Meine Mutter ginge heute Nachmittag einkaufen. Wir haben abgemacht, dass wir unseren Vater nicht mehr alleine lassen - auch wenn er schläft.
So ging ich mit unseren Hunden zum Vater, und ich schlief erstmal eine Runde. Die letzten Wochen waren nur Drittbestimmt. Keine Zeit für mich und obwohl ich meine D4 und das Nikkor 50mm, 1.2, MF dabei hatte, mochte ich überhaupt nicht fotografieren.
Eine Stunde haben wir geschlafen, mein Vater, die Hunde und ich. Still wird es um meinen Vater. Eigentlich wollte ich seine Hände fotografieren. Seine Hände, die unglaublich kräftig waren. Ich mag mich erinnern, dass er die Kinderhände meines Bruders und mir festhalten konnte, ohne dass wir uns lösen konnten. Das hat mir Eindruck gemacht.
Überhaupt. Meine Eltern haben mich auch in Amerika besucht. Sie haben den weiten Weg zu mir gemacht. Und wir verbrachten drei Wochen Ferien zusammen. Ich habe sie fast ein Jahr lang nicht gesehen, wegen meiner Weltreise.
Kinder. Ja, Kinder. Mein Vater liebt Kinder, meine Mutter auch. Und alle Kinder sind und waren immer willkommen bei ihnen. Als wir unsere Pflegekinder aufgenommen haben, wurden sie aufgenommen wie ihre eigenen Kinder. So geht das, selbstverständlich, ohne Fragen, ohne Diskussion ...
Mein erstes Bild ist in einem Magazin abgedruckt worden. Jenes der Indianerkinder. Kinder. Und das stelle ich hier hin. Ein Koffer für die Ewigkeit. Und wenn ich Händels "Auferstehung-Oratorium" höre, dann läuft es mir kalt den Rücken hinunter....es ist Weihnachten ....
Still war es heute, mit meinem Vater. Innig.