Seitensprung Südnorwegen

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Ich bin begeistert von den detaillierten Einbau-/Umbau-Videos, die lustig aufbereitet wurden :D Da hat sich jemand richtig was einfallen lassen.

Ansonsten ein toller und interessanter Reisebericht mit vielen schönen Bildern, der gerne noch lange fortgesetzt werden darf - ab in die Highlights :up:
 
Kommentar
Anzeigen
Ich bin begeistert von den detaillierten Einbau-/Umbau-Videos, die lustig aufbereitet wurden :D Da hat sich jemand richtig was einfallen lassen.

Ansonsten ein toller und interessanter Reisebericht mit vielen schönen Bildern, der gerne noch lange fortgesetzt werden darf - ab in die Highlights :up:

Vielen Dank – an dich Bettina und an alle, die sich
– auf welche Weise auch immer –
bisher an diesem Thread beteiligt haben.

Falls bei euch Mitlesern in nächster Zeit ein Déjà-vu bzw. Déjà-lu aufs andere folgt:
Das liegt daran, dass [MENTION=60818]Lydian[/MENTION] hier
ebenfalls über seine Reise durch Südnorwegen berichtet (unbedingt anschauen!).

So wollte ich z. B. gerade zu einer Abhandlung über die sehr entspannten norwegischen Verkehrsverhältnisse ansetzen,
Höchstgeschwindigkeit 80 als absolut erholsam und urlaubstauglich bewerben – kann ich mir jetzt aber sparen.

Aber als alter Reiseradler möchte ich doch noch anmerken,
dass mich die gut ausgebauten und perfekt ausgeschilderten
überregionalen Radwege entlang der Hauptverkehrsachsen
nachhaltig beeindruckt haben.

Jetzt reift schon die Idee, beim nächsten Seitensprung vielleicht mal wieder auf zwei Räder umzusteigen.​
 
Kommentar

Meinen »Best Of«-Papageitaucher möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.


picture.php


18​
 
Kommentar

Noch ein Nachtrag zu den Papageitauchern.
An der Rezeption des Campingplatzes bekamen wir die Information:
»Um 22 Uhr müsst ihr oben an der Vogelklippe sein.
Dann kommen die Papageitaucher zurück.«

Ein anderer Besucher:
»Eine Viertelstunde später seht ihr schon keinen mehr.«

Lustig war, dass diese Zeitangaben die Papageitaucher überhaupt nicht interessierten.
Vermutlich hatten Sie bei Sturm und Regen keine Lust auf Überstunden
und kamen schon um 20.30 Uhr zurück von »hoher See«.
Um 21 Uhr war der Spuk dann vorbei.
Bis 21.30 Uhr ließen sich nur noch ein paar Nachzügler blicken.
Ab 22 Uhr war definitiv Schicht in der Puffin-Höhle.
Aber vielleicht hätten sich die gestressten Elternvögel ja bei gutem Wetter noch auf ein Sonnenbad vor die Nisthöhle gesetzt. :relax:

Da die Wetteraussichten für den nächsten Tag nicht wirklich besser aussahen,
machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg nach Hareid.
Dort setzten wir mit der Fähre über und fuhren Richtung Åndalsnes am Romsdalsfjorden,
dabei streiften wir auch den nördlichsten Punkt unserer Reise.
Etwas östlich von Åndalsnes liegt das Vengedalen –
umgeben von markanten Berggipfeln wie dem Romsdalshornet
mit Blick hinab ins Romsdalen und auf die Trollwand
(Trollveggen, mit etwa 1700 m Europas höchste Felswand).


Das Wetter ließ nur eine kurze Wanderung auf den Litlefjellet zu.
Aber immerhin blieb noch Zeit für etwas stimmungsvolle Wetterfotografie
bevor komplette Weltuntergangsstimmung herrschte und die tiefhängenden Wolken
den Blick auf die Landschaft versperrten.


picture.php


19



picture.php


20



picture.php


21​
 
Kommentar
Genau. Die Gegend um Åndalsnes hatten wir auch noch auf dem Schirm, scheuten dann aber - bei zahlreichen anderen Wünschen - die Fahrerei. So blieb in unserem Falle Bergen der nördlichste Punkt. Schön, auf diese Weise noch Fotos von dort zu sehen!
 
Kommentar

Und weil das Wetter im Bewegtbild viel besser rüberkommt,
habe ich auch noch ein paar Zeitrafferaufnahmen gemacht.
Dann wird vielleicht auch klar, was ich mit Weltuntergangsstimmung meinte.




Die dritte Einstellung ist nur ein Lückenfüller von einer anderen Location.​
 
Kommentar

Die Nacht über regnete es fast ununterbrochen und das setzte sich am nächsten Morgen auch noch fort.
Ein guter Grund, um das Frühstück etwas nach hinten zu verschieben.
Leider besserte sich das Wetter kaum.
So sahen wir bei unserer Fahrt durch das Romsdalen nur den Fuß der Trollwand.

