Nicht dass ich vor habe, auf meine alten Tage noch zum Windows Fan werden zu wollen, aber so einen Artikel hat nicht einmal Microsoft verdient. Der Autor ist typischerweise Amerikaner, der ganze Schrieb ist mit teilweise haarsträubender Argumentation auf die zu erzielende Aussage zurecht geklopft.
Privatanwender können es sich ohnehin nicht aussuchen, was sie mit ihrem neuen Rechner mitkaufen dürfen.
Firmenanwendern stehen die Haare senkrecht zu Berge, wenn sie lesen dürfen, dass Windows XP mit "Zusatztools" auch die tollen Funktionen kann. Ay wadd? Vierzehn Tuhlchen von vierzehn Sonntagnachmittagsprogrammierern im Standardrollout für 5000 Rechner? Da geht dann noch irgendwas? Wie war das doch gleich mit Sicherheit und Systemstabilität?
Das hätte man wesentlich griffiger formulieren können. Firmenanwender brauchen den ganzen Krempel ÜBERHAUPT NICHT. Die ganze gequälte Argumentation würde nämlich genau so zu einem Shootout Windows 2000 versus Windows XP passen. Windows NT, welches auf die frühen 90er Jahre des 20.Jhdts. zurück geht, war zum Erscheinen bereits veraltet und wurde als Patchwork Jahr für Jahr und Service Pack für Service Pack weiter geflickt. Windows 2000 war dann die Version, welche das eingelöst hat, was 1995 Windows NT 4 versprochen hatte. Seither gab es SchickiMickiMäcki Updates wie XP und jetzt Vista, welche den für MS zweifellos wichtigeren Markt der Gamer und Windowsfreaks bedienen. Für Firmenanwender war da nicht viel Essentielles dabei.
Trotzdem wurde auf XP umgestellt und wird auf Vista umgestellt werden. Wer z. B. mit Adobe Produkten arbeitet, wird spätestens in einem Jahr unter XP so manches nicht mehr installieren können. So wie in der Vergangenheit ohne echte technische Notwendigkeit von 2000 auf XP umgestellt werden musste, damit die neue Version sich überhaupt installieren liess.
Ich möchte hiermit weder über Windows XP noch über Vista eine abschließende Wertung abgeben, aber wenn ich einmal vor der Entscheidung stehen sollte, möchte ich nicht auf den Rat von Schmalspurredakteuren angewiesen sein, die nicht mal wissen was Vista überhaupt ist.