Windows XP gegen Windows Vista

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Hallo miteinander.

Mal ganz allgemein zu diesem Thema: Pauschalaussagen wie in dem Verweis von Klaus kann man nicht erst nehmen. Bei mir laufen drei Betriebssysteme: W2K für's Internet, XP und Vista 64 ohne Internet- und Netzwerkanbindung. Wenn man das ganze Schnöckelgedöns für Netzwerke und die vermeintliche Internetsicherheit über Bord wirft, hat man zwei schnelle und stabile Systeme. Vista hat nach meiner bisherigen Erfahrung die größeren Nehmerqualitäten bei der Registry. Sie ist nicht so schnell und nachhaltig zugemüllt wie bei XP, wenn man verschiedene Sachen ausprobiert und wieder deinstalliert.

Allerdings muss man sich mit Vista erst einmal gehörig beschäftigen und die oftmals nicht nachzuvollziehenden Voreinstellungen individuell abändern.

Bis jetzt, nach rund sechs Wochen, ist Vista noch nicht ein einziges Mal "abgeschmiert", obwohl ich zahlreiche Programme zum Ausprobieren installiert und dann wieder entfernt habe. Geschwindigkeitsmäßig habe ich bis jetzt kein Nachlassen bemerkt. XP ist da nicht so restistent und beginnt nach einiger Zeit merklich zu lahmen.

Davon einmal ganz ab - über die Jahre wurde jedes neue Betriebssystem harsch kritisiert und als unnötig und schlecht bezeichnet. Wenn sich nach einger Zeit die Anlaufschwierigkeiten gelegt hatten, wollte man es dann nicht mehr hergeben und hat auf den jeweiligen Nachfolger geschimpft. So wird es auch mit Vista gehen :D
 
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Wie, Du nimmst mich nicht ernst?:)

Ich möchte Deine Aussage einmal etwas relativieren.

Meine "IT-Karriere" begann mit DOS 2.0; und ich habe in den Folgejahrzehnten alles auf meinen Rechnern gequält, was irgendwie den Anschein eines Betriebssystems erweckte, inkl. diverser Linux-Distributionen. By the way sitzt das NF-F nach einem Exkurs mit Suse 9.3 jetzt auf einem Debian 64bit System.

Mein Lieblingswindows war über viele Jahre W2K, das ich leider irgendwann durch nicht mehr vorhandene Hardware- und Softwarekompatibilitäten durch XP ersetzen musste.

Zu Vista bin ich gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde, nämlich durch die Ersatzbeschaffung eines defekten Notebooks vor einigen Wochen. Und ich muss zugeben, dass meine erste Intention war, die Kiste zu plätten und eine freie XP-Lizenz drüber zu bügeln.

Aber die Faulheit hat dann über diesen Wunsch gesiegt, und ich habe es mir erst einmal angesehen.

Da ich immer noch vier Rechner besitze und nutze, auf denen von W2K bis zu Vista jetzt alles präsent ist, zudem auf diesen Computern gleichartige Software installiert ist, kann ich das Verhalten dieser Systeme schon beurteilen.

Du hast Recht, wenn Du sagst, dass ein Tuning von Vista erhebliche Geschwindigkeits- und Stabilitätszuwäche bringt. Und ich gehe auch mit Dir konform, dass ein solches Tuning unerlässlich ist, um es sinnvoll und performant zu nutzen.

Trotzdem geht es immer noch verschwenderisch mit Hardwarekapazitäten um, verschwenderischer als XP; und das will etwas heissen.:)

In meinen Augen ist es Irrsinn, Vista einem Einsteiger aufs Auge zu drücken, da dieser keine Möglichkeit hat, oder sich erst nach intensiver Bsschäftigung mit den Grundlagen eines Betriebssystems in die Lage versetzt sieht, dieses Tuning selber vornehmen zu können.

By the way, ein heisser Tipp in diesem Zusammenhang ist der "Vista-Manager" von Yamicsoft, den es auch schon für XP gab bzw.gibt.

