Westweg - 290 Km durch den Schwarzwald

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Weitere Tipps zum Thema mehrtägige Wanderung nehme ich in diesem Beitrag immer noch gerne entgegen.

Eigentlich wurde ja das meiste gesagt.
Ich persönlich würde immer ein Stativ mitnehmen - da du in Hotels nächtigen und zur Dämmerung wohl nicht vor Ort sein wirst, kann das allerdings umsonst sein.

Als Rucksack würde ich dir ein Deuter-Modell empfehlen, die sind qualitativ sehr hochwertig und zugleich nicht so überteuert.
 
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Habe mir letzte Woche übrigens mal 35l und 50l Rucksäcke angesehen. Lagen so zwischen 80 und 200 Euro. Die Größe scheint mir ganz angemessen zu sein (passt viel rein, bei all dem Rucksack ist aber auch noch etwas Mensch zu sehen).

Bevor du dir einen Rucksack aussuchst überlege genau, was du tatsächlich mitnehmen willst.
Du sagst, du willst meist im Hotel, aber auch mal draußen schlafen.
"Draußen schlafen" wird dein Gepäck mehr als verdoppeln. Du brauchst mindestens einen Schlafsack und eine Unterlage. Praktischerweise nimmt man auch im Sommer gerne etwas mit, das den Schlafsack selbst bei schönstem Wetter vor Nässe (Tau!) schützt. Also muss mindestens noch ein Tarp oder ein Biwak-Sack mit. In den Biwi bekommst du natürlich dein Gepäck nicht mit hinein, unter einem Tarp bleibt es wenigstens trocken. Ein Zelt ist am gemütlichsten, du kannst dir deine optimale Lösung aus Preis-Gewicht-Volumen aussuchen (je kleiner und leichter desto teurer, und halten soll es ja auch noch).
Außerdem willst du draußen vielleicht ja auch noch etwas essen und trinken, du brauchst also eine Küchenausstattung und einen Vorratskeller. Und schon werden auch 50 Liter schnell voll.
Bleibst du bei Übernachtungen in Hotels/Pensionen, reichen 35L. aus.

Und, klar kannst du dir bei Hotelübernachtungen vor Sonnenaufgang ein Brot schmieren und erstmal loslaufen und später aus der Tasche frühstücken.
Ich habe das noch nicht gemacht, weil das Frühstück das ist, was ich an einer festen Unterkunft am meisten schätze :) So richtig mit Rührei und Speck und Obstsalat und allem anderen, was ich mir zu Hause nie machen würde. Schließlich ist das im Übernachtungspreis üblicherweise inbegriffen und ich genieße es. Das einfach auszulassen und mir selbst eine Stulle zu schmieren ... nö. Da müsste schon ein richtig toller Platz zum Sonnenaufgang auf mich warten. Dummerweise ist es ja so, dass man meist Wege läuft, die man noch nicht kennt, ist ja sonst langweilig. Und da weiß ich ja noch nicht, wann und wo mich ein toller Sonnenaufgangsfotofrühstücksplatz erwartet ...

Wandern und Fotografieren sind nicht immer leicht unter einen Hut zu bringen.

Trotzdem viel Spaß dabei!
Sylvia
 
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Bevor du dir einen Rucksack aussuchst überlege genau, was du tatsächlich mitnehmen willst... "Draußen schlafen" wird dein Gepäck mehr als verdoppeln... Und schon werden auch 50 Liter schnell voll.
Bleibst du bei Übernachtungen in Hotels/Pensionen, reichen 35L. aus.

Das sehe ich genauso. ;)

Wenn du rein in Pensionen nächtigst, reichen 35l plus 10l für das Kameraequipment (wie du das im großen Rucki unterbringen willst, ist die nächste Frage) wohl locker aus.
Wenn du wirklich draußen schlafen willst, musst du überlegen, ob du
a) bei sehr gutem Wetter (im Mai?) auch im Freien schlafen würdest, eventuelle tierische Untermieter im Schlafsack erträgst und nachts zur Not vor einem Schauer flüchtest
b) oder ein Zelt benötigst.

In letzterem Falle werden locker 5kg Zusatzgewicht und 10l Zusatzvolumen fällig. Dann benötigst du einen 60+10l-Rucksack.

Wenn das Kampieren die Ausnahme sein soll, würde ich ganz darauf verzichten - in Anbetracht des wohl seltenen Einsatzes lohnt sich der Aufwand nicht. Und wenn du zeltest, dann wäre es illegal (was kein Problem darstellt, falls du dich traust).
 
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Zelten halte ich im Mai für ziemlich vermessen. Im Schwarzwald, zumindest im Hochschwarzwald, ist es da in der Nacht A.... Kalt. An einigen Stellen liegt höchstwahrscheinlich noch Schnee. Da sollte der Schlafsack einiges ab können. Mai ist im Schwarzwald noch lange nicht Sommer. Da muss man sehr wohl mit Frost und einzelnen Schneeschauern rechnen. Dementsprechend muss auch die Kleidung sein. Ich würde da keine Experimente machen wollen und lieber etwas mehr an warmen Klamotten mitnehmen. Der Schwarzwald ist zudem nicht die bevölkerungsreichste Ecke Deutschlands. Je nach dem wo man gerade ist kann man da nicht einfach mal in der Nacht irgend wo klingeln und nach einem warmen Bett fragen. Dass sollte man sich durchaus vorher alles überlegen.
 
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Vor vielen Jahren haben wir in einer Hütte geschlafen. Es gab (gibt es vielleicht immer noch) solche Wandererhütten, offen, für Brotzeit, oder als Unterstellplatz bei Regen.
Wir hatten warme Schlafsäcke, aber kein Zelt.

Ob diese Hütten auf den Wanderkarten eingezeichnet sind, weiß ich nicht - es wäre eine Möglichkeit.
 
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Vor vielen Jahren haben wir in einer Hütte geschlafen. Es gab (gibt es vielleicht immer noch) solche Wandererhütten, offen, für Brotzeit, oder als Unterstellplatz bei Regen.
Wir hatten warme Schlafsäcke, aber kein Zelt.

Ob diese Hütten auf den Wanderkarten eingezeichnet sind, weiß ich nicht - es wäre eine Möglichkeit.

da muss ich Dich entteuschen. So etwas wirst Du da nicht finden. Weder einfache Wandererhütten noch viele Unterstellhütten. Der Westweg ist zwar Wegetechnisch sehr gut erschlossen, aber Schutzhütten oder Wandererhütten gibt es nicht wirklich viele. Die kannst Du an einer Hand abzählen und werden sicherlich nicht da sein wo man sie letztendlich braucht. Ich kenne den Weg und kann jedem nur anraten sich auf der Seite des Schwarzwaldvereines über die einzelnen Etappen zu informieren. Max hat von mir schon den entsprechenden Link bekommen. Ich stelle ihn natürlich gerne HIER für alle zur verfügung. Ist schließlich nichts Geheimes.
 
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Naja, wie gemütlich man es bei kalten Nächten hat, hängt ja maßgeblich vom Schlafsack und dem Drumrum und einem heißen Essen vor dem Schlafen ab.
Das geht auch wunderbar im Schnee, wenn die Ausrüstung stimmt.
Aber, wie Daniel schon sagt, wenn das nur "eventuell" sein soll, würde ich den Aufwand nicht betreiben.

Wenn ich mich recht erinnere, war die Fotoausrüstung eher nicht so umfangreich. Wenn ich wandere, habe ich die Kamera mit einem Immerdrauf um den Hals hängen (ich stecke sie mit dem Objektiv nach unten in den flexiblen Brustgurt des Rucksackes, dann stört und baumelt nichts). Ohne weitere Tasche oder Hülle, einfach so. Nur wenn es wirklich feste regnet kommt sie in den Rucksack. Es handelte sich also, meine ich, nur um einen Body mit Objektiv und evtl. ein zusätzliches Objektiv. Also keine 10 Liter im Rucksack. Das kann man in einen Pulli wickeln oder ins Handtuch oder in einen Stoffbeutel und einfach oben auf die Klamotten im Rucksack legen.

