Stativ, die Qual der Wahl

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

GarfieldKlon

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Hi :)

Ich möchte mir ein neues Stativ gönnen, da mein momentanes (Cullman 525) doch schon in die Jahre gekommen ist und weil ich auch einfach jetzt ein hochwertiges zulegen möchte, was dann auch die nächsten 10-20 Jahre (oder bis das der Tod mich ereilt ;) ) hält. 800-900€ sind so meine Schmerzgrenze für ein Stativ.

Folgende habe ich mir heute mal angeschaut:

Vor -und Nachteile Novoflex:
+ extrem kompakt
+ Minifüsse (weiss nicht ob die in der Praxis was taugen)
- nicht geeignet für >300mm
- keine umschwenkbare Mittelsäule

Vor -und Nachteile Manfrotto:
+ umschwenkbare Mittelsäule
+ günstig
- nicht ganz so kompakt
- nicht geeignet für >300mm

Vor -und Nachteile Gitzo:
+ extrem stabil
- ein rechter Klotz
- teuer


Ich würde das Stativ hauptsächlich für Makroaufnahmen brauchen. Da ich aber vorhabe mir das Sigma 150-600mm zu kaufen, wäre es schon toll, wenn das Stativ auch bei langen Brennweiten noch mitmacht. Aber die eierlegende Wollmilchsau unter den Stativen gibt es wohl nicht?

Auch kann ich mich nicht entscheiden, ob ich zur 3 Segment oder 4 Segment Variante greifen soll. Macht das wirklich soviel aus in der Stabilität? Wie sieht es z.B. aus wenn man das unterste(schmälste) Segment nicht ausfahren würde, würde es dann etwa so stabil sein wie ein 3er?

Was würdet ihr mir empfehlen, was sind eure Argumente?


Mahalo
GarfieldKlon
 
Anzeigen
Ah, ich habe mich verlesen, dachte du meintest kommenden Jahresanfang. Welches Modell meinst du genau? Modellnummer? Ich sehe nur die 3542(LS).

Das 4542 habe ich im Shop gesehen und in der Hand gehabt, ohne Wasserglas-Test allerdings. Meine Entscheidung fiel dann auf das 4542 zugunsten der höheren Stabilität für längere Brennweiten.
 
Kommentar
Ja oder würdet ihr jetzt die Bestellung stornieren und auf die neuen Mountaineer warten?

Ich nicht.
Es kommt immer was neueres nach.

Lass mal kommen das 4- er.
Ich hab ein 3-er und bin sehr happy, aber das 4-er steht bestimmt wie eine Eiche.

Wenn ich mal im Lotto gewinne kaufe ich mir dieses. Das steht bestimmt wie ein Berg.
 
Kommentar
Wäre nicht schlecht, wenn Du Dir beide Serien mal in der Praxis ansehen könntest (gerne auch mit "Wasserglas Test").

MfG
Jürgen


:D...das war nicht als "Spaß" gedacht...den Tipp hatte ich von einem alten Fotografen....na ja, alt bin ich ja jetzt auch schon...:rolleyes:

Die Tests sind wie in vielen Bereichen auch oft "gekauft"...eine Werbeanzeige in einer Ausgabe eines Testmagazins bringen gerne auch mal "Punkte".....:rolleyes:

...daher fand ich seine Version des Tests sehr gut...es funktioniert...die Wasseroberfläche im Glas zeigt dir die kleinsten Erschütterungen......;)

Grüße,
Jan
 
Kommentar
Welches Modell meinst du genau? Modellnummer? Ich sehe nur die 3542(LS).
Das Mountaineer hätte die Bezeichnung GT3542L als hohe (1,5m ohne Mittelsäule)) Ausführung mit 4 Segmenten und GT3532L mit 3 Segmenten, die Versionen ohne "L" sind etwas niedriger (um 1.3m).

Meine Entscheidung fiel dann auf das 4542 zugunsten der höheren Stabilität für längere Brennweiten.
Grundsätzlich ist es bei Stativen schon so, dass man "Viel hilft viel" sagen kann, aber die Grenze ist dann erreicht, wenn man das Teil nicht dabei hat, weil man in der Praxis den Transport scheut - das muss man gut überlegen.

:D...das war nicht als "Spaß" gedacht...den Tipp hatte ich von einem alten Fotografen....na ja, alt bin ich ja jetzt auch schon...:rolleyes:
Jan, ich hatte Deine Testmethode nicht als Scherz aufgefasst, tut mir Leid, wenn das so rübergekommen sein sollte.
Ich hatte diesen Ratschlag auch schon einmal gehört, aber noch nicht ausprobiert. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man damit Unterschiede ausmachen könnte. Ich werde das bei Gelegenheit mal mit meinen Stativen ausprobieren.

