Verwacklung verhindern, wie?

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Ferdinant

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Wie kann kann ich bei meinem 18-70mm, das keinen VR hat, die Verwacklungsgefahr möglichst gering halten?
Gibt es irgendwelche Tricks, die Kamera besonders ruhig zu halten, wenn man aus der Hand fotografiert(z.B. Atemtechnik)?
Es gibt ja Gelegenheiten, bei denen sich für ein Stativ kein Platz ist oder es sich schlecht machen lässt.
 
Anzeigen
Meine ersten Gedanken als ich das Posting las, waren:

1. Ab in die Muckibude um sich an das hohe Gewicht der Cam zu gewöhnen
2. Yogakurs

:D

Spass beiseite:
Wenn du den Kameragurt dran hast, kann man die Cam um den Hals hängen und den Gurt anspannen indem man die Cam nach vorne hebt. Wird aber schwierig mit dem Durchgucken durch den Sucher.
Ansonsten Blende auf und ISO hoch.
 
Kommentar
Wie kann kann ich bei meinem 18-70mm, das keinen VR hat, die Verwacklungsgefahr möglichst gering halten?
Gibt es irgendwelche Tricks, die Kamera besonders ruhig zu halten, wenn man aus der Hand fotografiert(z.B. Atemtechnik)?
Es gibt ja Gelegenheiten, bei denen sich für ein Stativ kein Platz ist oder es sich schlecht machen lässt.

Welche Gelegenheiten meinst Du denn jetzt speziell? Dunkelheit? Indoor?
 
Kommentar
Moin,

manche Leute schrauben einen Haken in das Stativgewinde und befestigen daran eine Schnur, die bis zum Boden reicht. Ans Ende dieser Schnur ein Auge machen und den Fuß hineinsetzen, Schnur stramm ziehen. Kamera zittert nicht mehr so.
 
Kommentar
Moin,

manche Leute schrauben einen Haken in das Stativgewinde und befestigen daran eine Schnur, die bis zum Boden reicht. Ans Ende dieser Schnur ein Auge machen und den Fuß hineinsetzen, Schnur stramm ziehen. Kamera zittert nicht mehr so.

Und dann beim Turnschuhzoom schön was auf die Schnauze legen... :D
 
Kommentar
Wie kann kann ich bei meinem 18-70mm, das keinen VR hat, die Verwacklungsgefahr möglichst gering halten?
Gibt es irgendwelche Tricks, die Kamera besonders ruhig zu halten, wenn man aus der Hand fotografiert(z.B. Atemtechnik)?

Also normalerweise sollte es im Weitwinkel- bis Normalbereich (also Brennweiten bis um die 30 mm) noch kein Problem sein, nicht zu verwackeln und auch 70 mm sind eigentlich noch kein Problem, zumindest bei schönem Wetter. Wichtigster Punkt ist natürlich die Belichtungszeit, die nicht kürzer sein sollte, als der Kehrwert der Brennweite (wobei offenbar umstritten ist, ob hier der Crop-Faktor zu berücksichtigen ist, wobei das für mich eigentlich ziemlich egal ist, da es eh nur ein Richtwert ist und von der persönlichen Form abhängt). Bis 70 mm Brennweite sollte 1/100 oder kürzer eigentlich unverwackelt gehen, bis 35 mm etwa 1/50 und kürzer, 1/10 sec. wird schon bei 18mm grenzwertig. Auf jeden Fall muss man mit zunehmender Brennweite mit kürzeren Belichtungszeiten arbeiten.


Kamerahaltung: Rechte Hand am Body, linke Hand unterstützt von unten das Objektiv, dabei die Oberarme jeweils an den Körper gestützt. Wer die Arme vom Körper weggespreizt hält, hat schon verloren...;)

Wenn die Möglichkeit besteht, lehnt man sich an (Baum, Mast, Zaun, Wand oder was so rumsteht). Praktisch sind auch Einbein-Stative, die oft auch dann gehen, wenn ein normales Stativ nicht geht.

Atemübungen sind bestimmt nicht verkehrt, wenn man eine D3 hat wird man dazu noch einen Bodybuilding-Kurs brauchen:hehe:... Vorbild wären die Biathleten, die aus vollem Lauf in kürzester Zeit Ruhe in den Anschlag beim Schießen bringen.

Bei wirklich schlechtem Licht wird es dann mit der Hand schnell grenzwertig und da hilft dann tatsächlich nur noch das Stativ.

HTH!
 
