Welcher RAW-Converter für Einsteiger / Hobby

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Ich kann nur empfehlen, am Anfang nicht zu viel auf einmal am Rechner versuchen zu lernen. Da kann man sich wirklich verlieren und das eigentliche Fotografieren mit der Kamera bleibt auf der Strecke.

Ich sehe das anders:
ich rate sich in die Software der Wahl einmal richtig gut einzulesen auch wenn das dann mal einen Arbeitstag dauert. Danach benutzt man die Applikation dann gleich richtig. Das ist besser als einfach mal so anzufangen und dann über einen langen Zeitraum hinweg immer kleine Veränderungen/Verbesserungen nachzusteuern.
 
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[MENTION=15499]dampfbetrieben[/MENTION]: Danke für den Tipp ;)

@Alle: Ihr habt mir bei der Frage wirklich sehr weitergeholfen. Ich fange, was die RAW-Konvertierung angeht erst mal klein an und konzentriere mich auf (m)einen praktikablen Workflow, die Kamera und die grundlegenden Funktionen der EBV bevor ich mit Kanonen auf Spatzen schieße.

Nikon-Tools und Darktable schaue ich mir in Ruhe mal genauer an.
Später für die Bildverarbeitung gimp und PSE.

Wenn ich mit den Tools gar nicht warm werde, dann kann ich mich immer noch mit den kommerziellen Vertretern auseinandersetzen.

Danke euch
Sascha
 
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Ich sehe das anders:
ich rate sich in die Software der Wahl einmal richtig gut einzulesen auch wenn das dann mal einen Arbeitstag dauert. Danach benutzt man die Applikation dann gleich richtig. Das ist besser als einfach mal so anzufangen und dann über einen langen Zeitraum hinweg immer kleine Veränderungen/Verbesserungen nachzusteuern.

Grundsätzlich bin ich ja bei Dir. Aber so wie ich Sascha verstanden habe, hat er keine Vorerfahrung.
Daher müsste ich dann Deine Frage relativieren:
Welche der Software soll er denn direkt richtig lernen? LR oder braucht er doch was zum stempeln und möchte PSE oder gimp haben?
Konsequenterweise dürfen wir uns dann noch mit dem nächsten Thema beschäftigen, wenn wir schon richtig einsteigen: Farbmanagement. Zumindest der Monitor sollte kalibriert sein, wenn wir schon über EBV reden. Und so kommen wir dann von Hölzken aufs Stöcksken. Das wird für meinen Geschmack zu viel.
Er hat die Kamera seit 3 Wochen. Er fotografiert inkl. Raws. Es geht doch nichts verloren. Solange er jetzt eine Struktur für seine Bilder einhält, kann er diese bei Bedarf doch immer noch in LR o-ä. importieren.
Nicht jeder bleibt bei diesem Hobby.

Was spricht dagegen, jetzt erstmal 2-3 Monate Gas zu geben, zu fotografieren, auszuprobieren, auch mit Software und dann über weitere Investitionen nachzudenken? So billig sind die Programme nun auch nicht. C1 liegt um 300€, LR um 120€ und DXO um200€. Außerdem muss man ja erst einmal für sich herausfinden, was man denn überhaupt korrigieren möchte, sprich was einen stört. EBV soll ja kein Selbstzweck sein.

Er kann sich doch in innerhalb dieser Zeit zu allen Programmen die Demoversionen runterladen und ausprobieren, wozu ich sowieso raten würde. Nur weil mir ein Programm gefällt, heist das mit Sicherheit nicht, dass er damit klar kommen muss. Vielleicht findet er gimp in 3 Monaten ja noch bescheidener und PSE total super!? Ist doch in Ordnung. Vielleicht hat er dann aber auch LR ausprobiert und sagt wie die meisten hier im Forum: "Das isset".
Aber es hängt halt mehr dran als ein Programm wenn man bei 0 anfängt. Daher habe ich vorgeschlagen Raw+JPG aufzunehmen, damit nichts verloren geht, auf eine vernünftige Struktur zu achten, die zukunftssicher ist und sich auch in andere Programme importieren lässt und bei wenig bis keinen Kosten auszuprobieren und erst mal loszulegen.
 
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Sascha, Du findest auch bei Youtube zu allen Programmen Videos. Da kann man sich auch schon mal anschauen, ob das Programm u.U. in Frage kommt. Grundsätzlich gilt aber, und das kann Dir niemand abnehmen, selber auszuprobieren.
 
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Nikon-Tools und Darktable schaue ich mir in Ruhe mal genauer an.
Später für die Bildverarbeitung gimp und PSE.

Einen Hinweis bzw. Gedankengang hätte ich noch.

Wenn Du die Bearbeitung der Raws ausprobieren möchtest, macht es mit der Nikon Software überhaupt keinen Unterschied, wie Du die Kamera eingerichtet hast, da der Nikonkonverter genau diese Einstellungen mit übernimmt. Daher hast Du auch mit der Nikonsoftware einen recht "fertigen" Startpunkt was die Entwicklung angeht.

Wenn Du aber mit darktable oder jedem anderen Drittanbieterkonverter arbeiten möchtest, würde ich die Picture Control möglichst flau einstellen, also auf Neutral und Kontrast noch rausnehmen und vor allem alle Automatiken wie ADL ausschalten.

Grund dafür ist, dass das Histogramm auf dem Monitor der Kamera sich auf das (im Raw eingebettete) JPG bezieht. Es beinhaltet also jede verwendete Kameraeinstellung. Drittanbieterkonverter können aber genau diese Einstellungen nicht auslesen bzw. verarbeiten. Wenn Du eine Aufnahme mit hoher ADL Stufe gemacht hast und dann das Raw in darktable, Lightroom o.ä. öffnest, ist es deshalb bis zu 2 EV zu dunkel und nicht optimal für eine Bearbeitung.

Wenn Du mit Raw anfangen möchtest, solltest Du Dich vielleicht doch schon zeitnaher für eine Software festlegen. Weniger wegen der Einarbeitung in die Software (unterm Strich sind die Funktionen und Arbeitsweisen bei den meisten Programmen ähnlich), aber je nach dem solltest Du schon bei der Aufnahme die Kamera passend eingestellt haben:

  • Nikon Software -> auch mit Raw kannst Du alle Parameter Deiner Kamera nutzen. Das Raw wird in dem Nikonkonverter dem fertigen JPG entsprechen und von diesem Punkt aus kannst Du mit Deinen Bearbeitungen beginnen.
  • Drittanbieter Raw Konverter -> stelle alle Automatiken wie ADL aus und wähle ein möglichst "flaches" Picture Control. Das sieht zwar auf dem Monitor der Kamera grausam aus, wird Dir aber am ehesten eine Annäherung an das Raw Histogramm im Konverter bieten. In dem Fall macht aber auch Raw+JPG keine Sinn mehr, da so das JPG kaum nutzbar sein wird. Hier reicht dann einfach Raw.

Spiel vielleicht mal beide Szenarien durch und mach vielleicht mal genau das, wovon ich abgeraten habe (natürlich bei nicht kritischen Fotos). Dann siehst Du was ich meine.
Kostet wenn überhaupt einen Nachmittag pro Versuch.
Wenn Deine Kamera Im Aufnahmemenü verschiedene Aufnahmekonfigurationen zulässt, kannst Du ja für beide Fälle eine Konfiguration erstellen und dann einfach umschalten.

Auch empfehle ich zur EBV, den Monitor passend einzustellen. Das sollen Dir aber lieber die Leute erklären, die davon mehr Ahnung haben.
 
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So, nach einigen Tagen an denen ich leider nicht so viel Zeit hatte, hier mal ein kleiner Zwischenstand.

[MENTION=15499]dampfbetrieben[/MENTION]: Ich habe mal versucht nachzuvollziehen was du meinst. Bei der Recherche habe ich gelesen, dass Nikon teile des NEF verschlüsselt, die von anderer SW wie LR daher nicht genutzt werden kann und die Bilder daher eigentlich nur von der Nikon-SW richtig interpretiert werden können (wenn man mit den von dir genannten Einstellungen fotografiert).

