Nordmeerträume an wilden Küsten

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bewi2

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"Auf zu den Eisbären", unter diesem Motto lief unsere Reise Richtung Norden, ein Ziel war es, Eisbären nach Möglichkeit in Ihrer winterlichen Umgebung anzutreffen.​
 
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Die Anreise mit dem Schiff von Hamburg über die Küste Norwegens sollte uns langsam auf die Arktis einstimmen.

Bei unseren Schiffsreisen in den Norden haben wir schon sehr viel von den fantastischen Landschaften gesehen, die Norwegen zu bieten hat.

Aber erst einmal nach Hamburg zu kommen war schon das Problem!

Die Anreise mit dem Zug nach Hamburg war bereits sehr aufregend. Auf dem Bahnsteig erfuhren wir, das an diesem Morgen zahlreiche Anschläge auf die Bahn verübt worden seien und unser Zag dadurch mit einer saftigen Verspätung in Essen Hbf losfahren würde. Dem war auch so. Im Laufe der Zeit sammelten sich etwa 1 ½ Stunden an, bis wir in Hamburg Hbf eintrafen, kein Problem wir hatten genug Zeitpuffer eingeplant.

Freunden von uns erging es allerdings viel schlimmer. In Stuttgart am frühen Morgen losgefahren, schon dort war es ein alter, klappriger Ersatzzug, der es nur bis Frankfurt schaffte.
In Frankfurt umsteigen in einen weiteren alten Ersatzzug. Dieser fuhr aber nicht los weil er völlig überfüllt war. Die Bahnpolizei warf kurzerhand einen Teil der Fahrgäste raus. Unsere Freunde durften im Zug bleiben und schafften es bis Kassel. Dort kam die Durchsage, dass der Zug in Kassel endet, Punkt.

Also mit dem ganzen Kofferkram raus. Bei der Bahninformation bekamen Sie die Auskunft, dass an diesem Tag kein weiterer Zug nach Hamburg mehr fahren würde.

Sie haben dann versucht mit einem Taxi nach Hamburg zu kommen, aber von den Taxifahrern bekamen sie die Info, dass es kein Taxi der Welt, bei dem derzeitigem Verkehrsaufkommen mit den zahlreichen Baustellen, schaffen würde, die Strecke bis Hamburg in der gewünschten Zeitspanne zurückzulegen.

In der Zwischenzeit wurde bemerkt, dass ein Koffer in dem Chaos abhanden gekommen war. Zur Bahnpolizei. Verlust gemeldet. Alle Medikamente und der Schmuck von Madam waren futsch!

Also was tun, ins Reisebüro und dem Schiff hinterher reisen. Versuch für den nächsten Tag einen Flug nach Bergen zu bekommen, um dort am übernächsten Tag an Bord gehen zu können, denn dann würde unser Schiff ebenfalls in Bergen sein. Ein Flug über Kopenhagen, Oslo, Bergen, die letzten beiden Plätze, natürlich nur Business class konnten gebucht werden, aber das ganze ab Frankfurt.

Also mit dem Zug zurück nach Frankfurt, sauteures Hotel am Flughafen bekommen. Am nächsten Tag tatsächlich nach Bergen geflogen und dort am übernächsten Tag an Bord gegangen.

Zum Thema Medikamente, versuch den Hausarzt zu erreichen um die notwendigen Rezepte per Fax zu bekommen, dieser befand sich aber im Urlaub, man hat ihn dann nach etlichen Versuchen auf einem Motorboot auf dem Lago Maggiore erreicht. Die Story glaubt einem doch keiner.

Zahlreiche weitere Mitreisende waren ebenfalls vom Desaster der Bahn betroffen und kamen verspätet in Hamburg an. Wir haben dann mit einer Stunde Verspätung vom Hamburg city cruise terminal mit der MS Hanseatic abgelegt.

Nach kurzer Zeit haben wir sie passiert, Elfi, das neue Wahrzeichen Hamburgs.



#1



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Die Passage in Hamburg war traumhaft, so wie das Wetter, 32 Grad, leichter Wind, perfekt und in Brunsbüttel gab es noch einen schönen Sonnenuntergang zum Abschied von Deutschland.


#2


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Der darauf folgende Tag war ein Seetag auf dem Weg nach Bergen, der auch sehr angenehm anfing, leichte Dünung bewegten das Schiff, sanft glitten wir Richtung Skagerak.

Auf dem Schiff war Einkleidung, polarfeste rote Parker, damit man uns bei Anlandungen besser von den Eisbären unterscheiden konnte und Gummistiefel für die nassen Anlandungen mit den Zodiacs.

Je weiter wir in Richtung Skagerak kamen, um so menschenleerer wurde das Schiff. Ca. 80 Meilen östlich hatte sich überraschend ein Sturmtief gebildet und freundliche Grüße in Richtung Hanseatic auf die Reise geschickt. Die Wellen wurden größer und grösser, dazu kam die Strömung Nordsee gegen Ostsee, es wurde unangenehm. In der Nacht bin ich mehrfach fast aus dem Bett gefallen, so hat das Schiff gerollt und ist krachend in die Wellen geschlagen.

Nachdem wir in der Nacht dann durch Norwegens Küste in Lee geraten sind wurde es deutlich ruhiger und am morgen haben wir Bergen erreicht. Hier soll es, wie in Bergen nicht unüblich seit 30 Tagen ununterbrochen geregnet haben, wir hatten wieder einmal Glück, auch bei unserem 5. Besuch in dieser alten Hansestadt hatten wir tolles Wetter.


#3



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Neben uns lagen noch zwei weitere Schiffe im Hafen, darunter auch eine Costa Line.


#4


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Die Stadt war voller Touristen, auffallend viele Asiaten und natürlich Italiener über Italiener, man hätte fast glauben können, in Ancona zu sein.


#5


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Unsere verloren gegangenen Freunde kamen an Bord und so konnte die Reise in Richtung Geiranger Fjord los gehen


#6



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In Bergen haben wir 2 Lotsen an Bord genommen die uns bis zu den Lofoten küstennah, wie die Hurtigruten, innerhalb der Schären durch traumhafte Landschaften steuerten.
Die großen Pötte, wie die Costa, müssen den Weg aussen herum, vor der Küste Norwegens, nehmen. Der Tiefgang und die schiere Grösse lassen es nicht zu, dass sie den gleichen Weg nehmen wie wir.


#7



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Manches mal fragt man sich, "wo will er denn hin?" weil kein durchkommen zu sehen ist, aber die Lotsen wissen was sie tun und freuen sich,
wenn sie so ein kleines Schiff wie die Hanseatic durch die tollsten Passagen steuern dürfen.


#8



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Das war der letzte Sonnenuntergang, kurz vor Mitternacht, für die nächsten knapp zwei Wochen werden wir 24 Stunden Tag haben
und wie ich hoffe schönes Licht für das ein oder andere Foto.


#9



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Am Anfang der Reise hat man natürlich immer wieder mal bei den aktuellen Eiskarten reingeschaut und das sah nicht vielversprechend aus.

Die geplante Route habe ich einmal eingezeichnet und dort, wo es rot ist, kommt man mit einem Schiff wie der Hanseatic, die zwar die höchste Eisklasse besitzt die ein Expeditions-Kreuzfahrtschiff haben kann, nicht durch.

Bei einer Packeisbedeckung von 9/10 kann das Schiff die Eisplatten nicht beiseite schieben, sondern muss die Platten brechen, um sich einen Weg zu bahnen.
Die Hanseatic ist kein Eisbrecher im klassischen Sinn, bis zu einer Dicke von 1,2m schafft sie es noch, aber danach ist Schluß mit lustig.

Schon einmal ist die Hanseatic im Packeis vor Spitzbergen festgefahren und alle Gäste mußten mit Hubschraubern von Bord geflogen werden.
Hier oben gibt es nur Russische Atom-Eisbrecher und die sind a) weit entfernt von Spitzbergen unterwegs und b) kostet ein Einsatz ein Schweinegeld.

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Am nächsten Morgen waren wir auf dem Weg zum Geirangerfjord


#10



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Die berühmten Wasserfälle im Geirangerfjord, die sieben Schwestern und der Freierwasserfall.

Der Sage nach wollte der Freier eine der der sieben Schwestern heiraten. Er fragte eine nach der anderen, aber alle lehnten.
Daraufhin griff der Freier zur Flasche und wurde zum Trinker. Im Wasserfall kann man die Form einer Flasche sehen.


#11


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#12


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Der Geirangerfjord, er gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist etwa 15 km lang.
Am Ende des Geirangerfjords liegt der kleine Ort Geiranger mit ca. 250 Einwohner

In den Sommermonaten kommen neben den Hurtigruten-Schiffen bis zu 200 Kreuzfahrtschiffe nach Geiranger.
Das bedeutet, daß von Juni bis September mehr als 400000 Touristen den Ort überrollen.
Zu viele, wie die UNESCO meint und hat gefordert die max. Anzahl auf 5000 Touristen pro Tag zu begrenzen.


#13


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Mietsilo auf dem Wasser.
In den Großstädten möchte man in so einer Umgebung nicht tot überrn Zaun hängen wollen.
Hier gehen die Urlauber mit dem Gefühl der großen Freiheit an Bord, werfen die Kohle zur Balkonkabine heraus und überfluten die schönsten Flecken der Welt, verkehrte Welt!
Sorry für die Überheblichkeit.


#14


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Bei diesem Bild sind die berühmten Adlerkehren durch den Riesenpott verdeckt


#15


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In der gleichen Blickrichtung und der gleichen Position die Adlerkehren, mit zwei Schiffen im Vordergrund,
eine davon ist die Nordlys von den Hurtigruten auf der wir von 3 Jahren die Postroute gefahren sind.


#16


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Das lässt wieder auf tolle Nordland/Eisbilder hoffen, Ich begleite dich gerne auf deiner Reise.
Ich bin gespannt, ob Ihr die Umrundung schafft. Wir hatten damals das Glück.
 
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Sorry, kleine Verzögerung, mein DSL Internet hat die Grätsche gemacht und die Trommelkom ist nicht in der Lage, das Problem in den Griff zu bekommen, viele Pappnasen labern am Servicetelefon einen Bullshit, dass einem die Luft wegbleibt, jetzt kommt am Montagnach:mad:mittag ein Techniker raus, mal sehen obs dann weitergeht.:mad:
 
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Die Hafeneinfahrt nach Svolvaer, so eng, dass man fast Blümchen pflücken konnte, wenn welche dort gewesen wären.
Svolvaer ist mit etwa 5000 Einwohnern die größte Stadt auf den Lofoten und ein Verwaltungszentrum.


#24


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Leider konnten wir nicht in den Hauptteil des Hafens einfahren und fest machen, weil dort bereits ein Hurtigruten Schiff lag und die gehen nun mal vor.


#25



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Von Svolvaer war ein Ausflug nach Henningsvaer geplant, ein wunderschön gelegenes Fischerdorf das über mehrere Brücken zu erreichen ist,
Leider meinte es das Wetter nicht so sonderlich gut mit uns, es nieselte still vor sich hin


#25



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Allerdings hatten die Mücken auf die extra Ladung bereits gewartet, blöd wir ich war, hatte ich natürlich vorher keinen Gebrauch von Abwehrwaffen gestartet und so flogen die großen schwarzen
Dinger in die Ohren, Nase, Mund und alle frei anfliegbaren Hautflächen und veranstalteten eine ordentliche Blutparty.

Ausserdem war der Ort voller Touristen, der Parkplatz vor dem kleinen Museum stand voller Wohnwagen mit Kennzeichen aus ganz Europa, ausserdem hatten in Norwegen gerade
die Sommerferien angefangen und dementsprechend waren viele Norweger hier, Gruppen von jungen Menschen sammelten sich in den zahlreichen Restaurationen am Wasser und
sangen leicht bis mittelschwer betüdelt Sauflieder,

Mit einem Wort "Rüdesheim im Norden"


#26




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Der Dorsch, der im Februar/März gefangen und auf großen Gestellen getrocknet wird, war zum größten Teil schon sin die ganze Welt verschickt worden. Von hier kommt der beste
Stockfisch der Welt, besonders beliebt in Portugal und Italien. Die Luft war also nur noch leicht geschwängert vom Geruch des trocknenden Fischs, die Einwohner der Lofoten sagen
"es riecht nach Geld". Ich war mal im Februar dort und ich kann nur sagen, dann riecht es nach richtig viel Geld!


#27



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Der Trollfjord, ein Seitenfjord des Raftsunds, der die Lofoten von den Vesteralen trennt, am Eingang nur 100m breit, rechts und links steigen die Felsen
über 1000m an, am Ende ist er gerade so breit, dass ein kleines Schiff dort auf dem Teller drehen kann.


#28


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#29



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#30



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Es geht zurück zum Raftsund und weiter in Richtung Norden, vorbei an Digermulen.


#31




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Im Jahr 1889, hat der deutsche Kaiser und Norwegen-Freund Wilhelm II. erstmals Digermulen besucht, noch heute feiern die Bewohner dieses
Ereignis und es wird festlich der Wag nachgewandert auf dem der Kaiser bereits gewandert ist.


#32



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#33



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