Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Anzeigen
Habe mal ein wenig gestöbert.
in der TRBA 462 „Einstufung von Viren in Risikogruppen“ (TRBA=Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe) Ausgabe April 2012 habe ich folgendes gefunden:

2020-03-29 by Bernhard Eckert, auf Flickr

Auf dieser Seite 24 findet sich ein SARS-CoV der in Risikogruppe 3 (Biostoffverordnung) eingruppiert ist.

Meine Frage an die Experten hier in der Runde ist nun: Ist das "unser" Virus und hat man ihn damals unterschätzt? Risikogruppe 3 ist zwar für den infizierten gefährlich (so wie Taubenkot, Hanta etc) aber nicht sehr infektiös. Das wäre ansonsten wohl Risikogruppe 4. Hat man sich nicht getraut, ihn in 4 einzugruppieren? Alle die mit Arbeitsschutz zu tun haben lesen ja in diesen TRs nach und sorgen auf dieser Basis vor.

Immerhin empfiehlt die TR ja FFP3 Masken (die FFP-Masken unterscheiden sich übrigens nicht durch die "Siebgröße", hier 0,6my, sondern nur durch den Abscheidegrad (FFP1 80%, FFP2 95% und FFP3 glaube ich 99,5%) aus dem Volumen inhalierter Luft während der Aufenthaltsdauer im Gefährdungsbereich.

Hier noch der Link zur TRBA https://www.baua.de/DE/Angebote/Rec.../TRBA/pdf/TRBA-462.pdf?__blob=publicationFile

Die Biostoffverordnung ist ja leicht selbst zu finden ...
 
Kommentar
Nein, "unseres" ist gerade mal 3 Monate alt, kann also in keinen alten Verordnungen vorkommen. "Unseres" heißt SARS-CoV-2.

Möglicherweise 6 Monate alt, aber eine relativ neue (novel) Mutante.

An SARS-ähnlichen Coronaviren wurde nach dem SARS-Ausbruch 2003 verstärkt geforscht. Es gibt viele verwandte Viren und häufig sind Fledermäuse der natürliche Wirt dieser Erreger. Dazu zwei Übersichtsartikel.





U.a. war auch das Wuhan Institute of Virology auf diesem Feld sehr aktiv. Und diverse Viren-Typen lagern dort in den Tiefkühlschränken, oder in Flüssig-Stickstoff.

Unser neuer Kollege Covid zeigt sehr viel Ähnlichkeiten mit anderen SARS-CoViren, hat sich aber so verändert, dass es nun auch in menschliches Epithelgewebe eindringen kann.
 
Kommentar
Guten Morgen zusammen :)

Kalt ist es geworden heute und leider ein bisschen grau. Der ideale Tag, um sich mit einer Tasse Tee im Bett oder auf der Couch in Kuscheldecken einzuwickeln und Serienfolgen aus der Konserve zu gucken.

Dem Thema hat sogar der Spiegel einen eigenen Artikel gewidmet mit den besten Trash-Tipps fürs Wochenende:

Ist das "unser" Virus und hat man ihn damals unterschätzt?

Nein, das ist das, was wir als Auslöser der Krankheit SARS (schweres akutes Atemwegssysndrom, severe acute respiratory syndrome ) aus 2002/2003 kennen. Nicht zu verwechseln mit dem noch deutlich letaleren MERS (Middle East respiratory syndrome) von 2012/2013. Deren Erreger wiederum heißen SARS-Cov und MERS-Cov, wobei das "Cov" für Coronavirus steht.

"Unser" Virus heißt SARS-Cov-2, die Erkrankung COVID-19 (coronavirus disease 2019).
 
Kommentar
Gestern konnten wir noch eine wunderschöne Radrunde in der Sonne an der Sorpetalsperre drehen, heute Schneeschauer und Kälte grr....
Fernsehtag ist angesagt, ich gucke sonst fast nie.
Blödes Coronavirus....
Was mich nach wie vor stört, ist die fehlende statistische Grundlage der ganzen Berechnungen.
Wenn man an den Variablen der Ausbreitung und der Intensivpflichtigkeit spielt, kommen so starke Veränderungen raus, dass man nur sagen kann:
ich weiß, dass ich nichts weiß.
Man hat keine aussagekräftigen Stichproben, um die Häufigkeit bzw. Dunkelziffer zu kennen, die Letalität lässt sich seriös offenbar gar nicht angeben, da sie immer nur auf die positiv Getesteten bezogen wird.
Das weiß man eigentlich schon seit Wochen. Nun wird dies langsam auch öffentlich gesagt.
Immerhin wurde erfreulich stark nachgerüstet, was die Beatmungskapazitäten anbelangt, wenn jetzt auch noch Schutzkleidung und Masken beschafft werden könnten.........................................................
In 2 Wochen wissen wir mehr.
:rolleyes:
Martin
 