Ich habe das mal versucht nachzuvollziehen, was ich ja jetzt -Dank der Verfügbarkeit der Nikon-SW für OSx El Capitan -konnte.

Ich nahm dazu ein Bild, das ich bei meinen ersten Versuchen im Park bei schlechtem Licht aufgenommen hatte. Die Vorschaufunktion auf meinem Mac zeigte ein eher schlechtes Bild, weshalb ich es erstmal "zum Retten" in einen gesonderten Ordner ablegte. Je nach Software (LR, C1, DXO, etc) wurde das Bild immer etwas anders interpretiert, aber nie wirklich so, dass ich von einem halbwegs gelungenem Bild (für meine Anfängeraugen) sprechen würde. Bis ich es dann in ViewNX aufgemacht habe. Hier sieht das selbe Bild um einiges Besser aus. Die Farben sind stimmiger, es kommt mir wesentlich schärfer vor und viel dynamischer, ohne dass ich irgendetwas an dem NEF bearbeitet habe. Das Ergebnis, dass ich präsentiert bekam, habe ich in dieser Qualität mit keinem der anderen RAW-Konverter so hinbekommen. Das hat mich ehrlich gesagt etwas überrascht. Ich vermute, dass ist das, was du mir damit sagen wolltest (wenn anderer RAW-Konverter, dann am besten alle Nikon-Einstellungen runterfahren / abschalten). Zumindest wäre das eine Erklärung für mich :)


Was heißt das nun für mich:
Wenn ich die Möglichkeiten und Qualität der Kamera voll ausnutzen will, müsste ich mit der Nikon-SW am besten fahren. Was nutzen mir innovative und gute Funktionen, wenn ich diese nicht nutzen kann.

Grundsätzlich ist die SW auch nicht schlecht und es ist alles Möglich. Klar hat LR Vorteile.

Die Möglichkeit auf Vorschaubildern zu arbeiten finde ich klasse. Man merkt einen deutlichen Performancevorteil gegenüber den anderen Konvertern (C1 mal ausgenommen, der diese Funktion auch hat).

LR ist es daher auch egal, wo die RAW-Files physisch liegen, das macht die Möglichkeiten der Dateiablage wesentlich flexibler.

Die Bildverwaltung in LR finde ich insgesamt schöner und intuitiver als bei Nikon ViewNX. Aber wenn man sein System gefunden hat, kommt man damit auch gut zurecht.

PSE ist insgesamt beim Arbeiten auf RAW langsamer als Lightroom und Nikon. Für die Bildbearbeitung bringt es zwar alles mit, bei der RAW-Entwicklung fehlte mir aber (von den erwähnen Qualitätsunterschieden bei der Interpretation des NEF) die Möglichkeit der automatischen Objektivkorrektur. Bei einem Vergleich mit anderer SW für den Mac (Affinity Photo, was gerade im Angebot ist) sah ich jetzt keinen für mich relevanten Vorteil für PSE.

Darktable lief leider auf meinem Mac nicht so, wie ich es mir vorstelle. Teilweise konnte ich Schaltflächen, Optionsfelder, etc nicht anklicken (es passierte nichts) und musst mich mit der Tastatur durchhangeln. Außerdem ändert Darktable ständig eigenmächtig die Fenstergröße. Sieht alles nett aus, wurde aber aufgrund der Fehler nicht warm damit.

Mein Prozess ist noch nicht ganz abgeschlossen, die Entscheidung wird jetzt aber zwischen Nikon SW und LR getroffen. Aufgrund der Qualität der Bilder, die ich mit der Nikon-SW erreiche, hat diese die Nase gerade vorne.

Grüße
Sascha
 
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ja, tatsächlich! Adobe hat keinen eigenen RAW-Konverter, sondern implementiert die frei verfügbare Open-Source Lösung von Dave Coffin (das D C in dcraw) in das umfangreiche Konverter und Datenbank Paket namens Lightroom. https://de.wikipedia.org/wiki/DCRaw

Tatsächlich stimmt das nur für Lightroom 1. Seit Lightroom 2 gilt das nicht mehr, Adobe hat damals einen eigenen Konverter eingeführt.
 
