Da frage ich mich schon was mehr wiegt, die 500 zusätzlichen Gramm des Sigmas, oder die tausende Euro mehr für den Summicron-Nachbau? Irgendeinen Tod muss man sterben
Es geht darum, daß es noch kein anderer Hersteller (außer Leica) bisher hinbekommen hat, oder es als Sinnvoll erachtet hat, so eine Optik zu bauen. Und das hat einen Grund.
Leica has always claimed that making a good lens is not a problem nowadays, but making a good small lens is. Indeed, it has to be noted again and again: the superior performance of the Leica M lenses in combination with the small size is the true accomplishment.
Quelle: http://www.imx.nl/photo/leica/apo-summicron-m-250-mm-asph.html
Da hilft einem der Blick auf die verschiedenen Schärfetiefe-Rechner und Tabellen auch nicht wirklich weiter. In der Praxis ist die Schärfentiefe selbst bei f1.4 in vielen Situationen mehr als ausrechend und wirkt anders als man 'denken würde'. Eben weil die Schärfentiefe nicht apprupt irgendwo endet, sondern sich der Schärfeverlauf kontinuierlich durch das Bild zieht. (...)
Mit f1.4 kann ich persönlich öfter viel anfangen, als aus der Theorie gedacht.
Beim 50er Art kann ich z.B. zwischen den beiden äußersten AF-Feldern (also linken und rechten) nur den bestmöglichen Kompromiss finden, da eins leicht Front-, das andere leichten Backfokus hat. Dafür stimmt's bei den Mittleren immer. Wenn man aber weiß, welches AF-Feld in welche Richtung tendiert, kann man das bei der Aufnahme berücksichtigen und kommt trotzdem zu guten Ergebnissen. Defizite der Sensorlage in der Kamera kann man damit leider auch nicht ausgleichen.
Zumal so eine Linse bei f1.6 oder f1.8 dann richtig toll wird (zB. Sigma Art 35mm)
(...) Und ich fange genau deshalb eben lieber gleich erst bei Blende 2 an. (...)
Die f1.4 oder f1.8 dienen mir als eiserne Reserve bei meiner Liebelei mit Available Light Shots;...
Auch 'Heckmeck' wünscht sich natürlich niemand. Aber wenn es 'Heckmeck' und das Beachten einiger Dinge ermöglicht Aufnahmen zu machen, die mit dem 'alten' Equipment so nicht möglich waren, dann nehme ich persönlich diesen Mehraufwand gerne in Kauf.
Obwohl sich das, bei halbwegs systematischem Vorgehen, sicher auf zwei bis drei Filme reduzieren ließe, denn mit 36 Aufnahmen, könnte man pro Film ja schon alle wichtigen Entfernungen und AF-Felder einmal durchbelichten. Ich würde dafür auch eher S/W Material benutzen (es geht ja um die Schärfe), am besten einen Lith-Film, mit dem sich höhere Auflösungen erreichen lassen, als mit 100 ASA Diamaterial. Für jemanden wie mich, der die Filme selber entwickelt, wäre das dann auch kein großer Kostenpunkt mehr.
... ich hab derzeit ein Zeiss 135mm f2 apo sonnar in den Fingern und muss gestehen, was Abbildungsleistung und Charakter angeht, ist dieses Objektiv ein Traum. Ein 50'er in der gleichen Qualität mit AF wäre schon ne Hausnummer.
Eine Projektion - wie in meinem Fall - auf bis zu 2 x 3 m geht ja sogar schon sehr in Richtung 100-fach. Aber solange der "Sicherheitsabstand" (in meinem Fall: Betrachtungsentfernung = ca. Bilddiagonale - also Betrachtungswinkel = ca. 50°) gleich bleibt, ist es ja sowieso ohne Bedeutung, ob der Vergrößerungsfaktor nun 20-fach oder 100-fach ist.... aber eben auch keine 20-fachen Vergrößerungen gemacht.
aber "Perceived Sharpness" ist natürlich nur einer der vielen Faktoren, die bei der Betrachtung einer Fotografie in die subjektiv wahrgenommene Gesamtqualität eingehen:
(...) der bei voller Öffnung vergleichsweise steile Abfall der Schärfe, den zum Beispiel das Sigma 1,4/50 Art und das Otus 1,4/55 bei der Blende 1,4 zeigen, (...)
"Abfall" im Verhältnis zu was?
"Die technische Seite ist weitgehend durch objektive Test bewertbar. Auf Seite der Betrachter jedoch - für die ja der ganze Firlefanz gemacht wird - ist die Objektivität begrenzt.
Wie man die von Betrachtern subjektiv wahrgenommene Bildqualität gemäß der oben zitierten Definition von "Bildqualität" misst, wird zum Beispiel in der nachstehend verlinkten Präsentation erläutert: http://virtualwebsites.org/i3a/i3a_annual_conf_2009/I3A AC2009_Elaine Jin.pdfimage quality
impression of the overall merit or excellence of an image, as perceived by an observer neither associated with the act of photography nor closely involved with the subject matter depicted
Quelle (3.4): https://www.iso.org/obp/ui/#iso:std:iso:20462:-3:ed-2:v1:en
... Vergleich zwischen Otus und 58MM/1.4G bei Landschaftsaufnahmen unter gleichen Bedingungen ...
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