Wien im Mai - keine Sehenswürdigkeiten

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Wirklich schöne Eindrücke! Die Kaffehausbilder gefallen mir besonders :up:

Ich war vor Urzeiten mal in Wien, ich denke, ich sollte meine Stadtkenntnisse mal wieder auffrischen.
 
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Ne, nee. Sorry, aber eine Kirche mit Eintritt, das geht garnet.

Ok, beim nochmaligen drüber Nachdenken verstehe ich dich. Vielleicht kam mir der Gedanken zum Dom auch nur, weil so absolut gar keine "Kirchenatmosphäre" vorhanden war. Dass da jemand zum Beten rein möchte, kam mir angesichts des Rummels gar nicht in den Sinn.

Allerdings habe ich noch in keiner Kirche, egal wie groß, so einen Geräuschpegel erlebt. Vielleicht lag es an diesem Tag an der Art der Touristen, vieleicht sollten die Verantwortlichen sich eher um mehr Ruhe und Anstand kümmern, wie immer das auch funktionieren mag. Beten wäre hier wohl nur mit Ohrstöpseln möglich gewesen.

Übrigens die Rothenburger Protestanten hier bei mir zuhause verlangen auch Eintritt in ihre Kirche. Sie nennen es "Beitrag zur Restaurierung" und schenken dir dafür eine Postkarte.

http://www.rothenburgtauber-evangelisch.de/jakobskirche/zeiger.php?action=2&menu_id=11&amenu_id=83&umenu_id=&id=374
 
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Ich halte es da mit Jesus Christus, den Sohn eines Tischlers aus Nazareth. Der ist in Jerusalem im Tempel gewesen und außer sich geraten vor Zorn darüber, daß in allen Ecken Händler waren, die ihre Geschäfte mit den Gläubigen gemacht haben.

Er hat ihre Tische umgeworfen und sie hinausgeprügelt (davon gehe ich mal aus), und gefragt, ob sie noch gescheit sind, das Haus des Vaters zu einem Einkaufszenum zu machen. Einen Ort, an dem irdische Dinge nicht wichtig sein sollen (Geld, Status, Herkunft) in seinem Wesen zu mißachten. Wichtig sind an einem solchen Ort nämlich andere Dinge, die wesentlichen Dinge wie Gebet, Meditation, Besinnung, Gedenken an Tote oder an Angehörige, Ruhe, Schauen, einfach dazusein.

Und zu einem christlichen Selbstbild gehören meiner unmaßgeblichen Meinung nach auch Dinge, die vielen Menschen heute schon kaum noch etwas sagen. Unter anderem Demut. Und zu Demut gehört in diesem Zusammenhang auch, nicht zu sagen: Ihr wollt unsere schöne Kirche besuchen - na, dann macht mal eure Brieftasche auf, dann dürft ihr herein. Sondern es eben anders zu machen. Geld in der Kirche ist kein Sakrileg. Spenden (für die Armen, für die Gemeindearbeit, für die Bauunterhaltung) sind völlig normal. Aber Abkassieren ist nicht normal und auch nicht demütig. (Das Gegenteil von Demut ist doch Hochmut, oder?)

Dewegen haben die Kölner meine Billigung. Die Domschweizer sind Auskunft, Aufsicht, Helfer und Spendensammler in einer Person. Und nicht zuletzt fühlt man sich dank ihrer Anwesenheit zum Spenden heraus- und aufgefordert. Freiwillig, ohne daß man "Eintritt" bezahlen muß.

Amen, Christian

Edit meint gerade zu mir, ich solle dir doch noch unbedingt sagen, daß ich deine Fotos wirklich gut finde. Das Typisch einer Stadt drückt sich ja nicht nur in Sehenswürdigkeiten aus. Besonders gefällt mir die Szene mit der Autofahrerin, die so tief in ihren Motor versunken ist.
 
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Wie machst du das bei so Bildern wie im Hawelka, wo die Gesichter der vielen Leute doch sehr groß drauf sind?
Einfach losfotografieren? Sagt da keiner was?
 
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Und vor zwei Jahren, zu Ferienzeiten, wenn in Wien mehr Touristen rumrennen als Wiener: Steffel voll, und fast alles mit Barrieren abgesperrt, so daß man, wollte man nicht zahlen, nur Zaungast war.

Wenn sich die Touristen tummeln, ist der Steffl zu voll. Wer in der Früh vor den Touristen in den Steffl geht, der findet einen fast leeren Dom vor, muss nichts zahlen, kann die Frühmesse in einer Seitenkapelle fotografieren und einen Priester, der die Hostien weiht. Dann sind auch Putzfrauen da, die den Boden kehren und den Dreck von den Touristen des Vortags beseitigen usw.

Aber es stimmt ansonsten schon: zahlen müssen geht gar nicht. Im Salzburger Dom ist das anders: dort wird man (ohne Zahlzwang) durch eine Engstelle geschleust, wo es ein Häuschen gibt, in dem jemand sitzt und um Spenden bettelt.
 
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Mal ganz unabhängig vom Stephansdom: ich werde im Herbst nach sehr langer Zeit mal wieder nach Wien fahren, hoffentlich mehr von dieser Stadt sehen als beim ersten Mal. Deine Bilder, fernab der üblichen Urlaubsbilder die man so von Zeit zu Zeit von besuchten Städten gezeigt bekommt, bereiten mir Vorfreude auf diese reichliche Woche. Ich bin recht gespannt ob ich ähnlich schöne Ecken (die Fassade vom schwarzen Kamel, verbunden mit dem Portraitstudio gefällt mir zum Beispiel sehr) zu sehen bekomme.

Freundliche Grüße

Wolfgang

p.s.: Die olle Wespe ist so recht nach meinem Geschmack, habe ich mit zweien solchen in gelber und orangener Lackierung so etwa 30 000 Kilometer hinter mich gebracht (achja, damals war nicht nur die Vespa jung und schön:))
 
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Hallo Stefan,

Du hast sehr schöne Fotos von Wien gemacht und -wie immer- nicht nur die schon abertausend Mal fotografierten Sehenswürdigkeiten gezeigt sondern DEINEN Blick auf die Stadt. Wie schon einmal gesagt wurde, die Fotos in den Kaffeehäusern sind super - das eine oder andere in s/w wäre m.E. noch superer ...

Eine kleine Bemerkung muss ich zu #5 "Ölstandskontrolle" machen:
Bei dem in freundlichem "Creme-21-orange" lackierten Fahrzeug handelt es sich um einen McLaren 650S Spider im Werte von ca. 250.000 Euro. Er hat einen 3,8 Liter V8 Mittelmotor mit 650 PS und braucht ca. 3 Sekunden bis 100 km/h, wobei erst bei 330 km/h Schluss sein soll.
Es ist eher unwahrscheinlich, dass die junge Dame sich die Finger am Ölpeilstab dreckig machen will, zumal sie auch nur Ihre wattierte Weste mit Fellkragen zum Abwischen der Ölreste nutzen könnte. Ich vermute, sie ist eher auf der Suche nach ihrer Louis-Vuitton Tasche im von außen zugänglichen Handschuhfach. :lachen:
Nichts für ungut, ich kenne mich auch nicht mit Vespa's aus ...

VG Holger
 
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Mal ganz unabhängig vom Stephansdom: ich werde im Herbst nach sehr langer Zeit mal wieder nach Wien fahren, hoffentlich mehr von dieser Stadt sehen als beim ersten Mal.

Wien hat seinen Reiz gerade abseits der Touristenbrennpunkte, weil die Stadt ihre eigene Art, eine eigene Gestalt und einen eigenen Flair hat, der sich in vielen Details ausdrückt: Die Fenster der älteren Häuser, ihr Fassadenschmuck, altes Pflaster, Beschilderungen, einzelne Gebäude, und so weiter. Stefan hat hier ja schon viele interessante Beispiele gezeigt. Es sind tausende kleine Dinge, die Wien ausmachen, die alle entdeckt und festgehalten werden wollen. Jede Straße, jedes Viertel hat unheimlich viel Eigenes, Interessantes und sogar Spektakuläres zu bieten.

