LennyL

NF Mitglied
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Hallo zusammen,
ich stehe vor einer kleinen „Luxus-Entscheidung“, bei der ich euren Rat gebrauchen könnte.

Ich habe aus einem Nachlass drei Nikon-Objektive in einem absolut neuwertigen Top-Zustand geerbt (scheint fast so, als ob sie nie benutzt wurden):
  • Nikkor 28mm 1:2.8 D
  • Nikkor 50mm 1:1.8 D
  • Nikkor 85mm 1:1.8 D
Ich hatte schon immer großes Interesse daran, tiefer in die Fotografie einzusteigen und mir eine richtige Spiegelreflexkamera zuzulegen, bin aber irgendwie nie den letzten Schritt gegangen. Jetzt liegen diese drei Schätze bei mir im Schrank.

Nun stehe ich vor der großen Frage: Verkaufen oder behalten?

Nach meinen ersten Recherchen weiß ich, dass diese AF-D Linsen einen mechanischen Autofokus-Motor im Gehäuse brauchen (Stangenantrieb glaube ich...).

Ich bin hin- und hergerissen zwischen zwei Wegen:
  1. Weg 1 (Behalten & Einsteigen): Ich kaufe mir einen gebrauchten Body mit Motor (D7200/D750) und lerne das Fotografieren direkt mit diesen hochwertigen Festbrennweiten.
  2. Weg 2 (Verkaufen & Modern starten): Ich verkaufe das Set und investiere das Geld komplett neu in ein modernes, spiegelloses System mit einer modernen Kit-Linse.
Meine Fotomotive wären vor allem die Familie (Kinder), aber auch mal Dokumentation in der Werkstatt oder Landschaft.

Macht der Einstieg über das alte „D-Glas“ heute noch Spaß und Sinn, oder holt mich da die Frustration ein.

Ich freue mich über eure Einschätzungen und Erfahrungen!

Gruß Lenny
 
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Die Kameras sind ohne bekannte grobe Schwächen, nur der Blendenatrieb war bei allen Kameras von Nikon um diese Zeit herum ein wenig anfällig.
Nicht nur "um diese Zeit herum" - bei der D800 und sogar bei der D810 geht diese Blendensteuerung auch gelegentlich kaputt...
Ansonsten haben wir im Forum unser @Beuteltier mit dem goldenen Schraubendreher, der alles wieder heile machen kann :).
Inzwischen auch die D800 und D810 - von der Blendensteuerung der D810 habe ich 20 Stück auf Lager!
 
Kommentar
Wer hier über diese Objektive meckert, zählt eindeutig zu den Pixelpeepern, aber nicht zu den Fotografen!
Das AF 1,8/85 verwende ich immer noch gerne: bei 1,8-2,5 ist es ideal für Portraits, bei 5,6 knallscharf. Die Rechnungen des 1,8/50 waren schon zu manuellen Zeiten sehr gut. Ich verwende noch das ältere AI 2/50 gerne mit 5,6-8, knallscharf. Zum AF 28mm kann ich nix sagen, habe immer noch das AI 3,5/28 im Gebrauch:
St-Andrews-BayScreenshot 2026-06-22 084648.jpg
Foto hängt als 60x90 bei mir im Arbeitszimmer, D700 mit AI 3,5/28mm, Stativ, St.Andrews Bay auf Südgeorgien 2008, abends bevor wir wieder die Zodiacs zum Schiff nahmen. Ich war als Guide im letzten Boot wegen der späten Fotos...
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Es hilft insofern, dass derjenige sich später nicht über Farbsäume und empfundene Unschärfen wundert und an eigenes Versagen oder einen Defekt glaubt, wenn er weiß, dass das eine bekannte Schwäche dieses Objektivs ist und er allenfalls in der digitalen Nachbearbeitung etwas dagegen anarbeiten kann.
 