Kommentar
Gibt es irgendwelche Tricks, die Kamera besonders ruhig zu halten, wenn man aus der Hand fotografiert(z.B. Atemtechnik)?

Gibt es tatsächlich. Ich nutze beispielsweise eine simple Technik, die ich beim Bogenschiessen gelernt habe: tief einatmen und dann ca. die Hälfte der Luft wieder langsam ausatmen und anhalten. (Den exakten Punkt spürt man ziemlich genau.)
Richtige Körperhaltung, also ausbalancierter, sicherer Stand, ist auch sehr wichtig.
Und ebenso sollte man darauf achten, dass Schultern, Nacken und Oberarme möglichst gelockert sind, da Verspannungen bei Konzentration kontraproduktiv sind.

Ich habe damit jedenfalls deutlich bessere Ergebnisse erzielt - bis hin zu 3 Sek. aus der Hand - als mit hochgeschraubten ISOs.
 
Kommentar
Ja, Genau. Gelegenheiten, wo es dunkel ist.

Da wirst Du freihand jenseits einer bestimmten - sicherlich individuell unterschiedlichen - Belichtungszeit immer Verwacklungen haben. Ab einer bestimmten Dunkelheit bringt weder die höchste ISO noch das lichtstärkste Objektiv eine Zeit zustande, die kurz genug ist für Freihand. Bei Tele ist früher Schluss, bei WW eben später, aber um scharfe bis knackscharfe Bilder in der Dunkelheit zu erreichen, hilft dann nur mechanische Hilfe, also eine feste Unterlage für die Kamera und Fern-/Selbstauslöser.
 
Kommentar
Atemübungen sind bestimmt nicht verkehrt, wenn man eine D3 hat wird man dazu noch einen Bodybuilding-Kurs brauchen:hehe:... Vorbild wären die Biathleten, die aus vollem Lauf in kürzester Zeit Ruhe in den Anschlag beim Schießen bringen.
HTH!

Ein paarmal ruhig atmen, ausatmen und beim Erreichen des "Umkehrpunktes" oder kurz davor auslösen, NICHT den Atem anhalten. Wichtig ist auch, nicht zu "verreissen", also den Auslöser ruhig und leicht nur mit dem Finger drurchdrücken und dabei keine ruckartige Bewegung mit dem ganzen Arm zu machen. Das kann im Eifer des Gefechts schneller passieren als man denkt.
 
Kommentar
...wobei offenbar umstritten ist, ob hier der Crop-Faktor zu berücksichtigen ist...
Eigentlich ist das nicht umstritten, es gibt nur ein paar Leute die das nicht so recht glauben wollen. :D

Ich habe damit jedenfalls deutlich bessere Ergebnisse erzielt - bis hin zu 3 Sek. aus der Hand - als mit hochgeschraubten ISOs.
1. Mose 19,26 :fahne:

Ansonsten: Stabil stehen, Oberarme an den Körper, ausatmen, auslösen. Bis zu gewissen Brennweiten/Zeitenkombinationen ist das ganz hilfreih, aber irgendwann ist einfach Schluß

Gruß
Dirk
 
Kommentar
Gibt es tatsächlich. Ich nutze beispielsweise eine simple Technik, die ich beim Bogenschiessen gelernt habe: tief einatmen und dann ca. die Hälfte der Luft wieder langsam ausatmen und anhalten. (Den exakten Punkt spürt man ziemlich genau.)
Richtige Körperhaltung, also ausbalancierter, sicherer Stand, ist auch sehr wichtig.
Und ebenso sollte man darauf achten, dass Schultern, Nacken und Oberarme möglichst gelockert sind, da Verspannungen bei Konzentration kontraproduktiv sind.

Ich habe damit jedenfalls deutlich bessere Ergebnisse erzielt - bis hin zu 3 Sek. aus der Hand - als mit hochgeschraubten ISOs.

Ich stelle mir jetzt gerade das Gehechel vor, wenn du mit 5 oder 8 fps fotografieren möchtest...:D
Markus
 
Kommentar
Wie kann kann ich bei meinem 18-70mm, das keinen VR hat, die Verwacklungsgefahr möglichst gering halten?
Gibt es irgendwelche Tricks, die Kamera besonders ruhig zu halten, wenn man aus der Hand fotografiert(z.B. Atemtechnik)?

Die nächste Mauer, Geländer oder einen anderen festen Gegenstand aufsuchen, bei dem man sich auf-/abstützen kann (wenn es für das Bild vertretbar ist). Ansonsten kann man mit einer guten Atemtechnik, wie von comabird beschrieben, ein noch was rausholen.
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten