Die bisher aufgezählten Möglichkeiten sind alle ok, nur müsste man genauer wissen, was man sich unter einen "geschützten Ordner" vorzustellen hat und wozu das ganze letztlich dienen soll.
Zugriffsrechte auf Dateien und Ordner werden vom Betriebssystem verwaltet und können leicht ausgehebelt werden. Man bootet von einer Linux CD oder von einer Windows PE CD und schon ist man drinnen. Ist der Rechner mit einem Bootpasswort geschützt, baut man die Harddisk aus und hängt sie in einen anderen Rechner. Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob Zugriffsrechte bei XP Home überhaupt vernünftig implementiert sind. Da es ja schon mal keine ordentliche Userverwaltung gibt. Share-Level Security über ein simples Passwort ist ja eher ein Erbstück von Windows 3.1 oder so.
Zugriffsrechte funktionieren als Kindersicherung oder auf Serverlaufwerken, wo der Fremdbenutzer nur übers Netzwerk Zugriff hat und sich nicht direkten Zugang zum Server verschaffen kann.
Geschützte ZIP-Archive sind dann recht brauchbar, wenn kleine bis mittlere Datenmengen auf Wechselmedien oder auf elektronischem Weg übertragen werden sollen. Die Verschlüsselung dürfte zumindest bei WinZIP soweit ausreichend sein, dass das nicht gleich jeder Lümmel knackt.
Truecrypt oder ähnliche Systeme würde ich verwenden, wenn größere Datenmengen auf einem Gerät mit mehreren Benutzeren oder auf einem Notebook wirksam geschützt werden sollen.
Ernsthafte Verschlüsselung (wenn man's richtig macht) für lau und in der Sprache des Benutzers wäre das Windows-eigene EFS. Was das ist und was dabei zu beachten ist, kann man
hier nachlesen. Allerdings hat Microsoft meines Wissens beschlossen, dass XP Home User nicht so wichtige Daten haben, dass sie sowas bräuchten.