Und diese Tatsache führt dann zu den Problemen und nicht zuletzt zu den Fragestellungen hier im Board.

Kurze Feststellungen, die meine Aussagen untermauern sollen:

Photoshop CS2 ist auf einem XP-System gleicher Ausstattung schneller, als auf Vista.

CNX ist auf einem XP-System gleicher Ausstattung schneller, als auf Vista; es ist allerdings falsch zu sagen, dass CNX auf und mit Vista Probleme bereitet. Wenn es Probleme auf einem Vista-System bereitet, liegt es am Anwender, nicht am System.

Nahezu alle Browseranwendungen laufen auf einem XP-System performanter als auf Vista: IE, FF, Netscape, Opera

Ein Plus bekommt Vista von mir iin Bezug auf die Verwaltung der Registry; Müll dort kann man unter Vista wohl etwas leichter demontieren, als unter W2K und XP.

Und damit sind wir auch bei einer Tatsache, die XP auf längere Sicht auch langsamer gestalten kann; und das ist eine völlig zugemüllte Registry, die insbesondere nach Softwaredeinstallationen bereinigt werden sollte und die Notwendigkeit, wenigstens ab und an einmal die Festplatte(n) zu defragmentieren.

Just my 2 cents...

Hallo miteinander.

Mal ganz allgemein zu diesem Thema: Pauschalaussagen wie in dem Verweis von Klaus kann man nicht erst nehmen.
 
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Meine "IT-Karriere" begann mit DOS 2.0; und ich habe in den Folgejahrzehnten alles auf meinen Rechnern gequält, was irgendwie den Anschein eines Betriebssystems erweckte, inkl. diverser Linux-Distributionen. By the way sitzt das NF-F nach einem Exkurs mit Suse 9.3 jetzt auf einem Debian 64bit System.

umso mehr wundere ich mich über dein Pauschalurteil... :confused:
Diese Nichtwechsel-Mentalität gabs doch bisher bei allen Betriebssystemupdates bzw. Neuerungen, müsstest gerade du(nach deinem reichen Erfahrungsschatz) bestens wissen. Und bisher ist noch immer umgestiegen worden(klar, gibt bestimmt auch heute noch 3.1-User).

Ich jedenfalls(der vom frühen DOS bis vor 2 Jahren jeden 'MS-Trend' mitmachen musste) halte von solchen Aussagen ganz genau garnichts und hätte sie von dir zuletzt erwartet.
Das einzige was ich Vista anlasten möchte, ist die oben bereits erwähnte Vorkonfiguration, die rel. bescheiden ist und für nicht ganz moderne Rechner der Performancetod sein kann.

Vista braucht man NOCH nicht, aber Speicher ist billig und wird bei zukünftiger Software wohl zunehmend vorrausgesetzt. Alle die sich bei einer Neuinstallation aufgrund solcher Meldungen für XP entschieden dürfen sich IMHO bald bei dir 'bedanken'...

just my 2 cents
 
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Kurze Feststellungen, die meine Aussagen untermauern sollen:
Photoshop CS2 ist auf einem XP-System gleicher Ausstattung schneller, als auf Vista.

Photoshop mit seiner "selbstgestrickten" Speicherverwaltung am Betriebssystem vorbei ist auch ein besonders untypischer Fall.

Bei mir läuft seit längerer Zeit eines der Systeme unter Vista 64 im Dauerbetrieb, mit 32bit und 64bit Anwendungen. Gute Performance, keine Probleme.
 
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Hallo Klaus,

nein, nein,

Wie, Du nimmst mich nicht ernst?:)

so war das nicht gemeint :dizzy:

Das bezieht sich auf den Text, auf den Du verlinkt hast. Nicht auf Dich.

Noch ein kleiner Schlenker zu XP: allgemein wird ja gesagt, dass XP nicht mehr als zwei GB Speicher adressieren würde. Seit ich acht GB im Rechner habe rendert XP Videos fast doppelt so schnell wie vorher mit vier GB. Das dürfte m.E. nicht daran liegen, dass es vorher PC-667 waren und jetzt PC-800 sind.

