Nordmeerträume an wilden Küsten

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Und weiter gehts nach Tranoy. Der Leuchtturm auf Tranøy ist von 1864. 1910 bekam er ein neues Leuchtfeuer mit Blinkapparatur und gibt seitdem alle 6 Sekunden 2 Blinksignale.
Der letzte Leuchtturmwärter verließ seinen Posten 1994. Den Leuchtturm kann man besichtigen. Ein 250m langer Steg führt über Felsen und kristallklares Wasser zum Leuchtturm


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Eine detaillierte Reisereportage ganz nach meinem Geschmack, ich reise sehr gerne weiter mit! :)
Ich freue mich auf Deine Fortsetzung und nehme das Thema schonmal in die Highlights auf :up:
 
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Ein ängstlicher Blick auf die Eiskarte zeigte recht schnell, die Farbe Rot hatte etwas abgenommen, aber Spitzbergen zu umrunden war immer noch aussichtslos.

Unser Kurs war nun durch die Barentsee in Richtung Spitzbergen, das wir dann nach einem Seetag erreichen sollten. Die Stimmung an Bord sank und immer
wieder wurde diskutiert wie ein Alternativprogramm aussehen könnte.

In der Zwischenzeit drehte der Wind auf Süd-Südost und wurde stetig stärker, Windstärke 8 bescherte uns eine unruhige Nacht.


Der Seetag wurde dann wieder ruhiger.

Plötzlich kam von der Brücke die Info "Wale"

Alles strömte an Deck. Um uns herum Wale und Delfine die knapp unter der Oberfläche reichlich Nahrung hatten.
Die Delfine sprangen und die Wale zogen ruhig ihre Bahnen.
Immer wieder konnte man ihr blasen hören, phantastisch. Das Schiff nahm Fahrt heraus und wir folgten den Walen langsam.

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Dann war das Futter wohl in tieferen Schichten zu finden und die Wale zeigten uns ihre Fluken



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Hach, wie gerne wäre ich da an Bord. Schön, dass man hier teilhaben kann.

Bei diesen Motiven kann ich gar nicht anders, als an die Musik von Kari Bremnes (sie stammt aus Svolvær/Lofoten) zu denken. Besonders passende Titel:

"E du nord?"
https://www.youtube.com/watch?v=9nFYuMrfj3Y


"Ytterste Pol" (Das Lied handelt von einer Frau, die als Jägerin auf Svalbard lebt.)
https://www.youtube.com/watch?v=iPaj9C8O9Zc

Man beachte auch die grandiose Trompete von Arve Henriksen.
 
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Als wir am Samarinvägn ankamen, zeigte sich auch zum ersten mal zaghaft die Sonne.


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Die Zodiacs wurden zu Wasser gelassen und es begann eine wunderschöne Fahrt entlang der Gletscherkante, natürlich in respektvollem Abstand.
Faustregel 3 x Gletscherhöhe = Abstand zur Kante, dann hat man genügend Zeit sich mit dem Zodiac aus dem Staub zumachen, wenn der Gletscher kalben sollte.



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schöne Serie über eins der schönsten Länder der Erde. 2019 wollen wir auch wieder hoch.
 
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Wir waren gerade mit den Zodiacs auf dem Rückweg zum Schiff,


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als hinter uns ein kreischen und krachen ansetzte. Ein größeres Stück vom Gletscher stürzte ins Meer und spritze mächtig, alle Vogel wurden aufgescheucht,


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eine mächtige Welle setzte sich in Bewegung, die uns sicher in Schwierigkeiten gebracht hätte, wären wir näher an der Gletscherkante gewesen,
so erreichte uns diese nach einiger Zeit in Form einer ca. 1,50 Meter hohen Dünung und hob uns langsam an.


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Ny-Ålesund, nördlichste, ständig bewohnte Siedlung der Welt, früher Bergarbeitersiedlung, heute Forschungsstation für viele Länder.
Hier leben ca. 30 Personen im Winter und ca. 120 im Sommer. Im Sommer kommen noch zahlreiche Touristen vorbei, die aus den großen Kreuzfahrtschiffen quellen.

Es gibt hier einen Souveniershop, eine Waffelbude und das nördlichste Postamt der Welt.


