Honorare für Hochzeitsfotografen?

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AndreasLanghammer

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Hallo,

ich bin von einer Freundin als Fotograf für eine Hochzeit weiterempfohlen worden. Ich hätte auch Lust dazu, die erforderliche AVL-Erfahrung und das notwendige Equipment.

Jetzt stellt sich die Frage nach meinen Honorarforderungen:
Weiß jemand von euch, was die Profi's dafür nehmen? Ich will kein Profihonorar, sondern nur den Preis der Profi's zur Orientierung wissen.
Man muss ja auch bedenken, dass ne Menge teures Equipment zum Einsatz kommt.
Eine Hochzeit bis zu 16 Stunden Einsatz und Arbeit für Akkus, CF's und Fotografen vor Ort bedeuten kann.
Das man am Tag vorher am besten schon mal die Locations besichtigt und Probeaufnahmen machen muss.
Das so ne Hochzeit locker 1500 Bilder produziert, die selektiert und nachbearbeitet werden wollen.
Das noch ne Menge Zeit draufgeht, in Vorbereitung und für die Bildübergabe an das Paar. - Unter Umständen, ist auch noch ein Fotobuch für das Paar zu gestalten und drucken zu lassen......

Was nehmen die Profis?
Habt Ihr eine Idee bzw. eine Linkempfehlung?
Gruss Andreas
 
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wenn es der berufsfotograf nicht schafft, über qualität, über orginalität und über entsprechende dienstleistung ein alleinstellungsmerkmal zu erreichen, dann ist er selbst schuld...

Naja, so einfach ist das nicht in allen Bereichen der Berufsphotographie.
Wenn ich einen Kalender mit Composings mache, unter Zeitdruck und Erfolgszwang eine Reportage, oder eine Industriefoto-Serie, die nicht nur abbildet, sondern werblich überhöht, kann ich gut Abstand zu 99% der ambitionierten Amateure halten.

Bei der Photographie, die eher abbildet (Tagespresse, Hochzeiten etc.), ist der Abstand durch die Kameratechnik schon recht klein geworden.
Du sagst dem Amateur: Innenaufnahmen: 200 ASA, 1/15tel, Bl. 6,3 und M einstellen, beim SB800 alles auf TTL-Automatik und CTO 1/2 Filter vor den Blitz - und er bekommt eine Lichtstimmung, für die man sich vor 15 Jahren noch einen Wolf gerechnet hat...
Dass vielleicht die Ausschnitte grusig sind und alle Bilder irgendwie schief, fällt dem durch Soap-Opera - "Ästhetik" und "Leser-Reporter"-Handy-Scheissdreck-Fotos versauten Normal-Gucker nicht mal auf. Der sieht: Kostet statt 800.- Euro nur 8 Euro für eine Flasche Wein und ist zufrieden.

Grüße
Christian
 
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...
Du sagst dem Amateur: Innenaufnahmen: 200 ASA, 1/15tel, Bl. 6,3 und M einstellen, beim SB800 alles auf TTL-Automatik und CTO 1/2 Filter vor den Blitz - und er bekommt eine Lichtstimmung, für die man sich vor 15 Jahren noch einen Wolf gerechnet hat...
Dass vielleicht die Ausschnitte grusig sind und alle Bilder irgendwie schief, fällt dem durch Soap-Opera - "Ästhetik" und "Leser-Reporter"-Handy-Scheissdreck-Fotos versauten Normal-Gucker nicht mal auf. Der sieht: Kostet statt 800.- Euro nur 8 Euro für eine Flasche Wein und ist zufrieden...
Dann ist er als Kunde eh schon verloren (und/oder es nicht wert) und wie ich schon schrieb, das bekommen auch manche Berufsfotografen so hin.
Dass manche Berufsbilder verschwinden (evtl. in einer Nische) ist ja auch nichts Neues und ich wüsste auch nicht, wie man das verhindert könnte, wenn man es denn wollte.
 
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Bei der Photographie, die eher abbildet (Tagespresse, Hochzeiten etc.), ist der Abstand durch die Kameratechnik schon recht klein geworden.
Du sagst dem Amateur: Innenaufnahmen: 200 ASA, 1/15tel, Bl. 6,3 und M einstellen, beim SB800 alles auf TTL-Automatik und CTO 1/2 Filter vor den Blitz - und er bekommt eine Lichtstimmung, für die man sich vor 15 Jahren noch einen Wolf gerechnet hat...
Dass vielleicht die Ausschnitte grusig sind und alle Bilder irgendwie schief, fällt dem durch Soap-Opera - "Ästhetik" und "Leser-Reporter"-Handy-Scheissdreck-Fotos versauten Normal-Gucker nicht mal auf. Der sieht: Kostet statt 800.- Euro nur 8 Euro für eine Flasche Wein und ist zufrieden.

richtig... also bleibt demjenigen der mit fotografien sein geld verdient nur eines: niesche suchen... oder den beruf wechseln... ich habe zum beispiel in meinem bekanntenkreis nur sehr wenige weber... oder um aktueller zu sein: ich kenne nur noch einen einzigen schuster... und früher gab es an jeder ecke einen...
oder technische zeichner... die cad hat seinen job überflüssig gemacht... cad war schneller, billiger und besser...
und mal unter uns mädels... reportagefotografen für tageszeitungen waren auch früher schon meist eher knipser als fotografen...
 
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wenn es der berufsfotograf nicht schafft, über qualität, über orginalität und über entsprechende dienstleistung ein alleinstellungsmerkmal zu erreichen, dann ist er selbst schuld...

...na ja, aber die erfolgreichste Werbekampagne der vergangenen Jahren hier bei uns ist eben die "Geiz ist geil" -Kampagne gewesen...

und daher, wie Christian oben schon beschrieben hat, wird von vielen mit Sicherheit die Qualität nicht genügend honoriert, da kann der Berufsfotograf zig-mal auf seine Vorteile verweisen....
Ciao sagt
Christian
...der, eben weil er leidenschaftlich gern selbst fotografiert...Portraits von seinen Kiddies für gutes Geld beim Profi machen lässt!...

 
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und daher, wie Christian oben schon beschrieben hat, wird von vielen mit Sicherheit die Qualität nicht genügend honoriert, da kann der Berufsfotograf zig-mal auf seine Vorteile verweisen....

dann kann er sich entweder nicht gut genug vermarkten, oder er kann es einfach nicht besser als der hobbyknipser...
 
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....eine gute Ausrüstung macht noch lange keinen Profi
....ein gutes Bild macht noch lange keinen Profi
....auch ein Lob für ein Bild macht noch lange keinen Profi

Bei Anfragen sage ich immer: ich komme mit Kamera, aber stellt einen Profi an...;)

(...hat übrigens den Vorteil, dass man Mitessen- und drinken kann.....:hehe:)


... und ein Profi mach noch lange kein gutes Bild :fahne:
 
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dann kann er sich entweder nicht gut genug vermarkten, oder er kann es einfach nicht besser als der hobbyknipser...

Ja, ja das sagtest Du schon, nur fürchte ich, so einfach ist das nicht! Aber ich gebe zu, es ist schön die Welt binär zu sehen... gleichwohl alles auch nicht mein Problem, denn ich bin ja kein Profifotograf...
Ciao
Christian
 
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für mich ist das alles doppelmoral gepaart mit neid: das ist auch in einem anderen zusammenhang bemerkbar, z.b. dass viele aus ihr equipment im i-net bestellen u. nicht zum (kleinen/ mittleren/ großen) fachhändler gehen u. mit ihm einen für beide seiten fairen preis aushandeln.

leben u. leben lassen - was ist so schlimm dran, wenn fotogeschäfte oder - um es wieder hier auf den thread zu beziehen- profi-fotografen an ihrer arbeit verdienen? wenn mans sich nicht leisten kann, muss man halt verzichten od. einen kompromiss (das wären hier nicht nur hobby-fotografen, sondern auch orginäre digi- od. handycams) wählen. aber nicht andere schlecht machen, nur damit man sich selbst den eigenen geiz schön redet od. hinterher jammern, wenn die fotos vom hobby-fotografen schlecht od. halt nicht so gut sind, wie die vom profi.

generell wollen die menschen alles u./ od. möglichst das beste haben u. nichts dafür bezahlen. da hilft nur eins: nein sagen! qualität (sei es nun hobby od. profi) hat ihren preis - u. umsonst arbeiten würde ich -auch wenn ich nur ein amateur bin- auch nicht mehr, denn ich habe festgestellt, dass einem die großzügigkeit des umsonst arbeitens nicht wirklich gedankt u./ od. anerkannt wird. im gegenteil: es wird ehr ausgenutzt. die hauptsache ist vom grunde her für diejenigen nur, dass sie nichts zahlen mussten u. qualitativ hochwertige fotos haben ;) sehr, sehr undankbar! u. eigentl. auch dreißt u. unverschämt jemanden überhaupt zu fragen, ob er umsonst arbeitet. ich weiß, das traf jetzt nicht auf diesen fall zu - ich meine es allgemein.

von daher fand ich das eine posting auch ganz schön, in dem jemand schrieb, dass er entweder als gast auf die hochzeit käme od. als fotograf. ich kann das nachvollziehen u. finde es nur konsequent. man muss sich ja nicht wie eine weihnachtsgans ausnehmen lassen - wie gesagt, die frage danach allein, spricht schon bände...
 
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Mal aus der Sicht eines Hobbyknipsers, der beim Durcharbeiten des Archivs festgestellt hat, das er doch schon öfter Hochzeiten geknipst hat, der öfter dazu überredet wurde: "Du hast doch so 'ne dicke Ausrüstung", der immer auf einen Profi -zumindest für die Kirche- bestand und deshalb weiß, warum er immer noch Freunde hat:

Eine Hochzeit zu fotografieren ist eine extrem hohe Verantwortung und ich würde auch heute noch nicht eine Hochzeit von Freunden als einziger Fotograf machen, weder für Geld noch für Sachspenden, noch sonst irgendwie.

Andreas solltest Du das wirklich machen wollen würde ich an Deiner Stelle, mit Bezug auf den "Dynamik-Umfang der Fuji in der Kirche"-Thread dringend die Belichtung an Objekten mit großen weissen Flächen (Brautkleid) bei unangenehmen Lichtsituationen üben. :fahne:
 
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leben u. leben lassen - was ist so schlimm dran, wenn fotogeschäfte oder - um es wieder hier auf den thread zu beziehen- profi-fotografen an ihrer arbeit verdienen? ...
Gar nix ist schlimm daran, wenn die Leistung stimmt.

PS.: Ich käme auch nie auf die Idee, eine Hochzeit zu fotografieren, außer ich kann das Brautpaar überhaupt nicht leiden.

PPS.: Ich habe lange im Fachhandel zu höheren Preisen gekauft. Aber ich kauf erst wieder dann dort, wenn ich dem Verkäufer aus pädagogischen Gründen eine schmieren darf, wenn er mich frägt: "Sie brauchen doch bestimmt auch noch einen UV-Filter für ihr neues Objektiv ?"
 
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Ich denke manche Brautpaare sind einfach nicht bereit oder in der Lage die geforderten Honorare zu zahlen. Im Freundeskreis hatte ich gerade eine Hochzeit wo folgender Kompromiss gemacht wurde. Der Fotograf kommt für 2 Stunden, d.h. Kirche, im Park und die erste halbe Stunde im anschließenden Restaurant. Den Rest habe ich gemacht. Das hatte für mich die Vorteile:
- Dass ich nicht für die wichtigsten Fotos, den Standardsituationen, verantwortlich war.
- Ich halbwegs stressfrei feiern konnte.
- Ich zur Abwechslung auch auf ein paar Bildern drauf bin (Ok, nicht so wichtig)

In den Fall ging dem Fotografen auch nichts verloren, weil er es ohnehin nicht bekommen hätte.

Standesamt war ein paar Tage zuvor. Habe ich allein fotografiert, sonst hätte es keine Bilder gegeben.


…Noch schlimmer finde ich allerdings die immerwieder auftretenden Versuche, motivierte Hobbyfotografen durch gezielte Verunsicherung von solche Aktivitäten abzuhalten. Das ist doch einfach durchschaubare Miespeterei, über die ich mich jedesmal Ärger.
Schliesslich fotografiere ich aus Spass -- und wenn ich Spass daran habe, Hochzeiten zu fotografieren, wo ist das Problem?...

Aus gutem Grund. Hochzeitsfotografie ist nicht so einfach wie sich das manch einer vorstellen mag. Dazu kommt, dass sich nichts wiederholen lässt. Auch wenn das Brautpaar vorher noch sagt "Du machst das schon, muss ja nicht 100%ig werden". Hinterher werden garantiert perfekte Bilder verlangt.
(Womit ich die Fähigkeiten das Threaderstellers keinsfalls in Zweifel ziehen möchte.)

Andreas
 
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Hallo,

echt interressant so die Beiträge zu diesem Thema zu lesen, man kann nur sagen bei Geld hört anscheinend die Freundschaft auf.

Es gibt 2 verschiedene Sachverhalte:

1.: Ich bin mit dem Brautpaar befreundet, dann würde ich nur eine geringe Pauschale nehmen (50-100€) und Ihnen nachher die Bilder etwas überarbeitet auf CD geben und 2-3 Bilder als die offiziellen Bilder in best möglicher Qualität als "Hochzeitsbild" bearbeiten.

2.: Ich bin nicht mit Ihnen befreundet dann auf Stunden oder Pauschalangebot wobei man schon klar klären sollte wieviel Aufwand Sie wollen, Standesamt, Kirche, Feier und vielleicht noch eine Sitzung für "offizielle Bilder". Hierbei wird sich schnell klären ob Sie faire Vorstellungen haben oder einfach, viel und gute Leistung für wenig Geld wollen.

Wichtig ist das beide Seiten wissen auf was Sie sich einlassen, wenn man die Freundschaftsvariante wählt muss das Paar sich darüber im klaren sein das Sie nicht nachher die Qualität und den aufwand erwarten können die ein Profifotografen bietet.

Wenn man den Auftrag für ein Honorar angenommen hat muss man schon ein sehr gutes Ergebniss abliefern, sonst macht man sich unglaubwürdig und verärgert die Leute zu recht.
Ferner muss man nicht unbedingt ein Gewerbe angemeldet haben um legal zu bleiben, werfe mal einen Blick auf deine Einkommessteuererklärung unter "sontige Einnahmen".

Gruss

Patrick
 
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für mich ist das alles doppelmoral gepaart mit neid: das ist auch in einem anderen zusammenhang bemerkbar, z.b. dass viele aus ihr equipment im i-net bestellen u. nicht zum (kleinen/ mittleren/ großen) fachhändler gehen u. mit ihm einen für beide seiten fairen preis aushandeln.

Was hat den Kaufen im Internet mit Doppelmoral zu tun? Moral ist da ohnhin das falsche Kriterium, schliesslich geht es (sogar mir als Hobbyknipser) um die Wirtschaftlichkeit, ich habe nix zu verschenken.


leben u. leben lassen - was ist so schlimm dran, wenn fotogeschäfte oder - um es wieder hier auf den thread zu beziehen- profi-fotografen an ihrer arbeit verdienen?

Kein Problem damit :) -- genausowenig, wie mit den "Hobbyknipsern" die Hochzeiten ihrer besten Freunde auf den Sensor bannen. "Leben und leben lassen" ist eben keine Einbahnstrasse.

Ciao,

Sven, der nicht im Traum auf die Idee käme, für Fotografieren Geld zu nehmen -- es macht zu viel Spass und ich bin zu schlecht :)
 
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Ja, ja das sagtest Du schon, nur fürchte ich, so einfach ist das nicht! Aber ich gebe zu, es ist schön die Welt binär zu sehen... gleichwohl alles auch nicht mein Problem, denn ich bin ja kein Profifotograf...
Ciao
Christian

dummerweise ist es so einfach...
wenn ich eine leistung anbiete und jemand anderes bietet die gleiche leistung deutlich günstiger an, habe ich nur zwei möglichkeiten
1. ich biete ebenfalls so günstig an (was in diesem fall aus wirtschaftlichen gesichtspunkten natürlich nicht geht)
2. ich erweitere und verändere mein angebot dahingehend, dass ich mit meiner leistung einen höheren preis dem kunden gegenüber nicht nur rechtfertigen kann, sondern den kunden auch davon überzeuge, dass es für ihn die bessere alternative ist
manchmal ist marktwirtschaft wirklich ganz einfach....
 
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...
2. ich erweitere und verändere mein angebot dahingehend, dass ich mit meiner leistung einen höheren preis dem kunden gegenüber nicht nur rechtfertigen kann, sondern den kunden auch davon überzeuge, dass es für ihn die bessere alternative ist
manchmal ist marktwirtschaft wirklich ganz einfach....

Hi,
Du könntest glatt Unternehmensberater sein... :winkgrin:
Über Marktwirtschaft lässt sich gut reden, wenn man nicht selbst daran teilnimmt.

Grüße
(der andere) Christian
 
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dummerweise ist es so einfach...
wenn ich eine leistung anbiete und jemand anderes bietet die gleiche leistung deutlich günstiger an, habe ich nur zwei möglichkeiten
1. ich biete ebenfalls so günstig an (was in diesem fall aus wirtschaftlichen gesichtspunkten natürlich nicht geht)
2. ich erweitere und verändere mein angebot dahingehend, dass ich mit meiner leistung einen höheren preis dem kunden gegenüber nicht nur rechtfertigen kann, sondern den kunden auch davon überzeuge, dass es für ihn die bessere alternative ist
manchmal ist marktwirtschaft wirklich ganz einfach....

Ach jeh, Du gibst aber auch keine Ruhe: also... zum Thema Marktversagen....

...es gibt eine ganze Reihe von Fällen in denen alle Bedingungen für die Marktgängigkeit eines Produkts oder einer Dienstleistung erfüllt sind:
die Invention ist gemacht, die technische Reife existiert, der Preis ist marktgängig und tatsächlich konkurrenzfähig, Informationen über das Produkt sind da, Risiken gering, trotzdem setzt sich das Produkt oder die Dienstleistung nicht durch.
Für solche Paradoxien haben die (von Dir (wissentlich oder nichtwissentlich) bemühten, neoklassischen ökonomischen Theorieansätze keine hinlängliche Erklärung, weil Sie sich allein auf die Inputfaktoren und nicht auf die Adaptionsseite konzentrieren.

Im Falle der professionellen Fotografie für den privaten Gebrauch verhält es ich analog dazu so, wie im Übrigen auch bei guter Architektur, es gibt die Deinstleistung, das wissen auch alle, die Fotografen/Architekten sind zwar teuer aber nicht unbezahlbar und dennoch wird eben lieber ein Hobbyfotograf oder ein mittelmäßiges Bauträgerhaus von der Stange gewählt. Deine Überzeugungsstrategie wirkt hier gar nicht und zwar weil die Kunden mit suboptimalen Ergebnissen also mit schlechter Qualität zum billigeren Preis leben wollen.
Die meisten die so denken, kriegst Du als Einzelperson nicht mit Geld und guten Worten umgepolt, da dominiert die "Geiz ist geil" -Mentalität.

Um die Adaptionsseite, also die Kunden hier zu ändern sind weitaus stärkere als individuelle Lösungen gefordert. Denn weder die Architekten noch die Fotografen haben in der Vergangenheit wirklich die Menschen über das Mehr an ästhetischer (und bei guter Architektur auch funktionaler) Qualität ausreichend aufgeklärt. Das ist aber angesichts der sehr kleinteilig organisierten Struktur solcher Berufsstände auch nicht zu erwarten. Schließlich wäre hier nichts weniger als eine bundesweite, intensive Werbe- und Meinungsbildungskampagne von mehreren Jahren inklusive aller Register (Print-Radio-Telewerbung, öffentl. Diskurs etc.) notwendig. Und genau das können sich diese Gruppen (und einzelne Akteure schon gar nicht) nicht leisten.
Insofern müssen Sie nicht selten den individuellen Kundenmarkt verloren geben! Und im Fall der Fotografen stirbt zumindest ein Teil der Anbieter auch aus, Solches hast Du ja selbst (weiter oben) schon für andere Berufsgruppen (Schuster etc.) diagnostiziert.
Puhhh, und Ciao
sagt Christian... dessen letzter Versuch das jetzt war, hier irgendwas zu erklären!
 
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die Invention ist gemacht, die technische Reife existiert, der Preis ist marktgängig und tatsächlich konkurrenzfähig, Informationen über das Produkt sind da, Risiken gering, trotzdem setzt sich das Produkt oder die Dienstleistung nicht durch...

Hi,
das habe ich in meinen 5 Jahren EDV-Branchen-Zeit erlebt: Unser Versuch hieß: Notebooks (nicht nur) für Senioren. IBM ThinkPads, komplett durchkonfiguriert, fertig installiert mit Open Office, Thunderbird und Firefox, mit Email-Adresse etc.: Kaufen, einschalten, loslegen. Auf Wunsch auch Vorführung zu hause. Beim Abschluss eines DSL-Vertrages Installation von DSL und Netzwerk ohne Aufpreis.

Ist nicht wirklich angelaufen, weil die Alternative war: Notebook vom Discounter, 100 € billiger als unsere ThinkPads, und solange die Kinder, Enkel und Freunde nerven, bis es halbwegs läuft.
Wer es so haben will, hat es so verdient.