Zu Vista habe ich hier keinen Vergleich, weil es Pinnacle Studion 9 nicht mag.
 
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Hallo Volker,

Photoshop mit seiner "selbstgestrickten" Speicherverwaltung am Betriebssystem vorbei ist auch ein besonders untypischer Fall.

das kann ich bestätigen. Die kostenlose Testversion von CS3 benennt den idealen Speicherberereich zwischen 1790 und 2343 MB, entsprechend 71%. Wenn man den Regler auf 100% zieht, dann nimmt es nur 3255 MB in Beschlag. Damit löppt es dann allerdings auch recht flottig.

Gute Performance, keine Probleme.

Das ist bei mir bis jetzt auch so.
 
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Nicht dass es für die Diskussion essentiell wichtig wäre, aber ich würde zwischen

Windows NT 3.1, Windows NT 3.5, Windows NT 3.51, Windows NT 4

und Windows 2000, Windows XP, Vista eine Leerzeile einschieben.

Die internen Versionsnummern lauten 4.0 für Windows NT 4, 5.0 für Windows 2000 und 5.1 für Windows XP (und 5.2 für Server 2003). Und das trifft genau den Kern der Sache. NT 3.51 war ein sehr gutes Serverbetriebssystem und hat hier Microsoft OS/2 1.3 endgültig abgelöst. Auf dem Desktop hat es sich aber erst in der Version NT 4 mit der mit Windows 95 neu eingeführten Oberfläche durchgesetzt. Zwischen NT4 und 2000 stehen nicht nur 5 Jahre, sondern auch die technische Entwicklung derselben. Sehr viele Komponenten wurden da grundlegend neu entwickelt und in vielen Fällen hat Microsoft auch aus den Fehlern der Vorgängerversion gelernt. Der Versionshub von 5.0 -> 5.1 spiegelt die Unterschiede zwischen W2k und XP wieder. XP ist Modellpflege, so wie jedes Auto mal nach 3 Jahren größere Scheinwerfer und einen anderen Kühlergrill kriegt, während an der ganz neuen Modellreihe schon im Hintergrund gearbeitet wird. Oder wie nach der D2X erst mal die D2Xs und dann erst die D3 kommt.

Deine Einschätzungen kann ich nicht ganz teilen, denn wenn man alle Änderungen berücksichtigt, ist der Unterschied zwischen W2K & XP bzw. XP & Vista genauso groß wie der zwischen NT4 & W2K.

3.5.1 lief übrigens auch als Client OS richtig gut. Als WfW User war es für mich damals völlig ungewohnt 3 Wochen ohne Reboot auszukommen. WfW brauchte damals mindestens einen im Schnitt eher 2 pro Tag.



Apropos: Ich habe gestern SP1 installiert und siehe da Vista läuft immer noch. :D

Und das beste ist, dass Port 1352 auch noch geht. :D
 
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umso mehr wundere ich mich über dein Pauschalurteil... :confused:

Nein, ich denke, es ist kein Pauschalurteil; es lag auch nicht in meiner Absicht, zu pauschalisieren.

Ich habe lediglich den angeführten Bericht, der sicherlich kritisch gelesen werden sollte, mit meiner eigenen Erkenntnis, die aus eigenen Erfahrungen stammt, resumiert. Oder um es einfacher zu sagen, XP und Vista auf Maschinen vergleichbarer Konfiguration lässt mich nicht erkennen, warum ich die XP-Maschine updaten sollte. Vielleicht wird meine Aussage dadurch verständlicher.
 
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... wenn man alle Änderungen berücksichtigt, ...

