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Von Beijing nach Kathmandu, quer durch Tibet und den Himalaya
Überall zeigt sich das enorme Entwicklungstempo des Landes. Beijing breitet sich in schnellem Tempo in alle Richtungen aus. Unterwegs säumten ‘winzige Käffer von kaum einer Million Einwohnern‘ immer wieder mit modernen Hochhäusern die Strecke.
Je näher wir Xi’an kamen, desto bergiger wurde die Landschaft.
Die etwa 1.200 Kilometer lange Fahrt, das entspricht der Strecke von Flensburg bis Garmisch, dauerte trotz etlicher Halte nur etwa viereinhalb Stunden (!).
Das Highlight, das die Stadt weltbekannt machte, liegt einiges außerhalb von Xi‘an: Die Terrakotta-Armee des Kaisers Qin Shihuangdi. Dorthin ging es nun als Teil unserer organisierten Reise, mit Fahrer und Führerin.
Der Legende nach hatte der Kaiser, ein äußerst grausamer Mann, ursprünglich vor, seine eigene Armee mit in den Tod zu nehmen, vermutlich sogar durch lebendiges Begraben. Als ein Berater darauf hinwies, dass dies zu Aufständen führen könnte, wurde der Plan dahingehend abgeändert, dass die Soldaten individuell und in Überlebensgröße (Durchschnitt: ca. 1,85m) in Ton nachgebildet wurden. Jede Figur wurde zudem händisch bemalt, was heute leider meist nicht mehr zu erkennen ist.
Die Arbeiten waren derart aufwendig, dass es im Reich tatsächlich zu Hungersnöten kam, weil so viele Männer mit der Errichtung der Anlage beschäftigt waren.
Die Anlage wurde erst 1974 zufällig beim Bohren eines Brunnens entdeckt. Drei verschiedene Gruben mit Soldatenfiguren wurden bisher gefunden, wobei sich in der größten davon etwa 6000 Figuren befinden, nämlich dieser hier.
Im Originalzustand bot sich den Ausgräbern in der Regel ein nicht besonders schöner Anblick. Die meisten Figuren waren stark beschädigt und mussten mühsam restauriert werden.
Um den gigantischen eigentlichen Grabhügel des Kaisers, hier im Bildhintergrund, ranken sich Legenden, die einen Wahrheitsgehalt zu haben scheinen.
Die Decke der Grabkammer wurde demnach aus Gold, Silber und Edelsteinen dem Himmel nachgebildet. Der Boden zeigt aus Quecksilber geformte Flüsse und Meere, die durch einen raffinierten Mechanismus in Umlauf gehalten wurden. (Tatsächlich wurden im Hügel hohe Quecksilberkonzentrationen nachgewiesen.)
China hat bis heute nicht gewagt, den Grabhügel zu öffnen, weil man nach wie vor über keine geeigneten Technologien verfügt, um ihn vor Zerstörung bei der Freilegung zu schützen.
Krassss . . . . .
Gruß, Stefan