AnjaC

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Am Mittwoch gibt es gleich zwei gute Gründe, die Kamera einzupacken: Erst die partielle Sonnenfinsternis am Abend, danach die Perseiden.

Habt ihr schon einen Standort ausgesucht und plant ihr zu fotografieren? Und wenn ja: Sonne, Sternschnuppen oder gleich beides?

Hier geht's zu unserem Artikel mit Zeiten und Fototipps:
 
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Ich bin gerade im Zug auf der Fahrt nach Spanien, um hoffentlich diesmal eine Sonnenfinsternis mit ohne Wolken mitmachen zu dürfen. Meine Schutzbrille von 1999 habe ich dabei, damals war ich leider unter dichter Wolkendecke etwas enttäuscht. Fotografisch habe ich ganz tief gestapelt, ich fahre trotz ausgeprägter Fotoleidenschaft tatsächlich nicht primär für Fotos dorthin, sondern eher für das Erlebnis. Das schließt aber nicht aus, daß ich vielleicht doch einmal bei totaler Verdunklung mit einem 200-500mm auf die verdeckte Sonne schießen werde.
 
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Ja. Hier (Le Touquet, France) soll es zwar um 2014 nur eine 90%ige Abdeckung geben, aber wir sehen von unserem Balkon aus genau nach Westen und werden gegen Ende, um 2100 Essen gehen, da der 12. 08 auch noch unser Hochzeitstag ist.

Wir haben so Kasperbrillen, ich besitze aber keinen ND Filter und wollte mir auch keinen kaufen. Es wird genug Photos geben, ich muss da nicht mitmachen.

Wir liegen aber jedes Jahr in unserer Hochzeitsnacht auf dem Rücken und starren in den Himmel, um die Sternschnuppen zu zählen. Beide auf dem Rücken. Nicht was ihr Ferkel denkt.
 
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Martin F.
Martin F. kommentierte
Ach Du warst das ... also derjenige, der damals in der Hochzeitsnacht alle 5 Minuten aufgestanden ist, das Fenster geöffnet und rausgeschaut hat? Bis nach einer Weile Deine Frau gefragt hat, was das denn soll, man käme ja zu gar nichts. Deine Antwort war, dass Dir deine Mutter erzählt habe, dass die Hochzeitsnacht die schönste Nacht im Leben sein solle ...
 
Ich werde in Bregenz sitzen und den Sonnenuntergang hinter der Traviata sehen. Handcam gezückt!
 
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F
fwolf15 kommentierte
Viel Spass, mal wieder schönes Bühnenbild dort und einfach hoffen dass kein Gewitter kommt
 
Nachbars Hund hat immer die Angewohnheit bis zum Sonnenuntergang zu kleffen.
Am Mittwoch nutze ich die Gelegenheit und gehe mal zeitig ins Bett.
Hoffentlich wird der nicht nach 10min wieder wach.
 
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Ich werde versuchen, im Nordschwarzwald einen Standort mit freier Sicht nach Westen zu ergattern. Leider hat unsere Presse die interessanten Spots schon mehrfach durchgefunkt, ich bin mal gespannt, was los sein wird.
Jedenfalls ist das H-Alpha-Teleskop gerichtet, mit dem ich einige Aufnahmen machen möchte. Dabei befürchte ich ein bisschen, dass durch den niedrigen Sonnenstand nicht gerade die schärfsten Bilder zustande kommen werden, bei der derzeitigen Hitze wird das ganz schön flimmern.
 
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Ich habe mal heute früh die angehende monatliche Mondfinsternis (auch Neumond genannt) fotografiert. An die denkt niemand, die kommt meist zu kurz... 😜

mo.jpg


Morgen werden wir sowieso noch um die Uhrzeit im Wald unterwegs sein und irgendwo tut sich immer eine Lücke auf zum Schauen, fotografieren überlasse ich denen die es besser können als ich.
 
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Äh, da man nirgendwo eine SoFi Brille mehr bekommt, kann man da eingentlich eineh 1000-er Graufilter zum Durchgucken benutzen?

