...Uns ist es „auf der anderen Seite“ von Tibet aus ähnlich ergangen, nur wussten wir, dass im August die Wetterwahrscheinlichkeit für’s Basecamp gegen uns sind. 30 km vor dem Everest bei null Sicht im Nebel und Regen zu vegetieren war leider auch nicht schön. Nur marginal besser war es um den Kailash herum…Im Hinterkopf wäre noch immer der Island Peak...
...wir haben keines unserer Ziele erreicht, aber das Gefühl, es aus eigenem Antrieb bis hierher geschafft zu haben, ist ein ausreichend schönes.
Ja, das klingt zunächst unverschämt. Andererseits: wovon sonst sollen die Menschen dort oben leben, wenn nicht von den Touristen, die in ihren Augen so unfassbar reich sind, dass sieIn Namche Bazar konnte ich noch einmal für recht wenig Geld aufladen, weiter oben werden die Leute dann unverschämt (ca. 5-10$ für eine Akkuladung!).
Wenn man den Berichten derjenigen glauben darf, die es geschafft haben, stellt sich das eigentliche Glücksgefühl darüber, es auf den höchsten Punkt der Welt geschafft zu haben, erst später ein, wenn man wieder heil im Basislager angekommen ist. In der sogen. Todeszone (oberhalb von ca. 7.000 m) bestimmen wohl hauptsächlich der Kampf gegen die eigene Müdigkeit und Erschöpfung und der Wille, es irgendwie nach oben und möglichst wieder zurück zu schaffen, das Gefühlsleben.#37 Der Mount Everest, ein Klotz aus Fels und Eis, im Kegel der Abendsonne. Wie muss es wohl sein, dort drauf zu stehen?
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