Ich will das jetzt nicht bis ins letzte Bit diskutieren, dazu bin ich zu wenig Windowsfreak, aber ich denke, dass die wesentlichen Architekturänderungen hier doch stärker wiegen als die Änderungen an der Oberfläche oder bei Dirext-X und Co. Und wenn man die Neigung zu Systemabstürzen aka Bluescreens als grobes Indiz nimmt, dann hat sich zwischen NT und W2k sehr sehr viel getan. Und hiezu gehören auch nicht-technische Aktivitäten, wie die Zertifizierung von Treibern oder die Einführung von strengeren internen Programmierrichtlinien. Schlecht programmierte Treiber waren ein wesentlicher Störfaktor bei der Systemstabilität. Ich hatte einmal mit MS zu tun und habe mit einem Insider über das Thema Sicherheit geplaudert. Der erzählte, dass - nachdem Bill Gates vollmundig angekündigt hatte, dass MS das Thema Sicherheit erfunden hätte - bei einer internen Inventur über 30 Installationsprogramme für Patches aufgetaucht seien. Und die taten irgendwas, spielten irgendwo irgendwas ein, waren deinstallierbar oder auch nicht usw. Das hatte einige Anstrengungen gekostet, das zu vereinheitlichen und die eigenen Programmierer über einen Kamm zu frisieren.

Und da liegt meiner Meinung nach der große Schnitt. Windows NT war im Ursprung simpel und wenn etwas Neues dazu kam, wurde es dazu programmiert. Die Architektur war in vielen Punkten sehr unsicher, weil sie zu einer Zeit entstand, als Vernetzung eine Option war, die man vielleicht nutzen mochte oder auch nicht und in der bei Microsoft vom Chef abwärts noch niemand ahnte, dass sich das Internet als neue Plattform etablieren würde. Da ging es eher darum, mehrere Programme gleichzeitig am Laufen zu haben und das richtig und nicht gebastelt, wie bei Windows 3.11. Erst mit NT4 SP3 hat man die gröbsten Bugs mehr gestopft als behoben. Bei W2k hat man sich erstmals viel mehr Gedanken über die grundlegende Architektur gemacht. Natürlich war das noch nicht das fertige Ding und vieles kam erst mit XP oder Vista erst richtig in Schuss.

Es ist zwar immer noch politisch korrekt, zu tönen "Linux ist viel sicherer als Windows" und wehe man spricht dagegen, wenn mehr als 2 Linuxer anwesend sind, aber seit Windows 2000 sind unsichere Systeme eher ein Zeichen für schlechte Administration als für ein grundlegend schlechtes System.
 
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Ich verwende Vista hauptsächlich beruflich, aber auch privat - das ist einfach einfacher.

Ein paar Gründe für die Benutzung von Vista, die für mich als Fotohobbyist wichtig waren und die für andere Fotografen vielleicht interessant sein könnten:

  1. Neues Farbmanagementsystem ggü. XP - Windows Color System (zBsp jeder Monitor kann sein individuelles Profil erhalten). Dieses wurde gemeinsam mit Canon entwickelt (und das in einem Nikon Forum :) ). Für die technischen Interessierten ein Whitepaper dazu: http://www.microsoft.com/whdc/device/display/color/WCS.mspx
  2. Mit Nikon wurde eine erweiterbare Shell Schnittstelle für herstellerspezifische RAW Codecs entwickelt (Nikon, Canon, Olympus, Sony, ...) -
  3. Im Standard Windows Explorer einfach nach EXIF Daten selektieren, oder suchen und wenn gewünscht, diese Suchaufträge in virtuellen Verzeichnissen abspeichern. Wenn zBsp ein Verzeichnis existiert, daß die Fotos von vielen verschiedenen Kameras enthält: Dann kann man im Explorer nach ISO Werten, oder Kamera Modell sortieren (oder kombiniert). zBsp alle D300 Bilder mit ISO 1600. Benötigt man diese Selektion öfters, legt man diese in einem "Search folder" an. Wann immer man den anklickt, kommen ohne weitere Eingabe alle D300 Bilder mit ISO 1600. Auch jene Bilder die in der Zwischenzeit hinzugefügt wurden.
  4. Desktop Search - Bei 500GB Platten und größer, mittlerweile ein Pflichtteil eines Betriebssystems.
  5. Netzwerkperformance - Laden vom Server geht fast immer schneller als von lokalen Platten
  6. Movie Maker - unterstützt HD, die hohe Auflösung der D-SLR Kameras wird in ein Videofile "gerettet" (1920x1080).
  7. Für kleine - manchmal ad-hoc - Gruppen: Windows Meeting Space (Schon mal Fotos ohne USB Stick getauscht? :))
  8. Movie Maker kann HD Files schreiben - "Filme" aus hochauflösenden Fotos schauen toll aus.
  9. Snipping Tool - Bequeme und flexible Art Bildschirminhalte als Grafikdatei abzuspeichern.
  10. Tablet PC Funktionalität - Mein persönlicher Favorit. Nie mehr wieder Notebook. Wer oft im Flugzeug sitzt, viele Seiten Dokumente lesen (und kommentieren) muß, oder mit der Hand schneller als mit der Tastatur schreiben kann, wird die Vorteile schnell zu schätzen wissen.

Sonstiges:
  • Für Eltern: Kinder PC Kontrolle (Parental Control)
  • Firewall, Security und Stabilität ist besser
  • Volume Shadow Copy: Das Betriebssystem erzeugt Versionen von geänderten Dateien. Praktisch, wenn man eine Datei mit den falschen Änderungen gespeichert hat und die Vorversion wieder gerne hätte.

Wer sich die beste Zusammenfassung der Features von Vista ansehen will , dem sei der Product Guide empfohlen.
Die neue Version incl. SP1 Merkmale gibt es als PDF <hier>. Achtung ca. 19 MB.

LG, Andy
 
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Ich will das jetzt nicht bis ins letzte Bit diskutieren, dazu bin ich zu wenig Windowsfreak, aber ich denke, dass die wesentlichen Architekturänderungen hier doch stärker wiegen als die Änderungen an der Oberfläche oder bei Dirext-X und Co. Und wenn man die Neigung zu Systemabstürzen aka Bluescreens als grobes Indiz nimmt, dann hat sich zwischen NT und W2k sehr sehr viel getan. Und hiezu gehören auch nicht-technische Aktivitäten, wie die Zertifizierung von Treibern oder die Einführung von strengeren internen Programmierrichtlinien. Schlecht programmierte Treiber waren ein wesentlicher Störfaktor bei der Systemstabilität. Ich hatte einmal mit MS zu tun und habe mit einem Insider über das Thema Sicherheit geplaudert. Der erzählte, dass - nachdem Bill Gates vollmundig angekündigt hatte, dass MS das Thema Sicherheit erfunden hätte - bei einer internen Inventur über 30 Installationsprogramme für Patches aufgetaucht seien. Und die taten irgendwas, spielten irgendwo irgendwas ein, waren deinstallierbar oder auch nicht usw. Das hatte einige Anstrengungen gekostet, das zu vereinheitlichen und die eigenen Programmierer über einen Kamm zu frisieren.

Und da liegt meiner Meinung nach der große Schnitt. Windows NT war im Ursprung simpel und wenn etwas Neues dazu kam, wurde es dazu programmiert. Die Architektur war in vielen Punkten sehr unsicher, weil sie zu einer Zeit entstand, als Vernetzung eine Option war, die man vielleicht nutzen mochte oder auch nicht und in der bei Microsoft vom Chef abwärts noch niemand ahnte, dass sich das Internet als neue Plattform etablieren würde. Da ging es eher darum, mehrere Programme gleichzeitig am Laufen zu haben und das richtig und nicht gebastelt, wie bei Windows 3.11. Erst mit NT4 SP3 hat man die gröbsten Bugs mehr gestopft als behoben. Bei W2k hat man sich erstmals viel mehr Gedanken über die grundlegende Architektur gemacht. Natürlich war das noch nicht das fertige Ding und vieles kam erst mit XP oder Vista erst richtig in Schuss.

Es ist zwar immer noch politisch korrekt, zu tönen "Linux ist viel sicherer als Windows" und wehe man spricht dagegen, wenn mehr als 2 Linuxer anwesend sind, aber seit Windows 2000 sind unsichere Systeme eher ein Zeichen für schlechte Administration als für ein grundlegend schlechtes System.