Ach ja, nochwas.
Früher war es den Rucksackherstellern möglich mit einer einfachen Gummierung von innen dauerhaft ziemlich wasserdichte Rucksäcke herzustellen. Dazu sind sie heute nicht mehr in der Lage (ein paar Spezialrucksäcke wie Kuriere von Ortlieb oder so ausgenommen, die aber hier ungeeignet sind). Man braucht also auf jeden Fall eine Regenhülle, und selbst die hält nur wenig aus. Es ist echt nicht zu fassen, aber es ist so. Daher würde ich für alles, was auf gar keinen Fall nass werden darf (Papiere, Portemonnaie, Fotoapparat, ggf. Schlafsack) eine wirklich wasserfeste Tüte mitnehmen. Das kann billigstenfalls eine Plastiktüte/Müllsack sein. Das kann aber, komfortabler, auch ein wasserdichter Packsack einschlägiger Anbieter in verschiedenen Farben für verschiedene Inhalte sein. Kommt drauf an, wie häufig du solche Touren unternehmen willst ob sich das dann lohnt.

Viele Grüße,
Sylvia
 
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da muss ich Dich entteuschen. So etwas wirst Du da nicht finden. Weder einfache Wandererhütten noch viele Unterstellhütten. Der Westweg ist zwar Wegetechnisch sehr gut erschlossen, aber Schutzhütten oder Wandererhütten gibt es nicht wirklich viele. Die kannst Du an einer Hand abzählen und werden sicherlich nicht da sein wo man sie letztendlich braucht. Ich kenne den Weg und kann jedem nur anraten sich auf der Seite des Schwarzwaldvereines über die einzelnen Etappen zu informieren. Max hat von mir schon den entsprechenden Link bekommen. Ich stelle ihn natürlich gerne HIER für alle zur verfügung. Ist schließlich nichts Geheimes.

Ralf, kannst Du mal angeben, wie viel Wasser ihr morgens gebunkert habt?

Zur Rucksackgröße: 50l +x, denn wie schon gesagt, der Schwarzwald kann sich rau
zeigen. Bei 10°C plus läuft es sich angenehm, aber beim Pausemachen ist es da schon bei Windstille sehr schattig. Da ist man über eine warme, winddichte und wasserabweisende Jacke sehr froh. Die hat jedoch Volumen. Wir waren auch froh, die Gamaschen nicht zuhause gelassen zu haben. Auch die mussten ebenfalls in den Rucksack. Wie Handschuhe, einen Schlauch für den Hals und die Mütze. Schnelltrocknende lange und leichte Treckinghosen als Ersatz nicht vergessen. Dito trockene Socken zum Wechseln.
Täglich informieren, ob Wetterwarnungen vorliegen und generell die Wolkenbildung beobachten. Es gab hier Stürme, die Wälder bis in die Täler flach gelegt haben. Bei aufziehenden Gewittern sollte man einen Plan B haben.

Viele Grüße
Herbert
 
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[MENTION=110]Herbert M.[/MENTION]

wir waren mit jeweils 1,5 ltr. Getränke unterwegs. Das war an manchen Tagen ziemlich/zu wenig. Wir waren allerdings, wie in Beitrag 12 erwähnt im August 2012, dem heißesten der letzten Jahre, unterwegs. Ich persönlich würde auch im Mai nicht weniger mitnehmen. Die Aufstiege sind teilweise heftig und der Flüssigkeitsverlust entsprechend hoch. Aber letztendlich muss jeder selbst entscheiden was er auf einer solchen Tour mitschleppen möchte.
 
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