Rauschen D300 und D200 im Vergleich

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Hol Dir bei Adobe Lightroom. Das kannst Du 30 Tage lang kostenlos testen. Öffne ein NEF, das mit der D300 und 3200 ISO aufgenommen wurde. Gehe unter "Entwickeln" in den Bereich "Details" und stelle unter "Rauschreduzierung" die Schieber für "Luminanz" und "Farbe" auf Null. Vergleiche dieses Ergebnis mit CNX oder einem JPG aus der Kamera ohne Rauschminderung. Wenn die beiden gleich wenig rauschen, habe ich etwas falsches behauptet.

Ich mach das immer noch gern mit einem Deiner D300/ISO3200 NEFs. Ich habe keine D300 mehr und kann deshalb auch nicht mehr mit Beispielen dienen.

Gruß,
Thomas

Thomas, das war nicht meine Frage.
Warum soll etwas durch CNX bei der D300 angewendet werden, daß genauso gut bei der D200 anwendbar ist? In deinen letzten Posts beziehst du dich auf die besondere Behandlung der D300 in CNX. Dafür hätte ich gerne Evidenz.

Dein Vergleich zwischen CNX mit ACR ist leider müßig.
Du vergleichst nicht die Fähigkeit der beiden RAW Konverter bzgl. der Art und Wiese wie sie mit Rauschen umgehen, sondern Auswirkungen des Demosaic Prozesses. Nikon ist die einzige Firma, die die Lichtdurchlässigkeit der Bayerfilterelemente über den Fotosites kennt und damit im Demosaicprozess exakt berücksichtigen kann. Adobe kennt diese Werte nicht, deshalb kann ACR diese Werte nur schätzen und kommt von daher auf ein schlechteres Ergebnis bei der Grundumwandlung in ein RGB Bild, das im wesentlichen ein Interpolationsverfahren ist.

LG, Andy
 
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Hallo Andy,

Das klingt nach Empfindlichkeit für flächiges Rauschen bei gleichzeitiger Unempfindlichkeit für Detailverlust bei Dir.

Ersteres wohl auf jeden fall, letzteres weiß ich jetzt nicht so genau, woraus Du das schließt :fahne:

Ich entrausche zwar selbst die ISO 100 Aufnahmen, das aber hoffentlich so behutsam, daß ich wenigstmöglich Details verliere (hoffe ich zumindest). Dazu gehört der Einsatz von NoiseNinja und selektivem arbeiten - ich arbeite also mit einer Ebenenkopie und Ebenmaske.

Allerdings forografiere ich zur Zeit fast ausschließlich Portraits und hier dann sehr oft Close-Ups mit großer Blende - da habe ich es sehr oft eben mit flächigen Motivteilen zu tun, und weniger mit winzigstens Details (na ja - Pickel, Mitesser etc schon - aber die stempele ich sowieso weg - es gibt eben Details, die unerwünscht sind).

Ein weiterer Faktor ist bei mir, daß ich z.T. stark bearbeite - viel SW und starke Kontraste. Da kommt manchmal selbst das schwächste Rauschen massiv und störend daher.

Andere werden ihre Priorität genau umgekehrt haben. Softwarebasierendes Entrauschen kann keine Wunder vollbringen und beides gleichzeitig optimieren, es bleibt ein entweder/oder.

das sehe ich ein wenig anders. Was Du als optimieren bezeichnest, ist eher ein Maximieren. Und das kann man tatsächlich nicht beides zur selben Zeit.
Das Zusammenspiel zweier Komponenten hingegen kann man dahingehend optimieren, daß man den besten Kompromiß zwischen beiden findet, wobei hier dann natürlich der Anwender entscheidet, was für ihn der beste Kompromiß ist - ein entweder oder ist das IMHO aber eben nicht.

Ich hatte es schon einmal (hier) beschrieben, Rauschen hat viele Quellen. Nur einige Faktoren die in die Gleichung aufgenommen werden müssen:

...