Oder Baumarkt-Schweißbrille?
 
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DerFranz
DerFranz kommentierte
Baumarkt-Schweißbrille funktioniert leider nicht für das ganze Strahlenspektrum, besteht auch die Gefahr für Augenschäden.
 
soulbrother
soulbrother kommentierte
Kommt drauf an, welches Vergrößerungsgerät Du den Augen vorgeschaltet hast.
Der Abdunkler gehört in jedem Fall vor die Frontlinse!
Ansonsten stellst Du die Optik scharf und schon brennt es Dir ein Loch in die Filterfolie, falls am "Ausgang" der Optik...
 
F
Fotograf58 kommentierte
Diese Art von Fehler macht man nur einmal. Lass es bleiben. Es ist besser für Deine Augen und den Sensor. Ich werde einen speziellen Sonnenschutzfilter für Objektiv und für meine Augen von einem Astro Fachhandel nutzen.
 
R
Res kommentierte
Eine Schweissbrille wird nicht empfohlen, da sie auf ein anderes Spekturm optimiert ist.

Wenn schon Graufilter, dann vors Objektiv schrauben und die Sonne konsequent nur via Kamerasensorbild angucken - also primär via Monitor (bei spiegellosen Kameras geht auch der Sucher, aber bei DSLR auf gar keinen Fall). Bei einem derartigen Vorgehen geht höchstens der Sensor flöten, aber nicht die Augen. Ein 1000er (ND 3.0) dürfte bei tiefstehender Sonne und nur kürzeren Betrachtungsintervallen reichen, um den Sensor ausreichend zu schützen. Die als Millionen-Sonnenfilter angepriesenen ND 6.0 (20 Blendenstufen) sind ja auch schon länger ausverkauft. Sie würden gemäss Beschreibung zusätzlich im IR-Bereich dämpfen, also auch die Wäremestrahlung auf den Sensor reduzieren. Ich werde zusätzlich noch ein 64er (ND 1.8) draufschrauben, das wird reichen (entspricht einem 64000er Graufilter, sprich 16 Blenden Lichtreduktion) . Und dem Sensor immer mal wieder Gelegenheit geben zu verschnaufen, sprich sich abzukühlen.
 
Ich hab grad ein paar Standorte abgeklappert, von wo aus theoretisch ein nettes Vordergrundobjekt morgen gegen 20:15 optimal vor der verdunkeln Sonne zu knipsen wäre.
Also so Hochhäuser, Fernsehturm, Messeturm etc in wenigen km Entfernung.
Freie Sicht, Platz fürs Auto, alles wunderbar .
Hab dann einige Testfoddos mit Sigma 150-600 an der Z8 gemacht ....
Taugt leider gar nicht bei Fernmotiven...
Ich geh morgen schwimmen und nehm das Fernglas mit - falls ich noch die Filterfolie für vorne drauf finde...
 
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Mal sehen, ob das Wetter mitspielt.
Vielleicht stelle ich mich nördlich vom Bremerhaven auf einen Deich.

Polarlichtvorhersage sagt so um die Kp3 bis Kp4.
Das wird wohl nicht ganz reichen.
 
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Polarlichtvorhersage sagt so um die Kp3 bis Kp4.
Das wird wohl nicht ganz reichen.
Hoffst Du, während der Sofi, Polarlichter sehen zu können? Ich fürchte, dafür ist die Sonne weiter viel zu hell :-(
 
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Kiboko
Kiboko kommentierte
Hallo Thomas,

Bei einer Überdeckung von ungefähr 90% werden keine Polalrichter sichtbar.
Bei einer Überdeckung von 100% hätte ich ein anderes Fotomotiv. :)
Ich war mal in Tansania auf der Zentrallinie bei einer ringförmigen Sofi.
Bei einer Überdeckung von 97% ist es immer noch "hell".

Wenn ich mir schon die Mühe mache für die SoFi rauszufahren,
kann ich den folgen Abend ach noch nutzen.
Ich kann mich für die Sternschnuppen auf die Lauer legen.
Dabei könnte ich mal einen Blick nach Norden riskieren.
Kp3 bis 4 sind für unsere Breiten zu schwach.
Ob es für einen blassen grünen Streifen am Horizont reicht, wird sich zeigen (oder auch nicht zeigen).
Leider ist die Gegend zwischen Bremerhaven und Cuxhafen auch nicht wirklich dunkel.
 
Tja, wer zu spät kommt, ... konnte heute natürlich keinen Sonnenfilter mehr ergattern
 
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K
Karal kommentierte
@ni27fo warte bis Do, dann gibts Sonderangebote
 
ni27fo
ni27fo kommentierte
Da hätte ich auch selbst drauf kommen können (y)
 
K
Karal kommentierte
😎
 
crunchie72
crunchie72 kommentierte
Ich hab noch mein Exemplar von 1999, als ich unter einer fetten Wolke keinen Augenschutz brauchte...
 
Mir stellt sich nur die Frage: Inwieweit schadet die SoFi der Spiegellosen, wenn man die ISO weit runterdreht und die Blende auf 11 oder 16 schließt? Augenschäden würde ich mal ausschließen - ganz im Gegensatz zur DSLR-Nutzung. Ich würde aber gerne weder die Kamera noch meine Augen unnötig belasten.
 
W116
W116 kommentierte
svantevit
svantevit kommentierte
Keine Sonnenfinsternis aber durch längere Einstellungen bei Sonne und ungünstigen Brennpunkt eingetretener Schaden
welcher jedoch noch mal gutgegangen ist.
Nikonservice sagte, ....so lassen.

"Kinder! Bitte nicht nachmachen!"







nf_1866.jpg

"
 
Martin F.
Martin F. kommentierte
Ein Problem ist halt auch bei den meisten Objektiven, dass trotz abblenden das Rohr zunächst mal offen ist, erst im Auslösemoment die Blende schließt. Und die Sonne hat bei dem aktuell klaren Himmel richtig Dampf, selbst bei sehr niedrigem Stand.
 
schneemann
schneemann kommentierte
Die Frage wäre weiterhin, ob man mit einem ND1000 Filter an einer DSLM ein paar schnelle Aufnahmen machen kann? Vermutlich muss jeder selbst enntscheiden, ob er das Risiko eingehen möchte.
 
svantevit
svantevit kommentierte

Ich hatte mit alten fast unvergüteten Objektiven und bewußten Lens Flare experimentiert. Dazu noch Stativ. Das war der Auslöser.
Brennpunkt länger auf eine Stelle konzentriert.

Jungs, heute Abend ist die Gelegenheit für neue Kaufambitionen. ;)
 
Ich werfe hier sicherheitshalber nochmal einen Hinweis rein, bevor jemand heute Abend Kamera oder Augen riskiert:

Die Vereinigung der Sternfreunde empfiehlt für die Sonnenbeobachtung ausschließlich geeignete Sonnenfinsternisbrillen für die Augen bzw. spezielle Sonnenfilter aus dem astronomischen Fachhandel, die vor dem Objektiv angebracht werden. Von Behelfslösungen wird ausdrücklich abgeraten. Diese können zwar das sichtbare Licht abdunkeln, aber nicht ausreichend vor UV- und IR-Strahlung schützen.

Ein normaler ND1000 ist ein fotografischer Graufilter und kein ausgewiesener Sonnenfilter. Ich würde daher weder für die Kamera und erst recht nicht für die Augen darauf vertrauen.

Wer keinen geeigneten Sonnenfilter bekommen hat: Lieber diesmal nur zuschauen – mit geeigneter Sonnenfinsternisbrille – und Kamera und Augen heil lassen.

