Linux läuft auf Macbook schneller als Yosemite

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Mir ist meine Lebenszeit zu schade für Bastelsysteme und heterogene Benutzerschnittstelle.
Außerdem ist mir seit den letzten Sicherheitsproblemfällen klar geworden dass Opensource ein wesentliche Träger für Trojaner ist.

In so fern, geschätzter Shovelhead, sind mir ein paar Prozente gemessene Systemperformanz nicht so wichtig wie ein rundum funktionierendes System, wofür sich zudem ein Hersteller richtig verantwortlich fühlt und auch solchen Support leistet.
 
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...
Ich würde ernsthaft gerne mal eine für mich wirklich brauchbare Alternative für OS X sehen aber alle Windows- und Linuxversionen, die ich kenne, erinnern mich alle zu sehr noch an alte Zeiten, in denen ich noch intensiv an Computern herumschraubte und in der Registry herumwerkelte, um irgendwelche Dinge zum Laufen zu bringen. ...

Es ist relativ einfach im "geschlossenen System" zu arbeiten. ;) BTW: An den Dells bei mir habe ich mit Sicherheit trotz vorgenommener Hardwareänderungen seit 2009 nichts mehr "gebastelt". Läuft alles. Win7 grundsätzlich, aber auch Win8.1 :eek::eek:
 
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Mir ist meine Lebenszeit zu schade für Bastelsysteme und heterogene Benutzerschnittstelle .... In so fern, geschätzter Shovelhead, sind mir ein paar Prozente gemessene Systemperformanz nicht so wichtig wie ein rundum funktionierendes System.

Du implizierst, dass ein Linux Desktop nicht ohne Bastelei läuft. Das ist natürlich Unfug und zeigt, wie wenig du in den letzten Jahren damit gearbeitet hast.

Wenn du allerdings "Look and Feel" irgendeines Desktops als Standard setzt, musst du an allen anderen Systemen ewig herumbasteln, bis du zufrieden bist. Das müsste ich aber auch, wenn ich wollte, dass OS-X oder Win XY endlich wie XfCE funktionieren. Und die Chancen stehen eher schlecht, dass das klappt.


Außerdem ist mir seit den letzten Sicherheitsproblemfällen klar geworden dass Opensource ein wesentliche Träger für Trojaner ist.

Richtig ist, dass Open Source Software die Möglichkeit bietet, sie zu verändern. Sie ist dokumentiert und daher ist der Code auch für "Die Bösen" zugänglich und kann von ihnen mit Schadsoftware verseucht werden. Besonders populäre OS Lösungen (zB Firefox) werden da natürlich besonders gern zum Transporter umgestrickt. Man erreicht einfach eine phänomenale Verbreitung.

Nehmen wir mal an, ich befinde mich auf der (aus der Stromberg TV-Serie bekannten) Webseite "Russenschlampen.de" Unabhängig davon, wie ich dort hin gekommen bin, wäre es meiner Meinung nach fahrlässig, ausgerechnet von dort aus einem Link "download Firefox here" zu folgen. Da setzt bei mir der gleiche Reflex ein, der mich auch davon abhält, bei einem schlecht rasierten Typen mit langem Mantel hinterm Bahnhof eine Markenuhr zu kaufen.

Repos, hinter denen ein Maintainer steht, sind hingegen erstaunlich sicher. Infiltrationen sind deutlich seltener, als bekannte Sicherheitslücken in kommerziellen Systemen.

Und mir käme es NIEMALS in den Sinn, einem Unternehmen via DRM die Hoheit über meine Daten zu überlassen. So dumm kann ich mich nicht saufen.

http://www.bbc.com/news/technology-30328309
http://www.focus.de/digital/compute...fenbar-fremde-musik-von-ipods_id_4324278.html

Die Aufhebung der Beschränkung der Maximalzahl von Übertragungen auf Speichermedien, mit der Apple bezahlte Dateien nach einiger Zeit obsolet gemacht hat, musste auch erst vor Gericht durchgesetzt werden.

Wie kann man sich sehenden Auges in die Hände von solchen Typen begeben? Mir vollkommen unverständlich, aber das ist hier gar nicht das Thema.

Die Technik ist auch noch hinten dran... darum geht's
 
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Welche Technik? Du meinst das Betriebssystem an sich? Oder die verwendete Hardware?

Zum 1.: Continuity, Handoff, etc.?

Zum 2.: iMac 5K?
 