Es ist somit vollkommen egal, welchen ISO Wert eine Kamera hat, es wird immer Rauschen dabei sein. Wer absolut kein Rauschen akzeptieren möchte, wird vermutlich noch recht lang warten müssen, bis seine Ansprüche out-of-the-box erfüllt werden können.

da hast Du meine volle Zustimmung. Ich habe ja auch nur gesagt, daß das Rauschen der D200 (und D300 und D3) noch nicht dort ist, wo ich es gerne hätte. Daß sehr viele andere auch noch nicht zufrieden mit den Leistungen der D200 sind, beweißen die vielen Verkäufe der D200 und Neukauf der D300 (oder D3). Und wenn wieder eine Neue herauskommt, geht das wieder von vorne los. Das Bessere ist eben der Feind des Guten.
Das heißt nicht, daß die bisherigen Techniken Schrott bzw. unbrauchbar sind.

Ich habe keine Ahnung, ob je eine Kamera zu meinen Lebzeiten ein Rauschverhalten haben wird, daß ich den auch mir lästigen BEA Schritt Entrauschen sein lassen kann. Aber mir würde es schon reichen, wenn ich ISO 800 so einsetzen könnte, wie heute ISO 100 bei der D200. Eine Leistungssteigerung also von 300%.

Wenn man so manchen Test liest, könnte man meinen, daß die D300 davon schon die Hälfte des Weges zurückgelegt hätte und die D3 dann noch etwas mehr. Ich habe durch diesen Thread hier eben gelernt, daß das nicht so ist. Thats it.

vg, stefan
 
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Hallo Martin,


Ich hab nochmal nachgebessert und reich eine weitere Version nach.



Natürlich ist das mit dem Rauschen auch immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. :D


habe die Finger nicht davon lassen können und mich auch einmal daran versucht. Wenn Du das nichts magst, sag' mir bitte einfach bescheid und ich lösche es sofort wieder.

Meine Version:



Als Ursprungsbild habe ich das erste von Martin aus CNX erzeugte verwendet. Nur entrauscht - normalerweise würde ich den Kontrast noch etwas erhöhen und natürlich schärfen. Wem die Flächen jetzt zu glatt erscheinen: läßt sich über Deckkraftregler fast ganz nach belieben reduzieren, natürlich unter Erhöhung des Rauschens - würde ich, ähnlich wie die Schärfung, vom Ausgabemedium und Größe abhängig machen.

vg, stefan
 
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Ketzerische Gedanken zu dieser Diskussion

Moin,
jetzt hätte ich nach Lesen aller Antworten mal eine ketzerische Frage:

"Ist die Rauschbetrachtung nicht eine Luxus-Diskussion auf sehr hohem Niveau?"

Ich versuche mich mal an einer Begründung:

Mit dem Aufkommen der Digitalfotografie werden jetzt Problemfelder diskutiert, die in seligen Analogzeiten nie ein Problem waren! Zu Analogzeiten wählte man den passenden Film und war sich darüber klar, dass man aus dem unteren Sechstel des Negatives keinen körnungsfreien Abzug mit Meterabmessungen herstellen konnte. Auch war klar, dass man in manchen Situation in Grenzbereiche kam, die auch mit dem gezielten Einsatz der Chemie nur unbefriedigende Ergebnisse liefern konnten.

Heute werden bei x-facher Vergrößerung rauschhafte Zustände im Detail verglichen und für gut oder schlecht befunden. Dabei wird immer gerne vergessen, dass der Sensor im Gehäuse eine technisch definierte Norm-Empfindlichkeit hat und der Rest mit mehr oder weniger intelligenten Schaltbefehlen auf höhere oder niedrige Empfindlichkeiten gebracht wird. Man sollte vielleicht mal akzeptieren, dass man beim aktuellen Entwicklungsstand der Technik auch einfach in physikalische Grenzen kommt!

Betrachtet eigentlich irgendjemand hier noch die Kameras unter dem Gesichtspunkt, wofür sie eigentlich gebaut worden sind: Dem bewußten Anfertigen von Fotos, so wie sie sich dem Fotografen beim Blick durch den Sucher darstellen? Vielfach habe ich bei manchen Beiträgen hier den Eindruck, dass beim Fotografieren einfach nur noch draufgehalten wird und das eigentliche Bild dann am Ende mit der Bildverarbeitung zurechtgebastelt wird. Diese These würde m.E. die teilweise extrem hohen Auslösezahlen von diversen Gehäusen erklären. Dabei behaupte ich jetzt mal, dass ein bewußtes Auslösen viele Probleme löst, denn eine gute Aufnahme mit überlegter Motivwahl ist immer noch die beste Grundlage ...