Da fotografiere ich lieber wieder und höre mir von meinen Kunden an: "Genau so habe ich mir das vorgestellt!" :)

Grüße
Christian
 
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Im Falle der professionellen Fotografie für den privaten Gebrauch verhält es ich analog dazu so, wie im Übrigen auch bei guter Architektur, es gibt die Deinstleistung, das wissen auch alle, die Fotografen/Architekten sind zwar teuer aber nicht unbezahlbar und dennoch wird eben lieber ein Hobbyfotograf oder ein mittelmäßiges Bauträgerhaus von der Stange gewählt. Deine Überzeugungsstrategie wirkt hier gar nicht und zwar weil die Kunden mit suboptimalen Ergebnissen also mit schlechter Qualität zum billigeren Preis leben wollen.
Die meisten die so denken, kriegst Du als Einzelperson nicht mit Geld und guten Worten umgepolt, da dominiert die "Geiz ist geil" -Mentalität.

nicht dass ich jetzt unbedingt nachmaulen will, ( :D ) aber genau das habe ich doch geschrieben... wer dann als fotograf überleben will, muss sein angebot so überarbeiten, dass kunden davon überzeugt sind, einen nennenswerten mehrwert zu bekommen... und zwar einen mehrwert, den sie bereit sind zu bezahlen.
und selbst für den fall, dass alle nur noch zum privaten knipser rennen und sich knipsen lassen: pech für den fotografen... dann muss er sich entweder umschulen lassen, oder sich eine spezielle niesche suchen, die von hobbyknipsern nicht so ohne weiteres belegt werden kann (food-fotografie, architektur mit shift-tilt etc...)
und selbst wenn der berufstand mangels nachfrage ausstirbt... was willst du dagegen tun? alle fotohandys einziehen? digiknipsen nur noch gegen gewerbeschein ausgeben?
wenn jeder mit einer ständig griffbereiten kamera herum läuft, dann muss sich jemand, der mit seinen bildern auch noch geld verdienen will, schon etwas ganz besonderes ausdenken... und da nutzt auch eine professionelle werbekampagne nicht... und zwar weil die bilder mit einigermassen talent von jedem, auch von leuten die kein geld damit verdienen wollen, erstellt werden können...

und nein, das ist nicht meine schuld
und ja, ich persönlich finde das nicht schlecht... pech für die fotografen

ich war mal grossrechnerspezialist... wenn ich nicht anfang der 90er angefangen hätte, mich in den pc-bereich zu orientieren, sässe ich heute arbeitslos auf der strasse, denn grossrechner gibt es nicht mehr wirklich viele...
mein vater war technischer zeichner... hätte er sich nicht mit CAD beschäftigt und eingearbeitet, hätte er mitte der 90er keinen job mehr gehabt

wieso sollte ich mitleid mit jemandem haben, der mit veränderten bedingungen nicht klar kommt? nur weil er selbstständig ist? nur weil er das beruflich macht/machen muss, was ich in meiner freizeit geniesse und nicht mehr genügend kundschaft für seine produkte findet?

du schreibst
die Invention ist gemacht, die technische Reife existiert, der Preis ist marktgängig und tatsächlich konkurrenzfähig, Informationen über das Produkt sind da, Risiken gering, trotzdem setzt sich das Produkt oder die Dienstleistung nicht durch.

auch pech... entweder am bedarf vorbei produziert, zur falschen zeit am falschen ort gewesen...
jamba... monatspaket... wären die jungs vor 10 jahren auf die idee gekommen, wären sie sang und klanglos unter gegangen.. trotz genialer idee... aber sie waren einfach zum richtigen zeitpunkt in den startlöchern...

und genau das ist es, was ich mit marktwirtschaft meine... da reicht es nicht, bwl-mässig alles richtig zu machen... es gehört immer auch glück dazu... und eine nase... und der richtige zeitpunkt... und der richtige ort...
 
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nicht dass ich jetzt unbedingt nachmaulen will, ( :D ) aber genau das habe ich doch geschrieben...
Na prima, dann sind wir uns ja einig und können jetzt hier aufhören, Boahh!

und selbst wenn der berufstand mangels nachfrage ausstirbt... was willst du dagegen tun? alle fotohandys einziehen? digiknipsen nur noch gegen gewerbeschein ausgeben?

Wie ich schon schrieb:
Alfa500 schrieb:
alles nicht mein Problem, denn ich bin ja kein Profifotograf...

Und nochmal:
Alfa500 schrieb:
Puhhh, und Ciao
sagt Christian... dessen letzter Versuch das jetzt war, hier irgendwas zu erklären!
 
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