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Bei der Recherche habe ich gelesen, dass Nikon teile des NEF verschlüsselt, die von anderer SW wie LR daher nicht genutzt werden kann und die Bilder daher eigentlich nur von der Nikon-SW richtig interpretiert werden können (wenn man mit den von dir genannten Einstellungen fotografiert).

Richtig und falsch gibt es hier nun einmal nicht, es sei denn, Du bezeichnest nur das richtig, was genau wie das JPEG aus der Kamera aussieht. Verschlüsselt werden die Picture Controls, nicht aber die Bilddaten. Die Bilddaten interpretiert jeder Konverter anders.

Angleichen kannst Du das, indem Du kalibrierst, was aber nur dann wichtig ist, wenn maximale Farbtreue wichtig ist. Dann gehört aber alles von der Aufnahme bis zum Druck kalibriert.
 
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Hallo Sascha,

viele Neueinsteiger denken, dass die "originale Nikon " Software das beste ist, was sie ihren RAW-Dateien antun können. Wir haben - wie Du Dir das vielleicht denken kannst - hier schon oft durchdiskutiert, mit dem finalen Ergebnis, das dies in absoluten Form nicht stimmt. Was man sicher sagen kann ist, dass unterschiedliche Fotografen unterschiedliche RAW-Konverter favorisieren. Mehr nicht.

Du solltest auch bedenken: Es gibt keine originale Nikon-Software. Nikon kann supertolle Kamera bauen, aber Software ist nicht deren Ding und das hat die Firma schon immer an externe Firmen ausgelagert ... mit nicht immer glücklichem Ausgang für uns Benutzer, wie wir leider erfahren mussten.

Wenn ich die Möglichkeiten und Qualität der Kamera voll ausnutzen will, müsste ich mit der Nikon-SW am besten fahren. Was nutzen mir innovative und gute Funktionen, wenn ich diese nicht nutzen kann.
Das ist nicht korrekt. Im großen und ganzen kannst Du mit jedem aktuellen RAW-Konverter jedes beliebige Ergebnis erzielen. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, dann weil Du Dich mit dem entsprechenden Tool noch nicht beschäftigt hast und nicht das Preset verwendest, das für ein gutes Ergebnis (nach Deinem Geschmack) sinnvoll ist.

Wenn die JPEGs aus der Nikon-Software "schärfer" sind die JPEGs aus anderen Tools, dann weil die Nikon-Software standardmäßig ein Preset verwendet, dass das NEF-File bereits mehr manipuliert als die Presets anderer Tools.

Wenn Du wirklich die Qualität und die Möglichkeiten Deiner Kamera vollständig nutzen willst, dann kommst Du nicht umhin, Dich mit der Materie zu beschäftigen. Dieses lässt sich nicht in ein Tool weg-deligieren. Wenn Du es weg-deligieren willst, sind JPEGs aus der Kamera die wahrscheinlich beste Alternative für Dich, denn die Kamera kann das auch sehr gut.

Ciao
HaPe
 
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Je nach Software (LR, C1, DXO, etc) wurde das Bild immer etwas anders interpretiert, aber nie wirklich so, dass ich von einem halbwegs gelungenem Bild (für meine Anfängeraugen) sprechen würde.
Das Verhalten ist stimmig.
Die Konverter interpretieren die RAW Daten auf Ihre eigene Weise (mit bestimmten Voreinstellungen bzw. Kameraprofilen), aber es erfolgt nicht automatisch eine Bildoptimierung
Bis ich es dann in ViewNX aufgemacht habe. Hier sieht das selbe Bild um einiges Besser aus. Die Farben sind stimmiger, es kommt mir wesentlich schärfer vor und viel dynamischer, ohne dass ich irgendetwas an dem NEF bearbeitet habe.
Da wundert mich jetzt ganz extrem!

Normalerweise sollte das Bild nach dem Öffnen in NX genau so aussehen wie das Vorschaubild, denn das Vorschaubild wurde je mit den selben Voreinstellungen und von denselben Algorithmen in der Kamera erzeugt wie sie auch NX anwendet.
 
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Mhh, ok. Das macht natürlich Sinn was ihr sagt. In Nikon View sieht es natürlich besser aus, weil hier die Presets angewendet werden. Ok, jetzt verstehe ich auch die letzte Aussage von @dampbetrieben :).

Natürlich fehlt mir noch das Wissen, ein vergleichbare Ergebnis in LR & Co hinzubekommen. Das ist ein Lernprozess, der sich in aller Intensität erst dann einstellen kann, wenn man intensiv mit einer SW arbeitet und deren Möglichkeiten, aber auch die ganzen Grundlagen kennt. Das ist sicherlich nichts, was man nach 2-3 Wochen testen kann. Aber das sich damit beschäftigen, ist ja was für mich den Reiz auch mit ausmacht. Und Stück für Stück schließen sich die Lücken für mich :)
 
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Die Vorschaufunktion auf meinem Mac zeigte ein eher schlechtes Bild,

Da wundert mich jetzt ganz extrem!

Normalerweise sollte das Bild nach dem Öffnen in NX genau so aussehen wie das Vorschaubild, denn das Vorschaubild wurde je mit den selben Voreinstellungen und von denselben Algorithmen in der Kamera erzeugt wie sie auch NX anwendet.

Das muß aber eben nicht mit der Vorschau des Dateibrowsers übereinstimmen ...
 
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Mhh, ok. Das macht natürlich Sinn was ihr sagt. In Nikon View sieht es natürlich besser aus, weil hier die Presets angewendet werden. Ok, jetzt verstehe ich auch die letzte Aussage von @dampbetrieben :).

Natürlich fehlt mir noch das Wissen, ein vergleichbare Ergebnis in LR & Co hinzubekommen. Das ist ein Lernprozess, der sich in aller Intensität erst dann einstellen kann, wenn man intensiv mit einer SW arbeitet und deren Möglichkeiten, aber auch die ganzen Grundlagen kennt. Das ist sicherlich nichts, was man nach 2-3 Wochen testen kann. Aber das sich damit beschäftigen, ist ja was für mich den Reiz auch mit ausmacht. Und Stück für Stück schließen sich die Lücken für mich :)

Gerade bei LR geht das aber wirklich schnell. Einfach unter Kamerakalibrierung das gleiche Kameraprofil wählen wie in den Nikon-Presets schon hast Du nahezu das identische Ergebnis.

Passt bei mir bei der D5200, D750 und D800 auf Anhieb. Nur bei der D4 musste ich ein eigenes Preset erstellen, mit ein paar leichten Korrekturen damit es dem Nikon (Standard)-Preset entsprach.
 
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Bin ich hier ganz alleine?
Ich nutze meist die JPEGs aus der Kamera wenn der Weißabgleich mal daneben liegt, dann ändere ich das direkt in der Kamera vom raw zu einem neuen jpeg.
Es hat was gedauert bis ich die für mich richtigen picture Control Einstellungen gefunden habe, aber jetzt ist alles gut.
Will damit sagen, man kann auch ganz ohne lange raw Bearbeitung Klasse Fotos erzeugen und mehr Zeit mit dem fotografieren an sich verbringen.
Ich wüsste nich was sich durch "an-den-Dateien-rumbastelnd" noch groß verbessern ließe.
Wäre auch ein Ansatz für Einsteiger um so erstmal die Kamera deren Möglichkeiten und Einstellungen und die objektive Kennenzulernen. Das richtige Licht zu erkennen und die richtige Blende, Zeit und iso etc halte ich für wichtiger als das fummeln am Rechner.
Axel
 
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Bin ich hier ganz alleine?

Nein, je nach Anlass nutze ich auch immer häufiger die Kamera JPGs und nehme diese zur Bearbeitung.

Ich nutze meist die JPEGs aus der Kamera wenn der Weißabgleich mal daneben liegt, dann ändere ich das direkt in der Kamera vom raw zu einem neuen jpeg.

Die Fuji User haben das am Anfang, als kein Dritt Anbieter Raw Konverter den Sensor vernünftig unterstütze, auch so gemacht.

Wäre auch ein Ansatz für Einsteiger um so erstmal die Kamera deren Möglichkeiten und Einstellungen und die objektive Kennenzulernen. Das richtige Licht zu erkennen und die richtige Blende, Zeit und iso etc halte ich für wichtiger ...

Das habe ich ja hier auch schon so vorgeschlagen.


Es gibt durchaus Situationen, wo man mit JPG nicht weiterkommt. Da braucht man einfach Raw (oder man macht das Foto in solchen Situationen einfach nicht ;) ). Diese Situationen muss man aber auch erkennen.

Sascha,
die Nikon Software ist, wie HaPe auch schon geschrieben hat, kein Hexenwerk. Aber sie ist relativ einfach zu lernen, da das Raw bereits mit Grundeinstellungen angezeigt wird. Es ist so, als ob Du ein JPG aufnimmst. Alle Kameraparameter werden zur Anzeige gebracht. Im Idealfall ist das Bild so fertig und Du kannst einfach speichern.
Das sagt nichts über die Leistungsfähigkeit des Konverters grundsätzlich aus.

Wenn Du Raw fotografieren möchtest, teste weiter beide Programme. Du hast den Kreis der in Frage kommenden Programme ja bereits auf ein geringes Maß reduziert.

Wenn Du mit einem Drittanbieter Konverter wie LR arbeitest, stell das Picture Style in der Kamera möglichst Kontrastarm ein und schalte alle Kameraautomatiken wie ADL aus, da sich sonst das Histogramm in der Kamera zu weit von dem Histogramm in der Software unterscheidet.
Wenn Du die Nikon Software testen möchtest, nutze alle Einstellungen wie Du möchtest, da diese auch im Nikon Konverter angezeigt werden. Anders ausgedrückt: Das Histogramm der Kamera spiegelt das zu erwartende Histogramm in der Software wieder.
 
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Hallo Axel,

Bin ich hier ganz alleine?
nein, sicher nicht. Die Frage war, welcher RAW-Konverter empfohlen wird ... nicht ob RAW oder JPEG aus der Kamera empfohlen wird.

Es ist - wie immer - Geschmacksfrage. Natürlich ist Dein Workflow für Dich besser. Sonst würdest Du es ja nicht tun. Andere sind eben zu anderen Ergebnissen gekommen.

Meine Überlegung war: Wenn ich die Picture Control Einstellungen der Kamera nutze, dann bin ich entweder auf das JPEG-Format bzw. bei der Nutzung des RAW-Formats (sinnvollerweise) nur auf die Konverter von Nikon eingeschränkt. Und proprietäre Lösungen bzw. Einschränkungen ohne Not gefallen mir nicht. Ohne Picture Control fallen beide Einschränkungen weg. Ehrlich gesagt kümmere ich mich lieber um das Licht und das Motiv, als dass ich in Iterationsschleifen nach dem richtigen Weißabgleich suche.

Es hat was gedauert bis ich die für mich richtigen Presets gefunden habe, aber jetzt ist alles gut. Will damit sagen, man kann auch ganz ohne lange Bearbeitung klasse Fotos aus RAW-Dateien erzeugen und mehr Zeit mit dem fotografieren an sich verbringen. Ich wüsste nicht was sich durch "an-der-Kameraeinstellungen-rumschrauben" noch groß verbessern ließe.

So unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein :cool:.

Ciao
HaPe
 
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Ok, ich versuche das noch einmal für mich zusammenzufassen, damit ich es auch richtig verstanden habe.