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Einen Zug hat es hier auch, aber nur 30 Meter Schienen.


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Früher war Ny-Ålesund Ausgangspunkt für zahlreiche Nordpolexpeditionen.
Roald Amundsen und Lincoln Ellsworth versuchten mit zwei Dornier Flugbooten von hier aus den Nordpool zu erreichen,
scheiterten aber grandios, ebenso Umberto Nobile mit seinem Lufschiff Italia.
Im Jahr 1926 unternahm Amundsen zusammen mit dem Italiener Umberto Nobile einen erneuten Versuch, mit einem Luftschiff den Nordpol zu erreichen,.
In Ny-Ålesund wurden ein Landemast (den man heute noch besichtigen kann) und eine oben offene Luftschiffhalle errichtet.
Die beiden erreichten am 12. Mai 1926 mit dem Luftschiff Norge den Nordpol, nachdem sie am 11. Mai in Ny-Ålesund gestartet waren.


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Einsam stehen zwei Radioteleskope in der Landschaft.


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EIn Segelschiff vor der imposanten Kulisse des Kongsfjords


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Gegenüber von Ny-Ålesund liegt die kleine Bergarbeitersiedlung Ny-London, hier wurde versucht, Marmor abzubauen.
Die erste Ladung zerbröselte beim Ausladen und so war das Unterfangen schnell beendet.
Die Siedlung wurde aufgegeben, einige der Wohnhäuser hier abgebaut und in Ny-Ålesund wieder neu errichtet.


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Abends sind wir im Krossfjord und es ist ein BBQ in Möllerhafen geplant. Auf dieser Landzunge (der kleine orangefarbene Punkt) steht das kleinste 5 Sterne Hotel der Welt.
Das "Lloyd Hotel", 1929 von Seeleuten eines Fahrgastschiffes des Norddeutschen Lloyd - später Hapag-Lloyd - als Schutzhütte für alle errichtet, die auf Entdeckungsreise in die Arktis gingen.



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Vor dem BBQ kam die Information vom Kapitän, dass der nächste Tag von Ihm und der Expoditionsleitung umgeplant worden ist.
Ursprünglich sollte in den Magdalenenfjord gehen, nun würde die Hanseatic auf dem schnellsten Weg
versuchen die Insel Moffen anzusteuern, die allerdings in den Eiskarten noch komplett im roten 9/10 tel Packeis lag.

Motto des Kapitäns "Nachsehen" ist besser als Karten 100% Glauben schenken.​
 
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Wenn es den perfekten Tag gibt, dann war der 01.07.2017 so einer.


Frühmorgens, ein rumpeln, krachen, kreischen, das Schiff schüttelte sich, war hatten die Packeisgrenze erreicht.


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Von der Brücke wurden wir informiert, dass weiterhin der Kurs in Richtung Moffen anlag und unser Ziel 42 Seemeilen entfernt sei.
Man versuche mit geringer Geschwindigkeit durchs Packeis zu fahren.


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Mit dem Fernglas konnte man drei weitere Schiffe im Packeis ausmachen, die Plancius, Ortelius und Sea Spirit die wir bereits in Ny-Ålesund gesehen hatten.


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Eins nach dem anderen drehte bei, nur wir machten weiterhin uns den Weg frei.

Nach einiger Zeit kam uns die MS Akademik Sergey Vavilov, ein ehemaliges Forschungsschiff der russischen Akademie der Wissenschaften,
das jetzt unter Amerikanischer Leitung Arktische Kreuzfahrten unternimmt, entgegen.

Ich war gerade auf der Brücke als unser Kapitän des Schiff anfunkte um von dort Informationen zu erhalten.

Diese waren nicht sehr positiv, bis Moffen sei das Packeis befahrbar, danach sei die Eisdecke allerdings fast geschlossen.



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Und was gehört noch zu einem perfektem Tag, richtig, der Ruf von der Brücke "Eisbär an Backbord".

Nix wie in die Kabine, Kamera mit Tele geschnappt und gesucht wo der Eisbär zu sehen war.

Langsam, völlig unaufgeregt lief er über eine große Eisscholle.


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Ein neugieriger Blick,


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Dann erst einmal hinsetzen und beobachten was jetzt passieren wird.


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