quadratlatsche
quadratlatsche kommentierte
…Leute, ist ja alles richtig, aber wir entfernen uns damit arg weit von der ursprünglichen Frage, ob man damit als Start tiefer in die Fotografie einsteigen kann. Natürlich kann jede(r) entscheiden, wie viel technische Leistung der Objektive ihm/ihr wichtig sind, aber das ist m.E. eine ganz andere Frage. Manche Leute stören sich nicht an optischen Imperfektionen, sondern wollen einfach nur Spaß am Fotografieren haben 😉
 
quadratlatsche
quadratlatsche kommentierte
…Leute, ist ja alles richtig, aber wir entfernen uns damit arg weit von der ursprünglichen Frage, ob man damit als Start tiefer in die Fotografie einsteigen kann. Natürlich kann jede(r) entscheiden, wie viel technische Leistung der Objektive ihm/ihr wichtig sind, aber das ist m.E. eine ganz andere Frage. Manche Leute stören sich nicht an optischen Imperfektionen, sondern wollen einfach nur Spaß am Fotografieren haben 😉
Der Thread heisst ja Kaufberatung für Einsteiger…
 
volkerm
volkerm kommentierte
Genau, Einsteiger, und du kamst mit F4 und F5 um die Ecke ... Traumgerät für altgediente Nikonfans, eher ein viel zu klobiges, schweres Gerät zum Abgewöhnen für Einsteiger.

Die Frage ist nämlich auch, ob man in Fotografie einsteigen möchte oder in Beschäftigung mit Fototechnik. Für Ersteres würde ich eher eine unkomplizierte moderne Kamera empfehlen und die alten Objektive verkaufen.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Ich grüble immer wieder, ob ich mir nicht eine leidlich erhaltene F4, die Traumkamera meiner späten Schulzeitjahre, erjagen soll, um dann doch zum Schluss zu kommen, dass sie nur ein Staubfänger wäre. Ich musste sehr schmunzeln, als ich hier die Empfehlungen für analoge Oldies als Einstieg in Fotografie im Jahr 2026 las. 😆
 
Manche Leute stören sich nicht an optischen Imperfektionen, sondern wollen einfach nur Spaß am Fotografieren haben
Genau..
hatte als immer drauf ein Tokina 35-135mm an einer F3

Alle waren zufrieden und ende der Monat gab es Geld

DSC08042.JPG
 
1 Kommentar
volkerm
volkerm kommentierte
Heute muss sich das Ergebnis aber an dem messen lassen, was man mit Smartphone & Co völlig unkompliziert bekommt.

Da ist die Freistellung (noch) ein Pluspunkt, wenn man die beiden 1.8er nimmt. Aber alles andere wird mühsam - oder man setzt sich Retrolook ganz bewusst zum Ziel.
 
Um nochmals auf den Eingangspost zurückzukommen, ja mit diesen Objektiven kommt irgendwann Frust auf, jede halbwegs gute Einsteiger DSLM mit Zoom ist für die gestellten Anforderungen wohl besser.
Man kann natürlich auch den harten Weg gehen um zu lernen und analog fotografieren, wenn man sich teure Filme und deren Entwicklung und Print leisten kann, oder eine alte DSLR kaufen und dann Frust schieben.
Oder auch eine Empfehlung, nicht auf Nostalgiker hören die von vergangenen Zeiten träumen als eine F3 noch die ultimative Kamera war.
 
Kommentar


Die Frage ist nämlich auch, ob man in Fotografie einsteigen möchte oder in Beschäftigung mit Fototechnik. Für Ersteres würde ich eher eine unkomplizierte moderne Kamera empfehlen und die alten Objektive verkaufen.

Die drei Objektive bringen ca 300 Euro. Zähl eine D600 bis D800 dazu, die man NICHT kauft, dann werden daraus total 600 bis 700 Euro, die man alternativ anlegen kann. Für das Budget wird es mit Nikon Z recht schwer, auch mit einer Z6. Sogar mit der Z5, die im Gegensatz zur Z6 auch keine XQD Karte und Reader dazu braucht. Gebraucht versteht sich, neu geht da schon mal gar nichts mit Vollformat.

Selbst wenn man das doppelte hinlegt: 500 für eine gebauchte Z5 oder Z6, das 24-70/4 für 300 gebraucht. Dann gibt es noch ein Nikon Z f/1.8 gebraucht dazu, zwischen 35 und 85mm. Oder eines der beinden f/1.4, die wieder diese LoCa Farbsäume haben. Also eine gute FB und daneben ein f/4 Zoom, das gut abbildet. Was die alten AF FB bei f/4 oder 5.6 aber auch können.

