"...ein gewisses Sehnen..."

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Das dritte Kind starb bei Mozarts. Für solche Dinge hatte Mozart wenig Zeit. Zumindest gegen aussen nicht. Für mich unvorstellbar. Aber in dieser Zeit Alltag. Wenn ich aber in Werke höre, welche Mozart kurz nach dem Tod eines Kindes geschrieben hat, dann wird mir schon etwas mulmig zumute....

So langsam verblasste auch in Wien Mozarts Stern. Er zog sich zurück und an leuchtenden Festen war er nun nicht mehr Stammgast...


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Ein schönes Motiv, da fehlt mir persönlich aber der winzig kleine Schärfepunkt, den man in Deinen Bildern sonst findet :fahne:.

Da gebe ich Dir recht Christel. Ich muss mich noch einmal hinter das Original setzen, wenn es auch dort nicht scharf ist, dann liegt es an der Bearbeitung ... :)
Danke für den Hinweis...:up:
 
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Vita muss für ein Buchzeichen hinhalten. So begebe ich mich wieder zu Mozart. Vita heiss Leben.
Mozarts Buch aufgeschlagen, Musik hören. Wieder aufstehen, das Gelesene wirken lassen und sich umschauen ...

Vita vor sich zu sehen, tut gut, wenn man sich mit Mozart beschäftigt...


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Ich gehe Wege mit Mozart. Literarisch, musikalisch und fotografisch. Ich gehe Wege. Manchmal meine ich zu glauben, dass ich Oben angekommen bin. Aber dem ist nicht so.
Ich gehe zurück, nehme wahr und staune erneut... wie ob der Sinfonia Concertante für Oboe, Klarinette, Fagott und Horn (KV297b). Die Sinfonie komponierte er in Paris, nach dem er den Job in Salzburg gekündigt hat und sich vergebens um eine Anstellung in Mannheim, Augsburg und München beworben hatte. Und sie ist hinreissend ...


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Ja Wege, Mozart lädt mich immer und immer wieder ein, mich mit meinen Wegen auseinander zu setzen. Das fällt mir im Moment sehr schwer. Aber vielleicht lasse ich Mozart deshalb so intensiv zu ...

Trost und Freude und Glück und Trauer. Welche Musik bietet das schon...


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stark dieses bild von Vita, auch der beschnitt. immer wieder überraschend was du zeigst. ich folge auch diesem thema sehr gerne. :up:
 
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stark dieses bild von Vita, auch der beschnitt. immer wieder überraschend was du zeigst. ich folge auch diesem thema sehr gerne. :up:

Ich danke Dir Margot. Und es freut mich, wenn Du meinen Bildern, der Musik und den Worten folgst. Und ich weiss, so einfach ist das nicht für Euch, ich bin mit Mozart und meiner Fotografie in einer komplett anderen Welt ...

Das Eingangsbild ist schon richtig. Eine geschlossen Tür. Ich schliesse sie jedes Mal hinter mir und dann bin ich alleine mit der Musik und der Fotografie. Und die Kameras sind einfach da. Sie funktionieren. Akku's aufladen, Karte leeren und weiter geht es....


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Und so "sprang" mich heute Abend dieses Klavierkonzert an. Dieses Klavierkonzert Nr. 19 (KV 459). Wie von einer anderen Welt. Und es gilt als 2. Krönungskonzert, weil es neben dem eigentlichen Krönungskonzert (KV 537) parallel aufgeführt wurde.

Es ist schnell. Schneller als die ersten seiner Klavierkonzerte. Und es wird als "Militärkonzert" bezeichnet, weil es angeblich marschartig sein soll. Ich empfinde keinen Marsch bei dieser Musik. Auch nicht etwas militärisches.

Aber ich empfinde, dass eine Türe aufgeht. Und das es mir warm wird. Und wohlig. Und dass ich vom ersten Ton an in die Lüfte katapultiert werde und mitten in diesen Tönen schwebe. Als ob diese Musik nicht von dieser Erde wäre ...


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Am 8. April 1990 hat das Schweizer Fernsehen eine Sendung mit einer Liveaufführung von Mozarts Credo Messe (KV 257) zusammen mit dem Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel ausgestrahlt.

Die überbordenden Festivitäten rund um Mozarts 200sten Todesjahr sollte einen Gegenpunkt setzen. Dieses Jahr wird - ein Tag vor meinem Geburtstag - 80 Jahre alt.

Ich mag mich erinnern an diese Sendung also ob sie gestern ausgestrahlt worden wäre. Ich hörte das erste Mal, dass jemand Mozart und seine Musik anders beleuchtete. Und sie letztlich auch in einen viel weiteren Kontext stellte, als nur aus der Sicht der Biografie.

