NIKON erhöht die Preise

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Beim Nikkor 70-200 f/2.8 VRII versucht NIKON schon mal, richtig zuzulangen:
Bis zur vergangenen Woche war es hier im (Hamburger) Einzelhandel für EUR 1.848,00 zu haben - jetzt werden EUR 2.229,00 aufgerufen. Auch bei den großen renommierten Onlineshops bewegen sich die Preise derzeit zwischen EUR 2.199,00 und EUR 2.299,00.
Da das Objektiv schon lange auf meiner Wunschliste stand, habe ich heute in dem Fachgeschäft zugeschlagen, das mit "Preise wie im Internet" wirbt - dieses Unternehmen ist/war bei der Preiserhöhung zögerlich und so habe ich mit EUR 1.898,00 wohl noch ein richtiges "Schnäppchen" gemacht ;)

Wobei sich für mich die Frage stellt, ob der Markt diese bis ca. 25 % "Werterhöhung" annehmen wird - bin gespannt ...

VG
Ralf

P.S.: Wieviel ist ein Nikkor wert ?... mal so hypothetisch als rhetorische Frage in den Raum gestellt

Da hast Du Glück gehabt: Bei FOTO-KOCH 2.199 EURO.

Gruß

Thomas
 
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Das kann ich jetzt mit keinem Argument mehr nachvollziehen.
Wie kann man diesen Anstieg bei fast Jahrzehnte alter Technik rechtfertigen?
Weil der Rohöl Preis um 200% eingebrochen ist? Sollen wir die Asiatische Börsenblase finanzieren? Vielleicht meinen die Japaner wenn schon das ganze Papier nichts mehr wert ist machen wir unsere Produkte zu Gold.
Seltsam das alles.:nixweiss:
 
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Vielleicht weil die guten Objektive immer noch gut funktionieren - und mit den neuen Kameras sogar ein wenig besser... ;-)
Vielleicht will man sich zunehmend als im gewissen Sinne den Markt nachhaltig bedienender Profihersteller positionieren und nicht bei den sekbstmorderischen Zyklen der kompaktknipsen sich selber verramschen...?
 
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Wenn die Nachfrage tatsächlich deutlich einbricht und die Nachfrager auf günstigere Konkurrenzprodukte wechseln, werden die Preise wieder sinken.

Wenn die Nachfrage allerdings nur um 2-3% nachlässt, mit den etwas weniger abgesetzten Einheiten aber 20% Umsatzplus erzielt wird, ist die Welt für Nikon doch völlig in Ordnung, und der Entscheider erhält eine satte Prämie.
 
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euch ist aber schon klar, dass der euro gegenüber dem yen in den letzten jahren über 20 % an wert verloren hat, und es daher nicht die geldgier von nikon, sondern die europäische fiskalpolitik und die reaktion auf die probleme in griechenland sind, die uns preiserhöhungen bei nahezu allen waren bescheren, die nicht in euro abgerechnet werden, nur ein wenig kaschiert von ölpreisverfall?
 
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Wer versteht schon die Globalisierung. Deutsche Landwirte überschwemmen Europa mit Billigfleisch. Aussereuropäische Hersteller können mal eben auf Produkte die schon lange am Markt sind 20% Aufschlag verlangen.
Wenn das so weiter geht dürfen Equipment und sein Eigentümer zusammen in Rente gehen, nach Jahrzehnte langer Abnutzung. :rolleyes:
 
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euch ist aber schon klar, dass der euro gegenüber dem yen in den letzten jahren über 20 % an wert verloren hat, und es daher nicht die geldgier von nikon, sondern die europäische fiskalpolitik und die reaktion auf die probleme in griechenland sind, die uns preiserhöhungen bei nahezu allen waren bescheren, die nicht in euro abgerechnet werden, nur ein wenig kaschiert von ölpreisverfall?

Genau so ist es. Und wir sollten auch nicht vergessen, dass in der Zwischenzeit etliche Objektive deutlich günstiger geworden sind. Immer wieder wird das 2,8/ 70 - 200 erwähnt, welches man bis vor kurzem für unter 1900 € erwerben konnte. Als ich es mir vor fast fünf Jahren gekauft hatte, lautete der Preis 2015 €! :cam:
 
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euch ist aber schon klar, dass der euro gegenüber dem yen in den letzten jahren über 20 % an wert verloren hat, und es daher nicht die geldgier von nikon, sondern die europäische fiskalpolitik und die reaktion auf die probleme in griechenland sind, die uns preiserhöhungen bei nahezu allen waren bescheren, die nicht in euro abgerechnet werden, nur ein wenig kaschiert von ölpreisverfall?

Das sehe ich ganz genau so.

Was für Unternehmen gut sein kann, muss nicht unbedingt für die Verbraucher gelten. Wir zahlen die Zeche für den Euro, so einfach ist das. Und das nicht nur bei den Preisen, sondern auch bei der Altersvorsorge u. s. w.

Gruß

Erich
 
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euch ist aber schon klar, dass der euro gegenüber dem yen in den letzten jahren über 20 % an wert verloren hat, und es daher nicht die geldgier von nikon, sondern die europäische fiskalpolitik und die reaktion auf die probleme in griechenland sind, die uns preiserhöhungen bei nahezu allen waren bescheren, die nicht in euro abgerechnet werden, nur ein wenig kaschiert von ölpreisverfall?

Wenn der Euro 20 % gegenüber dem Yen verloren hätte, dann hättest Du Recht. Demzufolge sollten auch Tamron und Sigma ihre Preise um 20% erhöhen.
Allerdings hat der Euro in den vergangenen fünf Jahren keineswegs 20% gegenüber dem Euro verloren. Vielleicht kann ich aber auch folgenden Chart nicht verstehen:nixweiss:

http://www.finanzen.net/devisen/euro-yen/chart

Hier kann man sehen, dass Nikon auch in Japan die Preise erhöht!
http://nikonrumors.com/wp-content/uploads/2016/01/Nikon-Japan-price-increase.png
 
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Preiserhöhungen sind ja nicht nur vom €/$ oder Yen Kurs abhängig, sondern das Resultat von höheren Kosten (Produktion), zb Material + headcount.
 
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Hmh. habe länger überlegt ob dazu noch ne Meinung notwendig ist. Aber ich wollte halt noch mal darauf hinweisen, dass wir halt in einem Wirtschaftssystem leben, welches bestimmte Phänomene und Verhaltensweise, quasi zwangsläufig, mit sich bringt.

Egal ob das Monopolisierung, rücksichtsloses Ausnutzen von Menschen und Natur oder Kinderarbeit ist. Man will ja sein Ipod, welches unbedingt benötigt wird, möglichst preiswert kaufen. Egoismus ist das Wort, welches unser System am Besten beschreibt, nicht das böse Wort Kapitalismus.

Ein Filmtipp (und Hinweis auf die oben stehende Rezension):

http://www.amazon.de/dp/B0007DBJM8/?tag=netzwfotognik-21

Auch deshalb finde ich es schon fast lächerlich, wenn hier Argumente und Rechtfertigungen für die Preiserhöhung gesucht werden.

Meddi
 
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Preiserhöhungen sind ja nicht nur vom €/$ oder Yen Kurs abhängig, sondern das Resultat von höheren Kosten (Produktion), zb Material + headcount.

..oder von Absatzrückgang (Stückzahlen) in einem gesättigten Markt und man versucht mit den Preisherhöhungen den Ertrag zu halten.
 
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Ach, jetzt endlich verstehe ich das mit Angebot und Nachfrage, bzw. Preis.

Meddi
 
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Warum leckt sich der Hund am ....?

Weil er es kann!

In die Preispolitik fließen übrigens bei weitem nicht nur harte Faktoren wie Wechselkurse oder Produktionspreise ein, sondern durchaus weiche Faktoren wie Marktbeurteilungen etc. Letztendlich redet das Marketing ein gewichtiges Wort mit.

Das schöne ist, dass der Verbraucher da eingreifen kann. Kaufen oder nicht kaufen sind die Instrumente dazu. Kauft niemand mehr wird der Preis angepasst. Oder das Produkt stirbt. Oder der Anbieter verschwindet komplett vom Markt.

Marktwirtschaft eben. Passiert immer und überall unzählige Male.

Der Hobbyist kann entscheiden, ob er es kauft.
Der Profi wird die Ausgabe in seine eigene Kalkulation/Preisgestaltung einbeziehen.


Mich regt das jetzt irgendwie so gar nicht auf.
 
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Hallo,

Preiserhöhungen sind ja nicht nur vom €/$ oder Yen Kurs abhängig, sondern das Resultat von höheren Kosten (Produktion), zb Material + headcount.
normalerweise ist das nicht, oder nur in einem sehr geringen Umfang relevant. Der Kundenpreis richtet sich in erster Linie danach, was der Kunde bereit ist zu zahlen. Er wird so lange nach oben korrigiert, bis sich das auf das gewünschte Geschäftsziel (durch den Einbruch der Nachfrage) negativ auswirkt. Die Materialkosten spielen hier erstmal keine dominierende Rolle.

In einem zweiten Schritt wird natürlich versucht, die Differenz zwischen Kundenpreis und uns den eigenen Kosten für die Herstellung des Produkts möglichst groß zu gestalten. Also versucht man (u. a.) die Materialkosten zu senken. Hat es der Hersteller mit höheren Materialkosten zu tun (weil es einfach nicht anders geht), kann er diese Problem nur sehr eingeschränkt an den Kunden weitergeben, denn dieser zahlt ja schon den für das Unternehmen maximalen wirtschaftlichen Preis. Jede Preiserhöhung würde sich negativ auf das Geschäft auswirken. Also verzichtet der Hersteller auf die Preiserhöhung und nimmt hin, dass er mit dem Produkt weniger erwirtschaftet ... bis hin zur Unwirtschaftlichkeit einzelner Produkte, die dann entweder quer subventioniert oder vom Markt genommen werden müssen. Ausnahmen gibt es beispielsweise dann, wenn mal wieder eine Fabrik in Japan überflutet wurde und eine Ressource weltweit verknappt wurde, so dass der ganze Markt die Preise erhöhen muss. Vor ein paar Jahren konnte man das bei Festplatten beobachten oder mit umgekehrten Vorzeichen gerade bei den Benzinpreisen. Das ist aber meist nur ein temporärer Effekt. Wenn Nikon jetzt die Preise erhöht, dann nicht weil plötzlich Glas Mangelware ist, sondern weil wir alle den höheren Preis gerne zahlen wollen.

Ich glaube, viel haben noch immer die romantische Vorstellung, dass die Hersteller versuchen, das bestmögliche für ihre Kunden heraus zu holen (Kundenpreis, Feature, Nachrüstungen). In Wirklichkeit geht es ihnen vor allem um die Quartalsbilanz und diese sieht nun mal dann gut aus, wenn die Einnahmen hoch und die eigenen Kosten niedrig waren.

Ciao
HaPe
 
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Hallo,
normalerweise ist das nicht, oder nur in einem sehr geringen Umfang relevant.
Ciao
HaPe

Ich kenne den net pofit für die Nikon products nicht, dürften aber auch crosskalkuliert sein, dh es gibt welche mit hoher G-Spanne und bei anderem Product legen sie eher drauf. Nun Hape, da ich selbst seit bald 20 Jahren im Product Marketing, Sales development etc arbeite, u.a auch mehr als 8 Jahre davon als Produktmanager mit weltweiter Mkt Verantwortung für eine PL, brauche ich diesbezüglich keine Nachhilfe, da ich zu der Zeit selbst für das Pricing zuständig war. In meiner Branche ist die Firma Marktführer.

Folgenden Nikon press release habe ich gelesen
"The company cites pressures from increasing costs of raw materials for the price rises, and claims that it has done all it can, to absorb the additional costs itself. It was intended only for the Japanese market" Das hat sich wohl geändert, daher dürfte für die, die noch kaufen wollen/müssen eher der street price interessant sein. Und wie man hört, nehmen die nun auch list. Und genau da wird wohl, wie hier einige prophezeien, u.U der Schuß in die andere Richtung gehen.
 
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Zudem ist es doch sicher so, dass N in seine Qualitätskontrolle investiert hat + Service + diverse Teile durch bessere ersetzt wurden, wg D600/800/750 etc Problemen. Verbesserte Qualität + Service zeigt sich eben auch im Preis. :) So war ich ja auch bereit für die beste Qualität das max. hinzulegen zuletzt, bei meinem letzten Kamerakauf. Ich meine, die wird in Jp selbst sogar gefertigt.
 
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Wenn der Euro 20 % gegenüber dem Yen verloren hätte, dann hättest Du Recht. Demzufolge sollten auch Tamron und Sigma ihre Preise um 20% erhöhen.
Allerdings hat der Euro in den vergangenen fünf Jahren keineswegs 20% gegenüber dem Euro verloren. Vielleicht kann ich aber auch folgenden Chart nicht verstehen:nixweiss:

http://www.finanzen.net/devisen/euro-yen/chart

Hier kann man sehen, dass Nikon auch in Japan die Preise erhöht!
http://nikonrumors.com/wp-content/uploads/2016/01/Nikon-Japan-price-increase.png

yen-kurs am 30.01.12 rd. 100, heute rd. 132
 
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