Mit 'ner gebrauchten Z und drei FB wie 28, 50 und 85 muss man Grössenordnung knapp unter 2000 Tacken rechnen - alles gebraucht. Kommt der Wunsch nach einem SWW Zoom als Ergänzung auf, gibt es das 14-30/4 gebraucht für 700 bis 800. Ein 14-24/2.8 für Nikon F bekommt man teilweise schon für die Hälfte nachgeworfen, obwohl f/2.8. Meines war unter 400 Euro und es ist richtig gut.

Nichts gegen die modernen Z Linsen, die sind alle gut bis Spitze. Aber mit Behalten der drei Objektive und einem DSLR Body dazu kommt man eben auch mit einem Bruchteil an Investition aus.

Ja, das 14-24 kann man auch an die Z adaptieren, ist ja ein AF-S. An der DSLR liegt sowas aber schöner in der Hand als am oft recht kleinen Z Body, wo noch 3cm für den FTZ das Objektiv nochmals länger machen.

Mit geringem Budget ist mir nur diese Lösung im DSLM Lager bekannt: EOS RP (400 Euro), 28/2.8 (200 Euro), 50/1.8 (100 Euro) und 85/2.0 Macro (350 Euro). Zusammen knapp über 1000. Oder ähnliche Lösungen mit der uralten A7 II oder A7R II bei Sony und Dritthersteller Linsen. Die machen aber im gegensatz zur EOS RP richtig ärger beim AF, sobald sich das Motiv auch nur ein wenig bewegt. Die RP mag billig gebaut sein, der Sucher einfach, kein IBIS, aber die Kamera funktioniert sauber und hat einen brauchbaren AF.
 
D
DGeo kommentierte
@volkerm Auch kein gebrauchtes Auto für kleines Geld, um das Fahren damit zu erlernen? :)
 
P
pulsedriver kommentierte
Ich nutze übrigens ein wohl gleiches 50/1.8 - das Series E - an der GFX100s. Und finde es gar nicht so schlecht.
 
Sightholder
Sightholder kommentierte
...Sogar mit der Z5, die im Gegensatz zur Z6 auch keine XQD Karte und Reader dazu braucht...
Die Z6 braucht keine XQD-Karte; kann man verwenden, muss man aber nicht. Seit Firmware C 2.20 werden auch CFexpress-Karten von Sony unterstützt und seit Firmware C 3.00 auch CFexpress-Karten der Mitbewerber.
Im direkten Preisvergleich CFexpress zu SDXC UHS II z. B. SanDisk Extreme Pro ist die CFexpress-Karte günstiger. Da hat sich der Reader schnell rentiert.
 
P
pulsedriver kommentierte
Natürlich muss es nicht Vollformat sein. Aber wenn wir 'ne Z50 mit 16-50 Kit nehmen - also nicht das 2.8er, sondern das lichtschwache - dann sind die Bilder technisch gesehen sicher gut, aber mit Freistellmöglichkeiten wie mit den alten drei FB mit 2.8 und 1.8 hat das nichts mehr zu tun. Z50 oder Z50 II, OK, bin auch auch dabei. Aber mit Licht. Muss nicht ganz äquivalent gleich viel sein, sonst ist man beim f/1.4. Aber z.B. ein Nikon 24/1.7, das ist günstig. Oder dann doch was mit 1.4 von Sigma oder Viltrox.

Eine APSc Kamera mit lichtschwachem Objektiv schränkt bei den kreativen Möglichkeiten dann doch ziemlich ein. Kann man machen, wenn man sich z.B. das 24/1.7 DX und ein 40/2.0 zusätzlich holt, aber nur das Kit? Hab es jetzt nicht ausgerechnet, aber auch da denke ich wird man mit drei FB oder mit Kit + 2 FB rasch mal 4-stellig werden.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Offenblendig ist das Serie E 1,8/50 aber schon echt weich. Ich hatte meines mal irgendwann rausgekramt und war an der Z7II schon etwas enttäuscht, obwohl ich es zu Analogzeiten mochte.
 
Dieses Jahr habe ich erstmals Triathlon ausprobiert, gestern war mein 2.