Davon möglichst viel zu entdecken ist nur möglich, wenn man kreuz und quer durch die Stadt läuft, was in Wien fast durchweg sehr angenehm ist, und die Entfernungen sind verhältnismäßig kurz. Dabei sollte man mal alle Viertel (Stadtteile, Bezirke) ablaufen, überall gibt es etwas.

Wanderer, kommst Du nach Wien, stelle dich aufs Wandern ein...

Grüße, Christian (der mangels fotographischer Übung bei seinem letzten Wien-Aufenthalt trotz vieler Fußkilometer wenige gute Bilder eingefangen hat.)
 
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Danke für den Beitrag, erhöt er doch meine Vorfreude, am 01.06. bin ich wieder einmal in Wien .................:dizzy:

Wirklich schöne Eindrücke! Die Kaffehausbilder gefallen mir besonders :up:

Vielen Dank! Lebensnahe Fotos weit weg von jedem Postkartenkitsch - das war erfrischend anders!


Vielen Dank für die Rückmeldungen, freut mich, wenn euch die Bilder gefallen!
 
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Hallo Holger,

vielen Dank!

Hallo Stefan,

Du hast sehr schöne Fotos von Wien gemacht und -wie immer- nicht nur die schon abertausend Mal fotografierten Sehenswürdigkeiten gezeigt sondern DEINEN Blick auf die Stadt. Wie schon einmal gesagt wurde, die Fotos in den Kaffeehäusern sind super - das eine oder andere in s/w wäre m.E. noch superer ...


Meine Mitreisenden fragen sich manchmal schon, was es da zu fotografieren gibt, wenn ich immer wieder stehen bleibe :confused:


Hallo Stefan,

Es ist eher unwahrscheinlich, dass die junge Dame sich die Finger am Ölpeilstab dreckig machen will, zumal sie auch nur Ihre wattierte Weste mit Fellkragen zum Abwischen der Ölreste nutzen könnte. Ich vermute, sie ist eher auf der Suche nach ihrer Louis-Vuitton Tasche im von außen zugänglichen Handschuhfach. :lachen:
Nichts für ungut, ich kenne mich auch nicht mit Vespa's aus ...

VG Holger

Vielleicht hätte ich da einen kleinen Ironie-Smiley dazu machen sollen, aber ich brauchte einen reißerischen Bildtitel :D Bei "Oranger Kleinwagen" hätte ja kein Mensch geschaut.
Außerdem - wer so ein Auto fährt lässt doch nachschauen....
 
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p.s.: Die olle Wespe ist so recht nach meinem Geschmack, habe ich mit zweien solchen in gelber und orangener Lackierung so etwa 30 000 Kilometer hinter mich gebracht (achja, damals war nicht nur die Vespa jung und schön:))


Vielleicht ist es ja eine von deinen, die Farbe ist ja nicht mehr so einfach zu erkennen ;)

Viel Spaß in Wien!
 
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Wie machst du das bei so Bildern wie im Hawelka, wo die Gesichter der vielen Leute doch sehr groß drauf sind?
Einfach losfotografieren? Sagt da keiner was?

Ich stand deutlich sichtbar mitten im Kaffeehaus und habe fotografiert. Gesagt hat niemand etwas, das hat mir genügt. Gut, wer in die Zeitung versunken ist, der bekommt das nicht mit. Aber wer in einem Immateriellen Kulturerbe der UNESCO sitzt, der muss wohl damit rechnen, dass er im Bild sitzt wenn dieses fotografiert wird.
Natürlich saß ich vorher und danach auch und habe den Kaffee genossen als ganz normaler Gast. Mal sehen, wann Bilder von mir auftauchen ;)
 
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Ah geh, da gab's schon ganz anderes im Hawelka … :hehe:


Jö, schau! Nur um mich mal selber zu zitieren ;-)

Und irgendwie war uns danach schon wieder nach Kaffee. Und nachdem mir Georg Danzers besonderer Kaffeehausgast schon nicht mehr aus dem Kopf ging, seit wir Wien geplant hatten, war das nächste Ziel das ...




Und da ist ja auch sogar der Nackerte. Jö schau.....


#37


da nackerte by Stefan, auf Flickr​
 
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