Zitat aus der Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde:

Beim Beobachten der Sonnenfinsternis ist Vorsicht geboten: Grundsätzlich unterscheidet sich der Anblick der Sonne bei einer Sonnenfinsternis nicht von einem normalen sonnigen Tag. Unmittelbar über dem Horizont wird das Licht der tiefstehenden Sonne allerdings durch die Erdatmosphäre auf natürliche Weise abgeschwächt. Die Versuchung länger direkt in die Sonne zu schauen, ist daher größer und überwindet leicht den Lidschlussreflex des menschlichen Auges.

Um die Augen nicht zu schädigen, empfiehlt es sich, zu speziellen, für wenige Euro im Fachhandel erhältlichen Sonnensicht- bzw. Sonnenfinsternisbrillen zu greifen, die die Lichtmenge der Sonne auf eine gefahrlose Helligkeit abschwächen. Gleichzeitig schützen die Brillen vor Ultraviolett- und Infrarotstrahlung. Herkömmliche Sonnenbrillen reichen nicht aus, Hausmittel wie eine mit Kerzenruß geschwärzte Gläser, Rettungsfolie oder Schweißerbrillen sind gänzlich ungeeignet. Beim Beobachten mit Ferngläsern und Teleskopen sind spezielle Filter oder lichtschwächende Zusatzoptiken zwingend erforderlich.
 
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ni27fo
ni27fo kommentierte
Gestern Abend bei Foto Erhardt in Mainz: An der Tür hängt schon ein Schild "Sonnenfinsternisbrillen ausverkauft". Drinnen erfahre ich dann, daß die Filter schon seit letzter Woche ausverkauft sind.
 
Falls jemand sehen wil, wie eine Fotosession während einer totalen Sofi ablaufen kann -
Ist von meinem Lieblings-Fotografiekanal (englisch), der mittlere Teil ist der hier relevante:
 
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Ich staune immer wieder über das Spektrum an Vorgehensweisen bzgl. Augenschutz.
Ich werde heute Abend mit einem Celestron C90 mit Objektivsonnenfilter aus Glas arbeiten.
Daneben ein Seestar S30pro mit dem dazu gelieferten Sonnenfilter.
Der Sonnenfilter des Seestar S50 wurde in Amerika zurückgerufen, da zu unsicher. Es schaut nur der Sensor durch - kein menschliches Auge.

Hier im Forum gibt es Genossen, die die Sonne auf einem beträchtlichen Anteil ihrer Fotos mit im Bild haben - und (noch?) kein Problem damit haben. Würde ich entschieden von abraten.

Den Blick durch 2 schwarze Diastreifen hintereinander, 3 Lagen Rettungsfolie habe ich selbst früher schon über lebt - ohne Schäden. Auch eine Schweißerbrille ist sicher besser als nichts.
Ich empfehle das alles NICHT - aber besser als der direkte Blick sind sie.

Lochkamera ist sicher super.
Okularprojektion mit einem alten Refraktor (Linsen-Teleskop) - noch mit Okularlinsen aus Glas ist auch eine Möglichkeit. Auch dabei schaut man in eine andere Richtung und kann das Teleskop nach dem Schatten einstellen.
Mit Teleskopen mit Kunststoffteilen wie etwa Fangspiegelhalter, Blendrohr,... aus Kunststoff würde ich von der Methode abraten. Bei Teleskopen mit diesen Teilen aus Metall kann sich dieses extrem erhitzen und beim Ausdehnen etwa die Korrekturplatte eines Schmidt-Cassegrains zerstören.
Sucherteleskope hierbei immer abdecken.

Also: Verstand einschalten bei dem, was ihr tut!

Und wer will kann ja den Nachthimmel anschließend weiter genießen - es ist die Nacht des Maximums der Perseiden, dem stärksten Sternschnuppenstrom.
 
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Ich habe spontan eine Lochkamera gebaut: Schuhkarton mit Loch vorne (Reißzwecke) und Mattscheibe (Transparentpapier) an der Rückseite. Brennweite ca. 300mm, die Projektion der Sonne ist geschätzte 5mm im Durchmesser und halbwegs scharf an den Rändern. Besser als nix.
 
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