Meine Zauberflöte in Bildern ...

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Sehr schön gesehen Teils sind die Verknüpfungen mit Mozart und seiner Zauberflöte schwer zu erkennen, aber die Bilder haben oft etwas Märchenhaftes von daher passen die meisten ganz gut!
Das sagt einer der als Seitenmeister bei mindestens 20 Zauberflöten auf der Bühne stand an der Oper in Zürich die Inszenierung mit Jean - Pierre Ponelle selber ca. 2 mal von vorne angeschaut!

Gruss Armin
 
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Danke Armin für deine Worte. :):up:
Und etwas eifersüchtig bin ich schon, konntest Du als Seitenmeister so oft das Singspiel mitverfolgen ... ;)

Morgen. Der frühe Morgen ist in allen Jahreszeiten meine Zeit der Ruhe, der Entspannung und des sich Sammelns. Und jeder Morgen ist anders. Wie heute...

Nichts Schweres liegt in der Luft bei mir. Constanze weilt in der Kur und Europa ist hat schwere Zeiten hinter sich ...

Nebel verdeckt vieles, Nebel lässt die Landschaft rätselhaft erscheinen. Meine Zauberflöte bleibt mir wohl ewig rätselhaft ...


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Der Nebel lichtet sich für einen Moment um kurze Zeit später wieder dichter zu werden. Die Zeit um 1791 brachte den Menschen in Europa viel Neues. Alte Sachen wurden über Bord geworfen, neue entstanden.

Und genau in dieser unruhigen Zeit war das Bedürfnis nach Geschichten, nach Märchen, nach Fantasie besonders gross. Und irgend wie kenne ich das ...

Irgendwie ist mir der heutige Nebel so vorgekommen, als ob sich die Rauchwolken der vergangenen Kriege lichten ...


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Gut und Böse wechseln sich ab. Die gute und die böse Mutter, der gute und der böse Herrscher. Ein Spiel.

Manchmal geht sie mir zu nahe, die Zauberflöte. Und ich geniesse diese Blicke. Die ruhenden Kühe am Morgen ...


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Und etwas eifersüchtig bin ich schon, konntest Du als Seitenmeister so oft das Singspiel mitverfolgen ...

Ja ich weiss die momentane Statistik nicht aber zu meiner Zeit an der Oper war die Zauberflöte Weltweit mit abstand die meist gespielte Oper, dieses schön vertonte Märchen von Schikaneder mit der Musik vom Wolferl!
Ja ich habe sie wirklich oft gehört mindestens 20 mal eher mehr in meinen ca 8 Jahren an der Oper! Und ich habe bewusst die verschiedenen Besetzungen mir reingezogen! Vor ca. 30 Jahren war die beste Königin der Nacht die exzellente Edita Gruberova leider hat sie nur selten in Zürich die Zauberflöte gemacht, aber wenn dann sind mir sämtliche Nackenhaare aufgestanden!
Legendär war aber auch ihr Rigoletto und auch ganz besonders die Lucia di Lammermoor, da ist man mit ihr auf der Bühne gestorben!

Gut habe ich die Königin der Nacht mit der Edita auf Schallplatte absolut unvergesslich Hammermässig!

LG Armin
 
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Danke Armin und ich mag es Dir natürlich von Herzen gönnen, konntest Du so viele Male live dabei sein ... :)

Ich merke schon, dass ich nicht weg komme von dieser wunderschönen Sarastro-Arie, O Isis und Osiris...

Es schein mir wie ein Gebet zu sein, welches so vieles einschliesst an Hoffnung, an Zuversicht und gleichzeitig an Menschsein. Und diese wunderbare Wiederholung des Chores, leise und sanft begleitet von der Musik ...

Sanft erlebte ich auch den heutigen Morgen. Einmal mehr...


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Oft reicht mir ein Blick an den Himmel. Ich mag wolkenbehangenen Himmel viel mehr als durchgehendes Blau.

Wolken bilden Formen und lassen die Farben spielen. Und ich fühle mich dann oft wie wenn ich einem Maler beim malen zusehen würde ...

Oft erkenne ich Figuren und Konstrukte, oft bin ich einfach fasziniert von dem, was sich am Himmel oben bildet ...

Jene Faszination hält auch bei der Zauberflöte an: so kommt sie auch im zweiten Akt deutlich daher, wenn man einfach hinhört. Aber je mehr man sich mit ihr beschäftigt, desto mehr Fragen tun sich auf. Wer ist Sarastro, wer ist Tamino ...? Und ich habe mich in all den Jahren in Eindeutigkeit und Klarheit gehütet. Gerade weil ich heute Morgen wiederum keine Prognose abgeben kann, ob es heute nun regnen wird oder nicht ...