Das kann man natürlich so betrachten, ob der Architekturunterschied tatsächlich so ist wie Du geschrieben hast, kann ich nicht sagen. Für mich zählt aber das was ich als Anwender bemerke. Unter NT4 war Bluetooth fast nicht nutzbar, wenn das unter W2K dann geht, ist das ein Grund für einen Upgrade.

Interessanterweise gibt es einige Vergleiche, bei denen Win System sicherer abschneiden als Mac oder Linux Systeme. Ob das politisch korrekt ist, ist mir persönlich egal. ;)

Ich verwende Vista hauptsächlich beruflich, aber auch privat - das ist einfach einfacher.

Ein paar Gründe für die Benutzung von Vista, die für mich als Fotohobbyist wichtig waren und die für andere Fotografen vielleicht interessant sein könnten:

  1. Neues Farbmanagementsystem ggü. XP - Windows Color System (zBsp jeder Monitor kann sein individuelles Profil erhalten). Dieses wurde gemeinsam mit Canon entwickelt (und das in einem Nikon Forum :) ). Für die technischen Interessierten ein Whitepaper dazu: http://www.microsoft.com/whdc/device/display/color/WCS.mspx
  2. Mit Nikon wurde eine erweiterbare Shell Schnittstelle für herstellerspezifische RAW Codecs entwickelt (Nikon, Canon, Olympus, Sony, ...) -
  3. Im Standard Windows Explorer einfach nach EXIF Daten selektieren, oder suchen und wenn gewünscht, diese Suchaufträge in virtuellen Verzeichnissen abspeichern. Wenn zBsp ein Verzeichnis existiert, daß die Fotos von vielen verschiedenen Kameras enthält: Dann kann man im Explorer nach ISO Werten, oder Kamera Modell sortieren (oder kombiniert). zBsp alle D300 Bilder mit ISO 1600. Benötigt man diese Selektion öfters, legt man diese in einem "Search folder" an. Wann immer man den anklickt, kommen ohne weitere Eingabe alle D300 Bilder mit ISO 1600. Auch jene Bilder die in der Zwischenzeit hinzugefügt wurden.
  4. Desktop Search - Bei 500GB Platten und größer, mittlerweile ein Pflichtteil eines Betriebssystems.
  5. Netzwerkperformance - Laden vom Server geht fast immer schneller als von lokalen Platten
  6. Movie Maker - unterstützt HD, die hohe Auflösung der D-SLR Kameras wird in ein Videofile "gerettet" (1920x1080).
  7. Für kleine - manchmal ad-hoc - Gruppen: Windows Meeting Space (Schon mal Fotos ohne USB Stick getauscht? :))
  8. Movie Maker kann HD Files schreiben - "Filme" aus hochauflösenden Fotos schauen toll aus.
  9. Snipping Tool - Bequeme und flexible Art Bildschirminhalte als Grafikdatei abzuspeichern.
  10. Tablet PC Funktionalität - Mein persönlicher Favorit. Nie mehr wieder Notebook. Wer oft im Flugzeug sitzt, viele Seiten Dokumente lesen (und kommentieren) muß, oder mit der Hand schneller als mit der Tastatur schreiben kann, wird die Vorteile schnell zu schätzen wissen.

Sonstiges:
  • Für Eltern: Kinder PC Kontrolle (Parental Control)
  • Firewall, Security und Stabilität ist besser
  • Volume Shadow Copy: Das Betriebssystem erzeugt Versionen von geänderten Dateien. Praktisch, wenn man eine Datei mit den falschen Änderungen gespeichert hat und die Vorversion wieder gerne hätte.

Wer sich die beste Zusammenfassung der Features von Vista ansehen will , dem sei der Product Guide empfohlen.
Die neue Version incl. SP1 Merkmale gibt es als PDF <hier>. Achtung ca. 19 MB.

LG, Andy

Die Firewall taugt nach wie vor nichts, da sie zwar im Gegensatz zu XP auf ausgehenden Traffic überwachen kann, aber man kein Popup bekommt und dann eine Regel erstellen kann. Man muss stattdessen Ports etc. manuell zu machen. Meine ist daher deaktiviert und ich nutze eine 3rd-Party FW.