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Du implizierst, dass ein Linux Desktop nicht ohne Bastelei läuft. Das ist natürlich Unfug und zeigt, wie wenig du in den letzten Jahren damit gearbeitet hast.

Der Linux-Desktop läßt sich ohne Bastelei gar nicht erst installieren. Das ist das Problem. Du behauptest immer, Deine 12-jährige Tochter hätte ihr Linux selbst installiert. Abgesehen, davon, daß ich das Deiner Tochter genau so wenig zutraue, wie den meisten Leuten, die noch gar nicht wissen, was ein ISO-Image ist und wie man damit umgeht (was den meisten 12-Jährigen noch fremd ist, weil nicht jeder Papi Programmierer ist), hättest Du ihr das ganz sicher nicht gestattet, daß sie einen Rechner in Deinem Haushalt selbst frickelt. Das macht Papi, sonst keiner. ;)

Ich hab vor einer Woche, rein aus Interesse, versucht, ein Linux (2.6 xenU x86 64Bit) in meiner ohnehin vorhandenen VirtualBox (von Oracle, wo ich schon ein Windows7 als Gastsystem laufen habe) zu installieren. Du bist Programmierer, da ist es verständlich, daß Du so was brauchst. Für den normalen User ist das ohne googlen und YouTube Tutorials wahrscheinlich nicht zu packen.

Also hab ich dann noch mal mit YouTube Hilfe ein Ubuntu installiert. Dank 1:1 vorgekaut ging es dann. Aber gebracht hat es nicht viel. Ich hab jetzt Linux aber wofür? Kommerzielle Programme sind dort weitgehend verpönt und eigentlich hat man ja schon alles, was man so braucht. Unter OS X laufen bei mir gleich drei Office-Programme (Apple iWork, MS Office for Mac und OpenOffice).

Aber ganz ohne Terminal geht bei Linux nichts (Treiber kompilieren etc.), anders als bei OS X.

Wenn du allerdings "Look and Feel" irgendeines Desktops als Standard setzt, musst du an allen anderen Systemen ewig herumbasteln, bis du zufrieden bist. Das müsste ich aber auch, wenn ich wollte, dass OS-X oder Win XY endlich wie XfCE funktionieren. Und die Chancen stehen eher schlecht, dass das klappt.

Windows ist ein Mac OS Clone (war es von Anfang an), was das Look and Feel angeht. Deshalb ist der Umstieg von einem zum anderen System nicht schwer. Lediglich ein paar wenige Tastenkombinationen sind anders (Command, statt Steuerung, das @ auf der L-Taste, statt auf Q, etc.)
Linux ist auch nicht wesentlich anders, zumindest nicht an der Oberfläche (auch sehr stark OS X inspiriert).

Richtig ist, dass Open Source Software die Möglichkeit bietet, sie zu verändern. Sie ist dokumentiert und daher ist der Code auch für "Die Bösen" zugänglich und kann von ihnen mit Schadsoftware verseucht werden. Besonders populäre OS Lösungen (zB Firefox) werden da natürlich besonders gern zum Transporter umgestrickt. Man erreicht einfach eine phänomenale Verbreitung.

Eben!

Nehmen wir mal an, ich befinde mich auf der (aus der Stromberg TV-Serie bekannten) Webseite "Russenschlampen.de" Unabhängig davon, wie ich dort hin gekommen bin, wäre es meiner Meinung nach fahrlässig, ausgerechnet von dort aus einem Link "download Firefox here" zu folgen. Da setzt bei mir der gleiche Reflex ein, der mich auch davon abhält, bei einem schlecht rasierten Typen mit langem Mantel hinterm Bahnhof eine Markenuhr zu kaufen.

Nicht jede verseuchte Version ist so leicht zu identifizieren. Und es gibt hunderte oder tausende davon.

Repos, hinter denen ein Maintainer steht, sind hingegen erstaunlich sicher. Infiltrationen sind deutlich seltener, als bekannte Sicherheitslücken in kommerziellen Systemen.

Was sind Repos und Maintainer? Ich kann mir was aus diesen Wortschnippseln zusammen reimen aber das ist schon der Fachjargon des App-Developers.

Und mir käme es NIEMALS in den Sinn, einem Unternehmen via DRM die Hoheit über meine Daten zu überlassen. So dumm kann ich mich nicht saufen.

http://www.bbc.com/news/technology-30328309
http://www.focus.de/digital/compute...fenbar-fremde-musik-von-ipods_id_4324278.html

Die Aufhebung der Beschränkung der Maximalzahl von Übertragungen auf Speichermedien, mit der Apple bezahlte Dateien nach einiger Zeit obsolet gemacht hat, musste auch erst vor Gericht durchgesetzt werden.

