Wien im Mai - keine Sehenswürdigkeiten

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rollertilly

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Zugegeben, vielleicht klingt der Titel ein bisschen irreführend.

Anfang Mai war ich in Wien, übrigens zum ersten Mal. Neben Ausstellungen und Museen war natürlich auch eine ausführliche Erkundung des 1. Bezirks zu Fuß im Programm. Ich habe viele, viele Bilder mitgebracht und beim Auswählen bemerkt, dass ich am liebsten die eher untypischen Bilder, vielleicht auch die Seitenblicke zeige. Deshalb also keine der bekannten, tausendfach fotografierten Postkartenmotive mit Sehenswürdigkeiten. Auch wenn die vielfach sehr fotogen waren und sind. Aber die wurden auch hier schon ausführlich gezeigt. Nun also (m)ein Blick auf Wien.


Gewohnt haben wir in Grinzing. "Wollt ihr heute nachmittag wirklich noch in die Stadt? Am ersten Mai?", haben unsere Wiener Bekannten gefragt. "Wir hätten da eine andere Idee ..."

Und so sind wir einfach in die Weinberge gestiegen und haben die Wiener Skyline genossen. Von links: ein schwarzes Hochhaus, die Donau, noch ein Hochhaus, die erste Flasche Gemischter Satz, Weingläser, ein bisschen Wasser. Gab es hier nicht auch einen "die schönste Skyline"-Faden? Diese gehört zweifellos dazu :)


#1


gemischter satz by Stefan, auf Flickr​


Jemand Lust mitzukommen?
 
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Auf dem Rückweg mussten wir feststellen, dass bei Angela Merkel gar nichts sprießt, während die einmalige Uschi Glas schon ganz schön austreibt. Ob da auch wirklich alles echt war?


#2


trieblos und einmalig by Stefan, auf Flickr


Nach einem verdienten Abendessen im Feuerwehr-Wagner wurden wir auf dem Nachhauseweg dann endlich auch noch offiziell herzlich begrüßt.

#3


willkommen by Stefan, auf Flickr​


Das war Tag eins.
 
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Am nächsten Morgen fuhren wir mit der Straßenbahn vom 19. in den 1. Bezirk. Ganz einfach zu merken: von Endstation zu Endstation, kein Umsteigen. Und die fuhr schnell.


#4


bitte setzen sie sich by Stefan, auf Flickr


Dort konnten wir eine Dame bei der Ölstandskontrolle beobachten.


#5


oelstandskontrolle by Stefan, auf Flickr


Und diese beiden Geschäftchen fand ich einfach so fotografierenswert.


#6


engel apotheke by Stefan, auf Flickr


#7


portraits by Stefan, auf Flickr​
 
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Danch stand ein Besuch im Stephansdom auf dem Programm. Also doch eine richtige Sehenswürdigkeit. Ehrlich gesagt, ich stelle mir einen Kirchenbesuch ein bisschen anders vor. Es ging dort zu wie auf dem Rummelplatz. Laut und voll, dafür ohne Eintritt. Im Inneren hätte man dann aber für jedes Extra, ob nach oben oder nach unten, doch einzeln bezahlen müssen. Einen angemessenen Eintritt für alle fände ich besser. Die Nur schnell rein un knipsen"-Leute würde man sich ersparen.

Im Dom war eine Ausstellung(?), Installation(?) mit Papier und farbigem Licht zu sehen. Was es bedeuten sollte weiß ich nicht. Wir haben die Kirche ziemlich schnell wieder verlassen. Sie gab mir keine Gelegenheit richtig auf mich zu wirken. Schade.


#8


jahrmarkt by Stefan, auf Flickr


#9


kerzenlicht by Stefan, auf Flickr​

(Bei diesem Bild hat mich das Nachbearbeiten absolut überrascht, was da in den Tiefgen noch ging...)


Und hier mal noch schnell ein Blick nach oben. Der Hektik im Dom konnte man nicht entgehen.


#10


orgel I by Stefan, auf Flickr​
 
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Ein Stück weiter begrüßte uns diese nette Dame, aber es war einfach noch zu früh dafür ;-)


#11


wiener stadtbraeu by Stefan, auf Flickr​


Und nun müsst ihr ganz, ganz stark sein. Ja, es gibt in Wien auch sowas. Und ich musste es einfach fotografieren. So ganz nackt und schön. Auch wenn sie nicht mehr die Jüngste war.































#12


farblos by Stefan, auf Flickr


Die Brücke zum nächsten Bild fällt mir jetzt erst auf. Zwei Banken. Mir gefallen Spiegelungen.


#13


hypo tirol by Stefan, auf Flickr​
 
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Danach kam die Albertina, die wir aber nicht besuchten. Die Damen mussten sich mal "frischmachen" und ich hab das Warten durch den Sucher überbrückt. Klasse finde ich diesen Kontrast zwischen historischem Denkmal und moderner Architektur und Kunst. Und dazwischen der Herr Erzherzog hoch zu Ross.

#14


erzherzog albrecht by Stefan, auf Flickr


Auch die Rolltreppen hatten es mir angetan. Einmal eingefroren und gespiegelt ...


#15


gruppenreise by Stefan, auf Flickr


... und einmal voll dynamisch ;-) Zum Mitzieher hat mir dann die Zeit nicht mehr gereicht.


#16


upstairs by Stefan, auf Flickr​
 
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Es folgte ein Kurzbesuch beim Demel, wo wir für überteuerte Preise schokoladige Souvenirs für unsere Töchter mitnahmen ...


