Reisebericht Island 2022

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Der Svartifoss, eine weitere Berühmtheit Islands, eignet sich vielleicht am besten zur Veranschaulichung des Konzepts "Feuer und Wasser": Mit den ihn umgebenden, vulkanisch geformten Basaltsäulen ist er ebenso malerisch wie furchteinflößend.



 
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Mein letztes Bild für heute zeigt einen der weniger bekannten Wasserfälle, die es auch überall im Land gibt. Diese Drohnenaufnahme des Thingmannaåfoss in den Westfjorden gibt zumindest ein wenig von der Schönheit dieses Areals wieder, das eigentlich eine viel größere Kaskade von einzelnen Wasserfällen und Schluchten ist.

 
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All diese Seen, Flüsse und Wasserfälle werden von isländischen Gletschern gespeist. Trotz seines unaussprechlichen Namens ist der Eyjafjallajökull wohl der bekannteste von ihnen, nachdem sein Ascheausbruch im Jahr 2010 den Flugverkehr zwischen Europa und Nordamerika für mehrere Tage blockierte. Er verblasst jedoch im Vergleich zum Vatnajökull, dem bei weitem größten der isländischen Gletscher (siehe Karte am Anfang dieses Berichts), der insgesamt 38 einzelne Gletscherzungen mit jeweils eigenen Namen aufweist. Hier sind Bilder von einigen davon:


Svinafellsjökull

 
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Insgesamt betrachtet ist eines sicher: Island ist ein Land des Wassers. Wasser ist auf dieser Insel fast überall zu finden, selbst wenn man den häufigen Regen nicht berücksichtigt.

Wasser direkt aus der Natur ist hier allgegenwärtig. Im Badezimmer unseres Hotels im Zentrum von Reykjavik erklärte ein Schild, dass nicht nur das kalte Wasser aus einer natürlichen Quelle stamme und vollkommen trinkbar sei, sondern auch das heiße Wasser ebenfalls aus einer natürlichen Quelle kommt und daher Schwefel enthält.

Letzteres war ohnehin leicht zu riechen.


Ebenfalls beeindruckt hat uns diese Straßenbaustelle in Reykjavik. Habt ihr schon mal Straßen oder Bürgersteige mit Fußbodenheizung gesehen? Ich nicht.



In Island nichts Besonders. Heißes Wasser gibt es ja im Überfluß.
 
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W
W.W. kommentierte
Reduziert sicher auch den Einsatz von Splitt, Sand und Streusalz
 
L
lokatz kommentierte
Ganz bestimmt.
 
ni27fo kommentierte
Gesehen habe ich das selbst noch nicht, aber soll es nicht auch in Oslo beheizte Bürgersteige geben?
 
L
lokatz kommentierte
Würde mich nicht wundern. In kalten Ländern, die über viel erneuerbare Energie verfügen, macht das ja Sinn.
 
Aber nun mal von Anfang an

"Windig" und "regnerisch" sind Begriffe, die einen Großteil unseres Aufenthalts in Island recht gut charakterisieren. Die Einheimischen sagten uns, der Sommer sei ungewöhnlich kalt. Uns wurde schnell klar, warum, denn 13 Grad fühlten sich auf dieser Reise schon fast wie eine Hitzewelle an. Die Tageshöchsttemperaturen erreichten oft nicht einmal den zweistelligen Bereich. Zur Erinnerung: Das war im (ok: späten) August. Zwar gab es genug Sonnentage, um die Stimmung zu heben, aber wir hatten auch oft mit heftigen Regenfällen zu tun, gelegentlich in Verbindung mit dichtem Nebel, der das Autofahren schwierig machte.

Wie jeder, der nach Island fliegt, starteten wir auf dem Flughafen Keflavik, in einiger Entfernung südwestlich von Reykjavik gelegen. Im Bereich in der und um die Stadt leben mehr als 200.000 Menschen und somit mehr als 50 Prozent aller Isländer. (Zur Verdeutlichung der Relationen: Die größte Stadt Islands, die NICHT zum Großraum Reykjavik gehört, ist Akureyri. Sie hat weniger als 20.000 Einwohner.)

Zunächst einige Eindrücke aus Reykjavik.


Isländer lieben Farben, daher ist auch die Stadt recht bunt.

 
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Ein auch international gefeiertes architektonisches Highlight ist die Harpa, das Opernhaus von Reykjavik.






Reykjavik ist eine große und ziemlich lebendige Stadt, aber spätestens am dritten Tag wird man weiterziehen wollen. Genau das taten wir auch.
 
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Die Landschaften

Nach den Höhepunkten unserer Reise befragt, müsste ich antworten, dass die Reise selbst der Höhepunkt war. Island ist fast überall wunderschön, jedes Gebiet auf seine eigene Weise. Wenn man hier einige aufzählt, tut man anderen unweigerlich Unrecht, und es gibt ohnehin viel, was wir nicht gesehen haben. Einige Highlights möchte ich dennoch vorstellen.

Von der Halbinsel Snæfellsness sagt man, sie sei eine "Miniaturausgabe von Island", denn sie hat nahezu alles, was für das Land typisch ist, von Gletschern und Wasserfällen bis zu sanft rollenden Hügeln. Da uns die Zeit fehlte, sie ganz zu umfahren, sahen wir den Snæfellsjökull, den großen Gletscher an ihrer Spitze, nur aus der Ferne, aber den Anblick aus der Nähe brauchten wir gar nicht. Wir waren auch ohnehin überzeugt von seiner Schönheit.

 
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Bei unserem Besuch in den Westfjorden herrschte meist schlechtes Wetter, vor allem als wir zum Latrabjerg fuhren, einer 14 Kilometer langen Klippe, die das westliche Ende Islands markiert. (Hoch-)Nebel verhinderte hier leider, dass wir viel sehen konnten, was schade war. Selbst die Möwen drückten sich nur eng aneinandergekuschelt in die Wand.

 
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