Reisebericht Island 2022

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Dennoch ist diese Insel interessant. Sie beherbergt nicht nur die größte Papageientaucher-Kolonie Europas (siehe auch "Fauna&Flora"), sondern ist auch der Ort, an dem einer der jüngsten Vulkane des Kontinents entstand: 1973 musste die Stadt Vestmannaeyjar vollständig evakuiert werden und verlor etwa 400 Häuser durch einen neu entstehenden Vulkan, der die Inselfläche um Einiges vergrößerte. Auf dem folgenden Bild ist zu sehen, wie nahe der Lavastrom (im Bild links) an die Stadt herankam.

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Die Einheimischen retteten den Hafen, ihre einzige nennenswerte Einnahmequelle, indem sie enorme Mengen Meerwasser auf die fließende Lava sprühten und somit den Lavafluß umlenkten, damit er nicht in das Hafengebiet gelangte.
 
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Das letzte Gebiet Islands, das ich hier vorstellen möchte, ist Thingvellir, ein Unesco-Weltkulturerbe, das als Wiege der parlamentarischen Demokratie Islands gefeiert wird. Ab 930 trafen sich die Wikinger in diesem Gebiet einmal im Jahr, um Recht zu sprechen und Gesetze zu erlassen.

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Auch die endgültige Unabhängigkeit Islands von Dänemark im Jahr 1944 wurde hier erklärt, was diesen Ort in den Augen der meisten Isländer zum wichtigsten im Land macht. Die direkt vor der Felswand im Bild zu erahnende isländische Flagge markiert den genauen Versammlungsort.

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Fauna&Flora

Wer mich kennt, weiß: Ich kann unmöglich einen Reisebericht schreiben, ohne auf die Pflanzen- und Tierwelt einzugehen.

Die isländische Pflanzenwelt ist angesichts der kargen Vulkanlandschaften bewundernswert. In manchen Gegenden dominieren Moose, und Wälder finden sich nur wenige auf dieser Insel. Dennoch gibt es interessante Pflanzen zu bestaunen.

Säugetier Nummer Eins in Island ist zweifellos das Schaf. Es gibt sie überall, eingezäunt oder freilaufend, hoch oben an den Hängen oder direkt an den Straßen, weiß, braun, schwarz und alles dazwischen. Auf dieser Insel gibt es vermutlich, ähnlich wie in Neuseeland, weit mehr Schafe als Menschen.

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Abgesehen von Pferden und Ponys sieht man außer Vögeln kaum andere Landtiere. Einleuchtenderweise leben auch die meisten Vögel in Meeresnähe oder an bzw. auf Seen, wie die allein vierzehn verschiedenen Entenarten, die es auf dem Myvatn gibt.

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Der Vogel, den ich unbedingt sehen wollte, war jedoch nirgends zu finden, bis wir mehr als drei Viertel der Insel umrundet hatten. Das liegt daran, dass Papageientaucher bereits in der ersten Augusthälfte, also kurz vor unserer Ankunft, ihre Nistgebiete in den meisten Teilen des Landes verlassen. Glücklicherweise waren sie bereit, an einer Stelle an der Südküste sowie auf der Insel Heimaey jeweils eine Ausnahme zu machen. Aber schaut euch einfach mal kommentarlos die Bilder an.

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Fazit

Wir hatten das mieseste Sommerwetter, das wir je erlebt haben, und dennoch haben wir jeden Tag unserer Reise genossen. Island ist etwas Besonderes und lässt sich mit nichts anderem vergleichen, das wir auf diesem Planeten gesehen haben. Es ist SEHR sehens- und erlebenswert.

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