Wie kann man sich sehenden Auges in die Hände von solchen Typen begeben? Mir vollkommen unverständlich, aber das ist hier gar nicht das Thema.

iTunes war der erste kommerzielle und erfolgreiche Online-Music-Store und die Spielregeln dafür hat nicht Apple aufgestellt, sondern die Major-Lables der Musikbranche. DRM wurde auf deren Zwang hin eingeführt und Apple hat sich dann erfolgreich dagegen gewehrt, so daß es wieder abgeschafft wurde.

Die Technik ist auch noch hinten dran... darum geht's

Das ist allein Deine Ansicht und basiert allein auf der Annahme, daß Hardware vorrangig dazu da ist, einen Benchmark-Rekord zu erringen, den morgen wieder ein anderer reißt und in drei Monaten ist dein schnelles System wieder hoffnungslos veraltet. Apple legt auch Wert auf leise Rechner, stabile Systeme und sichere Speicherverwaltung (Sandboxing).

Unterm Strich bleibt Linux eine kostenlose Alternative zu zwei bereits seit vielen Jahren etablierten Betriebssystemen, ohne daß es wirklich neue Akzente setzen kann. Nur die Software-Verfügbarkeit ist sichtbar geringer. Bei Büronutzung ist das OK, wer beruflich mehr benötigt, wird bei den beiden anderen eher fündig.
 
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Letztes Jahr hatte ich die Idee meinem Sohn einen PC
hinzustellen, damit er sich ein bischen mit Linux beschäftigt.
Der Core2Duo PC lief unter XP einwandfrei.
1x Linux Derivat hat sich mehrfach beim installieren aufgehängt.
Bei 2 anderen Linux Derivaten
haben wir es später nicht fertig gebracht einen WLAN Stick aus einer Auswahl
von 3en zum laufen zu kriegen.
Suse Linux war dabei, die anderen weiss ich nicht mehr Redhat vermutlich
Damit war das Thema dann erstmal beerdigt.
Aber liegt vielleicht daran dass ich´s mit IT nicht so habe....

Weder zu den Sticks noch zu den Fehlermeldungen ( die ich inzwischen vergessen habe ) fand ich damals Hilfe im Internet.

Nein ich finde solche Linux-Projekte wie in der Stadtverwaltung München Klasse,
würde mir mehr davon wünschen und fände es schade wenn das in München wieder beerdigt werden sollte.
Ich freue mich immer wenn Microsoft und andere marktbeherrschenden Unternehmen was auf die Füße geschmissen kriegen.

Aber die Vorteile im Heimbereich sehe ich bestenfalls in den gesparten Betriebssytemkosten.
Bei der Anwendersoftware gibt es auch unter Windows genügend kostenlose Alternativen.
Im gewerblichen Bereich kann Linux ebenfalls nur eingeschränkt empfohlen werden.
Es gibt einfach zuviele Programme die je nach Branche keine passende Alternative haben.

Da kann man noch so sehr Linux Fan sein, es ist nicht nur die Trägheit der Anwender
warum bestimmte Systeme in den Büros ihre übergroßen Marktanteile haben.
Die Geschichte vom bald kommenden Linux/Unix kenne ich seit bald 30 Jahren.

Schön war auch die Marktpräsentation von Univel 1991.
Was für tolle Geschichten hat man in München erzaehlt.
Und wenn sie nicht gestorben sind...

Gruß
Jürgen
 
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Der Linux-Desktop läßt sich ohne Bastelei gar nicht erst installieren. Das ist das Problem...

Sorry, aber das stimmt einfach nicht. Ich habe nun wirklich keinen Plan von Technik. Es war erst Thema in einem anderen Thread, dass ich lieber per Auge kalibriere, als dann mit einem Messgerät nicht zu wissen, was zu tun ist, weil die Farben auf dem selben System, in verschieden Programmen, verschieden angezeigt werden. Aber Linux habe selbst ich auf einer zweiten Festplatte, ohne Plan von was zu haben, installiert bekommen.

Linux Mint hatte ich gewählt, weil es die Treiber mitbringt. Und das ist nicht nur Propaganda, sonder ich habe kürzlich eine neue Grafikkarte in meinem PC eingebaut und während ich bei Windows die Treiber downloaden und installieren musste, weil die Auflösung, ohne Treiber, gefühlte 4x4 Pixel betrug, habe ich mir gedacht, machste das Bei Linux auch gleich. Aber nix da. Hochgefahren und alles schon fertig.

Der wirklich große Nachteil von Linux ist für mich, dass PS nicht drauf läuft und Gimp kann nun mal kein 16 bit. Ich behalte Linux aber im Auge. Warum? Auch Windows arbeitet fieberhaft an einem Mietmodel. Da können sie dann, wie bei Adobe, alle einmal kräftig meckern, aber sie werden es bezahlen. Ich allerdings nicht. Ich hoffe inständig, das Linux mit Gimp in die Puschen kommt und dann schaue ich Windows10 ff. gelassen entgegen. Mac ist für mich kein Thema. Ich gehe mein Wasser ja auch nicht in der Apotheke kaufen.
 
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Die quasi Monopolstellung und damit Marktmacht einiger IT Anbieter in Ihren
jeweiligen Kerngeschäften ist tatsächlich beängstigend.
Darum mag ich weder Microsoft, noch Apple, noch Adobe, noch Autodesk, noch Google,
noch Intel und wie sie alle heisen.

Ich nutze sie, weil sie mir in der jeweiligen Nutzung
am wenigsten Schmerzen bereiten.

Da wäre etwas mehr Konkurrenz auch durch Linux und Open Source sehr sehr wünschenswert. An der Gesamtsituation hat sich in den letzten 30 Jahren
aber nicht wirklich etwas verändert.

Und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht daran, dass da sich etwas in
absehbarer Zeit verändern wird.

Schade eigentlich.
 
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[MENTION=72773]Flat D[/MENTION] : zunächst mal bin ich gottlob kein Programmierer. Und wer mit 35 noch vom Programmieren lebt (ich bin knapp 50), sollte sich gleich einsargen lassen. Ich habe fälschlicherweise Versicherungsmichmal gelernt und dann mein anschliessendes Studium der Ingenieurinformatik mit Diplom abgeschlossen. Das hilft mir in meinem heutigen Job aber überhaupt nicht. In deiner langen und ausführlichen Antwort sind einige sachliche Fehler, die gern wiederholt werden, dadurch aber nicht an Wahrheitgehalt gewinnen. Ich werde mir Zeit nehmen, und Einiges erklären:

Anfänglich ist MS sicherlich auf den Macintosh-Zug aufgesprungen, als sie mit Windows 1 und 2 (in Farbe!) auch irgendwie mit Maus und aufpoppenden Fenstern herummachen wollten. Das ganze leitet sich von der LISA ab, und zu diesem Zeitpunkt hatte Apple mit dem genialen Chefingenieur Steve Wozniak auch keinerlei Probleme zuzugeben, dass die Idee der Maussteuerung tatsächlich von der Xerox Company entwickelt und vorgestellt wurde.

Der ursprüngliche, kleine Mac mit dem Motorola 68k Prozessor und seinem erbärmlich winzigen Bildschirm war zwar eine Design-Ikone, hat Apple aber quasi umgebracht. Deshalb musste Jobs auch (1987 ?) gehen, wohingegen "The Woz" weiter an neuer Technik gearbeitet hat.

Intermezzo NeXT, der neuen Super-Duper Gesellschaft von Jobs. Er wollte quasi das Geschäft von DEQ, SUN oder IBM A/S Maschinen angreifen und Unix Maschinen mit prickelndem Design verkaufen. Entwickelt wurde dazu ein graphischer Aufsatz auf einem freien, Open-Source Unix namens Free-BSD (Berkeley Software Distribution) - um es ganz klar zu sagen: die freie Unix Version der Universität in der Volksrepublik Berkeley ist das Betriebsystem. Darauf wurde ein Klickibunti gefummelt und fertig ist/war NeXTstep. Diese OS war so erbärmlich hässlich, dass es kaum zu beschreiben ist:

http://www.inventinginteractive.com/wp-content/uploads/2010/12/next.jpg

NeXT ging voll vor die Wand. Ich müsste nachschlagen, aber aus dem Kopf würde ich sagen, dass die keine 1000 Rechner verkauft haben, dann war die Klitsche wieder hin. Woz hatte zu diesem Zeitpunkt (späte 90er) Apple längst verlassen und Jobs brachte bei seiner Rückkehr NeXTstep mit, welches heute OS-X heisst. Mit dem Auslaufen der Produktion der Motorola 68k Serie (Power PC) stellte Apple dann auch endgültig auf "branchenübliche" PC Hardware um.