#19


beim demel by Stefan, auf Flickr



... bevor wir uns im Starbucks einen Kaffee holten. Äh, was? Natürlich sind wir ins Kaffeehaus. Wahrscheinlich sagen die Wienkenner jetzt: typisch Tourist. Stimmt. Wir waren im Griensteidl, der Kapuziner war hervorragend und die Torte auch. Und so, wie es sich der Tourist vorstellt, ist Zeitunglesen noch immer ein wichtiger Bestandteil der Kaffeehauskultur. Oder waren das bezahlte Statisten :eek:


#20


die grosse herausforderung by Stefan, auf Flickr


#21


die verbeugung by Stefan, auf Flickr


#22


mittagslektuere by Stefan, auf Flickr



Ich habe nicht gelesen. Aber ich hätte endlos lange einfach auf die Straße schauen können ...


#23


gerbera by Stefan, auf Flickr​
 
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Hier die Wiener Secession von außen. Ein Besuch lohnt sich. Ich habe zwar nicht alles der Zeitgenössischen verstanden, aber alleine Gustav Klimts Beethovenfries im Keller ist es wert. Einen kleinen Rundgang habe ich hier bereits gezeigt.


#27


secession_12 by Stefan, auf Flickr


Apropos zeitgenössische Kunst, oder Kunst an sich. Man muss sie ja nicht immer verstehen. Wie das zum Beispiel, gleich neben der Albertina. Ist das Kunst boder kann das weg?


#28


fischgeweih by Stefan, auf Flickr​
 
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Und irgendwie war uns danach schon wieder nach Kaffee. Und nachdem mir Georg Danzers besonderer Kaffeehausgast schon nicht mehr aus dem Kopf ging, seit wir Wien geplant hatten, war das nächste Ziel das ...


#33


ausgetrunken by Stefan, auf Flickr


Das hat schon eine Art morbiden Charmes, auch wenn es wahrscheinlich nicht mehr so ist wie früher. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich noch eine beeindruckende Reportage über Leopld und Josefine Hawelka gesehen. Für mich war es daher ein Muss.

#34


im hawelka I by Stefan, auf Flickr


#35


im hawelka II by Stefan, auf Flickr


An manchen Tischen erforderte die Bedienung schon sehr, sehr viel Geduld (an unserem nicht), aber seine charmante Art des Wiener Schmäh, sein Selbstbewusstsein und seine Antworten ließen alle Proteste und Beschwerden verstummen. Und ich meine, es ist sogar Michael Hawelka, Leopolds Enkel, der hier kellnert.


#36


da michael by Stefan, auf Flickr


Die Ähnlichkeit mit dem auf dem Familienbild dort rechts ist eindeutig. Und da ist ja auch sogar der Nackerte. Jö schau.....


#37


da nackerte by Stefan, auf Flickr​
 
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Auf dem Nachhauseweg kamen wir am Mahnmal für die ermordeten österreichischen Juden vorbei. Eines der Mahnmale, die sich mir sofort erklärt haben. Nicht bei allen funktioniert das.

#38


mahnmal by Stefan, auf Flickr


Bücher und Lessing. Auch wenn diese hier nichts miteinander zu tun haben, ich fand die Kombination fotografiernswert.


#39


lessing und die buecher by Stefan, auf Flickr


 
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Und so wie diese beiden Feuerwehrmänner vor der Feuerwache beschließe auch ich meinen Wientag mit vielleicht etwas ungewöhnlichen Eindrücken.

#40


feuerwehrkameraden by Stefan, auf Flickr


Und zum Abschluss noch der inspirierende Ausblick aus meine Hotelfenster.


#41


sauvignon bla by Stefan, auf Flickr



Das war mein erstes Mal Wien. Hab ich was vergessen? Sollte ich nochmal hin? Anregungen und Kritik höre/lese ich gerne.


* * * E N D E * * *​
 
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Einen angemessenen Eintritt für alle fände ich besser.

Ne, nee. Sorry, aber eine Kirche mit Eintritt, das geht garnet.
Ich war auch schon im Steffel. Vor Jahren, im Herbst: Wenige Touristen und eine normale Kirche, in die sehr viele Menschen kommen.

Und vor zwei Jahren, zu Ferienzeiten, wenn in Wien mehr Touristen rumrennen als Wiener: Steffel voll, und fast alles mit Barrieren abgesperrt, so daß man, wollte man nicht zahlen, nur Zaungast war.

Angeblich, laut der Homepage der Erzdiözese Wien, werde man eingelassen, sofern man den Wunsch zu beten äußere. - Ja, mag ja sein, aber darauf hingewiesen wird vor Ort nicht.

Noch einmal: Eintritt in einer Kirche, um in diese gelangen zu können, das geht gar nicht. Weder für Voll-, noch für Halb- oder Nichtgläubige. Die erwähnte Erzdiözese sollte sich ein Beispiel an ihrer Schwester-/Bruder-Erzdiözese in Köln nehmen. Eine bei Besuchern ähnlich oder sogar noch mehr begehrte Kathedrale, und dort kassiert man nicht so schamlos ab, sondern bittet um Spenden.

Aber das erfordert eben ein bißchen mehr Aufwand, und in Wien scheint man sich für den vermeintlich bequemeren Weg entschieden zu haben. - Pfui!

Grüße, Christian
 
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