Hoi zäme
In meiner ersten Arbeitswoche nach den Ferien bin ich regelmässig zum Fotografieren gekommen. In der Natur blüht es, doch die Pflanzen warten sehnsüchtig auf Regen. Nicht nur sie, auch wir Menschen. Der Blütenstaub legt einen gelblichen Schleier über alles, und der Balkon könnte ich jeden Tag wischen.
Montag, 27.04.2026: Ich bin in der Hauptstadt Bern und spaziere bei sommerlichen Temperaturen über die Kirchenfeldbrücke. Wie viele der Touristen bleibe auch ich kurz stehen und fotografiere das Berner Münster.

Berner Münster / Z
f | TT Artisan 40mm f/2.0
Dienstag, 28.04.2026: Aus dem Wald der Stafelalp bei Wattenwil steigt eine gelbe Wolke auf: Blütenstaub. Kein Wunder, haben viele Autos plötzlich einen einheitlichen Gelbstich, und den Balkon könnte ich jeden Tag abspritzen. Ich denke an die bemitleidenswerten Allergiker.

Blütenstaub-Wolke / Z
f | TT Artisan 40mm f/2.0
Mittwoch, 29.04.2026: Das leuchtende Gelb ist mentale Nahrung zu Beginn des Tages. Ich staune, wie hoch der Raps in zwei Wochen geworden ist.

Rapsfeld / Z6 III | Z 24-70mm f/4 S
Donnerstag, 30.04.2026: Heute ist das Tagesbild ein ziemlich unperfektes Foto. Ich sitze im Bus auf dem Arbeitsweg. Die Sonne geht hinter dem Hügel auf und taucht den Bus in warmes Licht. Draussen huschen ein Rapsfeld und ein Strassenschild vorbei. Es ist nur ein kleiner Augenblick, und trotzdem erinnere ich mich mit einem dankbaren Lächeln an diesen Moment.

Busfahrt zur Arbeit / Z6 III | Z 24-70mm f/4 S
Freitag, 01.05.2026: Auf dem Nachhauseweg mach ich einen kurzen Spaziergang durch den nahen Wald. Die Sonne beleuchtet das Laub auf der einen Seite des Weges, die andere liegt im Schatten. Für einen Moment denke ich über die Einheit von Hell und Dunkel nach und zu Hause staune ich, wie moderne Kamerasensoren mit solche Kontrasten umgehen können.

Licht und Schatten / Z6 III | Z 24-70mm f/4 S
Samstag, 02.05.2026: Um das leuchtende Gelb des Felsensteinkrauts am Bachlauf zu betonen, habe ich mit einer Doppelbelichtung experimentiert.

Licht und Schatten / Z6 III | Z 24-120mm f/4 S
Sonntag, 03.05.2026: In der Nähe gibt es ein Feld, auf dem man selber Blumen pflücken kann. Bezahlt wird das Entgelt anschliessend mit Karte an einem Terminal. Lange stehen die Tulpen hier nicht mehr, sie sind für dieses Jahr die letzten ihrer Art. Fotografiert habe ich mit meinem fast 50 Jahre alten, vierlinsigen Minolta Rokkor 135 mm.

die letzten Tulpen / Z
f | Minolta MD 135mm f/2.8
Wochenstatistik: 4 x Z6 III, 3 x Z
f, 3 x 24-70mm f/4, 2 x TT Artisan 40mm f/2, 1 x Minolta 135mm f/2.8
Nächste Woche gibt es zwei Neuzugänge bei meinen Objektiven: Ich hatte noch einen 12%-Gutschein beim Händler, und zusammen mit der Sommeraktion von Nikon habe ich die Gelegenheit genutzt. Sicher entstehen bald das eine oder andere Tagesbild mit den Neuen.
Noch einen schönen Sonntag und danach einen guten Start in die Woche.
Es grüsst
Beat-Markus