Linux ist ein Unix Derivat (wie BSD auch) und darauf lassen sich seit 1994/1995 eine Reihe graphischer Oberflächen aufsetzen, damit es mehr oder weniger bunt aussieht und man eine Maus über den Bildschirm schubsen kann. Unter der Haube sehen sich die Systeme teils erschreckend ähnlich, und sowohl Linux wie viele andere Unices können mit dem GNU Befehlssatz gesteuert werden. An dieser Stelle sollte ich auch die Frage nach den Repositorien aufgreifen, denn auch hier herrsch Einigkeit: das sind die offiziell freigegebenen Software Quellen, und sie entsprechen beim Mac den "Ports". Werden solche Quellen von einem erfahrenen Maintainer (ich will das mal falsch mit "Verwalter und Aufseher" übersetzen) gewartet, so sind diese sicher. Hier kommt nur rein, was wirklich haargenau überprüft und getestet wurde. Bei Apple und RedHat sind es Unternehmensabteilungen, die über Aufnahme und Freigabe entscheiden, bei debian ist dies ein Komitee von sehr erfahrenen Programmierern und Ingenieuren, die teilweise genau dafür von ihren Arbeitgebern freigestellt wurden. Wenn IBM zum Beispiel eine Milliarde USD in Linux investiert, dann geht ja nicht Herr IBM zu Herrn Linux und drückt dem einen Koffer in die Hand. Vielmehr heisst das, dass IBM zB. eine Abteilung von 1000 Leuten schafft, die komplett in der Linux Infrastruktur arbeiten sollen, und deren Ergebnis 100% gemeinfrei gestellt wird.

1000 Mitarbeiter kosten 6.000.000 Dollar im Monat - mal 12 plus Material, Infrastruktur, Räume, Strom und Weihnachtsfeier: 100 Mio USD im Jahr (wir wollen nicht kleinlich sein). Wenn sie das zehn Jahre lang machen, ist die Milliarde weg. Zwei oder 12% davon sind Maintainer. Man darf also nicht glauben, dass Linux (oder Open-Source Software überhaupt) nur von ungewaschenen und übergewichtigen Spinnern mit lächerlich dicken Brillengläsern in zugemüllten Studentenbuden entwickelt wird. Zu allermeist sind das ungewaschene und übergewichtige Spinner mit lächerlich dicken Brillengläsern in hell erleuchteten Büroetagen, und die werden typischerweise branchenüblich und von einem der Giganten bezahlt. Bevor SUN (Stanford University Network, mitgegründet vom Deutschen Andreas von Bechtolsheim, als dieser noch in Stanford studierte) von Oracle übernommen wurde, hat zB. SUN 20 Gehälter für die Weiterentwicklung von Open-Office gezahlt. Die Jungs in Hamburg (Open Office basierte auf Star Office von der deutschen "Star Division") sind komplett entlassen worden, als Larry Ellison Sun geschluckt hat.

Back to Entertainment: es gibt für Unices (Unix-Mehrzahl) graphische Oberflächen, die sich im Look&Feel an Windows orientieren (KDE - http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cf/Screenshot_of_KDE_4.3.png)
oder die sich an Leute wenden, die die Apple Optik schätzen (XfCE mit X Panel - https://tux93.org/files/screenshots/steam_05.12.12.jpg)
und es gibt elegante Lösungen ohne solche Bezüge, wie zB. E18 https://www.enlightenment.org/ss/e-535d29397bc8c7.63688520.jpg
oder Unity http://3.bp.blogspot.com/_lh7jyvHkwS4/TOgD3FbtWRI/AAAAAAAAA_o/xlEEK8IitCk/s1600/unity+settings.png
und natürlich Gnome http://static.micahcarrick.com/media/images/gnome3-taskbar/MGSE-gnome3-taskbar.png

Jede diser Desktop Umgebungen (graphischen Oberflächen) hat eine eigene Bedienlogik, und während Unity zB. gerade für Einsteiger besonders leicht erlernbar sein soll, bin ich Gnome und XfCE Fan (allerdings ohne X Panel - das frisst Leistung). Ich KANN jede davon nutzen - alle meine Programme laufen weiterhin. Ich muss mich nicht mit einer Oberfläche abfinden, nur weil ich eben das Betriebsystem ABC verwende.