Erst am Slettafossen hellte es etwas auf:

picture.php


24​
 
Kommentar

Norweger scheinen, was Architektur anbelangt, sehr experimentierfreudig zu sein.
Schon allein die abgefahrenen Toilettenhäuschen entlang der »Turistveger« sind die Reise wert. :D
Stellvertretend (nicht für die Toiletten, sondern für die Architektur im Allgemeinen)
möchte ich hier die Aussichtshütte, den Aussichtscontainer, das Aussichts …
was es wirklich ist, müsst ihr schon selbst entscheiden …
am Snøhetta Viewpoint zeigen.

picture.php


25



picture.php


26



picture.php


27


Beim dem UFO, das da von der Decke hängt, handelt es sich um eine Feuerstelle.
So kann man auch in dieser chronisch windigen Gegend gemütlich im Warmen sitzen
und die Landschaft betrachten.
Mit etwas Glück kann man auch ein paar Moschusochsen sichten.​
 
Kommentar
Ach ja, der SNØHETTA-Viewpoint.
Mit freier Sicht auf den höchsten Berg Norwegens (außerhalb Jotunheimen) war leider nix.
Dabei bin ich extra um 3.30 Uhr nochmal aus dem Caddy gekrabbelt, weil es ein so fantastisches Licht gab.

Doch die umliegende Gipfelregion versteckte sich hinter tiefhängenden Wolken.

picture.php


28



picture.php


29​
 
Kommentar

Weil ich gerade das gute Licht erwähnt habe:
Mit dem Licht ist das im Juni in Norwegen so eine Sache.
Um 23.30 Uhr Sonnenuntergang und um 3.30 Uhr Sonnenaufgang.
Jetzt kann sich der ambitionierte Hobbyfotograf seinen Schönheitsschlaf einteilen.
Tagsüber schlafen fällt flach, wenn man zu zweit unterwegs ist und nicht der gesamte Tagesablauf der Fotografiererei untergeordnet werden soll.

Bleibt also nur:
- früh in den Schlafsack kriechen
- vorausahnen wie das Wetter zu den genannten Zeiten sein wird
- dann den Wecker stellen oder auch nicht
- hoffen, dass man den Wecker nicht überhört​
 
Kommentar

Kommen wir zu meinem nächsten Highlight oder Traumziel:

Der Rondane Nationalpark

Aber ich muss euch warnen.
In unserem Reiseführer wird im Zusammenhang mit dieser Region das Wort »eintönig« benutzt.
Diese Worte wurden auf den verbleibenden Reisetagen zu unserem Running Gag.
Egal wie spektakulär die Landschaft und überwältigend die Ausblicke auch waren,
unser erster Kommentar war immer: »Ziemlich eintönig hier!«

Aber überzeugt euch selbst von der Eintönigkeit und nehmt meine Warnung ernst: »Besucht niemals den Rondane Nationalpark!«


Eine 16 Kilometer lange Wanderung führte uns durch diese eintönige Landschaft.

picture.php


30


Vorbei an diesen eintönigen Viechern.

picture.php


31


Dieser eintönige See wurde auf meiner GPS-Karte mit »Vassbekken« bezeichnet.
Das klingt für deutschsprachige Wanderer zwar irgendwie logisch und lustig,
stellte sich hinterher aber als falsch heraus.
Es handelt sich um den Dørålsvatnet
(Vassbekken heißt vermutlich der in ihn mündende Bach).
Ortskundige Norweger mögen mich verbessern.

picture.php


32​
 
Kommentar

Nach der langen Wanderung gab es zur Belohnung Pfannkuchen.
Jetzt klingt das erstmal nicht so erwähnenswert –
wenn man sich jedoch tagelang von Asia-Nudelsnacks und
schnell aufgebrühter Tütennahrung ernährt hat,
dann ist so ein fettiges Stück feste Nahrung schon ein Festschmaus.

Mit vollem Magen und etwas Muskelkater lag ich dann auf meinen Euroboxen bis …


… genau: 3.30 Uhr

Die Bergwelt rund um die Nedre Dørålseter glühte im ersten Sonnenlicht des nächsten Tages.

picture.php


35



picture.php


36​
 
Kommentar
Am nächsten Tag machten wir uns auf, den Rondane Nationalpark von einer anderen Himmelsrichtung aus zu erkunden.
Nach einem kurzen Bummel durch Otta ging es wieder in die Berge nach Mysusæter.
Vom Parkplatz Spranget marschierten wir immer dem Tal entlang zu den Hütten von Rondvassbu am Rondvatnet.

Frage an die Spezialisten: Gibt es eine DAV-Hütte mit eigenem »Fähranleger«?

picture.php


40



picture.php


41
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten