Ja klar; diese Marketingspielchen nerven gewaltig. Nur liegt die Problematik für mich eher in diesen hektischen Modellzyklen. Die D 80 war vor zwei Jahren eine Kamera, die jeder wollte und wird jetzt über den Preis einfach nur noch fallen gelassen - sie ist mehr wert als 500 Euro Neupreis; und wer sie nach Weihnachten kauft, macht dann wohl sogar bei 350 Euro das ultimative Schnäppchen. Dies ist übrigens auch die Preisspanne, innerhalb welcher D80-Verkäufer ihre hochwertige Nikon DSLR gerne sähen...
Die hochwertige Spiegelreflexkamera ist also tatsächlich in den Preissog geraten, der durch die Schlußverkäufe alle zwei Jahre wegen Modellwechsels hervorgerufen wird. Vielleicht erleben wir auch noch das jährliche Intervall, wie bei der Kleidung - die neue Kollektion wäre dann ab jetzt im Handel.
Ich ärgere mich also weniger um die Preisbereinigung bei der D 700 - ich mußte sie haben, ich wollte sie jetzt (vor einem Monat), also mußte ich den "vollen Preis" zahlen. Nun möchte ich allerdings vielleicht eine vier Monate alte D 300 in den Gebrauchtmarkt geben und laufe damit der Käuferklientel ins Messer, die folgendermaßen argumentiert: "sie ist gebraucht; also gilt der "Internet-Preisfuchs-Idealo-Vergleichs-Geiz-Neupeis abzüglich 30 Prozent; alles andere ist "Abzocke".
Die Nikon D 300 ist zwar eine Kamera, die ein derartiges "Verramschen" einfach nicht verdient, aber trotzdem wird es genau so wohl sein, weil die D 700 rausgekommen ist und vielleicht auch demnächst schon die ersten internet-fakes von der D 400 erscheinen. Die D 700 sinkt ebenfalls schon im Preis, wegen der D3x und der D 800, die ja auch schon bald (???) kommen.
Na ja - ich habe das "haben will" mit D 80, D 300 und D 700 ja nun schon mehrmals zelebriert, kenne es daher eigentlich auch nicht anders und bin daher auch selbst an den geschilderten Phänomenen mit schuldig. Insofern: ich sollte aufhören, Klage zu führen und besser mit meinem Gebrauchtgerümpel fotographieren gehen...