Kommentar
Man hat keine aussagekräftigen Stichproben, um die Häufigkeit bzw. Dunkelziffer zu kennen, die Letalität lässt sich seriös offenbar gar nicht angeben, da sie immer nur auf die positiv Getesteten bezogen wird.
Das weiß man eigentlich schon seit Wochen. Nun wird dies langsam auch öffentlich gesagt.
Vor allem wird jeden Tag mitgeteilt, daß es mehr Corona-Fälle gegeben hat, gleichzeitig wird immer
wieder davon gesprochen, daß mehr und mehr Tests gemacht werden bzw. gemacht werden sollen.
Milchmädchen sagt: wenn 1000 Tests = 50 Corona-Fälle,
dann 10000 Tests = 500 Corona-Fälle
und wenn 100000 Tests dann 5000 Corona-Fälle.

Gleichzeitig wird man nicht müde, zu behaupten, daß es hier in Deutschland deswegen so wenige
Corona-Fälle gäbe, weil man so viele Tests mache.

Da schwirrt mir irgendwie der Kopf. Logisch zusammenzukriegen ist das jedenfalls nicht.

Grüße, Christian
 
Kommentar
heute Schneeschauer und Kälte grr....

Der Kälteeinbruch kommt zur Unzeit.

Ich erwarte schon in der nächsten Woche steigende Infektionszahlen, aber vor allem mehr ernste Fälle und steigende Todeszahlen. Der Wetterumschwung wird zu mehr "Erkältungen" führen und viele werden eine Corona-Infektion vermuten und die Testzentren stürmen.

Aber auch ökonomisch wird sich die Sache in der nächsten Woche weiter zuspitzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Meine Frage an die Experten hier in der Runde ist nun: Ist das "unser" Virus und hat man ihn damals unterschätzt? Risikogruppe 3 ist zwar für den infizierten gefährlich (so wie Taubenkot, Hanta etc) aber nicht sehr infektiös. Das wäre ansonsten wohl Risikogruppe 4. Hat man sich nicht getraut, ihn in 4 einzugruppieren? Alle die mit Arbeitsschutz zu tun haben lesen ja in diesen TRs nach und sorgen auf dieser Basis vor.
Wenn Du die Liste durchsuchst oder -siehst, findest Du Influenza A und B, humane Rhinoviren, Röteln,
Mumps und Masern in Gruppe 2 eingestuft.
Dengue, Hepatitis B und C und Gelbfieber finden sich in Gruppe 3, für Erreger wie Lassa und Ebola gibt
es sogar eine Gruppe 4.

Meine Einschätzung wäre, daß SARS-CoV 2 in die Gruppe 3 eingestuft werden wird. Nach weitgehender
Immunisierung der Menschheit durch Infektion durch das Virus, einer in Zukunft möglichen Impfung und
eines wirksamen Medikaments könnte man seine Gefährlichkeit möglicherweise herabstufen, so daß es
dann in Gruppe 2 zu finden wäre.

Im Moment handelt die Mehrheit der Menschheit allerdings so, als habe es die Gefährlichkeit der Gruppe 5...

Grüße, Christian
 
Kommentar
Nicht Corona-Fälle. Todesfälle.
Gut, dann habe ich das falsch aufgefaßt.
Die Argumentation wird dadurch aber nicht viel gerader. Denn einen schweren Verlauf der durch das
Virus herbeigeführten Krankheit kann man ja mangels Medikamenten nicht abwenden. Da nützt doch
auch eine Früherkennung nichts.

Siehe unten, drei Beiträge weiter.

Grüße, Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
und die Testzentren stürmen.

Getestet wird nur auf Anordnung des Gesundheitsamtes oder des behandelnden Arztes. Ein Testzentrum stürmen macht also überhaupt keinen Sinn. Du kannst allenfalls dieses private Labor, das neulich groß in den Nachrichten war, weil man dort kontaktlos seinen Test abgeben kann, beauftragen. Dann zahlst Du aber auch 150 Euro (statt 0 Euro und die Krankenkasse 60 Euro, was der Test so ungefähr normalerweise kostet).
Geschäftemacherei, über die ich mich sehr geärgert habe. Die Kapazitäten dieses Labors wären im System viel wichtiger - und arm werden die dabei auch nicht. Aber Hauptsache, sinnlose Tests für mehr als doppelte Kohle durchführen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Da nützt doch
auch eine Früherkennung nichts.
Doch, klar. Weil Du bei positivem Test täglich nach Deinem Befinden abgefragt wirst und bei Verschlechterung und entsprechender Schwere der Symptome direkt ins Krankenhaus und ggf an die Beatmung kommst. Wir haben zwar noch keine Medikamente gegen Covid-19, aber eine Symptombehandlung ist dennoch möglich, Fiebersenker, Hustenlöser etc. Schau Dir mal andere Länder an, was deren Dunkelziffern angeht, auch bei den Todesfällen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute in den USA und Spanien z.B. noch leben könnten, wenn man rechtzeitig um ihre Erkrankung gewusst hätte.
 