Volume Shadow Copy ging auch schon unter XP, allerdings mag es sein, dass die Funktion unter Vista mehr kann.

Was mir auf Anhieb noch einfällt ist die Secure Delete Funktion des Papierkorbs.

Negativ finde ich die Unzahl an Diensten. Unter XP habe ich im Handumdrehen alle Dienste deaktiviert die ich nicht benötige. Bei Vista kenne ich mich da noch nicht so aus. :(
 
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Oder um es einfacher zu sagen, XP und Vista auf Maschinen vergleichbarer Konfiguration lässt mich nicht erkennen, warum ich die XP-Maschine updaten sollte. Vielleicht wird meine Aussage dadurch verständlicher.

ja, wird sie.

Dieser Meinung bin ich nämlich auch, ich würde ein laufendes XP nicht durch Vista erstetzen, bei einem PC-Neukauf hingegen unbedingt empfehlen!

Die Firewall taugt nach wie vor nichts, da sie zwar im Gegensatz zu XP auf ausgehenden Traffic überwachen kann, aber man kein Popup bekommt und dann eine Regel erstellen kann. Man muss stattdessen Ports etc. manuell zu machen. Meine ist daher deaktiviert und ich nutze eine 3rd-Party FW.
ja, auch ich wartete auf den Kerio(oder wie heißt sie jetzt schon wieder?) Nachfolger... bemerkte jedoch sehr schnell, daß ich diese Popups gar nicht brauche!
Hab Vista dicht gemacht und nur eine handvoll Regeln erstellt und bin damit absolut zufrieden. Kommt ein neues Programm wird eine Regel erstellt(geht inzwischen im Handumdrehen und man geht auch bewusster mit Freigaben um)
Weit weg von 'nicht taugen', aber der Komfort ist verbesserungswürdig.


lg christian
 
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Ich würde meinen, dass Personal Firewalls vorwiegend für Einzelrechner und kleine Netzwerke gedacht sind und hauptsächlich dort Sinn machen. Im Firmenumfeld wird man ab einer gewissen Größe dezidierte Firewalls haben, um die Verbindung zum Internet zu sichern, bzw. eigene Servernetzwerke oder spezielle Sicherheitszonen abzugrenzen. Eventuell in Kombination mit zusätzliche Filtern, etwa um per Policy festzulegen, wer Internetzugriff haben soll und auf welche Inhalte er ggf. nicht zugreifen darf. Und zusätzlich den ganzen Virenschutzaufwand, um Mails und Webzugriffe zu überwachen, Spam auszufiltern usw.. Personal Firewalls auf Firmenrechnern machen hauptsächlich auf Notebooks Sinn, wenn Mitarbeiter außerhalb des geschützten Firmennetzes ans Internet gehen und/oder sich über dieses in die Firma einwählen.

Mit den Popups ist es halt auch so eine Sache. Das ist ein Feature für Leute, die genau wissen, was sie da anklicken. Wenn S. Sorglos das einfach immer quittiert, sind irgendwann die Löcher größer als der Rest vom Käse. Da ist vielleicht die Windows Firewall gar nicht so schlecht. Leute, die was davon verstehen, hatten auch früher ihre eigenen Sicherheitsmaßnahmen und werden sie weiter haben. Für den großen Rest ist die Windows Firewall besser als gar keine.
 
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windows 7 soll ja auch schon 2010 rauskommen. und es werden sehr viele
features von xp übernommen oder reloaded :), denn auch m$ hat gemerkt, das vista nicht ganz den erwartungen gerecht wurde...

gruß

fineline
 
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ja, wird sie.