Anschaffungen:
- Laufschuhe: hatte ich
- Fahrrad: hatte ich (35 Jahre alt, Stahlrahmen, frisch gewartet)
- Radhandschuhe, Rennradschuhe (die alten waren hinüber), neuer Radhelm, Brille, Einteiler für Schwimmen/Rad/Laufen - Kosten 300-400 EUR

Bei einigen aus der Runde hätte ich mir erst ein Carbon-Rad mit Scheibenrädern und elektrischer Schaltung und Scheibenbremsen, Neoprenanzüge in verschiedenen Stärken, modische Radkleidung sowie eine Trainingsanlage, mit der ich simulierte Radrennen fahre, anschaffen müssen (zusammen locker 8.000-10.000 EUR), bevor ich überhaupt so etwas ausprobiere…

Natürlich ist das Unsinn, ich wäre auch mit unter 100 EUR Neuanschaffungen (Radhandschuhe + Radschuhe) hingekommen, alles darüber hinaus war bereits Luxus,

So ähnlich ist es mit den Objektiven für jemanden als Einsteiger. Da würde ich klein und unkompliziert anfangen, also einen Body kaufen oder schenken lassen und fertig. Bloss nicht erst verkaufen und dann etwas anderes kaufen, dann ist 1/2 Jahr ins Land gegangen und man hat noch kein einziges Bild machen können.

Für 300 EUR habe ich damals meine D3 verkauft, wer damit keine guten Bilder macht, bei dem liegt es kaum an der Kamera oder den Objektiven. Und nicht jeder will 1-2 qm große Abzüge von seinen Bildern machen lassen.
 
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D
Der Photograph kommentierte
Man kann auch mit einer D3 große Vergrößerungen machen, ein von mir gemachtes Foto, nicht mit mir, hängt in einem Wohnzimmer in 1,6m (oder so ähnlich), zugegeben, für den Druck wurde das etwas aufbereitet, das ging aber schon 2013. Mit heutiger Technik kann man das noch viel viel besser hochrechnen und aufbereiten.
 
.
Ganz ehrlich: So langsam wird die Diskussion grotesk … :motz:

Meine erste digitale Kamera D70 hatte weiland innerhalb nur
weniger Monate ihr Geld eingespielt und würde es selbst
heute noch tun. Bilder von ihr wurden auf 18/1 aufgeblasen,
gemeckert hat niemand.

Da hier vermutlich kaum jemand mehr als 30x45 ausbelichtet,
ist die Pixel-Frage eh müßig – meine D700 reicht locker bis
heute als Geldmaschine.

Mein Fazit: Jede Kamera mit internem AF-Motor bringt's mit
diesen Objektiven – je neuer, desto besser, hoffentlich.

.
 
Kommentar
Hier zerruppt man sich die Mäuler und der Fragesteller hat sich längst ein Ruderboot gekauft und geht Angeln.
Oft erscheinen mir solche stillschweigenden Threads der Eröffner als Test für die Selbsthilfegruppe mit Eigentherapie.
 
1 Kommentar
peterkdos
peterkdos kommentierte
Ja, das ist das Forum, wie ich es kenne.

Wozu sich mit der Fotografie aufhalten, wenn es soviel über Technik reden und streiten lässt.;)
 
Ich kann mich noch gut erinnern als man Z kritisch gesehen hat und an seinen AF-S festgehalten hat fast als Blödian hingestellt wurde, vor Einführung des Z Bajonett war alles zu groß, zu schwer, zu langsam zu laut, zu unscharf, etc. pp.
Es ist ein wenig scheinheilig jetzt den heiligen Samariter zu spielen und das alte Bajonett auszugraben wenn man mind. 3 Z Kameras im Schrank hat.
 
5 Kommentare
Mauleselchen
Mauleselchen kommentierte
Ich liebe meine etwa 70 alten AF-S, AF-D und AF Objektive obwohl ich mit der Z30, Z50, Z6 und der Z7 sogar vier spiegellose Gehäuse nebst einigen Optiken im Schrank habe. Die gehen aber in der Menge der restlichen 38 digitalen und 12 analogen Gehäuse mit Spiegel unter :)
 
T
Tom.S kommentierte
Es kommt doch immer auf die Vorrausetzungen an.
Das mit dem groß und schwer lasse ich mal dahingestellt weil es sehr auf den Einzelfall ankommt. Aber das Z-System ist in zahlreichen Punkten um einiges besser als das alte F-System. Für ein ambitionierten Amateurfotografen bedeutet der Umstieg von F auf Z tatsächlich in vielen Bereichen einen Vorteil.
Das hat aber nichts damit zu tun wenn es um Altbestand und den allerersten Einstieg in die Fotografie überhaupt geht.
 