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Ein - gelinde gesagt - nerviger Morgen. Um ein Uhr habe ich das Büro verlassen, *** zu Mittag und ging mit den Hunden ...

Über Emotionen spreche ich gar nicht, das ist mein Job, über Verstand schon, aber da gehen die Meinungen weit auseinander...

Noch scheint der Herrscher des Tempels eine böse Figur zu sein, doch langsam beginnt dieses aufgebaute Bild zu bröckeln. Mozart macht musikalisch schon Andeutungen, wie die Wolken ...


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Wohin ich schaue: Andeutungen, und doch weiss ich noch nicht, ob nun die gewitterartigen Stürme und Regenschauer kommen....

Ich weiss es auch nicht bei der Zauberflöte, aber die Bilder beginnen zu wanken. Es ist wie in "Comedia del Arte", jene Figuren des Richters und des Pfarrers und des Lehrers. Gefangen in ihren Rollen, aber es sagt noch nichts darüber aus, ob sie nun gut oder schlecht sind ....


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Bilder machen von Menschen. Als Kind ist man dem ausgesetzt. Mozart spielt mit dem ebenfalls. Die Guten, die Schlechten, heute die Linken und die Rechten und die Oberen und die Unteren. Zu Mozarts Zeit war das nicht anders. Viel gelernt haben wir immer noch nicht.

Als Kind hat mich das verwirrt, so wie mich da heute auch verwirrt. Die Frage an die Wolken ist nicht, wer seid ihr und lasst ihr es regnen. Es ist vielmehr die Frage, was sie in diesem Moment bedeuten.


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Mozart geht einen Schritt weiter. Er verpackt alles in ein Spiel. Obrigkeiten kommen gut wie schlecht weg, man ist hin und her gerissen zwischen den eigenen Vorstellungen und dem, was wir serviert bekommen.

Die Geschichte ist eindeutig, die Musik oft diametral...so wie die Wolken. Eigentlich sollte es, aber es tut nicht ....


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Es ist der zweite Akte des Singspiel, der langsam mit der bequemen Auffassung von Gut und Böse aufräumt. Nur langsam. Und Mozart spielt, so wie er immer gespielt hat: als Kind und als Erwachsener. Und nicht nur Klavier und Geige. Auch Glücksspiele ...

Und so traurig es in Wirklichkeit war für ihn, seine Frau und seine Kinder, vielleicht musste er deshalb die Zauberflöte schreiben. Um letztlich seine eigene Unvollständigkeit greifbar zu machen ...

Und so gibt es Momente, da empfinde ich die Zauberflöte erschütternd ...


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Es scheint so, dass ich vom Himmel lebe. Noch sah ich das grelle Orange am Himmel als ich aufstand. Doch als ich draussen war, hat sich der Himmel geschlossen.

Tamino will sterben für seine Pamina, Papageno findet das alles sehr anmassend. Die Rollen beginnen zu kippen, Tamino schweigt eisern, und Papageno plappert ...

Das Licht veränderte sich heute Morgen auch. Schritt um Schritt ging ich, langsam und jedesmal wenn ich den Kopf hob und nach oben guckte, war es anders....


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Und ich wurde beobachtet in meinem tun. Ich war von Interesse, nicht der Himmel, nicht die Wolken.

Irgendwie erschien mir die Katze wie die drei Knaben, die vermeintlich nur zuschauen und dann eingreifen, wenn wieder einmal mehr Not am Mann oder an der Frau ist ...


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Die sternflammende Königin, heisst es in der Zauberflöte ...
"Sternflammend" ist dieser Moment nicht ... aber es könnte sein, dass sich die Königin der Nacht hinter dieser Kulisse versteckt ...


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Es erschliesst es mir nicht ganz, was Mozart zur Komposition zur Zauberflöte bewegt hat. Einerseits spielt seine Liebe zum Theater eine Rolle, andererseits jene Leitsätze der Loge.

Und doch kannte er Schikaneder schon lange. Oft ging er in sein Theater, amüsierte sich und war begeistert.

Man kann Motive auch so sehen: unscharf, skurril und abstrakt. Und man kann rätseln darüber, warum man stehen geblieben ist und es fotografiert hat ...


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Wenn ich in die Zauberflöte steige, dann erscheint mir alles märchenhaft zu sein. Sie gilt ja auch als Märchen. Ein Märchen ist etwas Unwahres. Nun, was ist Wahrheit.

Wir schleudern diesen Begriff inflationär in der Welt herum als ob jeder die Wahrheit kennen würde ...

Auch dieses Bild ist nicht Wahrheit. Es ist ein Moment. Ein Eindruck. Ein Bild einer Begegnung, am morgen früh ....


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