Wenn Nikon-SW, dann kann ich alle Einstellungen der Kamera nutzen, wie ich möchte. Die Einstellungen werden in der Nikon-SW entsprechend auf das RAW angewendet. Das JPEG das im RAW+JPEG erzeugt wird, müsste dann dem entsprechen, was ich in der Nikon-SW ohne weitere Bearbeitung erzeugen kann. Was anderes macht die Kamera intern auch nicht. In diesem Fall würde ich aber eher nur im RAW-Format fotografieren. Die Kamera kann nur RAW+JPEG Fine, also zwei relativ große Dateien die ja beide auf die Karte geschrieben werden müssen. Wenn ich das später über Batch-Verarbeitung in der Nikon-SW nach der Sichtung generieren kann, dann kann ich mir eigentlich das JPEG an dieser Stelle auch sparen. Zur Not, wenn ich auf die schnelle eines brauche, könnte ich es direkt über die Kamera generieren lassen.

Wenn LR, dann sollte ich Picture Control und Active D-Lightning abschalten, da das angezeigte Histogramm der Kamera sonst nicht dem entspricht, was LR dann daraus macht. Das heißt, wenn ich nach dem Fotografieren das Histogramm prüfe (ich glaube die D3300 hat leider kein Live-Histogram), dann würde es das Histogramm nicht auf Basis der reinen Rohdaten sondern inkl. der Nikon-eigenen Zusatzinformationen bezüglich der o.g. Enstellungen erzeugen (quasi das eingebettete JPEG). In LR würde das entsprechende Histogramm dann anders aussehen. Das heißt, ich würde aufgrund des "Nikon-Histogramms" entscheiden, dass ein Bild "gut" ist, in Wirklichkeit waren aber ggf. die Lichtverhältnisse doch nicht so optimal, was eine manuelle Korrektur zwingend erforderlich machen würde. Durch das Abschalten der Funktionen würde ich also z.B. viel mehr auf korrekte Belichtung achten, was dem Lernen der Fotografie zugute kommen würde.


Grundsätzlich - ich bin gedanklich noch beim ausfeilen des Workflows - bin ich auch nicht zu 100% auf RAW festgelegt und würde es eher Situationsabhängig machen. Wenn ich ein Bild plane oder denke, dass es mir besonders wichtig ist, dann werde ich zu 100% im RAW-Format fotografieren. Bei Schnappschüssen, z.B. auf Familienfesten, etc, also bei Bildern die zwar Erinnerungen sind, aber jetzt nicht groß für weitere Bearbeitung in Frage kommen, bin ich mir noch nicht sicher, ob ich dort überhaupt im RAW-Format fotografiere. Spätestens wenn ich die Kamera gut beherrsche, würde ich da vermutlich eher auf JPEG gehen und dann - auch falls es LR wird - die Nikon-Einstellungen entsprechend nutzen. Weil - wurde ja schon gesagt - die Kamera auch bei JPEG wirklich sehr sehr gute Bilder machen kann (wenn der Fotograf mitspielt) ;)
 
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Ich muss meinen Senf leider auch noch einmal dazu geben. Ich halte es für wenig sinnvoll die Picture-Control Einstellung der Kamera auf etwas anderes als Neutral zu stellen wenn man mit den RAW-Dateien arbeitet. Auch wenn man Nikon-Software als RAW-Konverter einsetzt. Der Vorteil der Nikon-Software ist ja gerade, dass man sämtliche andere Picture-Control Einstellungen in der Nachbearbeitung nutzen und vergleichen kann. Warum soll man sich auf der Kamera mit einer spezifischen Einstellung rumärgern und das Bild falsch belichten, weil man denkt dass das Histogramm zu weit rechts liegt obwohl da noch Reserven im RAW sind?

Und zur Frage ob RAW oder nicht sollte man sich immer vor Augen halten, dass Fotografie auch in der analogen Vergangenheit nicht ohne die entsprechende Entwicklung im Labor auskam. Wer besondere Fotos machen möchte, braucht die entsprechenden Werkzeuge um seine Vorstellung des Bildes umzusetzen. Dafür bietet JPEG eben in vielen Fällen keine ausreichende Grundlage, bzw. taugt das OOC-JPEG manchmal eben nur für dokumentarische Zwecke.
 
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Hi,

ich kommentiere mal punktuell die Abweichungen:

Das JPEG das im RAW+JPEG erzeugt wird, müsste dann dem entsprechen, was ich in der Nikon-SW ohne weitere Bearbeitung erzeugen kann.
im Prinzip ja ... praktisch wird man immer Unterschiede finden, wenn man welche finden will. Dafür ist einfach die Liste der möglichen Stellschrauben viel zu lang.

Wenn LR, dann sollte ich Picture Control und Active D-Lightning abschalten, da das angezeigte Histogramm der Kamera sonst nicht dem entspricht, was LR dann daraus macht.
würde ich jetzt nicht so absolut formulieren. Das Histogramm ist kein Messinstrument mit vier Stellen hinter dem Komma. Es zeigt das Bild auf dem Monitor in einer anderen Ansicht. Mehr nicht. Wenn Du Picture Control weiter werkeln lässt, dann zeigt es auch (!) dasjenige Histogramm an, dass LR ebenso erzeugen könnte, wenn man es entsprechend ertüchtigt.

[...] Wenn ich ein Bild plane oder denke, dass es mir besonders wichtig ist, dann werde ich zu 100% im RAW-Format fotografieren. Bei Schnappschüssen, z.B. auf Familienfesten, etc, also bei Bildern die zwar Erinnerungen sind, aber jetzt nicht groß für weitere Bearbeitung in Frage kommen, bin ich mir noch nicht sicher, ob ich dort überhaupt im RAW-Format fotografiere.
Du gehst immer noch davon aus, das RAW etwas "kompliziertes" ist, in dass man mehr Arbeit investieren muss um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen. Das ist IMO nicht korrekt. Innerhalb von Lightroom wirst Du als wesentlichen Unterschied zwischen RAW und JPEG lediglich feststellen, dass RAW mehr Möglichkeiten bietet, aber genau so viele Ansprüche stellt.

Wenn Du unbedingt ein JPEG aus der Kamera brauchst (z. B. Du bestimmte Agenturen belieferst, die RAW nicht akzeptieren, oder weil Du als Bundesliga-Fotograf zwingend 30 Sekunden nach dem Tor das zugehörige Foto auf dem Server der Redaktion geladen haben musst), dann spricht nichts gegen JPEG. Ansonsten macht es aus meiner Sicht keinen Sinn. Nochmal: Insbesondere in Lightroom macht RAW nicht mehr arbeit als JPEG, es macht die Arbeit lediglich etwas anders. Wenn die Bilder ohnehin durch Lightroom geschleust werden, bevor es verwertet ist, dann ist bei zwei Workflows einer zuviel.

Ciao
HaPe
 
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würde ich jetzt nicht so absolut formulieren. Das Histogramm ist kein Messinstrument mit vier Stellen hinter dem Komma. Es zeigt das Bild auf dem Monitor in einer anderen Ansicht. Mehr nicht. Wenn Du Picture Control weiter werkeln lässt, dann zeigt es auch (!) dasjenige Histogramm an, dass LR ebenso erzeugen könnte, wenn man es entsprechend ertüchtigt.

Das Histogramm ist aber nun einmal der einzige Weg um vor Ort und direkt nach der Aufnahme eine Aufnahme auf eine zufriedenstellende Belichtung hin überprüfen zu können.

Und klar kann ich mit z.B. LR alles hinbiegen. Aber wenn man doch Raw u.a. wegen des größeren Spielraumes in der Nachbearbeitung verwendet wird, dann sollte man doch möglichst optimal belichten, damit man diesen Spielraum auch vollständig zur Verfügung hat.
Ich habe selber kürzlich eine Veranstaltung bewusst mit ADL (ich glaube Auto oder Normal) und Picture Control fotografiert (Raw+JPG), da ich möglichst OCC JPGs nutzen wollte:
Die JPGs kamen korrekt belichtet heraus, die zugehörigen Raws waren in darktable z.T. zwischen 1,2 und 2 EV unterbelichtet. Das ist weit weg von einer optimalen Belichtung im Raw Konverter, da dieser den ADL Algorhitmus nicht kennt.

Daher setze ich, wenn ich Raw fotografieren und in darktable entwickeln möchte, die Kamera auf ein möglichst kontrastarmes Picture Style und schalte ADL aus.
 
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