Abends erreichten wir die Einfahrt zur Hinlopenstrasse. Der Kurs änderte sich auf Süd-Süd-Ost. Aber auch hier, Packeis soweit das Auge reichte.
Bis spät in die Nacht saß ich in der Observation Lounge, vorne im Schiff, und sah mir die fantastische Landschaft an, die langsam an uns vorbei zog.
Dann rief das Bett aber doch.
An schlafen war allerdings nicht zu denken, ständig krachte es und das Schiff erzitterte, wenn wir wieder und wieder auf die großen Eisschollen fuhren.
Dann das Kreischen und Knirschen, wenn die zerteilten Eisschollen an der Bordwand endlang nach hinten schrammten.
Gegen Morgen wurde es dann ruhiger, ich stand auf, zog mich warm an und ging an Deck, es war immer noch strahlender Sonnenschein, immer noch Kaiserwetter.
Das Packeis sah nun aus wie ein Flickenteppich, vor uns die kleinen Inseln am Ende der Hinlopenstrasse, wir hatten den wichtigsten Teil der Umrundung Spitzbergens geschafft!
Dann öffnete sich das Meer und man hatte diesen fantastischen Ausblick
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Das Anlaufen des Alkefjellet, einem mehr als 300 m steilem Vogelfelsen, auf dem tausende und abertausende Trottellummen brüten sollten und das Erreichen von Augustabukta
auf Nordostland, wo wir Walrosse und Eisbären beobachteten wollten, gelang nicht. Ein 5 Kilometer breiter und dicker Eispanzer verwehrte uns die Weiterfahrt, sehr schade.
Als Ersatzziel hatte die Expeditionsleitung sich die Gletschkante des Sörfonna-Gletschers auf Nordostland, der zweitgrößten Insel des Svalbard-Archipels, ausgesucht.
Der Gletscher gehört zu den Größten Europas und hat eine über 120 Meilen lange Abbruchkante zum Meer.
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Es war gegen 22:00 Uhr als man sich entschloß, noch einmal die Zodiacs zu Wasser zulassen, um an der Abbruchkante entlang zu fahren.
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Ich hatte aber dazu keine Lust dazu, da ich so überwältig von dem Gesamtpanorama war, daß ich mich ruhig an Deck hinsetzte, ein gutes Glas Rotwein in der Hand
und sah wie das Meer ohne Übergang zum Himmel wurde, ein Augenblick den ich nie mehr vergessen werde.
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