Ich kann nur empfehlen, am Anfang nicht zu viel auf einmal am Rechner versuchen zu lernen. Da kann man sich wirklich verlieren und das eigentliche Fotografieren mit der Kamera bleibt auf der Strecke.
Ich sehe das anders:
ich rate sich in die Software der Wahl einmal richtig gut einzulesen auch wenn das dann mal einen Arbeitstag dauert. Danach benutzt man die Applikation dann gleich richtig. Das ist besser als einfach mal so anzufangen und dann über einen langen Zeitraum hinweg immer kleine Veränderungen/Verbesserungen nachzusteuern.
Nikon-Tools und Darktable schaue ich mir in Ruhe mal genauer an.
Später für die Bildverarbeitung gimp und PSE.
ja, tatsächlich! Adobe hat keinen eigenen RAW-Konverter, sondern implementiert die frei verfügbare Open-Source Lösung von Dave Coffin (das D C in dcraw) in das umfangreiche Konverter und Datenbank Paket namens Lightroom. https://de.wikipedia.org/wiki/DCRaw
Bei der Recherche habe ich gelesen, dass Nikon teile des NEF verschlüsselt, die von anderer SW wie LR daher nicht genutzt werden kann und die Bilder daher eigentlich nur von der Nikon-SW richtig interpretiert werden können (wenn man mit den von dir genannten Einstellungen fotografiert).
Das ist nicht korrekt. Im großen und ganzen kannst Du mit jedem aktuellen RAW-Konverter jedes beliebige Ergebnis erzielen. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, dann weil Du Dich mit dem entsprechenden Tool noch nicht beschäftigt hast und nicht das Preset verwendest, das für ein gutes Ergebnis (nach Deinem Geschmack) sinnvoll ist.Wenn ich die Möglichkeiten und Qualität der Kamera voll ausnutzen will, müsste ich mit der Nikon-SW am besten fahren. Was nutzen mir innovative und gute Funktionen, wenn ich diese nicht nutzen kann.
Das Verhalten ist stimmig.Je nach Software (LR, C1, DXO, etc) wurde das Bild immer etwas anders interpretiert, aber nie wirklich so, dass ich von einem halbwegs gelungenem Bild (für meine Anfängeraugen) sprechen würde.
Da wundert mich jetzt ganz extrem!Bis ich es dann in ViewNX aufgemacht habe. Hier sieht das selbe Bild um einiges Besser aus. Die Farben sind stimmiger, es kommt mir wesentlich schärfer vor und viel dynamischer, ohne dass ich irgendetwas an dem NEF bearbeitet habe.
Die Vorschaufunktion auf meinem Mac zeigte ein eher schlechtes Bild,
Da wundert mich jetzt ganz extrem!
Normalerweise sollte das Bild nach dem Öffnen in NX genau so aussehen wie das Vorschaubild, denn das Vorschaubild wurde je mit den selben Voreinstellungen und von denselben Algorithmen in der Kamera erzeugt wie sie auch NX anwendet.
Mhh, ok. Das macht natürlich Sinn was ihr sagt. In Nikon View sieht es natürlich besser aus, weil hier die Presets angewendet werden. Ok, jetzt verstehe ich auch die letzte Aussage von @dampbetrieben.
Natürlich fehlt mir noch das Wissen, ein vergleichbare Ergebnis in LR & Co hinzubekommen. Das ist ein Lernprozess, der sich in aller Intensität erst dann einstellen kann, wenn man intensiv mit einer SW arbeitet und deren Möglichkeiten, aber auch die ganzen Grundlagen kennt. Das ist sicherlich nichts, was man nach 2-3 Wochen testen kann. Aber das sich damit beschäftigen, ist ja was für mich den Reiz auch mit ausmacht. Und Stück für Stück schließen sich die Lücken für mich
Bin ich hier ganz alleine?
Ich nutze meist die JPEGs aus der Kamera wenn der Weißabgleich mal daneben liegt, dann ändere ich das direkt in der Kamera vom raw zu einem neuen jpeg.
Wäre auch ein Ansatz für Einsteiger um so erstmal die Kamera deren Möglichkeiten und Einstellungen und die objektive Kennenzulernen. Das richtige Licht zu erkennen und die richtige Blende, Zeit und iso etc halte ich für wichtiger ...
nein, sicher nicht. Die Frage war, welcher RAW-Konverter empfohlen wird ... nicht ob RAW oder JPEG aus der Kamera empfohlen wird.Bin ich hier ganz alleine?
im Prinzip ja ... praktisch wird man immer Unterschiede finden, wenn man welche finden will. Dafür ist einfach die Liste der möglichen Stellschrauben viel zu lang.Das JPEG das im RAW+JPEG erzeugt wird, müsste dann dem entsprechen, was ich in der Nikon-SW ohne weitere Bearbeitung erzeugen kann.
würde ich jetzt nicht so absolut formulieren. Das Histogramm ist kein Messinstrument mit vier Stellen hinter dem Komma. Es zeigt das Bild auf dem Monitor in einer anderen Ansicht. Mehr nicht. Wenn Du Picture Control weiter werkeln lässt, dann zeigt es auch (!) dasjenige Histogramm an, dass LR ebenso erzeugen könnte, wenn man es entsprechend ertüchtigt.Wenn LR, dann sollte ich Picture Control und Active D-Lightning abschalten, da das angezeigte Histogramm der Kamera sonst nicht dem entspricht, was LR dann daraus macht.
Du gehst immer noch davon aus, das RAW etwas "kompliziertes" ist, in dass man mehr Arbeit investieren muss um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen. Das ist IMO nicht korrekt. Innerhalb von Lightroom wirst Du als wesentlichen Unterschied zwischen RAW und JPEG lediglich feststellen, dass RAW mehr Möglichkeiten bietet, aber genau so viele Ansprüche stellt.[...] Wenn ich ein Bild plane oder denke, dass es mir besonders wichtig ist, dann werde ich zu 100% im RAW-Format fotografieren. Bei Schnappschüssen, z.B. auf Familienfesten, etc, also bei Bildern die zwar Erinnerungen sind, aber jetzt nicht groß für weitere Bearbeitung in Frage kommen, bin ich mir noch nicht sicher, ob ich dort überhaupt im RAW-Format fotografiere.
würde ich jetzt nicht so absolut formulieren. Das Histogramm ist kein Messinstrument mit vier Stellen hinter dem Komma. Es zeigt das Bild auf dem Monitor in einer anderen Ansicht. Mehr nicht. Wenn Du Picture Control weiter werkeln lässt, dann zeigt es auch (!) dasjenige Histogramm an, dass LR ebenso erzeugen könnte, wenn man es entsprechend ertüchtigt.
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