Hol Dir bei Adobe Lightroom. Das kannst Du 30 Tage lang kostenlos testen. Öffne ein NEF, das mit der D300 und 3200 ISO aufgenommen wurde. Gehe unter "Entwickeln" in den Bereich "Details" und stelle unter "Rauschreduzierung" die Schieber für "Luminanz" und "Farbe" auf Null. Vergleiche dieses Ergebnis mit CNX oder einem JPG aus der Kamera ohne Rauschminderung. Wenn die beiden gleich wenig rauschen, habe ich etwas falsches behauptet.
Ich mach das immer noch gern mit einem Deiner D300/ISO3200 NEFs. Ich habe keine D300 mehr und kann deshalb auch nicht mehr mit Beispielen dienen.
Gruß,
Thomas
Das klingt nach Empfindlichkeit für flächiges Rauschen bei gleichzeitiger Unempfindlichkeit für Detailverlust bei Dir.
Andere werden ihre Priorität genau umgekehrt haben. Softwarebasierendes Entrauschen kann keine Wunder vollbringen und beides gleichzeitig optimieren, es bleibt ein entweder/oder.
Ich hatte es schon einmal (hier) beschrieben, Rauschen hat viele Quellen. Nur einige Faktoren die in die Gleichung aufgenommen werden müssen:
...
Es ist somit vollkommen egal, welchen ISO Wert eine Kamera hat, es wird immer Rauschen dabei sein. Wer absolut kein Rauschen akzeptieren möchte, wird vermutlich noch recht lang warten müssen, bis seine Ansprüche out-of-the-box erfüllt werden können.
In deinen letzten Posts beziehst du dich auf die besondere Behandlung der D300 in CNX. Dafür hätte ich gerne Evidenz.
Adobe kennt diese Werte nicht, deshalb kann ACR diese Werte nur schätzen und kommt von daher auf ein schlechteres Ergebnis bei der Grundumwandlung in ein RGB Bild, das im wesentlichen ein Interpolationsverfahren ist.
Ok, wenn ich dich richtig verstehe, dann ist in deinen Augen die Kombination von Nikonkameras und Nikonsoftware optimal, bzw. das Bestmögliche? Ich sehe das anders, und meine, dass es eben nicht die bestmögliche Abstimmung gibt.
Quatsch. Mit dem richtigen raw Konverter bekommst Du deutlich bessere High ISO Bilder aus der D300 als bei der D200.Mein persönliches Fazit, sicherlich etwas überspitzt formuliert: Es gibt viele Gründe zur D300 zu wechseln (AF, LifeView, MB-D10 ...). Es wegen des angeblich besseren Rauschens zu tun, ist zumindest dann Schwachsinn, wenn man überwiegend NEF nutzt.
Mit dem Aufkommen der Digitalfotografie werden jetzt Problemfelder diskutiert, die in seligen Analogzeiten nie ein Problem waren!
Zu Analogzeiten wählte man den passenden Film und war sich darüber klar, dass man aus dem unteren Sechstel des Negatives keinen körnungsfreien Abzug mit Meterabmessungen herstellen konnte. Auch war klar, dass man in manchen Situation in Grenzbereiche kam, die auch mit dem gezielten Einsatz der Chemie nur unbefriedigende Ergebnisse liefern konnten.
Heute werden bei x-facher Vergrößerung rauschhafte Zustände im Detail verglichen und für gut oder schlecht befunden. Dabei wird immer gerne vergessen, dass der Sensor im Gehäuse eine technisch definierte Norm-Empfindlichkeit hat und der Rest mit mehr oder weniger intelligenten Schaltbefehlen auf höhere oder niedrige Empfindlichkeiten gebracht wird. Man sollte vielleicht mal akzeptieren, dass man beim aktuellen Entwicklungsstand der Technik auch einfach in physikalische Grenzen kommt!
Betrachtet eigentlich irgendjemand hier noch die Kameras unter dem Gesichtspunkt, wofür sie eigentlich gebaut worden sind: Dem bewußten Anfertigen von Fotos, so wie sie sich dem Fotografen beim Blick durch den Sucher darstellen?
Dabei behaupte ich jetzt mal, dass ein bewußtes Auslösen viele Probleme löst, denn eine gute Aufnahme mit überlegter Motivwahl ist immer noch die beste Grundlage ...
Die ganze Rauschdiskussion wird dann auch etwas sonderbar, wenn man sich angeblich verrauschte Bilder mit den üblichen Auflösungen auf dem Monitor betrachtet, da verschwinden diese Mängel auf wundersame Weisung - auch bei den klassischen Fotoabzügen die digitalen Ursprungs sind muss schon sehr genau hingeschaut werden, aber dies wäre eine andere Geschichte ...
Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, wie denn die Ergebnisse aus dem D200/D300/D3-Test aussehen, wenn sie mit den üblichen Monitoreinstellungen mit 1024 bzw. 1200 Pixeln Breite als komplettes Bild vorgestellt werden, sieht man dann in diesem Falle aufgrund der notwendigen Verkleinerungen gegenüber dem Originalbild überhaupt großartige Unterschiede? Dies wäre mal richtig spannend ...
Hallo Martin,
habe die Finger nicht davon lassen können und mich auch einmal daran versucht. Wenn Du das nichts magst, sag' mir bitte einfach bescheid und ich lösche es sofort wieder.
Ich sehe bei meinen Bilder schon in dieser Auflösung erhebliche Unterschiede zwischen Aufnahmen aus der D2X(D200) und der D3 bei hohen ISO-Zahlen und das nicht nur beim Rauschen sondern auch bei den Farben. So gesehen ist es für mich ein Sprung in der AVL-Fotografie gewesen wenn bewegte Motive mit auf dem Bild sind.Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, wie denn die Ergebnisse aus dem D200/D300/D3-Test aussehen, wenn sie mit den üblichen Monitoreinstellungen mit 1024 bzw. 1200 Pixeln Breite als komplettes Bild vorgestellt werden, sieht man dann in diesem Falle aufgrund der notwendigen Verkleinerungen gegenüber dem Originalbild überhaupt großartige Unterschiede? Dies wäre mal richtig spannend ...
Ich sehe bei meinen Bilder schon in dieser Auflösung erhebliche Unterschiede zwischen Aufnahmen aus der D2X(D200) und der D3 bei hohen ISO-Zahlen und das nicht nur beim Rauschen sondern auch bei den Farben. So gesehen ist es für mich ein Sprung in der AVL-Fotografie gewesen wenn bewegte Motive mit auf dem Bild sind.
Noch eine kürzere Antwort von mir (das meiste hat Stefan schon geschrieben): klar ist das eine Diskussion auf sehr hohem Niveau, die 99% aller Menschen, die mit einer Kamera Fotos machen (ich spreche bewusst nicht von "Fotografen"Moin,
jetzt hätte ich nach Lesen aller Antworten mal eine ketzerische Frage:
"Ist die Rauschbetrachtung nicht eine Luxus-Diskussion auf sehr hohem Niveau?"
... Die Originale waren relativ rauscharm, aber bei dem erzeugten HDR hatte ich später ziemlich mit Rauschen in den dunklen Bereichen zu kämpfen. Erst als ich diese wieder ziemlich abgedunkelt hatte, wurde es einigermaßen erträglich. Aber damit mache ich je gerade den Effekt wieder zunichte, den ich mit HDR erzielen will.
Soo übertrieben ist der Wunsch nach geringerem Rauschen in höheren ISO-Bereich also nicht - finde ich.
Edit: hm, so kurz ist die Antwort dann doch nicht geworden ...
Hallo,
sehr aufschlußreich und hilfreich für mich - DANKE
Bin jetzt wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen - wollte mir vor allem ob des besseren Rauschverhaltens der D300 selbige holen. Bei den gezeigten Unterschieden zur D200 habe ich das jetzt wieder fallen gelassen. Schade, wirklich schade
Auch wenn die D300 unbestreitbar noch einige weitere Vorteile gegenüber der D200 hat, "lohnen" sich diese für mich im Moment noch nicht.
Na ja, hab' ich wenigstens das Geld, mir stattdessen das 24-70 VR 2.8 zu holen
vg, stefan
Mit der D300 wirst du mit Sicherheit mehr Unterschied in der Qualität deiner Bilder merken, als mit dem Objektiv!
Alleine schon durch den wesentlich besseren Autofokus hab ich wesentlich weniger Ausschuss. Von der Möglichkeit, die Objektive fein zu justieren, ganz zu schweigen (Bei der D200 war mein 50er bis Blende 5,6 nicht zu gebrauchen (zu starker Frontfokus) - jetzt kann ich es endlich wieder einsetzten und der Fokus passt zu 100%.
Bei der D200 war mein 50er bis Blende 5,6 nicht zu gebrauchen (zu starker Frontfokus)
Hallo Gerd,
ja, daß die D300 die bessere Kamera ist und einige wichtige neue Errungenschaften hat, sehe ich ebenso - es ist für mich eben nur kein "Killer-Feature" mit dabei. Mein 50 1.8er (verwende ich zu ca. 90%) hat glücklicherweise keinen nennenswerten Front/Backfokus und ich erziele mittlerweile auch bei Blende 1.8 für mich ausreichende Ergebnisse.
vg, stefan
Es stimmt, es gibt kein Killerfeature, aber die Summe an Verbesserungen ist einfach gelungen und die Ergebnisse überzeugen mich voll und lassen die D200 leider manchmal doch schon ein bisschen "alt" aussehen.
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