Ciao Foristi!
Nachdem ich das Glück hatte, die letzte Woche mal wieder in meinem südalpinen Zweitwohnsitz verbringen zu können, wollte ich hier mal ein paar Impressionen vermitteln, was einem dort - abseits der bekannten Motive - so vor die Linse kommen kann.
Angefangen hat es mit einem Abstecher nach Torino, genauer gesagt, zur Mole Antonelliana (die die Rückseite der italienischen 2-Cent-Münze ziert). Nicht nur das höchste Gebäude der Stadt, sondern ursprünglich als Synagoge entworfen und heute die Heimat eines der interessantesten Filmmuseen und des höchsten, freischwebenden Aufzugs. Dieser fährt, ohne jegliche Tragkonstruktion (nur an Führungsseilen), vom Erdgeschoss bis hinauf zu dem Turmaufsatz oberhalb der Kuppel. Immerhin 65 Meter lichte Höhe, die in 50 Sekunden überbrückt werden. Der Blick nach oben, auf das unscheinbare, leuchtende Quadrat des Zieles, kommt schon fast einem religiösen Erlebnis gleich. (Sofern man einen guten Magen hat...)
Zurück daheim, in Milano, zog es mich dann endlich einmal nach Sant' Ambrogio. Das nach dem Stadtheiligen benannte, leicht zu übersehende Viertel, befindet sich zwischen Il Duomo, der Pinacoteca Ambrosiana und dem Castello Sforzesco und beherbergt, neben sehr edlen Palazzi, auch jede Menge, winklige Gässchen und charmanten (?) Verfall.
Ich hatte noch Glück, dass Wochenende war, da wird auf Photographen, die auf der Strasse träumen, ausnahmsweise Rücksicht genommen...
Dieses, bereits leer stehende Haus, wird wohl demnächst verschwunden sein. In der Hinsicht kennen Italiener keine Gefühlsduselei.
Mittendrin - im Schatten der Zentrale der Banca di Roma - der Hort des Wissens. (In monodualistischer Manier...
)
Nur eine Ecke weiter, bietet sich dann wiederum dieser Anblick.
Schliesslich darf der heilige Ambrosius selber nicht fehlen. Und im Schatten seines Schattens, darf sich dann auch der erschöpfte Kameraträger gütigst sonnen. (Böse Zungen könnten auch behaupten, er drohe dem Paparazzo erzürnt mit dem Kreuz. Vielleicht klopft er aber auch bloss die Regenrinne ab?
)
Wer eine Vorliebe für schnurgerade Autobahnen hat, der fahre in Richtung Bologna. Die Heimat von Umberto Eco hat eine Menge zu bieten. Zum Beispiel die erste völlig verkehrsfreie Innenstadt, in der man permanent Gefahr läuft, unter die Räder zu kommen...
Aber auch mittelalterliche Palazzi in Hülle und Fülle, sowie - auf Grund der sprichwörtlichen Wasserscheu der Bologneser - Arkaden, Arkaden, Arkaden und nochmals Arkaden...
...ferner eine eindrucksvolle Auswahl an dramatischen Türklopfern...
...die sich (meistens) an den dazu passenden Eingangstoren befinden...
...sowie die zweifelhafte Ehre, mit den Getränkepreisen selbst Paris und London in den Schatten zu stellen... :winkgrin:
So, das wär's erstmal. Kommentare, Kritik (und vielleicht sogar Ergänzungen?) sind sehr willkommen! Bei Interesse, lässt sich eventuell noch das eine oder andere Bild hervorkramen.
PS: Alle Aufnahmen mit D2Xs und Nikkor 14mm.
Nachdem ich das Glück hatte, die letzte Woche mal wieder in meinem südalpinen Zweitwohnsitz verbringen zu können, wollte ich hier mal ein paar Impressionen vermitteln, was einem dort - abseits der bekannten Motive - so vor die Linse kommen kann.
Angefangen hat es mit einem Abstecher nach Torino, genauer gesagt, zur Mole Antonelliana (die die Rückseite der italienischen 2-Cent-Münze ziert). Nicht nur das höchste Gebäude der Stadt, sondern ursprünglich als Synagoge entworfen und heute die Heimat eines der interessantesten Filmmuseen und des höchsten, freischwebenden Aufzugs. Dieser fährt, ohne jegliche Tragkonstruktion (nur an Führungsseilen), vom Erdgeschoss bis hinauf zu dem Turmaufsatz oberhalb der Kuppel. Immerhin 65 Meter lichte Höhe, die in 50 Sekunden überbrückt werden. Der Blick nach oben, auf das unscheinbare, leuchtende Quadrat des Zieles, kommt schon fast einem religiösen Erlebnis gleich. (Sofern man einen guten Magen hat...)
Zurück daheim, in Milano, zog es mich dann endlich einmal nach Sant' Ambrogio. Das nach dem Stadtheiligen benannte, leicht zu übersehende Viertel, befindet sich zwischen Il Duomo, der Pinacoteca Ambrosiana und dem Castello Sforzesco und beherbergt, neben sehr edlen Palazzi, auch jede Menge, winklige Gässchen und charmanten (?) Verfall.
Ich hatte noch Glück, dass Wochenende war, da wird auf Photographen, die auf der Strasse träumen, ausnahmsweise Rücksicht genommen...
Dieses, bereits leer stehende Haus, wird wohl demnächst verschwunden sein. In der Hinsicht kennen Italiener keine Gefühlsduselei.
Mittendrin - im Schatten der Zentrale der Banca di Roma - der Hort des Wissens. (In monodualistischer Manier...
Nur eine Ecke weiter, bietet sich dann wiederum dieser Anblick.
Schliesslich darf der heilige Ambrosius selber nicht fehlen. Und im Schatten seines Schattens, darf sich dann auch der erschöpfte Kameraträger gütigst sonnen. (Böse Zungen könnten auch behaupten, er drohe dem Paparazzo erzürnt mit dem Kreuz. Vielleicht klopft er aber auch bloss die Regenrinne ab?
Wer eine Vorliebe für schnurgerade Autobahnen hat, der fahre in Richtung Bologna. Die Heimat von Umberto Eco hat eine Menge zu bieten. Zum Beispiel die erste völlig verkehrsfreie Innenstadt, in der man permanent Gefahr läuft, unter die Räder zu kommen...
Aber auch mittelalterliche Palazzi in Hülle und Fülle, sowie - auf Grund der sprichwörtlichen Wasserscheu der Bologneser - Arkaden, Arkaden, Arkaden und nochmals Arkaden...
...ferner eine eindrucksvolle Auswahl an dramatischen Türklopfern...
...die sich (meistens) an den dazu passenden Eingangstoren befinden...
...sowie die zweifelhafte Ehre, mit den Getränkepreisen selbst Paris und London in den Schatten zu stellen... :winkgrin:
So, das wär's erstmal. Kommentare, Kritik (und vielleicht sogar Ergänzungen?) sind sehr willkommen! Bei Interesse, lässt sich eventuell noch das eine oder andere Bild hervorkramen.
PS: Alle Aufnahmen mit D2Xs und Nikkor 14mm.