1
1bildermacher1 kommentierte
Kauf dir eine kleine Sony, die sind was AF anbelangt absolute Spitze. Für Kinderfotografie bestens geeignet.
Gruss Wolfgang
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


Nicht jeder ist mit Shiva verwandt und hat den Genpool.

Einige müssen max. mit zwei Händen auskommen….
 
volkerm
volkerm kommentierte
Es scheinen viele vergessen zu haben, welche Tricks und Kniffe bei den älteren F-Kameras noch nötig waren, bei Aufnahme und Nachbearbeitung, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Zudem war von Bildern der Familie die Rede, da denke ich mal an Kinder in Bewegung, ohne den heute üblichen Augen-AF deutlich mühsamer mit weniger Treffern. Von Belichtungsspielräumen bei den älteren Modellen mal ganz zu schweigen.

Wer sagt, das ging früher auch mit der D70: ja, da gab es auch vorzeigbare Ergebnisse. Nur: Mit einer aktuellen Spieggelosen - gerne auch aus dem Einsteigersegment - kommt man viel müheloser zum gewünschten Ergebniss. Die Frage ist deshalb, ob man sich all die älterem Gerät nötigen und inzwischen entbehrlichen Kenntnisse aneignen möchte. Das bitte nicht als Plädoyer für teures Equipment verstehen, darum geht's nicht.
 
Hallo zusammen,

erst einmal ein riesiges Dankeschön für die vielen, ausführlichen Antworten und die extrem hilfreiche Diskussion! Ihr habt mir bei der Orientierung unheimlich geholfen.

Besonders der Hinweis, dass man für das alte D-Glas im Verkauf gar nicht mehr die Welt bekommt, war ein wichtiger Hinweis. Das Ganze hat mich auf jeden Fall ins Grübeln gebracht. Nach dem Abwägen eurer Argumente ist meine Tendenz momentan aber eher, den Schritt in die spiegellose Welt zu wagen, statt eine DSLR zu kaufen, auch wenn das finanziell erst mal einen Aufpreis bedeutet.

Ein ganz entscheidender Faktor kam bei uns zu Hause nämlich noch auf den Tisch: Die Kamera soll auch von meiner Frau genutzt werden und uns unkompliziert auf Ausflügen begleiten für Landschaftsfotos, usw.. Eine schwere, wuchtige DSLR wie die D800 schreckt uns da wegen der Größe und des Gewichts etwas ab. Da ist eine spiegellose Kamera in Sachen Handhabung und Gewicht für unterwegs vermutlich einfach der leichtere Einstieg im Alltag.

Aus heutiger Sicht wäre mein Favorit für diesen Weg eine gebrauchte Nikon Z5. Das scheint mir für das, was ich vorhabe (Landschaftsfotos, die ich auch mal groß möchte, Familie, unkomplizierte Bedienung), ein sehr rundes Paket zu sein.

Final ist das alles aber noch nicht. Bevor ich mich endgültig entscheide, würde mich eure Erfahrung zu folgenden Punkten interessieren:
  1. Wo verkauft man solche AF-D Linsen im Top-Zustand heute am besten?
  2. Besser als Set oder einzeln anbieten? Macht es Sinn, die Dreifaltigkeit aus 28mm, 50mm und 85mm als „Festbrennweiten-Starterset“ im Paket anzubieten, oder erzielt man einzeln meistens bessere Preise?


Viele Grüße,
Lenny
 
5 Kommentare
volkerm
volkerm kommentierte
Ebay einzeln. Ist inzwischen für Verkäufe innerhalb D kostenfrei. Ich habe sehr viele Objektive dort verkauft, war unkompliziert und sicher.
Gute Fotos mit Details sind wichtig.
 
T
Tom.S kommentierte
Die Z5 ist eine sehr gute Kamera. Aber bitte vergiß bei deinen Überlegungen zu DSLM nicht, dass die vergleichbaren Objektive im Z-System deutlich größer und schwerer sind. Schau dir das im einzelnen also genau an und welche Alternativen es im System gäbe.

Wobei aus meiner Sicht neben dem Gewicht noch einges andere gegen eine D800 sprechen würde. Aber das ist ein anderes Thema.
 
volkerm
volkerm kommentierte
Wenn man ein gebrauchtes 24-70/4 dazu nimmt ist das gut, günstig und kompakt.
 
