Vielen Dank für deinen Reisebericht. Ende der Neunziger habe ich die Strecke zu einem großen Teil auch zurückgelegt, allerdings von Kathmandu über Shigatse, Gyantse, Lhasa - in Lhasa war ich volle 10 Tage - und Xining bis Xian. Dort bin ich dann aber in Richtung Süden abgebogen. Und ich hatte keine organisierte Reise, sondern war alleine mit dem Rucksack unterwegs.
Bei deinen Bildern kommen die Erinnerungen wieder hoch, von den großen Dingen wie den Tempeln in Bhaktapur, dem Kloster in Shigatse, dem Tempel von Gyantse, die Übernachtung im Kloster Samye, Lhase mit Potala, Altstadt und Jhokang, Tsurpu und der Karmapa, aber auch die vielen kleinen Dinge, die vögelnden Elefanten auf dem Tempel, die Fahrt auf dem Dach des nepalesischen Busses (toll in der Aussicht, nicht beim Komfort), zwölf Stunden Schotterpiste nach Shigatse, der Yakdung an den Hausmauern, das tibetische Teehaus, tibetische Ravioli, das Gasthaus wo der Rauch vom Herdfeuer zur Tür hinauszog, das Thermalbad in 4200m Höhe.
Seitdem hat sich einiges geändert. Das Erdbeben in Nepal war noch nicht. Die Straßen sind auf deinen Bildern deutlich besser. Die Eisenbahn nach Lhasa gab es damals noch nicht. Besser sind sicher auch die Toiletten - obwohl, beim Kacken einen freien und ungehinderten Ausblick auf den Mount Everest, das hat auch was für sich.