Ich kann sogar Windowmaker verwenden und ihn als NeXTbox laufen lassen http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/57/Windowmaker.jpg was die Frage aufwirft, wer hier eigentlich Koch und wer Kellner ist! Windowmaker ist überraschend hässlich - und die Oberfläche, die Jobs für NeXTstep verwendet hat.

Es gibt so unendliche viele GUIs (graphic user interfaces), vielleicht hilft diese Liste: http://de.wikipedia.org/wiki/Fenstermanager daher ist es sicherlich grundfalsch anzunehmen, Irgendjemand hätte bei Apple oder Microsoft klauen müssen. Geklaut haben sie alle bei Xerox - danach gingen die Wege sehr schnell und weit auseinander.

Und meine 13-Jährige Tochter kann tatsächlich ganz allein ihr Betriebssystem installieren. Vom Stick auf den Rechner. Dazu braucht sie Papa nicht. Allerdings HASST sie jede Befehlseingabe im Terminal (dieser doofe schwarze Kasten), wohingegen ich alles im Terminal mache, was ich nicht im Emacs machen kann. Schön ist, die Wahl zu haben. Deshalb nutzt sie auch nicht die gleiche GUI wie ich.

PS: NUR Apple hatte im iTunes store die Beschränkung der Überspielzahl per DRM. Das hat ihnen Niemand vorgeschrieben, und das war bei zB. Amazon (die ja nun auch keine Engel sind) nie ein Thema. Wer seine CDs selbst rippt oder Musik bei den Bands direkt kauft, hat damit ohnehin nix zu tun.
 
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Ich staune über die erheblichen Anfeindungen hier, das kennt man von unserem braven Forum kaum. Allerdings bietet das Thema auch genug Stoff für "Fratzengeballer". Nun möchte ich auch mal meinen Senf dazu beitragen.

Zunächst finde ich die kritische Haltung von Shovelhead ganz gut. Es gibt viele verblendete Apple-Jünger, die jeden Mist in den Himmel loben. Zum Glück gibt es aber auch genug Anwender, die sagen, daß ihnen Apple Produkte so gut gefallen, dass sie sie kaufen, dennoch nicht rundherum glücklich sind. So habe ich nun die 4. Generation Iphone und möchte auch nix anderes haben. Allerdings habe ich auch schon nervige Defekte erlebt und finde Garantie & Kulanz für so ein Edelprodukt einfach peinlich schlecht. Auch bin ich seit einer beruflichen Neuorientierung kein Vieltelefonierer mehr und im Grunde reicht mir ein Smartphone für 300 Euro völlig aus, trotz hoher Ansprüche.

Was jedoch den Glaubenskampf zwischen Linux- und Apple-Usern betrifft, liegt die Wahrheit wieder mal in der Mitte, zumindest meiner Einschätzung nach. Fakt ist: Linux lässt sich in der Hälfte meiner Versuche problemlos installieren, dank MINT auf Ubuntu-Basis war mein Wohnzimmer-PC in 15 Minuten komplett installiert. Win 7 war jeweils nach den Updates nach der frischen Installation hoffnungslos zerschossen. Allerdings habe ich auch schon viel Zeit in den Sand gesetzt, weil Linux sich nicht sauber installieren ließ. Von Nacharbeiten wage ich nicht zu reden: Erfreulich viel klappt out-of-box, aber wehe wenn nicht.

Im Gegenzug hat Microsoft massiv aufgeholt. Sicher, W8 trifft nicht so ganz meinen persönlichen Geschmack, aber mit W7 kann man verdammt gut klarkommen. Stabil ist es sowieso. Instabilitäten kenne ich nur durch Hardware oder Anwendungen. Sicher macht auch Windows Stress, aber den gibt es unter OSX auch.

Trotz alledem erwische ich mich immer mal wieder bei dem Gedanken, mir nen Mac zuzulegen. Gerade bei Notebooks finde ich das Design und vor allem die Haptik bombe. Allerdings waren in den letzten 10 Jahren Thinkpads meine Arbeitsgeräte und ein Wechsel wäre ein Kulturschock.

Es hindert mich aber auch die Marktlage. Ich kaufe nur noch 2-3 Jahre alte Topmodelle (aktuell W500) und nutze die, bis sie auseinander fallen. Das geht bei Apple leider nicht, da selbst nach 6 Jahren noch halbe Neupreise verlangt und bezahlt werden (aktuelle Beobachtung bei MacBooks und iMacs).

