Zur Farbtemperatur des Umgebungslichtes:
Wenn ich das Gerät eh im dunklen Zimmer kaliebrieren/profilieren soll, dann hab ich ja kein Umgebungslicht und somit sollte doch das keine Rolle spielen. (sollte man denn nicht den Monitor unter den selben Bedingungen profilieren mit denen man später arbeitet? Sprich Profilierung im dunklen Zimmer --> Profil nur nutzen für Bildbearbeitung im dunklen Zimmer)
Nein, um Himmels willen, Deine armen Augen!
Das würde ja bedeuten, dass iMacs farbrichtig nur im Dunkeln benutzbar wären

- ganz so schlimm steht's um Apple denn doch nicht.
Im Prinzip hast Du schon recht: alle relevanten Einstellungen sollen bei Anwendung eines Farbprofils stets exakt so sein, wie sie auch bei der Profilerstellung waren (nur, dass jetzt eben das Profil verwendet wird).
Für das Umgebungslicht gilt das aber nur indirekt: Das Messgerät soll ja gerade
nicht vom Umgebungslicht beeinflusst werden, während es den Bildschirm misst (was bei matten Displays schon allein dadurch gewährleistet ist, dass das Messgerät direkt auf dem LCD aufliegt, egal wie hell es drumherum ist). Also kann es das Umgebungslicht an dieser Stelle nicht erfassen.
Das Umgebungslicht wird vielmehr dadurch berücksichtigt, dass bei den Einstellungen zur Profilerstellung
vor der Bildschirmmessung der gewünschte Weißpunkt des Monitors angegeben werden muss, und der sollte eben dem Umgebungslicht gleichen.
Dazu muss man
im Idealfall also noch zuvor in einer
zweiten Messung den Weißpunkt des Umgebungslichts bestimmen. In der Praxis kann man, bei nicht-kritischen Arbeiten unter schwankendem Tageslicht, auch eine entsprechende Voreinstellung (normalerweise ca. 5800 K) wählen. Beim
DTP94 gleicht man den Weißpunkt mit Hilfe von
iColor Display im Nachhinein nach Augenmaß ab (was aber mit etwas Übung zu ausgezeichneten Ergebnissen führt), weil das
DTP94 kein Umgebungslicht messen kann.
Oder meinst Du mit Vergleich, dass Du das Photo direkt neben den Monitor hältst um Abweichungen zu sehen?
Das würde gar nicht funktionieren, weil der Monitor, wenn er das Bild darstellt, ja gerade kein neutralweißes Licht aussendet.
Farbecht ausdrucken will ich selbst gar nicht. Ich will nur Photos/Layouts am Computer farbecht bearbeiten können. Die Ausdrücke würden dann bei Fotos via Onlinedienst und bei DTP via Copyshop (PDF/Postscript) ausgefertigt werden.
Die Frage ist: willst Du u.U. einmal ein Foto am Bildschirm so abstimmen, dass es farblich einer physischen Vorlage gleicht (z.B. ein rotes Kleidungsstück auf einem Foto und das physische Kleidungsstück selbst).
Grundsätzlich gibt es beim Umgebungslicht zwei Situationen:
- Du willst keine solchen Vergleiche vornehmen. Dann ist das Umgebungslicht nicht so kritisch und sollte nur von der Art sein, dass die Weißpunktadaption der Augen beim Blick auf den Monitor nicht von einem vollkommen anderen Weißpunkt außerhalb des Monitors verwirrt wird. Dann kannst Du z.B. unter schwankendem Tageslicht arbeiten und eine Einstellung wie die ca. 5800 K wählen. Bei Kunstlicht wäre dann aber eine Vollspektrum-Tageslichtlampe (ggf. als Tischlampe wie die GrafiLite) sicherlich angebracht; wenn Du z.B. Halogenlicht hast, macht eine Abstimmung auf den sehr rötlichen Weißpunkt (3300 K oder noch niedriger) keinerlei Sinn, der Bildschirm sieht dann trotz allem nur rotstichig aus.
Generell gilt: je mehr der Bildschirm Dein Gesichtsfeld ausfüllt, je größer also der Bildschirm (was bei Deinem iMac ja sehr ausgeprägt ist
), und je gedämpfter das Umgebungslicht, desto weniger werden Deine Augen durch das Umgebungslicht vom Weißpunkt des Monitors abgelenkt, und desto besser ist das also. Aber ohne Umgebungslicht – das würde ich meinem Augen nicht antun. Die Randbereiche des Gesichtsfeldes, die die Farbwahrnehmung eh nicht beeinflussen, da sie nur s/w sehen können, reagieren doch sehr empfindlich auf starke Helligkeitsunterschiede und ermüden in so einem Falle das Auge sehr. Im Notfall also sehr gedämpftes Halogenlicht als Umgebungslicht verwenden.
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- Du willst die Farbwiedergabe am Bildschirm mit externen Gegenständen vergleichen können. (Wie gesagt, das müssen keine Ausdrucke sein, sondern z.B. die fotografierten Originale oder eben einfach Farbmuster, die die Zielfarbe angeben.) Dann musst Du eine konstante (Kunst-)Lichtquelle wie eben z.B. die GrafiLite verwenden, und Du musst den Weißpunkt Deines Profils exakt auf diese Lichtquelle abstimmen können.
Einen Beamer besitze ich nicht.
Ein Problem weniger.
Hättest Du eine günstige Bezugsquelle?
Die günstigste die ich gefunden habe liegt mitlerweile bei 199 €: Silver Haze Pro inkl. iColor
Ja, das hatte ich im Hinterkopf. Günstiger wirst Du's nicht finden.
(kann ich das Problem auch für mein Notebook verwenden oder geht das mit der Lizenz nicht?).
Du kannst das Problem


auch mit dem Notebook verwenden – die
iColor-Display-Lizenz gilt ohne Limitierung für all Deine Computer.
Mit Spyder 3 Express gäbe es die Spyder Hardware für lediglich knappe 80 Euro. Und dann könnte man ja auch ArgyllCMS verwenden, soll ja auch nicht so schlecht sein.
Das ist es nicht, aber es ist halt ein reines Kommandozeilenprogramm, wo man wissen muss, was man tut. Ich weiß jetzt auch nicht auf Anhieb, ob
ArgyllCMS die Umgebungslichtmessung unterstützt.
Wie schaut es bei den beiden Lösungen mit der Zukunftsicherheit aus?
Voraussagen sind bekanntlich sehr schwer, wenn sie die Zukunft betreffen, aber ich wüsste bei keinem der beiden Fälle etwas, das hier Besorgnis erwecken könnte.
Was die Hardware betrifft, so ist das
DTP94 langlebiger.
Nochwas: Funktioniert iColor und das DTP94 ohne Probleme unter Snw Leopard? Man kann da so macnches im Netz finden....
TUFoto hatte ja oben von merkwürdigen Problemen berichtet, aber bei mir läuft's einwandfrei, seit die Snow-Leopard-Version erschienen ist.
Tschau
Uli