherde und zu unserer (naiven) verblüffung hatten diese tiere ganz andere fellmuster als die tiere, die wir in botswana gesehen hatten

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allmählich wurde die landschaft karger und die sonne knallte ganz schön herunter. in einer endlosen karawane jagten wir mit 80km/h über schotterpisten und schluckten trotz geschlossener fenster ordentlich staub der vorausfahrenden. rechts und links die weiten der serengeti auf denen im frühjahr die gnuherden ihre kälber gebären, jetzt fast ausgestorben ausser einigen thompson-gazellen.

nach dem wir den vierten mit reifenschaden liegengebliebenen wagen passiert hatten, wußten wir so langsam, warum alle fahrzeuge zwei reserveräder dabei haben. da konnten wir noch nicht ahnen, dass ich selbst kurz darauf mit hand anlegen mußte. hoffentlich hatten geparden und co bereits gefrühstückt :D

#9 (aufgenommen von der besseren hälfte)
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nach einem lunch in der lodge sind wir dann nachmittags noch einmal auf einen kurzen gamedrive gefahren, hatten aber pech mit dem licht, da es sich sehr bewölkte.

dafür haben wir aber eine photosession mit drei büffeln gehabt ("devils cattle" nannte der guide aus botswana diese tiere), von denen einer an der brust verletzt war und blutete, ob von einem kampf läßt sich nicht sagen.

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es zog uns anschliessend weiter in richtung norden an den marafluß, an dem wir 4 nächte bleiben wollten, in der hoffnung die großen gnuherden noch zu sehen und mit etwas glück sogar ein crossing. wir waren spät dran, allerdings sagte der guide, dass es in diesem jahr keine richtige regenzeit gegeben habe und daher die tiere etwas "verspätet" seien. in die zentralserengeti würden wir auf dem rückweg noch einmal stoppen und ausschau nach katzen halten.

allerdings bevor es wieder auf die rüttel-und-schüttel-piste ging, haben wir einen stop an einem hippopool gemacht, ein unglaubliches durcheinander von tieren in einem übelriechenden tümpel, aber für flußpferdnasen scheint das ganz annehmbar zu sein.

der tümpel war eigentlich ruhig, aber immer mal wieder explodierte das wasser und es gab kurze rangeleien zwischen (vermutlich) männlichen tieren.

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#17 - nicht hier!
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#18 - geschlagen zog er von dannen
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kurz bevor wir unser zeltcamp zu einem verspäteten lunch am fluß mara erreichten, hörten wir hektischen funkverkehr. der guide fragte: mittagessen oder crossing? was für eine frage, natürlich das crossing. just in dem moment, als wir im norden ankamen begann eine herde gnus den fluß mara zu überqueren.

nachdem wir den fluß erreichten, sahen wir sie plötzlich: die gnus, soweit das auge reichte:

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immer dichter drängelten die tiere an den fluß.

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die ersten tiere zögerten aus angst vor dem wasser und der überquerung, doch von hinten drängten immer mehr tiere nach, bis es kein halten mehr gab und die tiere in den fluß sprangen.

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doch vor ihnen tat sich das erste hindernis auf, felsen von einer kräftigen strömung umspült.

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mit unglaublicher kraftanstrengung versuchten die tiere die felsen zu erklimmen und der strömung zu entgehen. auf der anderen seite sprangen sie erneut ins wasser. hoffentlich bricht sich kein tier ein bein!

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hinüber ans sichere ufer. geschafft!

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auch diese mutter mit ihrem kalb hat es sicher geschafft ohne getrennt zu werden. heute gab es nix zu fressen für die krokodile, die weiter unten am fluß warteten!

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was für ein erlebnis! eine halbe stunde dauerte das crossing etwa. was hatten wir für ein glück, gleich bei unserer ankunft dieses spektakel mitzuerleben!
 
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noch tief bewegt von dem crossing ging es dann in unser camp, ganz im nord-westen der serengeti mit blick auf den mara vom esszelt.

zu unserem blanken entsetzen waren aber kurz vorher die apokalyptischen reiter hier durchgekommen und die serengeti um uns herum brannte: ranger hatten das vertrocknete gras angezündet um das wachsen von frischem gras zu erleichtern. dicker qualm stand um unser lager und alles roch nach rauch. der abendliche gamedrive war dementsprechend nicht von goldenem licht beschienen :mad:

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im gegensatz zu uns, schienen aber andere tiere keine probleme damit zu haben

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per funk erfuhr unser guide von kollegen, dass sich erneut mehrere tausend tiere am marafluß versammeln und wahrscheinlich ein erneutes crossing bevorstand. wir fuhren hin und sahen die riesige herde, ein unglaubliches spektakel. im halbschatten mit anderen fahrzeugen recht weit entfernt vom flußufer liessen wir uns nieder und es hieß erst einmal warten. hunderte von gnus strömten im laufschritt nach und immer mehr tiere drängelten an den fluß.

plötzlich kam von der anderen seite des flusses der funkspruch, dass die ersten tiere ins wasser springen würden, alle fahrzeuge fuhren los und hielten flußabwärts vom crossing auf einer sehr hohen kante über dem fluß.

ohrenbetäubender lärm der trampelnden und blöckenden gnus, die in einer dichten staubwand verschwanden

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mehr und mehr drängelten nach

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bis dann ein gnu sprang, egal wie tief das wasser war:

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andere folgten

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[ fortsetzung folgt ]
 
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[ fortsetzung ] in einzelreihe ging es durch den nicht sehr tiefen fluß

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immer mehr tiere folgten auch von anderen stellen am ufer

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immer größer wurde der strom, der am anderen ufer eine geeignete stelle suchte an land zu gehen

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dort kamen die tiere wieder zusammen und suchten einen aufstieg am steilen ufer

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aber auch dieses crossing ging glimpflich ab, wir haben kein tier gesehen, dass abgetrieben wurde oder verletzt war.

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insgesamt dauerte das crossing fast eine stunde, aber im eifer des gefechtes kann man die zeit schon mal vergessen. ein atemberaubendes spektakel! ich hoffe ihr könnt noch gnus sehen, denn ganz am ende bin ich mit der migration noch nicht :)
 
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aufgrund der brennenden grasflächen und der recht großen rauchentwicklung, war es ab 16:30uhr schon immer sehr duster. unsere abendpirschfahrten blieben daher meist recht ergebnislos :frown1: aber dennoch gab es auch andere tiere als nur gnus

#45 - geier
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#46a - mein persönlicher liebling: der lilac breasted roller, intern auch lbr genannt!
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am dritten tag erfuhren wir gleich morgens, dass sich erneut eine große herde am fluß ansammelte. wir sind dann mit einem umweg über eine bei niedrigwasser befahrbare furt auf die andere seite (noch immer tanzania) gefahren um hoffentlich erneut ein crossing zu sehen, bei dem die tiere auf uns zukommen.

und was soll ich sagen, wir hatten wieder glück! anbei noch einmal ein paar impressionen:

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