Das ist aber der Nebeneffekt einer Wertstabilität, die aus der Langlebigkeit resultiert. Der Kram hält nicht nur lange, sondern bietet auch lange ausreichend Performance. Somit relativieren sich auch die Neupreise gewaltig.

Ich habe mehrere Arbeitskollegen, die privat nen Mac benutzen und nix mehr anderes haben wollen. Pikanterweise arbeite ich in einer Firma, die Industrie-PCs (Embedded Systeme) herstellt und wo wir jeden Tag mit sehr viel Hardware und viel Windows zu tun haben. Die Leute wissen also wovon sie sprechen.

Mich reizt der Mac wegen der Verarbeitung, des tollen Designs und des OSX zu gleichen Teilen. Wirklich brauchen tue ich alles nicht, aber es macht durchaus Sinn.
 
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@ shovelhead:

Grundsätzlich hast Du mit fast allem recht, was Du in Deinem langen Post geschrieben hast. das deckt sich auch mit meinen Kenntnissen (bin ebenfalls 49 Jahre alt und seit 1988 C64- und Amiga-, später ab 1991 PC-User). Ich hatte über 20 Jahre lang immer die neueste PC-Hardware und habe die Rechner selbst zusammengebaut. Apple und Mac waren für mich nur Randnotizen, uninteressant. Seit meinem ersten iPhone 3G hab ich dann angefangen, über den Tellerrand des PCs zu schauen und dank guter Honorare war auch die finanzielle Hürde plötzlich weg. Und wenn man erst mal in die Macwelt eingetaucht ist, dann lernt man etwas schätzen, das man unbewusst beim Windows-PC nicht kannte und deshalb auch gar nicht vermissen konnte. Das Gehirnschmalz meine ich. Wenn ich am Mac etwas suche oder spezielle Probleme lösen muß, dann entdeckt man plötzlich, daß es genau dafür eine super einfache Lösung gibt, über die sich die Entwickler schon längst Gedanken gemacht haben.
Am PC hieß es bei Problemen in der Registry, einem Grafiktreiber, der das System lahmlegt (Bluescreen) oder bei zerschossenem Masterbootsektor immer "Neuinstallation". War eine Datei versehentlich gelöscht und man brauchte sie erst nach zwei Wochen wieder, Pech gehabt.
Am Mac ist das anders. Registry gibt es nicht, Treiber kommen immer von Apple und sind getestet und verlorene Daten sichert die TimeCapsule automatisch. Wenn ich Word schließ, ohne die Datei zu speichern, hat der Mac trotzdem die Bearbeitungsschritte längst zwischengespeichert und offeriert mir beim nächsten Öffnen alle Zwischenstände. Das ist purer Luxus aber so ist OS X. Daß es ein Unix ist, finde ich gut.
Daß die Idee der grafischen Oberfläche von xerox stammt, ist Fakt. Aber Apple hat sie sich von Xerox abgekauft, im Gegenzug hat Xerox Millionen Apple-Aktien erhalten.
Microsoft hat gar nichts bezahlt. Gates hat sich bei der Portierung von Office auf den Mac alle Software-Schnittstellen und grafischen Oberflächen von Apple lizensieren lassen und sie dann zum Bau von Windows missbraucht. das ist etwas ganz anderes, als eine gute Idee dem Erfinder abzukaufen. Und nur deshalb hat Gates dann 1990 die 125Mio Dollar Spritze zur Rettung von Apple ausgespuckt. er hatte eben doch ein schlechtes Gewissen.
Das hielt ihn aber nie davon ab, jedes mal bei Apple die Design-Ideen zu klauen. Sogar der Papierkorb mit gefülltem oder leerem Icon, das Fliegen der Dateien über den Desktop beim Kopieren, die Geräusche, ja sogar die Farbgebung im Kalender, alles haben sie abgekupfert. Einfach peinlich.

Daß NeXT vielleicht hässlich war, kann man so sagen aber das System dahinter war Apple immerhin 400Mio Dollar wert. So simpel kann es also nicht gewesen sein. immerhin war BeOS als Alternative ernsthaft im Gespräch, hat aber wegen der Überheblichkeit von Gassé gegen NeXT und Jobs verloren.

Letztlich ist der Mac für mich aber nicht nur ein Werkzeug, das funktionieren muß, sondern gleichzeitig auch Lebensgefühl. Und zwar das Gefühl, ein gut designtes Gerät mit cleveren Lösungen und durchdachter Hard- und Software benutzen zu können. Und das ist mir die paar Euro mehr eben wert.
 