Oh ja, diese Credo Messe, wie berührend ist sie ... aber sie lässt einem, wie bei fast allen Werken von Mozart, wiederum im Regen stehen. Wir haben damit umzugehen, Mozart nicht mehr.

"...würde man das Amen des Gloria so sprechen wie er (Mozart) es vertonte, es würde zur spöttischen Blasphemie. Mozart spielt mit Witz und Übermut mit dem Text der Messe. Die Musik hat nicht dem Amen zu dienen, sondern das Amen der Musik. War Mozart fromm? Die Frage ist unnötig. Musik ist kein Argument, und das Gloria ist eine Feier mit Pauken und Trompeten..." (Auszug aus Peter Bichsels "Möchten Sie Mozart gewesen sein".

In diesem Sinne, alles Gute zum Geburtstag dann, Peter Bichsel. Und ganz herzlichen Dank für diese wunderbaren Gedanken zu Mozart ....


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Oft streife ich so ziellos durch Haus und Garten. Bleibe stehen und schaue. Nicht marginales aber Dinge nehme ich war, die ich in der Hektik des Alltags nicht wahrnehme.
Vieles bleibt irgendwo stehen und liegen. Irgendwann nimmt man es weg, versorgt es oder verstellt es, um wieder für Wochen und Monate dort passend und unpassend auszuharren.

Constanze, Mozarts Frau, hat jeweils aus Mozarts Notenentwürfe so kleine Zettelchen herausgeschnitten. Mozart hat sie dann oft Freunden oder Personen als Geschenk mitgegeben. Sie beinhalteten oft Fragmente von kleinen oder grossen Werken an denen er entweder gerade arbeitete oder eben auch Werken, welche niemals fertig wurden. Viele von diesen Fragmenten sind verschollen und für immer weg.

Fast fragmentarisch stehen respektive sitzen diese beiden Engel draussen vor dem Esszimmerfenster und geniessen die Sonne. Still und unaufgeregt. Ihr zeitloser Blick hat mich an die verschollenen Fragmente von Mozart erinnert. Und mich daran erinnert, dass Mozarts Musik auch zeitlos ist.


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Wenn ein Stück von Johann Nepomuk Hummel im Radio gespielt wird, dann tritt unweigerlich wieder Mozart in meine Welt.

Mozart hat nie gerne unterrichtet. Er muss das wohl empfunden haben, dass ihn das vom Komponieren abhält. Dennoch tat er es. Einerseits um Geld zu verdienen, andererseits aber oftmals auch ohne Entschädigung. So hat er in seinen letzten Lebensjahren noch den kleinen Johann Nepomuk Hummel bei sich zu Hause aufgenommen und ihn unterrichtet. Ohne Entschädigung.


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Man weiss nie wie der Tag endet.

Acht Jahr nach Mozarts Tod hat Beethoven seine 1. Sinfonie geschrieben und an der Musik Akademie aufgeführt.

Der Tag und somit das Leben bieten immer und immer wieder Überraschungen. Das Beethoven einer der grössten Bewunderer von Mozart war, das versteht sich von selbst.

Dass meine Frau krank im Bett liegt, ich ein inniges und berührendes Gespräch mit meinem dementen Vater geführt habe, das berührt mich. Und so schliesst sich der Kreis wieder: was Beethoven von Mozart hielt, halte ich von meinen Vater ...


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Mozarts Vater starb. An die Beerdigung ging Wolfgang mit. Aber unverzüglich liess er seine Schwester wissen, wie vom Erbe ihm gehört und wohin sie das Geld schicken könne ...

Man muss gut in Mozarts Musik hinein hören, um Spuren seiner Gefühle zu finden ...

Die Morgen werden wieder heller. Und ich geniesse sie. Ich geniesse sie, manchmal mit und manchmal ohne Mozart....


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Opern liebt man oder nicht. Dennoch waren es lange Jahre fester Bestandteil der musikalischen und literarischen Kunst. Es wurden Opern verboten, oder mit Auflagen versehen - meistens von königlichen oder kirchlichen Kreisen.

Dass sich Mozart um all die Auflagen einen Deut kümmerte, spricht für sich selbst. "Le nozze die Figaro" (KV 492) oder "Don Giovanni" (KV 527) sind gespickt von Andeutungen, Tiefsinn aber auch Humor. Jene musikalische Sprache, welche sich fast wie eine zweites "musikalische Libretto" durch die Oper zieht.

Ich brauche Weite, wenn ich mich mit Mozarts Opern beschäftige. Sie sind anspruchsvoll und voller Geheimnisse. Solche Blicke von heute Abend tun gut, um sich Luft zu verschaffen...


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