Nikon D700 und die Pfingstrose

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Hallo Burkard, warum sollte Uni-wb vor Ort nicht einsetzbar sein? Ich mache das die ganze Zeit. Für draußen brauche ich dann allerdings noch meine Houdloupe, sonst erkennt man wirklich nix auf dem Display.
Gruß
Norbert

Hi Norbert,

da sieht man mal wieder, dass oberflächliches Lesen nicht ausreicht. Ich hatte verstanden, dass uniWB eine PC-Applikation ist. Nun habe ich allerdings mal in unserem allwissenden Forum gestöbert und dabei diesen Fred gefunden. Ausführlich ist's hier beschrieben. Muss ich unbedingt ausprobieren. Danke für Deinen Hinweis!

Burkard
 
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Hier mal eine Rose zum vergleich, Habe sie letzes Wochenede bei bestem Sonnenschein mit meinem Nikkor AF 24-85 f2.8-4 in Jpeg - Standart aufgenommen.
Muß dazu sagen das mein Monitor (Chip.de 95pk in der Bildqualität) absolut an seine grensen kommt. Leichte veränderungen im Blickwinkel schwank das Bild von feinstem Detail bis vollig übersteuert.
 
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Noch ne kleine Anmerkung. Das RAW istr auch unscharf. War wohl zu nah dran, so das der Focus nicht stimmt. Aber hier ging es ja um probleme mit Rot.
 
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Hallo Leute
Mit einer Fuji S2,3,5 pro braucht man kein NEF`s um "richtige" Farben zu bekommen. Wenn man keine Vergleichsmöglichkeiten hat, kann man direkt froh sein.
Gruss Martin
 
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Ein schön gelungenes Rot ...... vielleicht gerade deswegen, weil der Rotkanal nicht so überlaufen sein kann, denn Rot ist mit weniger als 50% Flächenanteil vertreten. Das macht sicher einiges aus ;) .......

Gruss

Tchaikovsky
 
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Ein schön gelungenes Rot ...... vielleicht gerade deswegen, weil der Rotkanal nicht so überlaufen sein kann, denn Rot ist mit weniger als 50% Flächenanteil vertreten. Das macht sicher einiges aus ;) .......

Bei der Frage, ob ein Farbkanal überlaufen kann, spielt der Flächenanteil überhaupt keine Rolle. Genauso wie Wasser aus einem 10-Liter-Eimer verschüttet werden kann, aber auch aus einem Schnapsglas. Die Bildwirkung kann aufgrund eines Flächenunterschieds unterschiedlich sein, genauso wie die Wirkung von 10 Liter verschüttetem Wasser natürlich eine andere ist als die von verschüttetem Wasser aus einem Schnapsglas. Aber relativ gesehen ist die Farbverfälschung die gleiche.

Gruss
Suermel
 
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.... also da bin ich jetzt nicht der gleichen Meinung.
Wenn nur EIN Pixel auf dem Sensor mit Rot beschossen wird, kann doch damit kaum der ganze Rotkanal überlaufen, selbst wenn der Wert für diesen einen Pixel weit über 255 liegen würde ..... bei 255 wird eh abgeklemmt .....

Andere Meinungen?

Tchaikovsky
 
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.... also da bin ich jetzt nicht der gleichen Meinung.
Wenn nur EIN Pixel auf dem Sensor mit Rot beschossen wird, kann doch damit kaum der ganze Rotkanal überlaufen, selbst wenn der Wert für diesen einen Pixel weit über 255 liegen würde ..... bei 255 wird eh abgeklemmt .....

Wenn nur ein Tropfen aus einem Wassereimer überläuft, kann man dann sagen, es sei nichts übergelaufen? Ich habe das Gefühl, alle Versuche, Dir das Problem näher zu bringen, sind immer noch erfolglos geblieben.