Kommentar
Dann zahlst Du aber auch 150 Euro statt 60 Euro, was der Test so ungefähr normalerweise kostet.
Geschäftemacherei, über die ich mich sehr geärgert habe.


Der Fairness halber sei dazu folgendes angemerkt:

Der Test kostet für Kassenpatienten 59 Euro,
Privatpatienten legen noch 100 Euro drauf, das
ist laut dem Leiter eines Testlabors gesetzlich so
vorgeschrieben – getestet wird aber immer nach
dem Prinzip first in – first out …

Und den Proben sei nicht anzusehen, von welchem
Patienten sie stammen, erst bei der Abrechnung
später werde das ersichtlich.

Auf eine Quellenangabe bitte ich zu verzichten,
ich lese derzeit unglaublich viel, aber wahrscheinlich
stammt die Info aus einem FAZ-Interview.


.
 
Kommentar
Die Argumentation wird dadurch aber nicht viel gerader. Denn einen schweren Verlauf der durch das
Virus herbeigeführten Krankheit kann man ja mangels Medikamenten nicht abwenden. Da nützt doch
auch eine Früherkennung nichts.
Mir ist ein mögliches Gegenargument gegen mein Gegenargument aingefallen. Wahrscheinlich pumpt
man die Patienten mit einem gravierenden Verlauf prophylaktisch mit Antibiotika voll, womit man eine
Superinfektion (=Über- / Drüber-Infektion) mit Bakterien ziemlich sicher verhindern kann. Dadurch muß
sich der Organismus "nur" noch gegen die Viren wehren und nicht zusätzlich auch noch gegen zum Teil
sehr fiese Bakterien.

Grüße, Christian
 
Kommentar
Der Fairness halber sei dazu folgendes angemerkt:

Ich glaube, wir reden von verschiedenen Dingen. Das Labor, über das ich den TV-Bericht gesehen habe (ARD oder ZDF, vor 4 oder 5 Tagen), macht überhaupt keine Tests für die Kasse. Die nehmen nur Privataufträge von Bürgerinnen und Bürgern an, die bei ihrem Hausarzt und Gesundheitsamt keinen Test erhalten haben. Dafür haben sie sich so eine Kontaktlosschranke vors Gebäude gesetzt. Du zahlst, kriegst Deinen Test, machst den Abstrich selbst und wirfst das Ding wieder ein.
 
Kommentar
Moin
Statusupdate:
Die Arbeit meiner Frau, ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung, hat jetzt einige Regeln drastisch verschärft. Viele der Bewohner sind fit genug um eigenständig Raus zu gehen. Leider, ich erwähnte es, sind viele aber Geistig nicht in der Lage die Aktuelle Situation zu begreifen. Generelles Ausgangsverbot ist leider Rechtlich nicht durchsetzbar. Wer jetzt raus will, kann das in 1:1 Betreuung, dafür stehen die Mitarbeiter der Werkstätten zur verfügung, da diese ja derzeit geschlossen haben. Wer das nicht will, darf raus. Wenn er aber wieder ins Haus kommt, geht derjenige direkt für 14 Tage in Quarantäne auf sein Zimmer. Drei Bewohner sind aktuell draußen und werden wohl auch länger nicht wiederkommen.
Gestern Nacht hat meine Frau dann, auf der Arbeit, 30 Masken für die Mitarbeiter Genäht.

Beim Gestrigen Spaziergang war wieder einiges Los, aber alle haben Abstand gehalten. Gut, dafür Sorgen meistens allein Schon unsere beiden Wuffel. Aber es scheint jetzt zumindest hier wirklich auch beim letzten angekommen zu sein, das die Ka...e am Dampfen ist.

Beim Dorf-Italiener, wo wir uns gestern eine Pizza geholt haben, waren auch endlich alle darum bemüht, Abstand zu halten. Dort gibt es momentan Fenster verkauf, und man sieht seit dem noch mehr Leute aus dem Dorf dort. In der Facebook Gruppe unseres Stadtteils wird auch regelmäßig ein Update der Öffnungszeiten und die "Corona Sonder Karte" geteilt. Ich hoffe der Laden übersteht das ganze, die Pizza dort ist Extrem gut und das Knoblauch/Scharf Öl das es dazu gibt ebenfalls.

Wir haben jetzt auch 2 Verdachtsfälle in der Familie. Morgen sollen sie wohl getestet werden. Ich bin mal gespannt.

Schönen Sonntag noch und bleibt gesund!
Cassie
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten