Optimale Konfiguration beim Dawntech GPS-Logger

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phge

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Hallo,

ich habe mir als neues "Spielzeug" mal den Dawntech di-GPS mini 3L geleistet. Anschluss etc. an der D90 ist auch sehr einfach, aber ich kämpfe mit der optimalen Konfiguration. Mein heutiger Versuch, ab einer Geschwindigkeit von 4 km/h aufzeichnen zu lassen, und dann alle 32m ergab keinen Track, sondern eher eine "Luftlinien-Aufzeichnung" zwischen Start und Ziel.

Nun will ich demnächst meinen 3-wöchigen Urlaubstörn mitloggen. Der Logger kann 260.000 Datenpunkte speichern, und ich nehme keinen Laptop mit, kann ihn also nicht zwischendurch auslesen.

Meine Konfigurationsüberlegung ist nun: Ich tracke einen Punkt alle 10 Sekunden, außer ich liege im Hotelbett :) Macht ca. 16 Stunden pro Tag.
20 Tage mal 16 Stunden mal 60 Minuten mal 6 points pro Minute macht zusammen 115.200 Datenpunkte. Das ganze dann noch verbunden mit einer Bewegungsgeschwindigkeit von 2 km/h (damit auch das langsame "bummeln" durch eine Stadt aufgezeichnet wird, aber nicht die Stunde ausruhen auf der Parkbank) sollte doch ausreichend Puffer lassen, um für die gesamten 20 Tage den Track vollständig im Speicher haben zu können. Oder ?

Die Tags, die durch Fotos aufgezeichnet werden, werden doch direkt in die Exifs geschrieben und "belasten" den Speicher des Loggers nicht zusätzlich, oder?

Entschuldigt, wenn die Fragen naiv klingen, aber das ist noch absolutes Neuland für mich - aber ich hätte schon gerne, daß der erste richtige Versuch im Urlaub gelingt. Bis dahin kann ich zwar noch ein paar Tests zu hause machen, aber wenn es losgeht, sollte die optimale und sichere Einstellung gefunden sein. Danke schon mal für jeden Hinweis.

Gruß - Peter
 
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Ich möchte mich bei Yellowshark und besonders Mozi herzlich bedanken, für die Mühe und Zeit, die sie für die Lösung meines Problems investiert haben. (Mozi war den ganzen letzten Sonntag online und versuchte eine Lösung zu finden! Chapeau!)
Hr. Hofer, der den Dawntech Logger vertritt (gps-camera) meinte, er hätte schon so "volle" Logger gehabt, die er innerhalb von ein paar Minuten hätte auslesen können. Er versuchte es sogar mit Team-Viewer.
Meine Einstellungen sind:
Log Mode: 0-Time Interval
Time Interval (Sec): 10
Distance Interval (M): 100
Cyclic Mode: 0-disabled
Minimum Speed (KMH): 4
Die Reise dauerte knapp 6 Monate, bei 100m Intervall hätte ich erwartet, dass der Logger 26.000 km aufzeichnen kann, was ungefähr hinkommen kann.
Wenn der Logger alle 10 Sek einen Wegpunktaufgezeichet hätte, hätte der ganze Speicher mit den Daten von einpaar Tage angefüllt sein müssen.
Dass der Logger den Anfang wieder überschreibt, habe ich meines Erachtens ausgeschaltet.
Ich habe das Gerät jedenfalls gestern an die Firma geschickt; wird spannend, was dabei herauskommt.

Liebe grüße und " Gut Licht"
Photonarr


PS: Die gps-Daten, in den EXIF-Daten der einzelnen Bilder sind OK
 
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Hallo,
ich habe den Dawntech di Logger an Herrn Hofer, www. gps-kamera.eu eingeschickt, der mich zuvor schon per Remote-Unterstützung sehr freundlich begleitet hatte. Herrn Hofer gelang es die Daten auszulesen.
Er schrieb Folgendes:
"1. Aufgrund der Gr4öße und (..) Probleme hab ich direkt das alte GLink (Vorläufer von di-GPS-Link 1.08) genommen. Dieses läuft bezüglich Download in Problemfällen derzeit zuverlässiger (... Anm. Lief bei mir nicht, wahrscheinlich wg. 64 Bit)
2. Konvertieren ging dann auch problemlos.
3. Die Datenmenge bedarf später zur Anzeige der Wegstrecke eines potenten Rechners und z.B. bei RouteConverter Tricks wie die ERhöhung des verfügbaren Arbeitsspeichers.

Ursachen:
- Di-GPS-Link hat aktuell unter Windows teilweise Probleme mit dem sauberen Auslesen der Logger, Die Mac-Version ist nicht betroffen. (Dawntech sucht derzeit einen neuen Programmierer, der das Problem beheben soll)
- Gerade bei großen Logs kommt es zu Abbrüchen der Downloads oder Übertragungsfehlern, die zu unvollständigen oder fehlerhaften SBP-Dateien führen.
- In der Folge klappt das Konvertieren gar nicht oder es gibt Fehler in den resultierenden GPX/KML/NMEA-Dateien. Ein typischer Fall sind Ausreißer, bei denen einzelne Punkte in Ost-West oder Nord-Süd-Richtung um teils tausende Kilometer ausreißen. Da wurden einfach Werte gekappt (8° statt 8, 76239874°).

Lösungen:
- Bei den meisten Nutzern scheint das Problem durch die Installation des aktuellen SiLab-USB-UART-Treiber (Version höher 6.0) von http://www.silabs.com/products/mcu/Pages/USBtoUARTBridgeVCPDrivers.aspx behoben. (Ob dies wirklich so ist oder nur für kleine bis mittlere Größen von Log-Dateien gilt, ist nicht voll durchgetestet. Dies ist auch schwierig nachzuvollziehen, da es nicht auf jedem rechner zu Problemen kommt. Die meisten Nutzer haben keinerlei Probleme).
- Wo di-GPS-Link 1.08 versagt, funktioniert in aller Regel das alte GLink http://www.gps-camera.eu/downloads1...wntech-glink-windows-vorgnger-von-di-gps-link tadellos.
Dawntech sucht derzeit, wie gesagt, einen neuen Programmierer, der die Bugs in der Windows-Version behebt und die Nutzeroberfläche neu gestaltet."

Vielleicht helfen diese Infos auch anderen Usern

Nochmals vielen Dank an alle, die sich um eine Lösung bemüht haben!

Photonarr, Wien
 
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Log Mode: 0-Time Interval
Time Interval (Sec): 10
Distance Interval (M): 100
Cyclic Mode: 0-disabled
Minimum Speed (KMH): 4
Es gibt neuerdings einen einfachen Excel-Rechner dafür (hier zum Download):

Dawntech%20Logger%20Intervall%20Calculator.png


Die Abbildung zeigt die Werte für Deine Einstellungen. Die Minimalgeschwindigkeit von 4km/h ab der gelogged werden soll kann natürlich nicht einfließen. Woher sollte der Kalkulator auch wissen wie oft man stehen bleiben wird. Jede Pause erhöht also die Reichweite ...

Die Reise dauerte knapp 6 Monate, bei 100m Intervall hätte ich erwartet, dass der Logger 26.000 km aufzeichnen kann, was ungefähr hinkommen kann.
Wenn der Logger alle 10 Sek einen Wegpunktaufgezeichet hätte, hätte der ganze Speicher mit den Daten von ein paar Tage angefüllt sein müssen.
Dass der Logger den Anfang wieder überschreibt, habe ich meines Erachtens ausgeschaltet.
Das Distanzintervall ist hier irrelevant, da Log Mode: 0-Time Interval gesetzt war.
Das Zeitintervall war also das was bestimmend war (entweder Zeit oder Distanz!)
  • Bei einer durchschnittlichen Logzeit von 8h/d hätte der Logger also nach 3 Monaten voll sein müssen!
  • So wie es aussieht hat die Minimum Speed (KMH): 4 so viele Punkte gespart, dass es für die knappen 6 Monate gereicht hat.
  • Sich selbst Überschreiben hätte er dank Cyclic Mode: 0-disabled eh nicht dürfen.

Ich sag mal: Das war sehr knapp kalkuliert :D

PS: Die gps-Daten, in den EXIF-Daten der einzelnen Bilder sind OK
Logisch, das schreiben im EXIF hat auch mit dem optionalen Logger (außer beim Direktstart) überhaupt nichts zu tun.
 
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Hm, da hab ich mal ne Frage an Dich.

Die "Minimum Speed" Einstellung habe ich bis jetzt nicht genutzt, weil mir nicht ganz klar ist, was das für Konsequenzen hat. Wenn ich also 4Km/h als Grenze einstelle, und gehe 5 KM weit gemütlich, also mit 3Km/h, spazieren: Was tut der Logger? Fehlt diese Strecke?

Wenn ich zwischendurch mal 4-5Km/H schnell gehe, wird ja geloggt. Aber was ist mit der Strecke zwischen meinem Start und dem schnellen Abschnitt? Ist da ein "Loch" im Track?
 
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Hi emax,

im Grunde ist es so wie du annimmst. Und zwischen den Punkten wir gerade verbunden.

Aber: GPS ist ein dynamisches System, da die Satelliten nie gleich stehen. Jede Positionsberechnung (die Postion wir ja nicht gemessen, sondern mathematisch aus den Laufzeiten mehrerer GPS-Signale ermittelt, geglättet und aufbereitet ...) ist dabei verschieden.

D.h. Selbst wenn Du auf der Stelle stehen bleibst "hast" Du laut den Berechnungen zwischen den sekündlichen Messungen eine gewisse Geschwindigkeit. Die Ergebnisse waren ja einmal 1m vor Dir, dann 3m hinter Dir, ...

Wenn Du Dich wirklich bewegst, dann kann das übrigens besser rausgerechnet werden. Da ist die Geschwindigkeit dann meines Wissens sogar Präziser.

So, jetzt geh einfach mal hin und teste für Dich. Konfiguriere einmal 2km/h, geh raus und bewege Dich mal ein paar Meter. Jedes rote Blitzen der LED sagt dabei: "Ich habe einen Punkt in den Logger geschrieben!"
Dann wiederhole den Test mit einem Schwellenwert von 3 km/h ...

Ich verwende mittlerweile meist 3 km/h.

PS: Bei Empfang in Gebäuden hat man schnell mal die 3km/h. Ganz einfach weil die berechneten Positionen so flattern, dass ....:dizzy:
 
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Den Unschärfe-Effekt kenne ich. Bei den Garmins kann man das per Konfiguration glätten, die erkennen dieses "Rauschen" offensichtlich per Firmware. Wer seine Tracks grafisch auswertet, wird i.d.R. rund um sein Zuhause (oder einen anderen, längeren Aufenhaltsort) wilde Zacken im Track erkennen, so als sei man dort ziellos herumgeirrt.
 
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Um das Gehüpfe zu "glätten" kann man z. B. auch hinterher Algorithmen wie den "Douglas-Peucker Algorithmus" nutzen. In RouteConverter wurde das, zumindest für die Anzeige genutzt. Ab das auch schon ein permanentes Ausdünnen der Trackdaten möglich ist weiß ich nicht.

Die Screenshots von Track in RouteConverter hier zeigen was der Algorithmus macht ...

Grundsätzlich ist es ja nicht falsch die Daten zuerst so "echt" wie möglich zu sammeln und nicht schon im GPS-Logger zu sehr zu glätten. Ist eben wie RAW gegen JPEG :hehe:
 
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Hallo,
nochmals vielen Dank für euere Postings!
Wenn ich unter LR 3.2 mit j Friedls plugin vom Track geoencoden will, kriege ich die Meldung, dass die Daten 22 Tage auseinanderliegen. Möglicherweise war meine Freude über das Ergebnis, das Hr Hofer erzielt hat, doch zu früh....
Jedenfalls hatte mein Herumprobieren mit dem Plugin die Folge, dass die GPS Daten ein iger Bilder auch auf der Speicherkarte beschädigt sind.
Weiß jemand, bei LR 3.0 beim Export der 2. Kopien die EXIF Daten auch exportiert werden?
Für RouteConverter habe ich keine brauchbare zusammenhängende Anleitung gefunden, genau so wenig für das oben genannnte Plugin oder für Geosetter.
Prune hab ich noch nicht ausprobiert; hier scheint es eine vernünftige Anleitung zu geben.
ABER: Die Adobe-Anleitung für Lightroom 3.0 umfasst 200 S., die für Acronis True Image 225 S., dazu noch The DAM Book und Kelbys LR 3.0 Buch....
Wer soll die Zeit aufbringen, das mit Gewinn durchzuackern?
Wenn ich mich noch daran erinnere, inwieweit meine D700 die von der Industrie geweckten Erwartungen hinsichtlich Verlässlichkeit nicht erfüllt hat, kann ich nur festellen, dass sich meine vor dem Umstieg geäußerten Vorbehalte gegenüber der Digitalfotografie voll und ganz bestätigt haben!
Eine teuere Fehlentwicklung! Das Zeug funktioniert einfach nicht, wie beworben!

Photonarr
 
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