T
Tom.S kommentierte


Dann hat man nur zwei der vorhandenen Objektive in Bezug auf die Brennweite abgedeckt und liegt in Sachen Lichtstärke deutlich dahinter.
Es ginge auch das Z 24-50 noch kleiner und leichter. Oder nur ein FB wie das Z 40/2.
 
P
pulsedriver kommentierte
Es gibt auch leichte Objektive für Nikon Z, auch für Vollformat.

Zu einer Z5 wäre da auch zum Beispiel das neue 24-105 für die Landschaftsbilder, wo es eh nicht auf Lichtstärke ankommt. Zudem ist es bis 35mm mit f/4.2 kaum lichtschwächer als das 24-70/4.0. Scharf soll es auch sein.
Und dazu zwei FB. Meine Wahl wäre das 50/1.4 Z. Aber das muss nicht die einzig richtige sein. Sehr schön kommt z.B. auch ein günstiges, kleines 40/2.0. Und für Portraits noch ein 85/1.8 - Nikon Z oder Vitrox für Z, je nach Budget. Gutes Bokeh können beide.

Einen dringenden bedarf für Vollformat sehe ich hier aber ehrlich gesagt nicht. Ich würde auch eine Z50 oder Z50 II mit dem 16-50/2.8 Z nicht gleich ausschliessen. Ist nochmals deutlich handlicher. Man muss dabei aber daran denken, dass die Kamera keinen IBIS hat, d.h. man ist auf stabilisierte Objekitve angewiesen, wenn man einen Stabi möchte. Bei der Z5 geht das dank IBIS auch ohne.
 
bei Kleinanzeigen einzeln...
gibt es noch OVP, Bedienungsanleitung, Front+Rückdeckel? Gute Fotos machen...
 
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Zu 1:
Falls ein Händler vor Ort oder in akzeptabler Nähe ist, einfach mal fragen. Evtl. gibt es dort auch deine zukünftige Kamera günstig.
Online z. B. hier im Marktplatz oder bei ebay oder bei MPB.

Zu2:
Einzeln anbieten. Wer nur ein Objektiv benötigt, steigt beim Set-Angebot sofort aus.
 
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Aus heutiger Sicht wäre mein Favorit für diesen Weg eine gebrauchte Nikon Z5. Das scheint mir für das, was ich vorhabe (Landschaftsfotos, die ich auch mal groß möchte, Familie, unkomplizierte Bedienung), ein sehr rundes Paket zu sein.
Empfehlung, wenn das Budget es hergibt: Der AF der Z5II ist massiv verbessert worden, was bei Landschaft irrelevant ist, bei rumflitzenden Kindern aber der Gamechanger sein kann. Die erste Generation der Z hatte da so etwas ihre Schwachstelle für bewegte Motive.
Wo verkauft man solche AF-D Linsen im Top-Zustand heute am besten?
Ich habe Fotozeug immer sehr gut über ebay-Auktionen wegbekommen, teils weit ins Ausland selbst nach Übersee (bei älteren Leica-Sachen meines Vaters, die er abstoßen wollte) - Schlüssel sind dabei sehr gut den Zustand zeigende, gut belichtete Fotos vor neutral-hellem Hintergrund (Papphohlkehle oder Betttuch reicht schon, um rauszustechen), die signifikant mehr Zuspruch und damit Ertrag bringen, sowie gute, detaillierte Beschreibung. Kleinanzeigen geht auch, da muss man halt einen guten taktischen Preis ermitteln - Empfehlung: zustandstypischer gehobener Mittelwert aus realen ebay-Verkäufen der letzten 3-4 Monate minus ebay-Provision als VB. Du willst sie ja loswerden.
Besser als Set oder einzeln anbieten?
Einzeln, immer. Die allerwenigsten suchen genau solch ein Set bei Objektiven, sondern ein bestimmtes. Wenn man das Set überhaupt losbekäme, wäre der Sammelpreis niedriger als die Einzelerlöse.
 
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Zuletzt bearbeitet:
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Ich grüble immer wieder, ob ich mir nicht eine leidlich erhaltene F4, die Traumkamera meiner späten Schulzeitjahre, erjagen soll, um dann doch zum Schluss zu kommen, dass sie nur ein Staubfänger wäre. Ich musste sehr schmunzeln, als ich hier die Empfehlungen für analoge Oldies als Einstieg in Fotografie im Jahr 2026 las. 😆
Unser jüngstes Mitglied (damals 20) im Fotoclub kam beim ersten Mal mit einer Großformatkamera. Bei einem der größten lokalen Händler in Köln (Foto Lambertin) stehen vor jedem der Gebrauchtfenster jüngere Leute, die sich für analoge Kameras interessieren. Insofern verstehe ich nicht, was jetzt an der Idee verkehrt sein soll, das als Option ins Auge zu fassen. Meine F4 in prima Zustand (und kein Pixel-Bleeding) habe ich für ca 200€ erstanden, die passt hervorragend zu den Objektiven. Meine F5 hat 300€ gekostet, der AF ist ziemlich flott, damit wurden damals Actionfotos (Sport, Autorennen), für Kinder sollte das reichen.

Für 500-600€ würde LennyL einen Analogbody PLUS einen älteren FX-DSLR-Body (D610, D750, D800, D810, D3) bekommen und hätte gegenüber den Vorschlägen, die preislich vierstellig sind, noch viel Geld übrig.
Upgrading geht immer, ich würde klein anfangen und dann gucken.
Wer meint, dass das nur mit einer Z6III für 2000€ geht, kann sich gerne im lokalen Fotohandel als Verkäufer bewerben. Der Anfänger ist damit dann aber over-equipped und under-skilled.
 
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Genau, Einsteiger, und du kamst mit F4 und F5 um die Ecke ... Traumgerät für altgediente Nikonfans, eher ein viel zu klobiges, schweres Gerät zum Abgewöhnen für Einsteiger.

Die Frage ist nämlich auch, ob man in Fotografie einsteigen möchte oder in Beschäftigung mit Fototechnik. Für Ersteres würde ich eher eine unkomplizierte moderne Kamera empfehlen und die alten Objektive verkaufen.
Wieso kann ein Einsteiger nicht mit einem ehemaligen Profi-Body einsteigen? Spart Geld für einen Hammer und Hanteln. 😉
Zum Erlernen des Belichtungsdreiecks taugen die allemal. Bei Fotos der Kinder zählen außerdem die Emotionen und Erinnerungen (Kind im Sandkasten, Kind auf Dreirad, Kind auf Go-Kart, Kinder-Geburtstag, Kind mit Schwimmflügeln im Meer). Alles mit wenig bis null Action, würde auch mit einer F401 o.ä. funktionieren, die ich einer Laufpartnerin (Mitte 30) geschenkt habe (hat mich revidiert 40€ gekostet).
Nicht jede(r) will viel oder kann soviel Geld für ein Hobby ausgeben.
 
2 Kommentare
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Der Fehler ist "ich würde, ich würde, ich würde" , der TO schreibt dass auch seine Frau mit fotografieren will, und einer vernünftigen Ehefrau wird spätestens nach Entwicklung von dreißig Filmrollen nach dem Familienurlaub die Lust auf Analog vergangen sein.
Mit einer modernen Kamera einzusteigen ist schon sinnvoll.
 
T
Tom.S kommentierte
Zum Erlernen des Belichtungsdreiecks ist nichts so schnell und günstig wie eine digitale Kamera. Man hat immer alle Daten und sofortige Kontrolle vor Ort.
 
Für 500-600€ würde LennyL einen Analogbody PLUS einen älteren FX-DSLR-Body (D610, D750, D800, D810, D3) bekommen und hätte gegenüber den Vorschlägen, die preislich vierstellig sind, noch viel Geld übrig.
Analogfotografie ist wie ein billiger Tintenstrahldrucker: Das Startinvestment ist niedrig, die Folgekosten bei regem Gebrauch sind hoch. Will man gelegentlich mal ein paar Fotos machen, ist das nicht so wichtig, aber die Kosten und der Aufwand hinter Analog sind heute nicht zu vernachlässigen. Einen DSLR-Body bekam er mehrfach vorgeschlagen, kann auch sinnvoll sein, aber einem Neueinsteiger heute Analog ans Herz zu legen erscheint mir immer so als Projektion eigener Nischenvorlieben auf Andere.
 
1 Kommentar
ZHR
ZHR kommentierte
Da muss ich Christoph vollkommen recht geben, und, Analog war vor der digitalen Aera schon ein Kostenpunkt, verschwiegen heutzutage.
Analog vergessen!!!
 
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