Viele Diskussionen folgen einem komischen Herdentrieb, wo die Digitalfraktion fast in rauschhaften Zuständen dem neuesten Gehäuse hinterher rennt und dann feststellt, dass die neue Dxxx +100 im Vergleich zur Dxxx immer noch diese oder jede Macke zeigt ...

Dies erinnert in Teilbereichen an den berühmten Sandkasten, wo die eine Sandburg immer größer sein muss ...

Ich möchte aber jetzt niemanden davon abhalten zum Händler seines Vertrauens zu laufen und dort seine "scheinbar nicht mehr nutzbare" Dxxx in Zahlung zu geben. Der Gebrauchtmarkt für eine D200 ist im freien Fall (erste Gehäuse beim Händler im sehr guten Zustand für 699 (!!!) EUR in der Gebrauchtvitrine gesehen), aber wer dieser Art der Geldvernichtung huldigen will, immer zu!

Die ganze Rauschdiskussion wird dann auch etwas sonderbar, wenn man sich angeblich verrauschte Bilder mit den üblichen Auflösungen auf dem Monitor betrachtet, da verschwinden diese Mängel auf wundersame Weisung - auch bei den klassischen Fotoabzügen die digitalen Ursprungs sind muss schon sehr genau hingeschaut werden, aber dies wäre eine andere Geschichte ...

Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, wie denn die Ergebnisse aus dem D200/D300/D3-Test aussehen, wenn sie mit den üblichen Monitoreinstellungen mit 1024 bzw. 1200 Pixeln Breite als komplettes Bild vorgestellt werden, sieht man dann in diesem Falle aufgrund der notwendigen Verkleinerungen gegenüber dem Originalbild überhaupt großartige Unterschiede? Dies wäre mal richtig spannend ...
 
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In deinen letzten Posts beziehst du dich auf die besondere Behandlung der D300 in CNX. Dafür hätte ich gerne Evidenz.

Wie soll ich das bitte 'beweisen'? Dazu müsste Nikon die Algorithmen in der Kamera bzw. in CNX offenlegen. Das starke Indiz dafür ist eben, dass die Unterschiede ACR/CNX bei der D40, D40x, D80 und der D200 längst nicht so groß sind.

Die hier gezeigten Capture One Bilder sprechen m.E. dafür, dass Capture One das Nikon SDK verwendet, so ähnlich wie sich die Ergebnisse sind.

Adobe kennt diese Werte nicht, deshalb kann ACR diese Werte nur schätzen und kommt von daher auf ein schlechteres Ergebnis bei der Grundumwandlung in ein RGB Bild, das im wesentlichen ein Interpolationsverfahren ist.

Der nächste Schritt in dieser Diskussion wäre wohl, sich das Rauschen in einer RAW-Datei anzusehen, auf die kein De-Mosaic-Prozess angewandt wurde.

Gruß,
Thomas
 
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Ok, wenn ich dich richtig verstehe, dann ist in deinen Augen die Kombination von Nikonkameras und Nikonsoftware optimal, bzw. das Bestmögliche? Ich sehe das anders, und meine, dass es eben nicht die bestmögliche Abstimmung gibt.

Martin, ich meine das anders, allgemeiner.

Lass mich mit einem Beispiel aus einem anderem Bereich anfangen, der elektronischen Meßtechnik. Da hat es eine Revolution gegeben, weil heute mit Software eine Vielzahl von Unvollkommenheiten der Geräte herausgerechnet wird, die man früher mit einem riesigen Hardwareaufwand erschlagen hat. Für die "Leistung" des Systems ist es hier nur wichtig, daß es funktioniert, egal ob früher mit Hardwareaufwand erschlagen oder heute mit Software.

Genau so sehe ich es bei den Kameras:

1. Die Entwickler bei Nikon legen ein Kamerasystem aus, bei dem am Ende fertige Bilder rauskommen.
2. RAW sind natürlich keine fertigen Bilder, da wird anschliessend (!) noch heftig Signal- und Bilverarbeitung getrieben.
3. In diesem Sinne kann man nicht Hardware (Kamera) und Software trennen. Der Kameraentwickler hat ein System ausgelegt, wo beide Bestandteile aufeinander abgestimmt sind.

Jeder mag einen anderen RAW-Konverter benutzen, wenn er mag. Zur Entwicklungsleistung von Nikon gehört aber, beides aufeinander abgestimmt zu haben, und in der Kombination ist das für mich die alleinige Grundlage jeder Beurteilung. Und wenn dann dort nützliche "Tricks" benutzt werden, dann ist das in diesem Sinne auch sinnvoll und legitim.
 
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Mein persönliches Fazit, sicherlich etwas überspitzt formuliert: Es gibt viele Gründe zur D300 zu wechseln (AF, LifeView, MB-D10 ...). Es wegen des angeblich besseren Rauschens zu tun, ist zumindest dann Schwachsinn, wenn man überwiegend NEF nutzt.
Quatsch. Mit dem richtigen raw Konverter bekommst Du deutlich bessere High ISO Bilder aus der D300 als bei der D200.

Mit der D200 trau ich mich nicht über ISO1600 hinaus. Auch NN in Bibble produziert bei IS3200 nix gescheites mehr.
Mit der D300 dagegen sind die Ergebnisse bei ISO6400 immer noch brauchbar für Street/PJ/Event/Concert shootings.
Ohne NN schaut die D200 bei ISO1600 erstmal besser aus, aber das Rauschen der D300 läßt sich per Software wesentlich besser bereinigen als das der D200.
Das macht sich auch bei der Wildlife Photographie mit ISO 800 bemerkbar, was bei der D200 eher ein Krampf ist, da wirds über ISO 400 grenzwertig. Mit der D300 trauch ich mich da auch ISO 800 nehmen ohne Angst haben zu müssen, daß nach der Rauschunterdrückung nur noch Fellmatsch kommt.
Die D300 hat ne total andere Rauschcharakteristik als die D200 und eignet sich wesentlich besser zur nachträglichen Entrauschung.

cheers
afx
 
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gut ... ich habe mich vielleicht zu ungenau ausgedrückt. Für die Masse der Fotografen, die nur selten höhere Werte als ISO 400 einstellen (Landschaft, Reise, People ...), bringt die D300 keinen relevanten Vorteil.
Und bei ISO 200 finde ich die D200 definitiv überzeugender in Sachen Rauschverhalten.
 
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Hier wurde das Rauschen z.T. ein wenig als Erpsenzählerrei abgetan und dann auch der Vergleich zum Film gezogen. So einfach kann man es sich nicht machen, denn bei einer digitalen kann man eben nicht mal so einfach einen hochwertigen Lichtempfindlichen Film einlegen.
Natürlich kann man die ISO entsprechend einstellen, nur ist das bei gewissen Werten eher theoretischer Natur. Was bringt es mir Werte zu wählen, die am Ende nur (mit Verlaub) Müll produzieren. Und so Witze wie in der Vergangenheit, per Firmwareupdate die Empfindlichkeit zu pushen....ein billider Softwareboost ohne Substanz...
Es geht gar nicht so sehr um Rauschhunting in der 100%-Ansicht, sondern um den Gesamtbildeindruck.
Und bei AL ist es eben ein riesen Unterschied ob man mit 1600 bis 3200 noch durchaus verwendbare solide Bilder bekommt oder sich auf 800 beschränken muß...denn irgendwann sind auch die Objektive mit der Lichtstärke am Ende...oder?
 
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AW: Ketzerische Gedanken zu dieser Diskussion

Hallo,

Mit dem Aufkommen der Digitalfotografie werden jetzt Problemfelder diskutiert, die in seligen Analogzeiten nie ein Problem waren!

schon richtig - mMn. u.a. deshalb, weil es damals damit nicht oder nicht mit vertretbarem Aufwand besser ging. Ohne eigenes Labor z.B. war ein selektives Bearbeiten des Positives nicht machbar. Kaum hatte man eines, wurde abgewedelt und nachbelichtet. Das hat dann die Meßlette höher gelegt, was Tonwertverlauf und Tonwertreichtum anbelangt.

Zu Analogzeiten wählte man den passenden Film und war sich darüber klar, dass man aus dem unteren Sechstel des Negatives keinen körnungsfreien Abzug mit Meterabmessungen herstellen konnte. Auch war klar, dass man in manchen Situation in Grenzbereiche kam, die auch mit dem gezielten Einsatz der Chemie nur unbefriedigende Ergebnisse liefern konnten.

Stimmt - wobei sich Körnung und Rauschen in der Bildwirkung signifikant unterscheiden. Rauschen sieht einfach nur s**** aus (meine ganz subjektive Meinung :D). Körnung versuche ich heute in manche Bilder wegen der Bildwirkung wieder digital "einzubauen". Ich kenne auch einige Fotografen, die nur für solche Bilder weiterhin analoges Equipment unterhalten.

Heute werden bei x-facher Vergrößerung rauschhafte Zustände im Detail verglichen und für gut oder schlecht befunden. Dabei wird immer gerne vergessen, dass der Sensor im Gehäuse eine technisch definierte Norm-Empfindlichkeit hat und der Rest mit mehr oder weniger intelligenten Schaltbefehlen auf höhere oder niedrige Empfindlichkeiten gebracht wird. Man sollte vielleicht mal akzeptieren, dass man beim aktuellen Entwicklungsstand der Technik auch einfach in physikalische Grenzen kommt!

das Argument kommt mir bekannt vor - irgendwann hieß es einmal von der analogen Telefontechnik, daß es technisch nicht möglich sei, über (ich glaube) 56 KBit/s zu übertragen. War es mit damaliger analoger Technik auch nicht. Die Physik hat sich auch da nicht überlisten lassen. ABER man kann mit anderer Technik (DSL) über die selben analogen Leitungen mittlerweile bis zu 16 MBit/s(oder sogar schon mehr) übertragen - und dabei gleichzeitig auch noch telefonieren.

Das Selbe gilt für viele Bereiche der Technik - und nicht nur der Elektotechnik.


Betrachtet eigentlich irgendjemand hier noch die Kameras unter dem Gesichtspunkt, wofür sie eigentlich gebaut worden sind: Dem bewußten Anfertigen von Fotos, so wie sie sich dem Fotografen beim Blick durch den Sucher darstellen?

Ja, wie kommst Du darauf, daß es anders ist? Nur weil man auch solche technischen Komponenten zu optimieren trachtet, bedeutet daß doch nicht im Umkehrschluß, daß man andere Bereiche vernachlässigt (auch wenn es solche Zeitgenossen sicher auch gibt).

Als ich vor 25 Jahren anfing mit der Dunkelkammerarbeit, habe ich erst Massenweise Graustufen ausbelichten müssen (Schule), um das Zonensystem zu lernen und anwenden zu können. Was spricht denn dagegen, die Systeme, mit denen man arbeitet, ausreizen zu wollen?

Dabei behaupte ich jetzt mal, dass ein bewußtes Auslösen viele Probleme löst, denn eine gute Aufnahme mit überlegter Motivwahl ist immer noch die beste Grundlage ...

sehe ich auch so

Die ganze Rauschdiskussion wird dann auch etwas sonderbar, wenn man sich angeblich verrauschte Bilder mit den üblichen Auflösungen auf dem Monitor betrachtet, da verschwinden diese Mängel auf wundersame Weisung - auch bei den klassischen Fotoabzügen die digitalen Ursprungs sind muss schon sehr genau hingeschaut werden, aber dies wäre eine andere Geschichte ...

Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, wie denn die Ergebnisse aus dem D200/D300/D3-Test aussehen, wenn sie mit den üblichen Monitoreinstellungen mit 1024 bzw. 1200 Pixeln Breite als komplettes Bild vorgestellt werden, sieht man dann in diesem Falle aufgrund der notwendigen Verkleinerungen gegenüber dem Originalbild überhaupt großartige Unterschiede? Dies wäre mal richtig spannend ...

ne, spannend finde ich das nicht - Du wirst wahrscheinlich keinen großen Unterschied feststellen können.
Ich weiß nicht, wie das andere Fotografen sehen: ich fotografiere nicht dafür, um Bilder am Monitor zu betrachten. Ich möchte Abzüge haben, das Bild an der Wand sehen und wenn möglich, auch so groß wie möglich.

Für die von Dir genannte Auflösung bräuchte man einen ganzen Haufen weniger Aufwand betreiben. Rauschen gehört da zweifelsohne mit dazu, aber eben nicht nur.
Einige Dinge kann man eben NUR dann richtig beurteilen, wenn man in der 100% Ansicht arbeitet. Schärfe z.B. läßt sich nur so richtig beurteilen.

Um nur mit 1200 Pixel Breite zu arbeiten, würde eine 1 MPixelkamera ausreichen - da wäre der Einsatz einer D300 absoluter Overkill (oder man bräuchte kein Tele mehr, weil man digital ziemlich weit "zoomen" könnte).

vg, stefan
 
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Hallo Martin,

habe die Finger nicht davon lassen können und mich auch einmal daran versucht. Wenn Du das nichts magst, sag' mir bitte einfach bescheid und ich lösche es sofort wieder.

Das ist schon ok, merke nur wieder, wie unterschiedlich die Auffassung, was Rauschen und Entrauschen Betrifft, sein können. Die in meinem Bild enthaltene Struktur stört mich nicht, ist für mich sogar angenehmer.

Martin
 
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AW: Ketzerische Gedanken zu dieser Diskussion

Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, wie denn die Ergebnisse aus dem D200/D300/D3-Test aussehen, wenn sie mit den üblichen Monitoreinstellungen mit 1024 bzw. 1200 Pixeln Breite als komplettes Bild vorgestellt werden, sieht man dann in diesem Falle aufgrund der notwendigen Verkleinerungen gegenüber dem Originalbild überhaupt großartige Unterschiede? Dies wäre mal richtig spannend ...
Ich sehe bei meinen Bilder schon in dieser Auflösung erhebliche Unterschiede zwischen Aufnahmen aus der D2X(D200) und der D3 bei hohen ISO-Zahlen und das nicht nur beim Rauschen sondern auch bei den Farben. So gesehen ist es für mich ein Sprung in der AVL-Fotografie gewesen wenn bewegte Motive mit auf dem Bild sind.
Wenn man hauptsächlich bei ISO100 fotografiert macht ein Umstieg aus meiner Sicht keinen Sinn, höchstens von der D200 auf die D2X.
 
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AW: Ketzerische Gedanken zu dieser Diskussion

Das ist auch bei der D300 ähnlich. Abgesehen davon dass das Rauschen bei der D300 eine ganz andere Charakteristik hat als bei der D200 ist die Dynamik und die Farbdarstellung bei hohen ISOs deutlich besser. Die höhere Dynamik und die bessere Farbdarstellung ist für mich viel entscheidender für die Brauchbarkeit der Bilder bei hohen ISOs und das sieht man auch schon bei kleineren Auflösungen.

Ich sehe bei meinen Bilder schon in dieser Auflösung erhebliche Unterschiede zwischen Aufnahmen aus der D2X(D200) und der D3 bei hohen ISO-Zahlen und das nicht nur beim Rauschen sondern auch bei den Farben. So gesehen ist es für mich ein Sprung in der AVL-Fotografie gewesen wenn bewegte Motive mit auf dem Bild sind.
 