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Mein aktueller Macbook mit Yosemite arbeitet alles, was ich damit mache, praktisch in Echzeit ab. Was interessieren da 10% Benchmark-Unterschiede ?

Das ist sehr schön für dich, für Leute die die Leistung ihres System aber tatsächlich auch brauchen ist so etwas mitunter sehr entscheidend. Vor allem da mittlerweile alle Macs in ihrer Leistung Thermisch beschränkt sind. Wenn das System effizienter ist würde das unter Umständen sogar die Lebensdauer erhöhen oder einfach schnelleres arbeiten ermöglichen. Und 10% können da den entscheidenden Unterschied machen, zwischen effizientem, flüssigen Arbeiten. Oder permanenten Genervt sein und 3 Stunden für etwas brauchen das man in einer erledigen könnte wenn man einen Arbeitsfluss zustande bringen würde.

Blöd nur dass es für Linux keine Software zur Fotobearbeitung gibt.
Ich erinnere mich an Zeiten, da wurde alte Hardware mit jedem Systemupdate schneller da laufend optimiert wurde. Heute ist es anders rum, sogar schnelle Hardware wird teils künstlich, unnötig durch Animationen gebremst die man nicht abschalten kann, da hilft es mir nicht wenn die Animation flüssig lauft.

[MENTION=49919]shovelhead[/MENTION]: Würdest Du etwa von Nikon auf Canon wechseln, wenn ein Benchmark +10% für Canon spricht ? ;)
Wenn für mich das System langfristig im Gesamtbild das verspricht würde ich das sofort tun.
Es hat ja auch seinen Grund weshalb ich trotzdem noch OSX nutze. Mit geänderter Wahrnehmung, früher habe ich gesagt "Es ist das beste System", heute sage ich "Es ist das geringste Übel".
Leider gibt es kein System mehr das tatsächlich auf Effizienz ausgelegt ist. Es hilft ja nichts wenn der Computer 10% schneller Rechnet dafür aber der Arbeitsfluss durch Umständliche Systemroutinen ausgebremst wird.
Hier zehrt OSX noch von den Leistungen vergangener Tage. Mal sehen ob Windows das wie durch ein Wunder doch mal gebacken bekommt.

Aber es gibt ja glücklicherweise die Möglichkeit sich einen Hackintosh zu erstellen, also OSX Kompatible PC Komponenten in einem Rechner zu verbauen, vor allem aber: man kann das Kühlsystem entsprechend Dimensionieren so dass man die höhere, potentielle Leistung auch tatsächlich umsetzen kann und das bei deutlich geringerem Betriebsgeräusch und niedriger Kerntemperatur, was dann den weiteren positiven Effekt hat dass die Hardware länger genutzt werden kann.

Die Zeiten in denen man sich einfach nen Mac gekauft hat und sau gute Software zusammen mit extrem durchdachter Hardware bekommen hat und sich keine Gedanken machen musste sind vorbei...
Außer natürlich man braucht die Leistung ohnehin nicht, dann sei aber gefragt weshalb man überhaupt einen i5 oder i7 im Computer haben muss.

So viel Kritik sollte erlaubt sein.
 
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In fast 30 Jahren gewerblicher IT, war es eigentlich immer entscheidender
dass die Shyze sauber läuft.
Ob das Ding 5 oder 10% schneller war, hat bis auf 2 oder 3 pickelige
Wichtigtuer mit echten KnowHow Defiziten nie ein Schwein interessiert.
Nie hab ich nen Entscheider gesehen der mit der Stopuhr neben einer Anwendung stand.
Gruß
Jürgen

Nachtrag: wobei ich natuerlich manchmal Tests mit der Stopuhr mache, um zu sehen
ob eine Änderung am System auch Wirkung zeigt.
 
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Und deine Berufserfahrung ist nun allgemein Gültig oder wie soll man das deuten?

Ein Beispiel:
Wenn der Bedarf einer verzögerungsfreien Darstellung gegeben ist, dann gibt es nur zwei Zustände: verzögert, ruckelt / verzögerungsfrei flüssig.

Wenn ein System dass flüssig gelaufen ist plötzlich ruckelt weil eine Software ineffizient wird kann man das knicken, da ist es dann vollkommen egal ob es 5, 10 oder 20% sind. Der Leistungsknick ist gegeben. Gleiches wenn das System beim kauf schon unter dieser Schwelle ist.
 
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