Von Beijing nach Kathmandu, quer durch Tibet und den Himalaya

Dir ist schon klar, dass die Vorlieben verschieden sind, oder? Ich zum Beispiel fotografiere fast nie Portraits, und das ganz bewußt, dafür aber sehr gern Landschaften und die Natur.
Dann war ich wahrscheinlich irritiert, da du es unter "Foto-Reportagen" eingestellt hast.
In Landschaftsfotografie hätte es besser gepasst.

Ich bin Vollmitglied der Deutschen Gesellschaft für Naturfotografie, insofern darf ich das.
Das darfst du auch ohne irgend eine Vollmitgliedschaft.
Ich war mal Mitglied im AC/DC-Fanclub und darf hier trotzdem Bilder einstellen. ;)
 
5 Kommentare
L
lokatz kommentierte
Wir haben offenbar unterschiedliche Vorstellungen davon, was eine Foto-Reportage ist. In der Landschaftsfotografie findet man Städteansichten jedenfalls eher selten und Details wie Gebetsmühlen gar nicht.
 
Schattenmann
Schattenmann kommentierte

Dann google mal was die Definition einer Fotoreportage ist.
Da gibt es keine unterschiedlichen Vorstellungen, das ist klar definiert.

Was du zeigst ist ein Urlaubsalbum keine Reportage.
 
dembi64
dembi64 kommentierte

Jetzt lass es doch einfach mal gut sein. Schau dir die Bilder an oder auch nicht. Diese Korinthenkackerei versaut diesen interessanten Reisebericht nur und hat hier wirklich nichts zu suchen
 
Wölkchen
Wölkchen kommentierte

Was du zeigst ist ein Urlaubsalbum keine Reportage.
.....ja und, -mir gefällt es sehr gut.

Deine Meinung hast Du mitgeteilt, nun ist nmM mal gut.
Ich würde gerne weiterhin den spannenden Reisebericht
ohne Deine Kommentare genießen.
 
L
lokatz kommentierte
Gegooglet, fast nix gefunden. Auf der Wikipedia-Seite zu Fotojournalismus findet sich als Unterpunkt
"Bei der Fotoreportage handelt es sich um eine Sequenz von Bildern, die zu einer zusammenhängenden Geschichte verbunden sind. Die Reportage wird durch einen Ort, eine Person oder ein Ereignis als Grundmotiv bestimmt, wobei der jeweilige Aufnahmestandort, die Kameraeinstellungen, sowie die Wahl des Bildausschnitts zur Ausgestaltung der Dramaturgie der Geschichte eingesetzt werden. Das erste und das letzte Bild markieren üblicherweise Anfang und Ende der Darstellung und sind häufig formal oder inhaltlich ähnlich." Nix über "muss nah ran", nix über "darf keine Reise wiedergeben". Dass ich hier eine zusammenhängende Geschichte erzähle, dürfte unstrittig sein.

Deine Meinung in allen Ehren, aber sie ist genau das, nämlich deine Meinung - und nichts weiter. Diesen Punkt halte ich jetzt für abgeschlossen. Von mir wird jedenfalls nichts mehr dazu kommen.
 
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Mittags hielten wir am großen Haus einer Familie, die offenbar gut mit den Führern ins Geschäft gekommen war und Touristen ein Mittagessen anboten. Vor dem Haus bot sich ein in Tibet überall zu findender Anblick:

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Yak-Dung dient hier als wichtiges Heizmittel und wird daher auf Vorrat gestapelt.

Das (seien wir ehrlich, recht gewöhnungsbedürftige) Essen selbst wurde in einem der einfachen Räume des Hauses serviert. In unserem Fall geschah das im Schlafzimmer von Onkel und Tante.

Ich habe mich als Einziger von uns überwunden, Buttertee, das tibetische Nationalgetränk, auszuprobieren. Schmeckt, wie es klingt. ;)
 
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Und dann waren wir endlich in Shigatse, wenn auch lediglich für eine Übernachtung.

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Hier wie fast überall in Tibet, außerhalb Lhasas, leben vergleichsweise wenige Chinesen: Fast 95% der Bevölkerung von Shigatse sind Tibeter.


Morgen kommt der höhepunkteste Teil der ganzen Reise! ;)
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Gute Nacht, 3800m über dem Meeresspiegel!

Gab es Kopfweh oder Schnappatmung?
 
L
lokatz kommentierte
Kaum. Eines der Kids klagte noch über Kopfschmerzen, und ich selbst bekam auch wieder leichte, als es in noch größere Höhen ging, aber ein paar Tage Akklimatisierung wirkten Wunder.

Das haben wir vor Jahren schon mal so in Cusco erlebt, der alten peruanischen Hauptstadt. Wir hatten ein Hotel etwas oberhalb der Altstadt und keuchten dort in den ersten Tagen regelrecht hinauf. Danach machten wir die Vier-Tage-Wanderung auf dem Inka Trail, der bis auf 4.200 Meter rauf geht und in Machu Picchu endet, fuhren dann mit dem Zug zurück nach Cusco und hatten wieder dasselbe Hotel. Ich bin diesmal ungelogen den Hügel hinauf gesprintet!
 
10. Tag

Der wohl unvergesslichste Tag unserer Reise fing eher langweilig an, zumindest für die Kids. Die waren nämlich mittlerweile etwas ‘übertempelt‘.

Das vom ersten Dalai Lama 1447 gegründete Tashilhunpo-Kloster ist traditionell der Sitz des Panschen Lama, des zweithöchsten Würdenträgers im tibetischen Buddhismus.

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Eine unerwartete Naturbegegnung in dieser kargen Landschaft brachte uns mit einer recht seltenen tibetischen Vogelart zusammen, nämlich mit Schwarzhalskranichen.

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Sie waren erstaunlicherweise nicht so scheu, wie es die Kraniche in Deutschland in der Regel sind.
 
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Der höchste Pass unserer Reise war, wie sollte es auch anders sein, erneut buchstäblich atemberaubend. Schließlich hatten wir hier, auf 5.250 Metern, anders als im Zug keine klimatisierte Druckkabine mit Sauerstoff mehr.

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Unsere Prophylaxemedikamente wirkten erstaunlich gut. Außer leichten Kopfschmerzen hatte selbst hier keiner von uns nennenswerte Probleme.
 
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Weiterhin blieb die Straße kurvig und bot viele Serpentinen, bis wir auf der nächsten Anhöhe dieses Panorama geniessen konnten.

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Sie zieren sich zwar und verstecken sich hinter Wolkenbergen, aber in diesem Bild sind immerhin drei Achttausender versammelt, nämlich Lhotse und Mount Everest links sowie Shisha Pangma weit rechts.

Die Berge wirken hier zwar so, als seien sie fast auf Augenhöhe. Tatsächlich sind sie aber noch weit über 3.000 Meter höher. Also eine gute Zugspitze obendrauf. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
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Letztlich mussten wir noch umsteigen: Das letzte Stück der Tagesstrecke durften wir nur in einem Pendelbus zurücklegen, da auf dieser Route keine anderen Fahrzeuge erlaubt sind.

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Nach einer Stunde in diesem Bus kamen wir dann endlich am sogenannten EBC an, dem Everest Base Camp. Wir waren am höchsten Berg der Welt!
 
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Und natürlich bereit zur Besteigung. Klingt gut, oder? :giggle:

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Ok, vielleicht muss ich an dieser Stelle erläutern, dass es ZWEI Everest Base Camps gibt. Das eine ist dieses hier in Tibet und bietet auch für Touristen wie uns die Möglichkeit, dem Berg bis auf wenige Kilometer nahezukommen. Es gibt ein kleines Hotel, das allerdings nur einfachen Hostelcharakter hat, sowie ein paar weitere Übernachtungsmöglichkeiten. Dort waren wir nun. Man kann von diesem Camp aus noch ein paar Kilometer näher an den Berg heranfahren, wo es ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten gibt, und von dort den Berg besteigen. Allerdings gilt die Nordseite als die bergsteigerisch erheblich schwierigere.

Das andere EBC ist das Camp in Nepal, noch etwas höher gelegen und nur für Bergsteiger gedacht. Außer per Hubschrauber ist es nur in einer mehrtägigen Wanderung zu erreichen.
 
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Lydian
Lydian kommentierte
Meine These: Wenn die chinesischen Behörden in Tibet die Vergabe von Permits für Besteigungen von der Nordseite nicht so streng limitieren und wie die Nepali in der Regel unbegrenzt Lizenzen ausgeben würden wäre der Andrang von Norden aufgrund der sehr viel einfacheren Erreichbarkeit des tibetischen EBC deutlich höher. Die Nordroute birgt sogar weniger objektive Gefahren (Khumbu-Eisfall auf nepalesischer Seite!), hat jedoch den etwas längeren Weg und besonders der Gipfelaufstieg am letzten Tag ist weiter als vom Südsattel. Insgesamt kommen auf 1 erfolgreiche Besteigung von Norden etwa 2,5 von Süden.
 
L
lokatz kommentierte
Na, dann bin ich aber froh, dass die chinesischen Behörden das so handhaben. Der Berg leidet jetzt schon genug...
 
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