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AW: Ketzerische Gedanken zu dieser Diskussion

Moin,
jetzt hätte ich nach Lesen aller Antworten mal eine ketzerische Frage:

"Ist die Rauschbetrachtung nicht eine Luxus-Diskussion auf sehr hohem Niveau?"
Noch eine kürzere Antwort von mir (das meiste hat Stefan schon geschrieben): klar ist das eine Diskussion auf sehr hohem Niveau, die 99% aller Menschen, die mit einer Kamera Fotos machen (ich spreche bewusst nicht von "Fotografen" :D) nicht verstehen werden. Aber die Leute die sich eine Fotoausrüstung zulegen, die sich nicht selten in Richtung 5-10.000 € (und oft weit darüber hinaus) bewegt, sind diejenigen, die ihre Ausrüstung auch in den extremen Bereichen (sprich: sehr wenig Licht, hohe Geschwindigkeiten, riesige Auflösungen bei extremer Schärfe, etc.) benutzen wollen. Und besonders im AL-Bereich waren (und sind) die Grenzen was das Rauschen angeht halt immer noch recht eng gesteckt. Und da ist es doch nicht verwunderlich, dass man bei einem neuen Modell genau diesen Grenzbereich, in dem das alte Modell seine merkbaren Schwächen hatte.

Und was das Rauschen angeht, so merke ich sehr wohl, dass ich teilweise an Grenzen komme, die nicht nur im philosophischen Bereich liegen.
2 Beispiele:
- ich fotografiere öfters auf Konzerten (meist in kleineren Clubs) und das bedeutet immer ein balancieren im Extrembereich. Eine 1/20s aus der Hand bei 85mm/f1.8 ist da keine Seltenheit und wenn ich es wirklich hinbekomme, nicht selbst zu Verwackeln, dann muss sich auch noch der Musiker halbwegs ruhig (bewegungsmäßig, nicht akustisch) verhalten, damit das Bild was wird. Was meinst du, was da eine gewonnen Blendenstufe durch geringeres Rauschen bei hohen ISO-Zahlen ausmacht?
- ich habe letzten mit meiner D300 Fotos von Perlmuttwolken gemacht. Da es schon gegen Sonnenuntergang ging, habe ich mich auch an einer Belichtungsreihe probiert, die ich später als HDR-Bild verarbeitet habe. Da ich leider kein Stativ dabei hatte, habe ich bei ISO800 aus der Hand fotografiert (klar, mit Stativ und ISO 200 hätte ich das Problem umgehen können - aber manchmal muss man halt mit dem Leben, was man gerade zur Verfügung hat). Die Originale waren relativ rauscharm, aber bei dem erzeugten HDR hatte ich später ziemlich mit Rauschen in den dunklen Bereichen zu kämpfen. Erst als ich diese wieder ziemlich abgedunkelt hatte, wurde es einigermaßen erträglich. Aber damit mache ich je gerade den Effekt wieder zunichte, den ich mit HDR erzielen will.



Soo übertrieben ist der Wunsch nach geringerem Rauschen in höheren ISO-Bereich also nicht - finde ich.

Edit: hm, so kurz ist die Antwort dann doch nicht geworden ... :fahne:
 
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AW: Ketzerische Gedanken zu dieser Diskussion

... Die Originale waren relativ rauscharm, aber bei dem erzeugten HDR hatte ich später ziemlich mit Rauschen in den dunklen Bereichen zu kämpfen. Erst als ich diese wieder ziemlich abgedunkelt hatte, wurde es einigermaßen erträglich. Aber damit mache ich je gerade den Effekt wieder zunichte, den ich mit HDR erzielen will.



Soo übertrieben ist der Wunsch nach geringerem Rauschen in höheren ISO-Bereich also nicht - finde ich.

Edit: hm, so kurz ist die Antwort dann doch nicht geworden ... :fahne:

Ein sehr guter Beitrag.

Im Bezug auf das Rauschen: Ich finde das Rauschverhalten und Muster
generell besser als bei der D200. Das war der Hauptgrund weshalb ich
persönlich von 200 auf 300 umgestiegen bin. Es folgten Autofokus und
ganz zum Schluss die paar Pixel mehr. Das -ich nenne es mal- Resterauschen
der D300 beseitige ich mit eine massvollen Einsatz von Neat Image und bin
hochzufrieden.

Allerdings muss ich meinem Vorredner zustimmen was die HDR´s angeht.
Ich habe da z.T. erheblich kräftiges Rauschen, Tonwertabrisse und
manchmal sogar eine seltsame Rasterbildung bei HDR Aufnahmen in
Kombination mit Photomatix. Hat jemand ähnliche Erfahrungen, ggf. ist
HDR + D300 einen eigenen Thread wert.
 
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Hallo,

sehr aufschlußreich und hilfreich für mich - DANKE :)

Bin jetzt wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen - wollte mir vor allem ob des besseren Rauschverhaltens der D300 selbige holen. Bei den gezeigten Unterschieden zur D200 habe ich das jetzt wieder fallen gelassen. Schade, wirklich schade :heul:

Auch wenn die D300 unbestreitbar noch einige weitere Vorteile gegenüber der D200 hat, "lohnen" sich diese für mich im Moment noch nicht.

Na ja, hab' ich wenigstens das Geld, mir stattdessen das 24-70 VR 2.8 zu holen :)

vg, stefan


Mit der D300 wirst du mit Sicherheit mehr Unterschied in der Qualität deiner Bilder merken, als mit dem Objektiv!
Alleine schon durch den wesentlich besseren Autofokus hab ich wesentlich weniger Ausschuss. Von der Möglichkeit, die Objektive fein zu justieren, ganz zu schweigen (Bei der D200 war mein 50er bis Blende 5,6 nicht zu gebrauchen (zu starker Frontfokus) - jetzt kann ich es endlich wieder einsetzten und der Fokus passt zu 100%.

Liebe Grüße
Gerd
 
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Hallo Gerd,

Mit der D300 wirst du mit Sicherheit mehr Unterschied in der Qualität deiner Bilder merken, als mit dem Objektiv!

beim Objektiv geht es mir nicht um eine Steigerung der Qualiät (da bin ich mit meinen FB schon sehr zufrieden), sondern um mehr Flexibilität, wenn es schnell gehen muß. Wenn Zeit keine Rolle spielt, werde ich auch zukünftig nicht darauf verzichten, die FB einzusetzen - damit fotografiere ich einfach sehr viel bewußter.

Alleine schon durch den wesentlich besseren Autofokus hab ich wesentlich weniger Ausschuss. Von der Möglichkeit, die Objektive fein zu justieren, ganz zu schweigen (Bei der D200 war mein 50er bis Blende 5,6 nicht zu gebrauchen (zu starker Frontfokus) - jetzt kann ich es endlich wieder einsetzten und der Fokus passt zu 100%.

ja, daß die D300 die bessere Kamera ist und einige wichtige neue Errungenschaften hat, sehe ich ebenso - es ist für mich eben nur kein "Killer-Feature" mit dabei. Mein 50 1.8er (verwende ich zu ca. 90%) hat glücklicherweise keinen nennenswerten Front/Backfokus und ich erziele mittlerweile auch bei Blende 1.8 für mich ausreichende Ergebnisse.

vg, stefan
 
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Hallo Gerd,

ja, daß die D300 die bessere Kamera ist und einige wichtige neue Errungenschaften hat, sehe ich ebenso - es ist für mich eben nur kein "Killer-Feature" mit dabei. Mein 50 1.8er (verwende ich zu ca. 90%) hat glücklicherweise keinen nennenswerten Front/Backfokus und ich erziele mittlerweile auch bei Blende 1.8 für mich ausreichende Ergebnisse.

vg, stefan


Hallo Stefan!
Hab die gleiche Einstellung wie du gehabt, dann hat sich meine Freundin eine D300 geleistet. Ich wollte mir die D200 behalten, war ja so wie du zufrieden damit. Da wir gemeinsam fotografieren, hab ich den direkten Vergleich gehabt und dann ...
Es stimmt, es gibt kein Killerfeature, aber die Summe an Verbesserungen ist einfach gelungen und die Ergebnisse überzeugen mich voll und lassen die D200 leider manchmal doch schon ein bisschen "alt" aussehen.

LG
Gerd
 
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Es stimmt, es gibt kein Killerfeature, aber die Summe an Verbesserungen ist einfach gelungen und die Ergebnisse überzeugen mich voll und lassen die D200 leider manchmal doch schon ein bisschen "alt" aussehen.

Das wird dann in spätesten 2 Jahren beim Facelifting der D300 auch zutreffen.
 
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