Dieser Meinung bin ich nämlich auch, ich würde ein laufendes XP nicht durch Vista erstetzen, bei einem PC-Neukauf hingegen unbedingt empfehlen!


ja, auch ich wartete auf den Kerio(oder wie heißt sie jetzt schon wieder?) Nachfolger... bemerkte jedoch sehr schnell, daß ich diese Popups gar nicht brauche!
Hab Vista dicht gemacht und nur eine handvoll Regeln erstellt und bin damit absolut zufrieden. Kommt ein neues Programm wird eine Regel erstellt(geht inzwischen im Handumdrehen und man geht auch bewusster mit Freigaben um)
Weit weg von 'nicht taugen', aber der Komfort ist verbesserungswürdig.


lg christian

Dein erstes Statement entspricht genau dem, was ich auch immer sage und weiter oben glaube ich auch schon geschrieben hatte.

Auf meinem Notebook war die Norton Suite drauf, die kostet zwar weitere Ressourcen, dafür funktioniert sie relativ gut.

Das mit den Regeln ist zwar für einige Standardanwendungen ganz nett, aber wenn man ein wenig mehr macht, wird das irgendwann lästig. Allerdings lernt man dabei auch etwas.

Popups sind für Privatanwender in Ordnung, die sich selbst um ihren Rechner kümmern. In einem Firmennetzwerk mit vielen Anwender möchte man ganz sicher keine Popups.

Und keine personal Firewalls. Stell Dir doch mal vor, es soll ein Softwarepaket verteilt werden und das geht nicht, weil sich der User eine PFW installiert hat. :D

Der Rechner würde wohl recht schnell ein neues Image bekommen. ;)

Gerade weil solche Firewalls, die auf dem zu schützenden Rechner laufen, fast nur von Privatanwendern genutzt werden, finde ich eine einfache Bedienung wichtig.

Wer einen vernünftig konfigurierten Router hat, muss sowieso nur ausgehenden Traffic wie bspw. vom MS Media Player blocken. Ich stelle eingehenden unberechtigten Traffic nur fest, wenn ich bspw. per UMTS-Karte online bin.
 
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Hallo,

Ich würde meinen, dass Personal Firewalls ausschließlich für Heimanwender gedacht sind und nur dort Sinn machen.

Du vergisst, dass in vielen Firmen inzwischen Laptops Standard sind. Diese Laptops werden auch ausserhalb des firmeneigenen Netzwerks betrieben und mit dem Internet verbunden (um z. B. via VPN die Mails zu lesen oder Zugriff auf das Firmen-Intranet zu haben).

In solchen Fällen ist eine Personal-Firewall auf dem Laptop schon recht üblich.

Im Firmenumfeld wird man ab einer gewissen Größe dezidierte Firewalls haben
Die nützt aber nichts, wenn der Laptop ausserhalb des Firmennetzwerkes benutzt wird...


Viele Grüsse,
Ralf
 
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Ich würde meinen, dass Personal Firewalls ausschließlich für Heimanwender gedacht sind und nur dort Sinn machen. Im Firmenumfeld wird man ab einer gewissen Größe dezidierte Firewalls haben, um die Verbindung zum Internet zu sichern, bzw. eigene Servernetzwerke oder spezielle Sicherheitszonen abzugrenzen. Eventuell in Kombination mit zusätzliche Filtern, etwa um per Policy festzulegen, wer Internetzugriff haben soll und auf welche Inhalte er ggf. nicht zugreifen darf. Und zusätzlich den ganzen Virenschutzaufwand, um Mails und Webzugriffe zu überwachen, Spam auszufiltern usw.. Personal Firewalls auf Firmenrechnern machen hauptsächlich auf Notebooks Sinn, wenn Mitarbeiter außerhalb des geschützten Firmennetzes ans Internet gehen und/oder sich über dieses in die Firma einwählen.

Früher würde Security Architecture in Unternehmen auf Netzwerktopologien aufgebaut. Begriffe wie Corporate Firewall, DMZ, Innen/Außen stammen aus dieser Zeit. Die Welt hat sich seit dem etwas verändert.

Jetzt geht man von Information Security aus. Die Information muß geschützt werden. Eine Corporate Firewall hat heutzutage eine schweres Leben. Best Practice ist, auf allen Rechnern eine Firewall zu installieren. Wie sollen sich die Rechner sonst wehren, wenn der Angriff von innen kommt?

Andy
 
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