Gruss
Suermel
 
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Das Erreichen von 255 bezeichnet man aber als "Überlaufen". Ob das für ein Pixel oder für fast alle gilt, ist zunächst einmal kein Unterschied. Aber natürlich ist die nachteilige Wirkung für das Bild um so schlimmer, je mehr Pixel ausgefressen sind.
 
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.... also da bin ich jetzt nicht der gleichen Meinung.
Wenn nur EIN Pixel auf dem Sensor mit Rot beschossen wird, kann doch damit kaum der ganze Rotkanal überlaufen, selbst wenn der Wert für diesen einen Pixel weit über 255 liegen würde ..... bei 255 wird eh abgeklemmt .....

Andere Meinungen?

Tchaikovsky

ist dieser eine pixel dann übergelaufen oder nicht?
das ausfressen eines farbkanals ist doch nicht abhängig von der anzahl der betroffenen pixels.
 
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Wenn nur ein Tropfen aus einem Wassereimer überläuft, kann man dann sagen, es sei nichts übergelaufen? Ich habe das Gefühl, alle Versuche, Dir das Problem näher zu bringen, sind immer noch erfolglos geblieben.

Gruss
Suermel

Dein Ton gefällt mir definitiv nicht!
 
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ist dieser eine pixel dann übergelaufen oder nicht?
das ausfressen eines farbkanals ist doch nicht abhängig von der anzahl der betroffenen pixels.

Vielleicht ist es nicht das Gleiche, ob wir von einem einzelnen Pixel oder vom ganzen Kanal reden?
Und was soll eigentlich 'überlaufen' heissen? Der Wert geht bis 255 und nachher ist fertig, auch wenn noch mehr da wäre.
Geht es vielleicht dabei auch um das Verhältnis zu den anderen Kanälen?
Nehemn wir an es kommt durch die Optik 200/200/400 ..... die je 200 können verarbeitet werden, aber die 400 werden beschnitten auf 255. Nur ist jetzt das Verhältnis der Farb-Anteile anders geworden und somit hat sich der Gesamt-Eindruck des Bildes auch verändert ...... oder nicht?
 
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.... also da bin ich jetzt nicht der gleichen Meinung.
Wenn nur EIN Pixel auf dem Sensor mit Rot beschossen wird, kann doch damit kaum der ganze Rotkanal überlaufen, selbst wenn der Wert für diesen einen Pixel weit über 255 liegen würde ..... bei 255 wird eh abgeklemmt .....

Andere Meinungen?

Tchaikovsky

Hmm Tchaikovsky,

ich glaube kaum, dass sich die Physik eines Bildsensors von Meinungen beeindrucken lässt :winkgrin: Wenn ich richtig informiert bin, ist es doch so, dass jedes Pixel im CMOS-Sensor einer D700 laut Datenblatt eine full-well capacity von etwa 65.000 Elektronen hat. Mehr auf dem Sensor einschlagende Photonen können einfach nicht mehr in Elektron-Loch-Paare umgewandelt werden. Aus diesen maximal 65.000 Elektronen werden nach Analog-Digital-Wandlung je nach Wandlungstiefe (12 oder 14 Bits) 4096 oder 16.384 diskrete Tonwerte, die zusammen mit den übrigen zwölf Millionen anderen Pixeln im NEF-File abgespeichert werden.

Dann kommt der RAW-Converter (entweder in der Kamera oder im des PCs) und erzeugt aus den RAW-Daten mit Hilfe des Demosaicing-Algorithmus sowie der mitgelieferten Information über den Bayer-Filter, der Farbtemperatur und diversen anderen vom Nutzer einstellbarer Parameter die Farbkanäle R, G und B mit jeweils 256 diskreten Tonwerten. Der ganze Krempel wird noch an der Gammakurve gespiegelt, komprimiert und als JPG-File abgespeichert oder am Bildschirm betrachtet. Je nach Ausgangsmaterial und eingestellten Parametern für die JPG-Konvertierung kann es dabei passieren, dass einzelne RGB-Pixel den Wert 255 bekommen. Wenn das mit den Pixeln einer größeren Fläche passiert, ist auf dem resultierenden Bild keine Zeichnung mehr zu sehen. Somit ist der Wert von 255 ein guter Indikator dafür, dass hier etwas passiert ist, das der Fotograf nicht wollte. Deshalb zeigt Dir die D700 diese Flächen auf dem kamerainternen Monitor auf Wunsch blinkend an. Diese Warnung ist, wenn sie denn in einem bildrelevanten Bereich liegt, ein guter Hinweis darauf, die Aufnahme mit weniger Belichtung zu wiederholen.

Wenn nun sehr viele Pixel eines RGB-Kanals ausgefressen sind, erscheinen in Relation zu diesem Kanal die anderen - mit keinen oder weniger ausgefressenen Pixeln - zu hell, so dass der Betrachter den Eindruck von Farbverschiebungen hat.

hope it helps
Burkard
 
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Ich glaube die Probleme mit der Farbe Rot sind nicht bei der D700 zu suchen, sondern beim Monitor. Ich habe das 2. Bild mal so vergrößert, das nur noch die rote Blühte zu sehen ist. Der Moinitor war wie beim ersten Bild sichtlich übervordert. Es könnten auch die eigenen Augen sein die bei sehr intensiven Rot über einen Monitir übervordert sind.
Werde die Problematik auf jeden fall mal im Auge behalten.
 
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Hallo Tchaikovsky,

ich hatte zu Beginn mit meiner D300 ähnliche Probleme mit der Farbe Rot.
Dass diese Farbe für eine DSLR ein Problem zu sein scheint, bestätigen ja einige hier. Trotzdem kann man (bzw. eine NIKON ;)) diese Herausforderung bewältigen.

Ich denke, es liegt an den Einstellungen der Kamera:
folgendes (Test)bild gibt das Rot der Rose sehr genau wieder. (D300, JPG fine, Nikkor 16-85, WB auf Sonne, Spotmessung, D2XMODE (Scharfzeichnung +7, Aktives D-Lighting normal, Farbsättigung automatisch, Farbton 0))
Hab' allerdings ein wenig probieren müssen. :)

Als Monitor würde ich auf alle Fälle ein Gerät mit Full HD Auflösung verwenden.

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Naja, da sind trotzdem einige Stellen der Rose im Rotkanal überbelichtet.

Das mit dem uniWB klingt interessant…
 
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Bevor jetzt hier alles durcheinandergerät: Wir sprechen offensichtlich von verschiedenen Bildern und deren möglichem Qualitätsverlust durch den Einsatz von Technik in der Übertragungskette:

(1) Was unsere Augen (individuell, von Person zu Person verschieden) sehen

(2) Was unsere Kamera aufnimmt

(3) Was unser Monitor darstellt (und unsere Augen sehen)

(4) Was der Drucker unseres Vertrauens zu Papier bringt (und unsere Augen sehen)

Alle vier Bilder unterscheiden sich zwangsläufig. Um die Unterschiede einigermaßen vorhersehbar zu machen, gibt's für jedes technische Gerät in der Übertragungskette ein Farbprofil, mit dem die aus (2) im Computer erzeugten Daten für (3) und (4) transformiert werden. Allerdings kann auch das beste Farbmanagement nichts an den Möglichkeiten des jeweiligen Geräts (Kontrastumfang, Gamut) ändern.

Das berühmte Rot der Pfingstrose wird also in (3) und (4) garantiert nicht so schön aussehen wie in (1). Wir können uns allerdings durch sorgfältiges Arbeiten in (2) qualitativ ordentliche sowie sorgfältig kalibrierte und profilierte Endgeräte für (3) und (4) dem visuellen Eindruck von (1) annähern.

Viel Glück dabei :D
Burkard
 
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