Es kommt immer was neueres nach.
Bei Stativen sind Nachfolgemodelle aber gewöhnlich nicht derart abzusehen und Modellwechsel finden in der Regel in langen Abständen statt.

Für ein Stativ von Gitzo zahlt man einen Premiumpreis, weil man hofft ein Spitzenmodell zu erwerben, da würde ich ungern bewusst Kompromisse eingehen, wenn der Preis noch nicht angepasst wurde.
Wie gesagt, ein Nachfolger in der Systematic Baureihe ist noch ein ungelegtes Ei, aber Gitzo dürfte kaum mittelfristig zwei Qualitäten von Carbonrohren herstellen und die verbesserte Version dann nicht auch in den Systematic Stativen verbauen.

MfG Jürgen
 
Kommentar
In welchen Situationen habt ihr eigentlich schon mal die Mittelsäule ausziehen müssen?

bei meinem "Handgepäck Manfrotto", mit einem Pack-Maß von 52cm...das Gitzo war auch sehr gut (vielleicht eine Idee besser, aber auch deutlich teurer)...als Profi muß ich da auch "geschäftlich denken" Gitzos habe ich einige, aber ein leichtes "Handgepäck Stativ" fehlte und das wurde dann ein Manfrotto die ich sehr genau verglichen habe....mir war klar, dass das Manfrotto alle Vorgaben erfüllt...mehr war mir dann auch nicht mehr wichtig...

Grüße,
Jan
 
Kommentar
Aber welches hast du denn von Gitzo?

Das GT0531. Mir ging es darum, das Gewicht zu minimieren und für meine sehr leichte Ausrüstung ausreichend Stabilität zu haben. Mehr benötige ich für meine leichten Kameras auch nicht. Dieses Stativ hat wie seine größeren (und etwas schwereren Geschwister) standardmäßig eine längere Mittelsäule. Nun kann man das Stativ auch ohne Mittelsäule verwenden, eine Spezialität Gitzos, aber etwas Höhenverstellung wollte ich dann doch haben, daher die optionale kurze Säule. Für meine Zwecke ist das Stativ optimal.
 
Kommentar
Grundsätzlich ist es bei Stativen schon so, dass man "Viel hilft viel" sagen kann, aber die Grenze ist dann erreicht, wenn man das Teil nicht dabei hat, weil man in der Praxis den Transport scheut - das muss man gut überlegen.

Exakt so ist es. Wobei leichter bei gleicher Stabilität schon möglich ist, aber unter Umständen kann dann schon jedes Gramm einen Euro kosten.

Letztendlich ist es allerdings am günstigsten, sich gleich ein solches Stativ zu kaufen. Üblicherweise kauft man ja zuerst ein billiges, leichtes Stativ und entdeckt bald, dass das billige Stativ selbst den geringen Preis nicht wert ist. Anschließend will man den Fehler kein zweitesmal machen und kauft ein richtig stabiles, aber schweres Stativ. Das bleibt dann aber meist daheim, weshalb man schließlich ein drittes Stativ kauft, nämlich dasjenige, das man gleich am Anfang hätte kaufen sollen.
 
Kommentar
Exakt so ist es. Wobei leichter bei gleicher Stabilität schon möglich ist, aber unter Umständen kann dann schon jedes Gramm einen Euro kosten.

Letztendlich ist es allerdings am günstigsten, sich gleich ein solches Stativ zu kaufen. Üblicherweise kauft man ja zuerst ein billiges, leichtes Stativ und entdeckt bald, dass das billige Stativ selbst den geringen Preis nicht wert ist. Anschließend will man den Fehler kein zweitesmal machen und kauft ein richtig stabiles, aber schweres Stativ. Das bleibt dann aber meist daheim, weshalb man schließlich ein drittes Stativ kauft, nämlich dasjenige, das man gleich am Anfang hätte kaufen sollen.
Da sprichst du mir aus der Seele. Nur dass ich schon beim fünften oder so ähnlich bin....
Das hier angeführte Gitzo habe ich als Number One Stativ, vor allem bei FX Kamera und langen Brennweiten. Andererseits kommt da mit dem gesamten FX Gerödel inklusive Wechselobjektiven ein Gewicht zusammen, das man nicht über mehrere Stunden mit sich rumschleppen möchte.
OK, dann brauchts halt noch nen Fototrolley. Prima. Hab ich gedacht.
Im Zoo auch noch ok, aber im Gelände oder Streetfotografieeinsatz leicht an der Lächerlichkeitsgrenze.
Dennoch für bestimmte Zwecke - auch dank integrierten Sitzes - gut.

Nächstes Problem: Kugelkopf, Videoneiger, oder was sonst noch?
Lösung: beides!
Kugelkopf taugt nicht für Panoramaaufnahmen, wo streng horizontal geschwenkt werden muss.
Videoneiger alleine läßt sich nicht in der per Wasserwaage definierten Horizontalen ausrichten, am Stativ rumfummeln bis es waagrecht steht ist lästig, also muss noch eine Nivellierschale her. Prima . Jetzt geht das alles zackig, aber wiegt auch mehr............

Wenns kein naturfotografisches Equipment sein muss, also keine langen Teles, dann bin ich jetzt am häufigsten mit einem leichten SIRUI T1204X Carbon Stativ unterwegs, verträgt meine D700 mit gängigen Festbrennweiten ganz gut, ist aber nicht das stabilste (bis 10 kg).

Zusammenfassung:
Jeder muß nach seinen fotografischen Vorlieben und Equipment sowie seinem finanziellen Rahmen Kompromisse machen.
Mein Fazit für mich war, dass ich doch 2 Stative brauche, die ich mir nun nach langen Irrwegen auch gegönnt habe.
 
Kommentar
Mach dich nicht verrückt, das Gitzo GT4542 LS ist ein richtig gutes Stativ. Ich nutze es seit knapp 4 Monaten auch und bin hoch zufrieden.
Ich habe mich genau für dieses Modell entschieden, weil es für mich ein sehr guter Kompromiss aus Stabilität, Höhe, Packmaß und Gewicht darstellt.
Im Vergleich zu meinem kleinen Feisol liegen Welten dazwischen. Nun macht es auch Spaß ein Stativ zu nutzen.
 
Kommentar
Woohooo, Stativ ist angekommen :dizzy:

Viel Zubehör, wobei ich nicht verstehe wozu diese weissen halbrunden Plastikteile gut sein sollen :confused: Steht auch nichts davon in der Anleitung.
 
Kommentar
Das sind Ersatzteile für die Klemmringe der Beine, die können im Laufe der Zeit verschleißen.

Danke :up: Habe zwar schon das Gewinde mal komplett gelöst, aber nicht das Bein ganz rausgezogen. Ich habe soviel Ersatz erhalten, man könnte meinen man muss die alle paar Monate wechseln :eek::confused:
 
Kommentar
Ich habe soviel Ersatz erhalten, man könnte meinen man muss die alle paar Monate wechseln :eek::confused:
Als präventive Maßnahme sollte das Reinigen und etwas Nachfetten ausreichen, diese Teile würde ich nur tauschen, wenn die Verdrehsicherung durchrutscht oder die Klemmkraft nicht mehr ausreichen sollte.
Wobei man sich da meist auch schon mit dünnem Klebeband aushelfen kann, aber es ist ja kein Nachteil, wenn man Ersatzteile in der Hinterhand hat.
Meine größte Sorge ist, dass ich die Dinger nicht mehr finde, wenn ich sie denn mal brauchen sollte. ;)

MfG Jürgen
 
Kommentar
Hallo zusammen,
ich möchte noch was zur Mittelsäulendiskussion hier sagen. Schon mein erstes Stativ vor knapp 20 Jahren war ein Gitzo G561, die damalige Systematic-Baureihe. Aus Alu und mit den bekannten Flügelschrauben an den Beinen. Und auch gleich mit einer Mittelsäule. Wenn ich sie nicht brauchte, war nur die Stativplatte mit dem Kopf drauf für maximale Stabilität. Und wenn bei bodennahen Aufnahmen der Abstand nach unten nicht ausreichte, kam die Mittelsäule umgekehrt zum Einsatz. Mit dieser Methode komme ich auch heute noch mit meinem 3541LS bis auf die Grasnarbe, was bei Pflanzenaufnahmen manchmal unumgänglich ist. Und die neue Mittelsäule aus Carbon ist auch deutlich leichter als meine alte aus Aluminium ... Heute würde ich wohl auch das 4542LS kaufen, auch wenn es etwas schwerer ist.

In diesem Sinne viel Spaß mit deinem neuen Zubehör, das dir bestimmt noch viel Freue bereiten wird, wenn du dich mal damit "angefreundet" hast.

:up:
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten